DEP0011002DA - Wandernder Strebausbau - Google Patents
Wandernder StrebausbauInfo
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Description
Die Einführung eiserner Grubenstempel anstelle von Holzstempeln für den Strebausbau bedeutet für den Bergmann infolge des höheren Gewichtes eine körperliche Mehrbelastung. Ganz besonders ist das bei der maschinellen Kohlengewinnung der Fall, da bei dieser eine vermehrte und beschleunigte Ausbauarbeit notwendig ist. Der Einsatz einer größeren Anzahl von Arbeitskräften kann hier keine Abhilfe schaffen, da dies die räumlichen Verhältnisse und wirtschaftliche Gründe nicht gestatten, ganz abgesehen davon, dass der zunehmende Mangel an Arbeitskräften einer solchen Lösung entgegensteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, beim Strebausbau durch geeignete Mittel den körperlichen Arbeitsaufwand zu erleichtern und den Schichtenaufwand zu verringern.
Bisher wurden die Stahlstempel wie Holzstempel behandelt, d.h. an der Einbaustelle von Hand aufgerichtet und mit Vorspannung zwischen der unter dem Hangenden angebrachten Kappe und dem Liegenden eingeklemmt, wobei dann der einzelne Bau aus der Kappe und ein oder mehreren darunter gestellten Stempeln bestand. Das mit fortschreitendem Abbau notwendig werdende Umsetzen der Baue erfolgte ebenfalls von Hand, wobei sich die drei Arbeitsgänge: Lösen, Rauben und Setzen der Baue ergab.
Es sind bereits Verfahren vorgeschlagen worden, die Stempel auf eine Grundplatte zu setzen und diese mechanisch zu verschieben. Jedoch haben diese Verfahren in mancherlei Hinsicht nicht befriedigt. Einerseits blieb noch zuviel körperliche Arbeit übrig, andererseits wurde eine zu große Gebirgsbewegung ausgelöst, außerdem brachten sie keine wirtschaftlichen Vorteile.
Bei dem erfindungsgemäßen "wandernden Strebausbau" ist das Umsetzen von Stempeln grundlegend geändert, d.h. die körperlichen Arbeiten sind wesentlich erleichtert, der Zeitaufwand bedeutend verringert und damit eine beträchtliche Verminderung des Schichtaufwandes erreicht worden.
Erfindungsgemäß wird die ganze Streblänge mit Grundplatten belegt, die zur Abstützung des Hangenden ein, zwei oder mehrere Stahlstempel mit Kappe tragen. Diese Grundplatten werden entsprechend dem Abbaufortschritt wahlweise mittels eines mechanisch angetriebenen Verschiebeschlittens in der Verschieberichtung des Flözes bewegt, wobei jeweils nur die Stempel vorgespannt sind, die nicht gerade dem Verschiebetakt unterliegen. Auf der Oberfläche der Grundplatten angeordnete Nocken dienen als Widerlager für den Verschiebe- bzw. Rückschlitten. Die Stahlstempel sind in Führungen der Grundplatten gelagert. Die auf dem Oberstempel befindlichen Kappen, die bis zum Nachbarstempel durchgehen können, sind an den Köpfen der Oberstempel schwenkbar befestigt und können zwischen den Stempeln ein Horizontalgelenk besitzen. Die schiefe Ebene des Verschiebeschlittens ist für beide Bewegungsrichtungen einstellbar, in der Mitte schwenkbar gelagert und am jeweils freistehenden Ende durch eine klappbare Stütze gehalten. Die Kopfenden der Grundplatten besitzen schräge Anlaufkanten, die Seitenflächen sind über Kreuz mit Rollen versehen, die über die Außenkanten der Seitenflächen um einen bestimmten Betrag vorstehen. Auf der Unterseite der Grundplatte befinden sich vier oder gegebenenfalls drei im Dreieck angeordnete Räder oder Rollen, die unter Belastung der Stempel federnd bis Unterkante Grundplatte nachgeben.
In der Zeichnung ist die Erfindung in sechs Abbildungen veranschaulicht.
Abb. 1 zeigt eine Seitenansicht des wandernden Strebausbaus mit 2 Stahlstempeln,
Abb. 2 eine Aufsicht auf mehrere Grundplatten in erster Ausbaustellung,
Abb. 3 einen Querschnitt durch eine Grundplatte,
Abb. 4 eine Seitenansicht entsprechend Abb. 1 mit besonders herausgezeichneten Nocken,
Abb. 5 die Aufsicht auf drei nebeneinander angeordnete Grundplatten,
Abb. 6 eine weitere Ausführungsform mehrerer Grundplatten und Stempel im Querschnitt.
