DEP0010517MA - - Google Patents

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DEP0010517MA
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egg timer
shaft
paddle wheel
housing
rotating shaft
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. September 1953 Bekanntgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Eieruhr, die mit einer vorgegebenem Menge rieselnden Stoffes, betrieben wird, der durch Auffallen auf ein Schaufelrad die akustische Siignalgeibumg für den Ablauf der vorbestimmten Zeitdauer bewirkt.
Bei einer bekanntem Sanduhr dieser Art wird durch den herabriieselnden Sand das Glockensignal ausgelöst, wenn· der Ablauf beendet und die eingestellte Zeitdauer erfüllt ist. Die Sanduhr arbeitet also während des Ablaufs geräuschlos. Die Hausfrau bzw. Köchin kann ohne ständiges Beobachten der Uhr nicht feststellen, ob sie läuft bzw. überhaupt eingestellt ist. Bei der sonstigen vielseitigen, Küchenarbeit kommt es auch vor, daß die Köchin an die aufgesetzten Bier nicht denkt und die Küche vorübergehend verläßt, somit das einsetzende Alarmsignal gar nicht hört.
Diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt. Sie besteht darin., daß das Signal während der !eingestellten Zeitdauer ertönt und. bei beendetem Durchlauf aufhört. Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform werden von der umlaufenden Welle des Schaufelrades Fallhammer angetrieben, welche absatzweise auf eine Klangplatte schlagen.
Die Hausfrau bzw. Köchin braucht jetzt die ablaufende Eieruhr nicht mehr zu beobachten. Sie erkennt am Klange der Hämmer, daJß die Uhr noch nicht abgelaufen ist und auch überhaupt eingestellt wurde. Duirch das. während der ganzen
609 578/135
P 10517IX/83 d
Laufzeit der Uhr ertönende Signal wird sie auch veranlaßt, den Raum 'nicht vorzeitig .zu. verlassen. Der beendete Ablauf der Uhr fällt-ohne besondere Aufmerksamkeit sofort auf, weil dann das Gerausch der Hämmer aufhört.
Zusätzlich kann am Gehäuse der Eieruhr noch ein windmühlenflügelartiges Schauzeichen sitzen, das von der die Fallhämmer antreibenden Welle mit in Bewegung gesetzt wird. Dieses Schauzeichen
ίο läuft ganz auffällig während des Ganges der Uhr mit um und bleibt stehen, wenn der Ablauf der Uhr beendet ist.
Eine beispielsweise Ausf.ührungisform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt Abb. ι eine Seitenansicht,
Abb. 2 eine Rückansicht. '■. . .' . ..
Bei' dem gezeichneten Ausiführungsbeispiel besitzt die Eieruhr die Gestalt eimer Bockwindmühle. Säe kann in verschiedenen Größen hergestellt werden und auch als Zimmersehmuck ausgebildet sein. Auf dem Dach des Uhrgehäuses 1 ist der Einfülltrichter 2 für das Rieselgut angeordnet, der nach dem Fallrohr 3 zu konisch verläuft. Im Uhrgehäuse ι ißt eine Welle 4 drehbar gelagert, auf welcher ein Schaufelrad 5 sitzt. Die We'llie 4 trägt außerdem zwei Nocken bzw. Fortsätze 6. In den Bereich dieser Nocken 6 ragen die hinteren Enden 7 der Stiele von Fallhämmern 8, welche um einen Bolzen 9 drehbar sind. Die Hämmer 8 liegen in der Ruhelage auf einer Klangplatte 10 auf.
Die Fallhämmer 8 bestehen zweckmäßig aus Hartholz. Ihre Stiele durchsetzen das Uhrgehäuse 1 in Schlitzen. Zur Vornahme einer Reinigung des Gehäuse-inneren' ist das. Gehäuse 1 mit einer Tür versehen. Das Gehäuse selbst kann aus jedwedem Material, z. B. Sperrholz, Kunststoff usw., bestehen.
