DEP0011813DA - Verfahren zur Herstellung von wachsartigen Erzeugnissen für die Putzmittelindustrie - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wachsartigen Erzeugnissen für die Putzmittelindustrie

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DEP0011813DA
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DE
Germany
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production
cleaning agent
molecular weight
carboxylic acid
agent industry
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Michael Dr. Aschenbrenner
Herbert Dr. Petrovicki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
Badische Anilin and Sodafabrik AG
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Description

Es ist bekannt, als Austauschstoff für Carnaubawachs bei der Herstellung von Schuhkremes, Bohnermassen oder anderenPutzmitteln Ester und bzw. oder Verseifungsprodukte von natürlichen oder synthetischen höhermolekularen aliphatischen Carbonsäuren, z.B. von Montansäure oder den durch Behandeln von Montanwachs mit Oxydationsmitteln erhältlichen Säuren zu verwenden.
Man hat auch schon vorgeschlagen, Carbonsäuregemische, die bei der Oxydation höhermolekularer natürlicher oder synthetischer, z.B. durch Hydrierung von Kohlenoxyd erhältlicher Paraffinkohlenwasserstoffe entstehen, in Form ihrer Ester und bzw. oder Verseifungsprodukte als Wachskomponenten für Putzmittel zu verwenden. Diese Erzeugnisse sind jedoch im allgemeinen erheblich weicher als Carnaubawachs.
Es wurde nun gefunden, dass man wachsartige Erzeugnisse erhält, die sich vorzüglich als Austauschstoffe für Carnaubawachs eignen, wenn man die durch Oxydation höhermolekularer, insbesondere oberhalb 60° schmelzender, durch katalytische Hydrierung von Kohlenoxyd erhaltener Paraffinkohlenwasserstoffe nach vollständiger oder teilweiser Entfernung unverseifbarer Anteile gewonnenen Carbonsäuregemische einer Behandlung mit Lösungsmitteln unterwirft, die vorzugsweise die niedrigermolekularen Anteile lösen, und die ungelösten Anteile dann verestert und bzw. oder verseift.
Als Lösungsmittel eignen sich z.B. Äthylenchlorid, Propylalkohol oder Methanol. Man kann die zu behandelnden Carbonsäuregemische mit den Lösungsmitteln verrühren und auswaschen; besser ist es, sie in den Lösungsmitteln durch Erwärmen ganz oder teilweise zu lösen und durch Abkühlen die schwerer löslichen Anteile wieder auszuschneiden. Durch Wahl der Art und Menge des Lösungsmittels und der Behandlungs- oder Abscheidetemperatur hat man es in der Hand, die Qualität der Erzeugnisse zu beeinflussen; die geeigneten Bedingungen lassen sich durch Vorversuche leicht ermitteln.
Die vom Lösungsmittel z.B. durch Abschleudern, Filtrieren oder Pressen und Trocknen, befreiten Erzeugnisse werden dann in üblicher Weise verestert, z.B. mit Glykolen, Glycerin oder höhermolekularen Alkoholen, und bzw. oder in ihre Seifen, z.B. ihre Calciumsalze, umgewandelt. Sie eignen sich in diesen Formen vorzüglich als Austauschstoffe für Carnaubawachs.
Beispiel.
100 kg eines Oxydationsproduktes eines durch katalytische Hydrierung von Kohlenoxyd erhaltenen höhermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffgemisches vom Schmelzpunkt 100° werden in 300 l Benzol gelöst und mit 500 l einer 10%igen alkoholischen Kalilauge 2 Stunden lang unter Rühren erhitzt. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels wird durch Extraktion mit Normalbenzin (Siedebereich 65 - 95°) das Unverseifbare von den gebildeten Seifen abgetrennt. Durch Ansäuern des Rückstandes mit verdünnter Schwefelsäure erhält man 30 kg eines Carbonsäuregemisches vom Schmelzpunkt 63° und der Säurezahl 152. Dieses Gemisch wird nun mit Methanol extrahiert. Dabei hinterbleiben 15 kg eines sehr harten Produktes vom Schmelzpunkt 100° und der Säurezahl 72. Verestert man dieses Carbonsäuregemisch in üblicher Weise mit 1 kg Butylenglykol bis zu einer Säurezahl von 20, so erhält man ein Wachs von ausserordentlicher Härte und sehr gutem Ölbindevermögen.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von wachsartigen Erzeugnissen für die Putzmittelindustrie durch Verestern und bzw. oder Verseifen von durch Oxydation höhermolekularer, durch katalytische Hydrierung von Kohlenoxyd hergestellter Paraffinkohlenwasserstoffe gewonnenen Carbonsäuregemischen, dadurch gekennzeichnet, dass man die von unverseifbaren Anteilen ganz oder teilweise befreiten Carbonsäuregemische vor der Veresterung bzw. Verseifung mit Lösungsmitteln behandelt, die vorzugsweise die niedrigmolekularen Anteile lösen.

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