Wie aus Abb. 1 ersichtlich ist, sind auf einer Grundplatte 1
beispielsweise zwei Stahlstempel 2 in Führungen 3 freistehend vereinigt. Je nach der Streblänge des abzubauenden Flözes werden mehr oder weniger von diesen Grundplatten 1 nebeneinander verlegt, bis die ganze Streblänge bedeckt ist. In Abb. 2 sind sieben derartige Grundplatten 4 bis 10 beispielsweise gezeigt, um das Prinzip des wandernden Strebausbau eindeutig darzustellen. Auf jeder dieser Grundplatten können ein oder mehrere Stempel vorgesehen sein, deren Verteilung auf die Strebbreite sich ebenso wie die Breite der Grundplatten nach der Beschaffung des hangenden und liegenden Nebengesteins des Flözes richtet.
Bei der erstmaligen Ausrüstung eines Strebs mit dem wandernden Ausbau wird jede zweite oder, ohne am Erfindungsgedanken etwas zu ändern, jede dritte, vierte oder fünfte Grundplatte nicht vorgespannt und diese, wie in Abb. 2 beispielsweise dargestellt, gegenüber den verspannten Grundplatten z.B. um die Rückbreite <Formel> versetzt angeordnet. Das Spannen der Stempel kann in üblicher Weise geschehen; die zur Abstützung des Hangenden erforderlichen Kappen können auf jeden Stempel für sich vorgesehen sein. Es ist möglich, durchgehend auf beiden Stempeln eine Schiene 11 zu legen und diese zwischen den Stempeln wahlweise mit einem Gelenk zu versehen.
Ist der Abbau des Fördergutes, z.B. der Kohle, um seine erste Arbeitsbreite eingeleitet oder erfolgt, beim Hobelbetrieb um den ersten Holzschnitt, so werden die Grundplatten, wie im Beispiel angenommen, wechselweise um den Abbaustreifen x gegen die Abbaufront hin verschoben, wobei nach erfolgtem Verschieben die Grundplatten wieder wie vor dem Verschiebevorgang um die Länge von 1/2 x gegeneinander versetzt sind. Dieses Verschieben wird mit dem Schlitten 13 durchgeführt, der mittels Seiles 14 und bekannter Zugmittel, wie Häspeln, quer zur Verschieberichtung der Grundplatten gezogen wird. Je nach der bevorzugten Art des Verschiebens der Grundplatten, d.h. ob bei jedem Takt jede zweite, dritte oder vierte Grundplatte verschoben wird, und der Wahl des Vorspannens der Stempel, also ob nach jedem Verschiebetakt oder nach jedem zweiten gespannt wird, sind die auf der Grundplatte vorgesehenen Nocken 15, 16 angeordnet, die als Angriffspunkte für den Verschiebeschlitten dienen, der
einerseits mit seiner Kufe 13 und andererseits mit der schiefen Ebene 17 an ihnen vorbeigleitet. Durch die schiefe Ebene 17 werden hierbei die nicht gespannten Grundplatten gegen die Abbaufront um den bestimmten Weg x verschoben. Es ist auch möglich, bei der Bewegung des Schlittens als Widerlager für die Kufe die Führungen 3 der Stempel zu benutzen. Damit kein Leerlauf des Schlittens erforderlich ist und er in beiden Richtungen eingesetzt werden kann, ohne die Länge des Schlittens um die Länge einer schiefen Ebene zu verlängern, wird die schiefe Ebene einstellbar vorgesehen. Zu diesem Zweck ist sie in der Mitte schwenkbar gelagert und beispielsweise beiderseits mit einer Stütze ausgerüstet, die das freistehende Ende der schiefen Ebene unterstützt.
Zur Erleichterung des Verschiebens sind die Kopfenden der Grundplatten mit schrägen Enden 18 und die Seiten der Grundplatten mit über Kreuz angeordneten Rollen 19 versehen, die insbesondere für einfallende Flöze von Wichtigkeit sind.
Bei besonders rauher Gleitfläche für die Grundplatten werden diese mit Rädern oder Rollen (20)(Abb. 3) ausgerüstet, die beispielsweise mit schwenkbaren Achsen so gelagert sind, dass bei entlasteten Stempeln die Grundplatten durch Federn, die zwischen Achse und Grundplatte liegen, soweit angehoben werden, dass die Räder um einen gewissen Betrag unter der Grundplatte vorstehen und ein Gleiten der Grundplatte vermieden wird. Eine weitere Möglichkeit, den Verschiebevorgang bei rauhem Liegenden zu erleichtern, besteht darin, die schiefe Ebene 17 so auszubilden, dass sie beim Rückvorgang auch in der Vertikalen als schiefe Ebene wirkt, d.h. die Grundplatten angehoben und gleichzeitig gerückt werden. Die Nocken 15 und 16 werden hierzu entsprechend Abb. 4 umgebogen. - Die dritte Möglichkeit, den Rückvorgang von der Beschaffenheit des Liegenden unabhängig zu machen, besteht darin, dass die im Verschieben begriffenen Grundplatten mittels Rollen 21, die auf schrägen Auflaufflächen 22 der verspannten Grundplatten auflaufen, angehoben werden, so dass dadurch der Verschiebevorgang nicht mehr auf dem Liegenden, sondern auf der Nachbargrundplatte vor sich geht. Gegen Ende des Verschiebevorgang gleiten die Rollen durch entsprechende Ausbildung der Auflaufflächen von diesen wieder ab (Abb. 5).
