DEP0012413DA - Hochfrequenz-Behandlungseinrichtung - Google Patents

Hochfrequenz-Behandlungseinrichtung

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DEP0012413DA
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Germany
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treatment
tube
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tubes
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Expired
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English (en)
Inventor
Kurt Dr. Fränz
Original Assignee
Telefunken Gesellschaft für drahtlose Telegraphie
mbH, Berlin
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Description

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, in welcher Gegenstände und Stoffe aller Art der Einwirkung eines elektromagnetischen Hochfrequenzfeldes ausgesetzt werden, vorzugsweise zum Zwecke des Kochens, Glühens oder Schmelzens von organischen oder anorganischen Stoffen oder einer biologischen oder medizinischen Behandlung. In manchen Fällen besteht ein Bedürfnis für die Ausrüstung einer solchen Einrichtung mit mehreren Behandlungsstellen, um die Anlagekosten, verglichen mit der Aufstellung mehrerer selbständiger Aggregate, herabzusetzen. Zur Schaffung mehrerer Behandlungsstellen liegt Anlass nicht bloss dann vor, wenn mehrere Gegenstände oder mehrere Stellen eines Gegenstandes gleichzeitig behandelt werden sollen, sondern man gelangt dazu vielfach auch dann, wenn nur eine beschränkte Menge des Behandlungsgutes an einer Stelle des Hochfrequenzfeldes zusammengefasst werden darf. In allen Fällen ist es notwendig, eine Wechselwirkung zwischen den einzelnen Behandlungsstellen hinsichtlich der Kopplung des Behandlungsgutes mit dem Schwingungserzeuger und der Abstimmung des Nutzkreises weitgehend zu vermeiden. Dies wird durch die Erfindung gewährleistet.
Zu diesem Zwecke wird eine aus einem Röhrenschwingungserzeuger gespeiste Hochfrequenzbehandlungseinrichtung gemäss der Erfindung mit mehreren von einander getrennten Behandlungsstellen ausgestattet und jeder Behandlungsstelle eine besondere Röhre oder Röhrengruppe des Schwingungserzeugers zugeordnet. Diese Anordnung erlaubt es, die Kopplung des Behandlungsgutes und die Abstimmung des Nutz- kreises der jeweiligen Menge und Beschaffenheit des Behandlungsgutes an den verschiedenen Behandlungsstellen einzustellen und gegebenenfalls den im Laufe der Behandlungsdauer auftretenden Aenderungen des Behandlungsgutes anzupassen, ohne dass die an einer Behandlungsstelle vorgenommenen Einstellungen sich auf die Abstimmung und Kopplung an den anderen Behandlungsstellen auswirken. Infolgedessen ist es möglich, an jeder Behandlungsstelle die für sie günstigsten Verhältnisse herbeizuführen.
In der Zeichnung sind zwei Beispiele für die Ausführung der Erfindung schematisch dargestellt. Abb. 1 zeigt ein auf die wichtigsten Bestandteile beschränktes Schaltbild eines zweistufigen Senders mit der Steuerstufe 1 und der Endstufe 2. Die Steuerstufe enthält eine in Dreiupunktschaltung durch Rückkopplung selbst erregte Schwingröhre 3, deren Schwingungskreis 4 mit dem Eingangskreis 5 der Endstufe gekoppelt ist. In der Endstufe arbeiten drei Leistungsverstärkerröhren 6, 7, 8 gitterseitig parallel, während ihre Anoden mit getrennten Ausgangskreisen 9, 10, 11 verbunden sind. Beide Stufen erhalten ihre Anodenspeisespannung von einem Hochspannungstransformator 12. Mit jedem Ausgangskreis einer Verstärkerröhre ist je nach Behandlungsstelle 13, 14, 15, gekoppelt. Eine Behandlungsstelle enthält hauptsächlich eine Einrichtung zur Erzeugung eines elektrischen oder magnetischen Feldes (Kondensator oder Spule), dem der zu behandelnde Gegenstand oder Stoff ausgesetzt wird. Um eine Anpassung an den wechselnden Wirk- und Blindwiderstand des an den verschiedenen Stellen und zu verschiedenen Zeiten eingesetzten Behandlungsgutes vornehmen zu können, ist die Kopplung zwischen jedem Ausgangskreis und der ihm zugeordneten Behandlungsstelle und ebenso die Abstimmung eines jeden Ausgangskreises für sich veränderbar. Die an einer Behandlungsstelle gewählte Abstimmung und Kopplung wird durch eine Aenderung dieser Grössen an einer anderen Behandlungsstelle nicht in Mitleidenschaft gezogen, da die einzelnen Behandlungsstellen durch die Röhren der Endstufe voneinander ausreichend entkoppelt sind.
Abb. 2 zeigt einen einstufig in Selbsterregerschaltung aufgebauten Hochfrequenzerzeuger. Die drei Elektronenröhren 16, 17, 18 sind mit den Schwingungskreisen 19, 20, 21 in Dreipunktschaltung verbunden und erhalten die Anodenspeisespannung aus dem ihnen gemeinsamen Hochspannungstransformator 22. Die Behandlungseinrichtungen 23, 24, 25 sind mit den ihnen zugeordneten Schwingungskreisen gekoppelt. Eine Aenderung der Kopplung oder Abstimmung an einer Behandlungsstelle bleibt auch in diesem Falle ohne Auswirkung auf die übrigen Behandlungsstellen.
Die Anwendbarkeit des Erfindungsgedanken ist keineswegs auf Rückkopplungsanordnungen beschränkt; es können vielmehr auch alle anderen Arten der Schwingungserzeugung in Entladungsröhren, z. B. aufgrund eines durch Sekundärelektronenemission erzeugten negativen Widerstandes oder mittels einer Magnetfeldröhre, in Betracht gezogen werden. Ferner kann jede Röhre durch eine Gruppe von zwei oder mehr im Gleichtakt oder Gegentakt arbeitenden Röhren ersetzt werden. Schliesslich kann die Anodenspeisespannung auch eine Gleichspannung sein, die durch einen dem Netztransformator 12 bezw. 22 nachgeschalteten Gleichrichter gewonnen wird.

Claims (5)

1) Aus einem Röhrenschwingungserzeuger gespeiste Hochfrequenzbehandlungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit mehreren voneinander getrennten Behandlungsstellen ausgestattet und jeder Behandlungsstelle eine besondere Röhre oder Röhrengruppe des Schwingungserzeugers zugeordnet ist.
2) Einrichtung nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungserzeuger wenigstens zweistufig aufgebaut ist und in der Endstufe wenigstens zwei Röhren oder Röhrengruppen enthält, deren jede mit je einer Behandlungsstelle gekoppelt ist.
3) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungserzeuger einstufig aufgebaut isst und wenigstens zwei Röhren oder Röhrengruppen enthält, deren jede mit je einer Behandlungsstelle gekoppelt ist und die ihre Anodenspeisespannung über einen gemeinsamen Transformator aus derselben Spannungsquelle erhalten.
4) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder mit einer Behandlungsstelle gekoppelten Röhre oder Röhrengruppe ein für sich abstimmbarer Schwingungskreis zugeordnet ist.
5) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungen zwischen den einzelnen Behandlungsstellen und den ihnen zugeordneten Röhren oder Röhrengruppen unabhängig voneinander einstellbar sind.

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