DEP0012018DA - Verfahren zur Herstellung von carbonsäure-amidgruppenhaltigen Estern der Chlorameisensäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von carbonsäure-amidgruppenhaltigen Estern der Chlorameisensäure

Info

Publication number
DEP0012018DA
DEP0012018DA DEP0012018DA DE P0012018D A DEP0012018D A DE P0012018DA DE P0012018D A DEP0012018D A DE P0012018DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
esters
acid
preparation
amide groups
containing carboxylic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Max Dr. Krefeld-Uerdingen Coenen
Wilhelm Dr. Krefeld-Uerdingen Hechelhammer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Bayer AG
Publication date

Links

Description

Es wurde gefunden, dass man carbonsäureamidgruppenhaltige Ester der Chlorameisensäure in technisch einfacher Weise durch Umsetzung von oxygruppenhaltigen Carbonsäureamiden mit Phosgen erhalten kann.
Als oxygruppenhaltige Carbonsäureamide können z.B. Verwendung finden: die Essigsäure-, Propionsäure-, Buttersäure-, Benzoesäure- und Phenylessigsäureamide des Aminoäthanols, 1,2- und 1,3-Aminopropanols, 1,2-, 1,3- und 1,4-Aminobutanols, 1,5 Aminopentanols, 1,6-Aminohexanols, des Diäthanolamins und des o-, m- und n-Aminophenols; Ferner seien genannt die Oxalsäure-, Malonsäure-, Bernsteinsäure-, Glutarsäure-, Adipinsäure- und Phthalsäure-bis-amide der oben genannten Aminoalkohole. Auch können für das vorliegende Verfahren verwendet werden die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Butyl- und Hexylamide und die Äthylen-, Propylen-, Butylen- und Hexamethylen-bis-amide der Oxyessigsäure, Milchsäure, Oxybuttersäure und der o-, m- und p-Oxybenzoesäure.
Die Umsetzung der genannten Carbonsäureamide mit Phosgen wird in der Regel in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels bei Temperaturen unter 50° durchgeführt. Als Lösungsmittel eignen sich hierbei z.B. Methylenchlorid, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Aceton, Cyclohexanon, Essigester, Dioxan, Tetrahydrofuran, Benzol, o-Dichlorbenzol, Toluol und Xylol.
Die nach dem vorliegenden Verfahren erhaltenen carbonsäureamidgruppenhaltigen Chlorameisensäureester können als Zwischenprodukte, z.B. zur Herstellung von Weichmachern, Lackrohstoffen und Kunststoffen, Verwendung finden.
Beispiel 1. In eine Mischung von 50 Gewichtsteilen 6-Benzoyl-aminohexanol-1 und 200 Gewichtsteilen Aceton leitet man bei 0° 4-5 Stunden lang einen kräftigen Phosgenstrom ein. Hierauf lässt man das Gemisch 12 Stunden unter Luftabschluss in Phosgenatmosphäre stehen. Danach wird das überschüssige Phosgen mit trockener Luft aus dem Gemisch ausgeblasen und der letzte Rest durch Absaugen bei 30° entfernt. Man verdampft das Aceton im Vakuum und erhält 62 Gewichtsteile des 6-Benzoylaminohexyl-1-chlorameisensäureesters.
Beispiel 2. Ersetzt man in Beispiel 1 das 6-Benzoylaminohexanol-1 durch 10 Gewichtsteile des 2-Benzoylaminoäthanols-1 und phosgeniert in der gleichen Weise, so erhält man nach Aufarbeiten des Reaktionsgemisches 13 Gewichtsteile des 2-Benzoylaminoäthyl-1-chlorameisensäureesters.
Beispiel 3. In eine Suspension von 10 Gewichtsteilen Adipinsäure-bis-(Omega)-(Omega')-oxyäthylamid in 200 Gewichtsteilen Aceton wird zunächst unter Eiskühlung ein kräftiger Phosgenstrom eingeleitet. Hierbei klumpt sich die suspendierte Substanz zusammen und geht allmählich in Lösung. Nach 2-stündigem Einleiten unter langsamer Steigerung der Temperatur auf 30° hat sich der gebildete Bischlorameisensäureester des Dioxyäthylamids der Adipinsäure in Form eines kristallinen Niederschlages abgeschieden. Nach weiterem 2-stündigen Stehen unter Phosgenatmosphäre wird er vom Lösungsmittel abfiltriert, mit wenig reinem Aceton nachgewaschen und getrocknet. Man erhält auf diese Weise 12 Gewichtsteile des genannten Bischlorameisensäureesters.
