DEP0010223DA - Künstlicher Zahn - Google Patents
Künstlicher ZahnInfo
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Description
Patentanmeldung der Firma Ernst Vetter, Pforzheim»
Künstlicher Zahn«
Künstliche Zähne für Prothesenarbeiten und für Stiftzähne aus keramischen oder mineralischen Massen oder auch aus Kunststoff-Massen
sowie aus Metallen sind bekannt« In der Hauptsache werden hierfür/sogenannten Knopfstift-Zähne und auch Langstift-Zähne
verwendet. Bei Kunststoff-Zähnen sind gewöhnlich keinerlei Metallstifte zur Verbindung erforderlich, da der Kunststoff-Zahn,
der nur mit Kunststoff-Platten in Verbindung gebracht wird, sich durch das Polymerisieren völlig mit dem Plattenmaterial verbindet.
Etwas anderes ist es, wenn der Kunststoff-Zahn in Verbindung mit Metall-Platten und Metall-Brücken verarbeitet wird. Hier liegt
wohl die Möglichkeit vor, einen Kunststoff-Zahn in Verbindung mit Metallstiften zu verwenden.
Bei Pazellan-Zähnen, bei den sogenannten Knopfstift- und Langstift-Zähnen, die entweder mit Kautschuck oder Kunststoff oder
auch mit Metall-Brücken und Metall—Prothesen verarbeitet werden, treten immer noch Mängel bei der Verarbeitung und beim Tragen der
Prothesen auf. Die Ursache hierfür liegt in der Hauptsache darin, dass die Stifte in die Porzellan- oder Mineral-Zähne direkt eingebrannt
oder aber nach dem Hauptbrand eingelötet werden. Im ersteren Fall können Spannungen durch das Einbrennen eintreten, da
die Metallstifte einen festen Körper darstellen, der beim Brennen durch das Schwinden des Porzellans Spannungen im Porzellankörper
verursacht. Bei den eingelöteten Stiften ist dies weniger der Fall. Da aber als Verbindung von Zahn und Gebiss-Platte keine weitere
als diejenige durch die Stifte vorhanden ist, kann leicht ein Ausbrechen des Zahnes aus der Platte eintreten. Dieser Misstand
wird noch dadurch vergrössert, dass auch die Übertragung des gesamten Kaudruckes vom Zahn auf die Platte nur durch die Stifte erfolgt,
deren Beanspruchung beim Kauen insofern eine sehr ungünstige ist, als sie infolge ihrer wafgrechten Lage, die sie beim Gebrauch einnehmen,
starken Hebelkräften ausgesetzt sinde Die erwähnten und noch andere bekannte Nachteile werden durch die Erfindung beseitigt»
Das^weTO/TDesTcehiT darin, dass *auf der Rückseite des Zahnes
eine mmr afeh o—feirfiäehp b-efefte4t hin durch
, ' IUJj ic E Zah
£ p-, können alle oder ein Teil der Begrenzungswände der muldenförmigen Aussparung des Zahnes hinterschnitten sein,
wodurch die gegenseitige Verankerung von Zahn und Platte eine "besonders nachhaltige ist. Die Gestalt der muldenförmigen Aussparung
kann beliebig sein. Sie wird sich aber nach der G-rösse und der Form des Zahnes richten und sich der letzteren anpassen»
Die Hinterschneidung kann derart gestaltet sein, dass die Begrenzungswände förmliche Erallen bilden, mit denen sie in die
Plattenmasse greifen und eine unlösliche Verbindung herstellen.
An der von der Kaufläche bzw. Schneide abgekehrten Seite kann die Ausnehmung offen seins wodurch das Eintreten der Plattenmasse
bei der Herstellung des Gebisses erleichtert wird. Macht jedoch das Eindringen der Plattenmasse in die Ausnehmung keine
Schwierigkeiten, so kann die von der Kaufläehe bzw. Schneide abgekehrte, also gegen den Zahnhals zu gerichtete Begrenzungswand
gewissermassen als Konsole ausgebildet sein, welche die Übertragung des Zahndruckes auf die Platte in vorteilhafter Weise unterstützt.
Ausserdem kann diese Wandung bzw. Konsole schwalbenschwanzförmig geformt sein, soiiass sie auch die Verankerung der Gebissteile
verbessert.
