DEP0011412DA - Flachwickelkondensator mit einem Dielektrikum aus gerecktem Kunststoff - Google Patents
Flachwickelkondensator mit einem Dielektrikum aus gerecktem KunststoffInfo
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Description
Elektrische Kondensatoren mit einem Dielektrikum aus Kunststofffolie wurden zunächst als Rundwickelkörper hergestellt. Als man daran ging, wegen der größeren Raumausdehnung auf Flachwickelelemente, wie es beim Papierkondensator üblich ist, umzustellen, treten gewisse Schwierigkeiten auf, weil die Flachwickelelemente ihre Formgestaltung nicht beibehielten, sondern das Bestreben hatten, wie man zu sagen pflegt, "aufzugehen". Hierdurch wird aber eine nicht tragbare Kapazitätsänderung hervorgerufen. Es waren verschiedene Kunstgriffe nötig, um auch Flachwickelelemente herstellen zu können, die insbesondere darin bestehen, eine Haftung mindestens der frei aufeinanderliegenden Kunststoffteile miteinander zu erzielen, die nunmehr die Formgestaltung des Flachwickelelementes gewährleisten. Zur Haftung der frei aufeinanderliegenden Kunststoffteile sind je nach Art des verwendeten Kunststoffes entsprechend hohe Temperaturen erforderlich, die gleichsam eine oberflächliche Erweichung des Kunststoffes und damit ein Zusammenschweißen der aufeinanderliegenden Teile hervorrufen.
Als man nun daran ging, selbständige Belegungen bei solchen Kondensatoren durch auf das Dielektrikum aufgebrachte leitende Schichten zu ersetzen, musste man feststellen, dass die Flachwickelelemente, die ja zur Erzielung der Formgestaltung einem Druck ausgesetzt werden müssen, sich sehr stark verformten und ungefähr die Formgestaltung annahmen, wie es in der Figur 1 der beiliegenden Zeichnung dargestellt ist. Wie sich zeigte, ist dies darauf zurückzuführen, dass die durch Benutzung selbständiger Belegungsschichten gewährte Stütze der Kunststoff-
folien fehlt und diese daher bei der zur Verklebung der Randteile notwendigen Wärmeeinwirkung unter dem druck zur Erzielung des Flachwickelkörpers der Kontraktionsmöglichkeit der gereckten Kunststofffolie weiter nachgeben können als bisher.
Um nun diese verkaufstechnisch ungünstige Form zu veremeiden und auch bei aufmetallisierten Belegungen zu einer Form zu gelangen, wie sie in der Figur 2 der zeichnung dargestellt ist, wählt man nach dem Kennzeichen der Erfindung solche Kunststofffolien, die beispielsweise in einer Stärke von 20 (My)m einen solchen Deckungsgrad besitzen, dass die Doppelbrechung <Formel> ist.
Die für den Aufbau von Kondensatoren verwendeten Kunststofffolien lassen sich nämlich in verschiedenen Reckungsgraden bis zu <Formel> herstellen. Je größer der Reckungsgrad ist, umso größer ist die Kontraktionsmöglichkeit und umso größer ist auch die Verformung des Wickelkörpers, die ja von dem Reckungsgrad unmittelbar abhängt. Bei kleinerem Reckungsgrad der Folien muss also auch die Verformung des Wickelkörpers geringer sein. Wie systematische Untersuchungen ergeben, sind auch Kunststofffolien mit kleinem Reckungsgrad, beispielsweise <Formel> genügend biegsam, so dass sie sich ohne weiteres zur Herstellung von Kondensatoren verwenden lassen.
Die abschließende Wärmebehandlung wird zweckmäßig bei 90°C während 24 Stunden ausgeführt, da hierbei neben einer ausreichenden Entreckung auch eine genügende Spannungsfestigkeit erzielt wird, während bei höheren, an sich die Entreckung begünstigenden Temperaturen die Spannungsfestigkeit absinkt.
Claims (2)
1. Flachwickelkondensator mit einem Dielektrikum aus gerecktem Kunststoff, beispielsweise gerecktem Polystyrol, und auf dem Dielektrikum aufgebrachten leitenden Schichten als Belegungen, der nach der Herstellung und Formung einer derartigen Erwärmung unterzogen ist, dass ein fest verbackener Block mit eindeutigen elektrischen Eigenschaften entsteht, dadurch gekennzeichnet,
dass solche Kunststofffolien, beispielsweise in einer Stärke von 20 (My)m, verwendet sind, die einen derartigen Reckungsgrad besitzen, dass die Doppelbrechung <Formel> ist.
2. Flachwickelkondensator mit gereckten Polystyrol als Dielektrikum nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die abschließende Wärmebehandlung bei 90°C während 24 Stunden ausgeführt ist.
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