Beispiel 4
In kontinuierlicher Verfahrensweise wird eine Lösung von N-Äthyl-N'-Äthyl-hexamethylenbisamid der (Omega)-Oxy-buttersäure in Aceton, die 20 Gewichtsteile des Amids in 200 Volumenteilen Aceton enthält, mit einer Geschwindigkeit von 2 Liter pro Stunde in den einen Schenkel eines U-Rohres, der eine Länge von 400 mm und einen Durchmesser von 60 mm besitzt, eingetropft, wobei in diesen Schenkel von unten her Phosgen mit einer Geschwindigkeit von 800 g pro Stunde eingeleitet wird. Die Innentemperatur wird auf 25° gehalten. Das aus dem anderen Schenkel überlaufende Phosgenierungsprodukt wird durch Einleiten eines trockenen Luftstromes vom Lösungsmittel und vom überschüssigen Phosgen befreit. Das Phosgenierungsprodukt von der Formel ist ein helles dickflüssiges Öl. Die Ausbeute beträgt 96% der Theorie.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von carbonsäureamidgruppenhaltigen Estern der Chlorameisensäure, dadurch gekennzeichnet, dass man oxygruppenhaltige Carbonsäureamide mit Phosgen umsetzt.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH627152A5 (de)
DEP0012018DA (de) Verfahren zur Herstellung von carbonsäure-amidgruppenhaltigen Estern der Chlorameisensäure
DE931225C (de) Verfahren zur Herstellung von Stickstoff, Schwefel und Chlor enthaltenden Kondensationsprodukten
DE1057124B (de) Verfahren zur Herstellung von Sydnonen
DE962071C (de) Verfahren zur Herstellung von Estern, Amiden oder Nitrilen von ª‡-Cyan-ª‡, ª‰-dichlorpropionsaeuren
EP0527365A1 (de) Benzophenoniminodiimide und daraus abgeleitete thermostabile Polymere
DE942864C (de) Verfahren zur Herstellung von Acylaminocarbonsaeureestern
DE940588C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorameisensaeureiminoestern
DE2627709C2 (de) Malonsäure-pentachlorphenylester und deren Herstellung
AT282640B (de) Verfahren zur herstellung neuer octahydro-1,2,4-methenopentalenyl-(5)-harnstoffe
DE1010968B (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wirksamen Alkyleniminochinonen
AT208862B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Hydrazin-Derivaten
DE2522082A1 (de) 3-nitropyrazol-derivate und verfahren zu deren herstellung
DE912211C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‡-Acylacetessigestern
DE870563C (de) Verfahren zur Herstellung von Cholinabkoemmlingen
CH335691A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten von a-Amino-B-hydroxy-carbonsäuren
AT355561B (de) Verfahren zur herstellung von neuen substi- tuierten furan-2-carbonsaeureaniliden
DE828102C (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Phenaceturyl-5-dimethyl-thiazolidin-4-carbonsaeure
AT222646B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzoxazolen
DE907296C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2, 3-dimethylpyrazolon-4-carbonsaeure-diaethylaminoaethylester
CH501010A (de) Verfahren zur Herstellung von Penicillansäurederivaten
CH506490A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen polycyclischen Isocyanates
DE1020636B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Phenyl-7-acylamino-cumarinen
CH345008A (de) Verfahren zur Herstellung von a,B-Di-(aryloxazolyl-(2))-äthylenen
DE2402231B2 (de) Verfahren zur herstellung von 4- acetamidophenyl-2-acetoxybenzoat