Das die Eieruhr in Betrieb setzende Rieselgut besteht zweckmäßig aus sauber gewaschenem Bleischrot von 1 mm Durchmesser. Für eine Durchlaufzeit von 5 Minuten werden 2V2 kg solchen Bleischrotes benötigt, der in abgemessener Menge in den Fülltrichter 2 aufgegeben wird. Das Abfallrohr erhält .zweckmäßig einen lichten Durchmesser von s mm. Soll die Mühle mit geringerer oder längerer Laufdauer in Betrieb genommen werden, so wird die Bleischrotmenge entsprechend verändert.
Auf der Welle 4 ist außerhalb des Gehäuses 1 ein windmühlenflügelartiges Schauszeichen 13 angebracht, das sich über einer Farben- oder Nummernskala 14 dreht. Unter dem Schauzeichen 13 ist auf der Welle 4 noch ein Zeiger 15 befestigt.
Das Fallrohr 3 mündet im Gehäuseinnern über
dem Schaufelrad S derart aus., daß der aus dem Fallrohr 3 herausrieselnde Bleischrot auf die Schaufeln S fällt uinid die Welle 4 dadurch in Umdrehungen versetzt. Während der Rotation der Welle 4 werden durch die Nocken 6 die Stiele der Fallhämmer 8 absatzweise angehoben und freigegeben. Die Hämmer fallen nach dem jedesmaligen Anheben von selbst auf die Klangplatte 10 und bewirken dadurch ein akustisches Spiel, das so lange ertönt, als Bleischrot durch die Uhr'rieselt.
Das Bleischrot wird im unteren -Teil' des. Mühlengehäuses 1 aufgefangen und nach dem Fallrohr 16 geleitet, wo esi sich, in einem umtergestellten Gefäß wieder sammeln kann, und somit zur neuen Verwendung bereit ist.
Während der Drehung der Welle 4 werden auch die auf derselben sitzenden Windmühlenflügel· 13 in Rotation versetzt. Sie dienen bei der Drehung der Welle 4 als. Sehwunggewiiehte, so daß eine geregelte Umdrehung der Welle 4 gesichert wird.
...Wenn die Mühle nicht als Eieruhr benutzt wird, kanu sie als- Anzeigevorrichtung oder Geselllschaftsspiel Verwendung finden. Zu dem Zweck werden die Windmühlenflügel 13 durch leichten Fingerdruck vom jeweiligen Spieler in Bewegung versetzt. Nach Beendigung dieser Rotation bleibt der Zeiger 15 auf einer.Teilung der Farben- bzw. Nummernskala 14 stehen, welcher eine vorher vereinbarte Bedeutung .zukommt.
Die Windmühle kann auch zu sonstigen Anzeigezwecken, ;z. B. zum Erkennen eines Luftzuges benutzt werden. Wenn sie in das geöffnete Fenster gestellt wird, machen die sich drehenden Windmühlenflügel 13 ersichtlich, ob und in welcher Stärke eiin zur Lüftung des Zimmers dienender Luftstrom einströmt.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Eieruhr mit vorgegebener Menge rieselnden Stoffes, der durch Auffallen auf ein Schaufelrad die akustische Signalgebung für den Ablauf der vorbestimmten Zeitdauer bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal während der eingestellten Zeitdauer ertönt und bei beendetem Durchlauf aufhört.
  2. 2. Eieruhr mach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß 'die umlaufende Welle (4) des. Schaufelrades (5) Fallhämmer (8) antreibt, welche absatzweise auf eine Klangplatte (10) schlagen.
  3. 3. Eieruhr nach Anspruch 1 unid 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der umlaufenden Welle
    (4) außerhalb des Gehäuses' (1) windtnühlenflügelartige Schauzeichen (13) angeordnet sind.
  4. 4. Eieruhr nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (4) ein Zeiger (15) sitzt, welcher über einer auf der Gehäusewand angebrachten Farben- oder Nummernskala (14) spielt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 373· 432.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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DEP0010517MA (de)
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