Ferner ist es möglich, zur Erleichterung des Rückvorganges die Grundplatten so auszuführen und anzuordnen, dass sie nicht mehr mit dem Liegenden in Berührung kommen, so dass jede Beeinflussung des Rückvorganges durch die Beschaffenheit des Liegenden ausgeschlossen ist. Zu diesem Zweck erhalten die Grundplatten 29 gemäß Abb. 6 in ihrer Verschieberichtung eine Nut 24 und eine feder 25, die wechselweise ineinandergreifen. Außerdem sind in der Grundplatte Büchsen 27 vorgesehen, in denen die Stempel 26 stehen und die durch Federn 28 im ungespannten, d.h. unbelasteten Zustand der Stempel in die Grundplatte eingezogen werden. Bei belastetem Stempel werden die Federn gespannt, so dass die Büchsen 27 über die Unterkante der Grundplatte vorstehen und auf dem Liegenden ruhen. Damit die Grundplatten ihre frei schwebende Lage behalten, müssen die Büchsen 27 der belasteten Stempel für die Dauer der Stempelbelastung in der Grundplatte arretiert werden,was beispielsweise automatisch bei Erreichung der unteren Büchsenlage durch einen den oberen Büchsenrand übergreifenden Schnepper möglich ist. Beim erstmaligen Einrichten eines Strebs ist es erforderlich, die Grundplatten durch Hilfsmittel zu unterbauen, um die schwebende Stellung zu erreichen. Zur Verminderung der Gleittreibung zwischen Nut und Feder können gegebenenfalls Rollen vorgesehen werden.
Claims (8)
1.) Wandernder Strebausbau, dadurch gekennzeichnet, dass zur Abstützung des Hangendes in der ganzen Strebbreite Grundplatten (1), die auf ihrer Oberfläche Nocken (15, 16) besitzen, mit je einem, zwei oder mehreren Stahlstempeln (2) bekannter Bauart vorgesehen sind, die wahlweise mit der Abbaufront mittels eines mechanisch angetriebenen Verschiebeschlittens (13, 17) bewegt werden.
2.) Wandernder Strebausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahlstempel (2) in Führungen (3) der Grundplatte (1) gelagert sind und auf dem Oberstempel eine durchgehende, zweckmäßig mit Horizontalgelenk (12) versehene, an dem Oberstempel schwenkbare, aber gegen Verschieben gesicherte Schiene (11) vorgesehen ist.
3.) Wandernder Strebausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die schiefe Ebene (17) des Verschiebeschlittens (13) für beide Bewegungsrichtungen einstellbar, in der Mitte schwenkbar, gelagert ist und am jeweils freistehenden Ende durch eine gegebenenfalls klappbare Stütze (17a) gehalten wird.
4.) Wandernder Strebausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfenden der Grundplatte (1) schräge Anlaufkanten (18) und die Seitenflächen über Kreuz Rollen (19) besitzen.
5.) Wandernder Strebausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatten (1) an ihrer Unterseite elastisch gelagerte Räder oder Rollen (20) erhalten, die bei Belastung der Stempel federnd bis Unterkante Grundplatte nachgeben und deren Federvorspannung größer oder gleich dem Gewicht der Grundplatte einschließlich der auf ihr montierten Teile ist.
6.) Wandernder Strebausbau nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocken der Grundplatten umgebogene Köpfe (23) und die schiefe Ebene (17) des Verschiebeschlittens (13) in vertikaler Richtung schräg zulaufende Enden haben.
7.) Wandernder Strebausbau nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Grundplatte vier Rollen (21) erhält, deren Achse horizontal quer zur Verschieberichtung angeordnet sind, und schräge, in Verschieberichtung ansteigende Auflaufflächen (22) besitzt.
8.) Wandernder Strebausbau nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatten (29) in Verschieberichtung eine Nut (24) und Feder (25) erhalten und mit unter Federspannung in der Grundplatte vertikal verschiebbaren Buchsen (27) versehen sind, die in ihrer unteren Stellung in der Grundplatte beispielsweise automatisch arretiert werden.
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