DEP0011912DA - Relaisanordnung als stromunabhängiger Überstromzeitschutz - Google Patents

Relaisanordnung als stromunabhängiger Überstromzeitschutz

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DEP0011912DA
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DE
Germany
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relay
circuit
converter
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relays
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Friedrich Dipl.-Ing. Mülheim/Ruhr Geise
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Description

Die bekannten stromunabhängigen Überstrom-Zeitschutzeinrichtungen arbeiten im allgemeinen mit Gleichstrom-Zeitrelais, die aus einer besonderen Gleichstromquelle gespeist werden. Wechselspannungsrelais sind an sich im Kurzschlußfalle als Zeitrelais nicht brauchbar.
Mit der Erfindung wird eine Überstrom-Zeitschutzeinrichtung vorgeschlagen, bei der keine zusätzliche Hilfsspannung für den Antrieb des Zeitrelais erforderlich ist. Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, dass zwischen den Wandlern der zu schützenden Phasen und einem Wechselstrom-Zeitrelais, das den Auslöser-Stromkreis steuert, ein besonderer Zwischenwandler vorgesehen ist, an den über getrennte Wicklungen primär die Phasenwandler und sekundär das Wechselstrom-Zeitrelais angeschlossen sind.
Im Folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 und 2 zeigen die neue Relaiskombination, die zweckmäßig in einem baulich einheitlichen Gerät zusammengefaßt ist und ein gemeinsames Gehäuse besitzt, in Verbindung mit zwei verschiedenen Anwendungsschaltungen, und zwar Fig. 1 für Auslösung durch eine getrennte Spannungsquelle, Fig. 2 für Wandlerstromauslösung. Mit 1 ist das Gehäuse des Gerätes angedeutet. 2, 3 sind die Primärwicklungen und 4 die Sekundärwicklung eines Zwischenwandlers. Die Primärwicklungen sind an die Stromwandler 5, 6 der Phasen R und T des zu schützenden Hauptstromkreises angeschlossen. An die Sekundärwicklung 4 des Zwischenwandlers ist das Wechselstromzeitrelais Rs 103 angeschlossen, dessen Arbeitskontakt den Auslöser 7 eines Leistungsschalters 8 im Hauptstromkreise steuert, sodass der mit einer einstellbaren Zeitverzögerung zur Wirkung kommende Kontakt des Zeit- relais den Leistungsschalter zum Ausschalten bringt, der den Hauptstromkreis unterbricht. Um den Auslösekontakt des Zeitrelais vom Ausschaltvorgang zu entlasten, ist in an sich bekannter Weise ein Endausschalter 9 mit dem Leistungsschalter 8 gekuppelt. Bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 wird der Auslöserstromkreis in bekannter Weise aus einer unabhängigen Gleichstromquelle gespeist, bei Fig. 2 geschieht dies über einen zusätzlichen Wandler AUT 3, wie es an sich ebenfalls bekannt ist.
Die Windungszahlen und Wicklungsrichtung der Primärwicklungen 2, 3 des Zwischenwandlers in der Relaiskombination sind so aufeinander abgestimmt, daß bei jedem denkbaren Kurzschlußfall in dem zu schützenden Hauptstromkreis - z. B. zweipoliger Kurzschluß, dreipoliger Kurzschluß, Doppelerdschluß usw. - die Sekundärwicklung 4 dieses Wandlers eine Spannung erhält, die das Wechselstrom-Zeitrelais Rs 103 antreibt, das sich bei normalem Betriebszustand in Ruhe befindet. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel für Zweiphasenauslösung ist eine sogenannte magnetische Kreuzschaltung angewendet, d. h. die Primärwicklungen 2 und 3 sind gegeneinander geschaltet, um zu erreichen, daß bei allen möglicherweise eintretenden Arten von Kurzschlußstörungen im Hauptstromkreise eine Spannung von zweckentsprechender Größe zum Antrieb des Zeitrelais in der Sekundärwicklung 4 hervorgerufen wird.
Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, daß in den Primärstromkreisen des Zwischenwandlers Überstromrelais RA 4 angeordnet sind, deren Arbeitskontakte parallel zueinander im Stromkreis des Wechselstrom-Zeitrelais liegen, die das Zeitrelais an die Sekundärwicklung 4 legen, jedoch nur dann, wenn Überstrom in mindestens einem der Primärkreise einen bestimmten, zweckmäßig am Relais RA 4 einstellbaren Wert überschreitet.
Ein weiterer Vorschlag der Erfindung besteht darin, daß in den in Frage kommenden Primärstromkreisen des Zwischenwandlers zusätzliche Relais, vorzugsweise besonders schnell arbeitende Relais, angeordnet sind, deren Arbeitskontakte parallel zum Arbeitskontakt des Zeitrelais im Auslöserkreis liegen. (Schnellauslösung)
Die Ausführungs- und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung beschränken sich nicht auf die hier als Beispiel gezeigten Möglichkeiten. So kann insbesondere auch die dritte Phase 3 des Hauptstromkreises über einen Wandler an das Überstrom-Zeitschutzgerät angeschlossen werden, das zu diesem Zwecke noch besondere Stromkreise, weitere Überstromrelais RA 4 und gegebenenfalls noch weitere Wicklungen auf den in ihm enthaltenen Zwischenwandler enthalten kann. Um die verschieden möglichen Anschlüsse bequem herstellen zu können, besitzt das Gerät zweckmäßig eine Klemmleiste mit den Klemmen 1 bis 11.

Claims (5)

1. Relaisanordnung als stromunabhängiger Überstromzeitschutz, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Wandlern der zu schützenden Phasen bzw. den Klemmen, an die die Wandler der zu schützenden Phasen eines Hauptstromkreises anschließbar sind, und einem den Auslöser-Stromkreis steuernden Wechselstrom-Zeitrelais ein besonderer Zwischenwandler angeordnet ist, an den über getrennte Wicklungen primär die Phasenwandler bzw. die für diese vorgesehenen Klemmen sekundär das Wechselstrom-Zeitrelais angeschlossen ist.
2. Relaisanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungszahlen und Wicklungsrichtungen der Primärwicklungen des Zwischenwandlers so aufeinander abgestimmt sind, daß bei jedem denkbaren Kurzschlußfalle in dem zu schützenden Hauptstromkreis die Sekundärwicklung dieses Wandlers eine Spannung erhält, die das Wechselstrom-Zeitrelais antreibt.
3. Relaisanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Primärstromkreisen des Zwischenwandlers Überstromrelais angeordnet sind, deren Arbeitskontakte parallel zueinander im Stromkreis des Wechselstrom-Zeitrelais liegen.
4. Relaisanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselstrom-Zeitrelais, der Zwischenwandler und die Überstrom-Relais zu einem baulich einheitlichen Gerät in einem gemeinsamen Gehäuse kombiniert sind.
5. Relaisanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in den in Frage kommenden Primärstromkreisen des Zwischenwandlers zusätzliche Relais, vorzugsweise besonders schnell arbeitende Relais, angeordnet sind, deren Arbeitskontakte parallel zum Arbeitskontakt des Zeitrelais im Auslöserkreis liegen.

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