Bio ocsungoäcle iflnföTgffiigett~;tee^agttng-^^m^ 3tiBs®rdBffi ι .Bur Atifmai ,/welche beliebige Quer«
schnitt gestalt haben können, -d innerhalb der Ausnehmung in der Längsrichtung des Zahnes oder quer oder schräg dazu eingelassen
»««&©&, soaass das Prothesenmaterial dahinter greifen kann und eine Verankerung des Zahnes auch in dieser Hinsicht stattfindet,
τ
^ Das Festlegen der Stifte wird so vorgenommen, dass sie in Löchern der Begrenzungswände bzw» Konsolen eingelassen werdene Da
das Prothesenmaterial die Stifte umschliesst, kann ein Heraustreten der Stifte nicht stattfinden. Sie können aber auch durch einen
zweiten Arbeitsvorgang eingebrannt, eingelötet oder durch Andrükken einer Verdickung u.s.w. zusätzlich befestigt werden. Sieht
der Stift aus der gegen den Zahnhals zu gelegenen Konsole hervor und ragt so in die Plattenmasse hinein, so wird hierdurch die
Verankerung noch weiter verbessert« Die Stifte können aber auch
so befestigt werden, dass bei ihrem Einlassen in den Zahn ein ringförmiges Metallin innerhalb der muldenförmigen Aussparung
auf die Stifte aufgeschoben wird, worauf dieses Ringchen mit dem Stift verlötet wird» Zur besseren Verankerung des Zahnes
und gleichzeitigen Befestigung des Stiftes kann auch so verfahren werden, dass an Stelle des Ringes ein bügelartiges Gebilde
innerhalb der Mulde auf den Stift aufgeschoben wird, das in das Prothesenmaterial hineinragt» Die Verankerung kann ferner dadurch
vorgenommen werden, dass ein aus Draht oder Blech gestalteter Anker hinter dem eingeführten Stift hindurchgeschoben wird, welcher
dann in geeigneter Form in die Prothesen-Masse hineingreift^
Vier Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und zwar zeigt ι
Abb. 1 die Rückansicht und einen Längsschnitt eines künstlichen Zahnes mit in bekannter Weise eingelöteten
Stiften,
Abb. 2 bis 5 die Rückansicht, den littellängsschnitt, die
ca, Mt JL. Draufsicht und den Querschnitt nach Linie V-V d-e©
fevsterf Ausführungsbeispieleey, Abb« 6 bis 11 zwei Rückansichten, vier ffiittellängsschnitte
ohne und mit Gebissplatte, vier Draufsichten und zwei Querschnitte des zweiten Ausführungsbeispielss
Abb, 12 bis 15 die Rückansicht, den Mittellängsschnitt, die Draufsicht und einen Querschnitt des dritten Ausführungsbeispiels
,
Abb. 16 bis 18 die Rückansicht, zwei Mittellängsschnitt und
Abb. 16 bis 18 die Rückansicht, zwei Mittellängsschnitt und
eine Draufsicht des vierten Ausführungsbeispiels. Die Zähne der bekannten künstlichen Gebisse sind nur mit
Stiften 1 (Abb. 1) ausgerüstet, deren Befestigung in der Zahnmasse nicht nur umständlieh J sondern auch oft nicht dauerhaft ist,
da die Stifte 1 mit einem im Innern des Zahnes eingebrannten Ringehen 2 verlötet werden müssen» Der gesamte Kaudruck lastet auf
diesen mit Knöpfchen versehenen Stiften und ihrer Verlötung.
Im Gegensatz hierzu weisen sämtliche vier Ausführungsbeispiele der Erfindung auf der Rückseite der Zähne eine Ausnehmung
3 auf, die nach der Kauflache bzw« nach der Schneide 4 hin dureh eine Wand 5 begrenzt iste
Ferner sind zur nachhaltigen Verklammerung von Zahn und Ge-
bissplatte beim ersten Ausführungsbeispiel (Abb* 2 bis 5) die beiden seitlichen Begrenzungswände 6 und die Wand 5 hinterschnitten,
soilass die Plattenmasse in Hint er schneidungen 7 eindringen kann* Das lindringen der Plattenmasse wird noch dadurch erleichtert,
dass die Ausnehmung 3 nach der von der Schneide 4 abgekehrten, also dem Zahnhals zugekehrten Seite hin offen ist und
die seitlichen Wände 6 Querrillen 8 zeigen. In dieser Form bilden die Seitenwände 6 förmliche Krallen, die eine sehr gute Verankerung
bewirken und den seitlichen Zahndruckkomponenten gewachsen sind, während die über die ganze Zahnbreite sich erstreckende
Wand 5 den Kaudruck auf die Gebissplatte überträgt.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel (Abb. 6 bis 11) nimmt nicht nur die der Schneide 4 zugekehrte Begrenzungswand 5 der Ausnehmung
3 den Kaudruck auf, sondern auch die der Schneide 4 abgekehrte', (lo), schass eine noch günstigere Übertragung des Kaudrucks
auf die Platte 9 (Abb. 7) stattfindet. Diese Konsole Io ist auch hinterschnitten und besitzt ausserdem eine Bohrung 11, der gegenüber
sich eine ebensolche 12 in der Wand 5 befindet. In diese beiden Bohrungen 11 und 12 ist ein Metallstift 14 eingesteckt,
der mit seinem sichtbaren, mittleren Teil durch die Ausnehmung 3 senkrecht hindurchgeht. Die in die letztere eindringens Plattenmasse
umgibt den Stift 14* der auf diese Weise ähnlich wirkt, wie die Einterschneidungen 7, soilass diese oder ein Teil derselben
in Wegfall kommen kann wie z.B. Abb. Io zeigt, in der die Hinterschneidungen der seitlichen Begrenzungswande 6 fehlen*
Eine weitere Verankerung von Zahn und Plattenmasse kann dadurch bewirkt werden, dass man den Stift 14 aussen aus der Konsole Io
hervorsehen und in die Plattenmasse hineinragen lässt (Abb. 7?) (Mitte und rechts). Soll der Stift 14 unlösbar mit dem Zahn verbunden
werden, so kann dies durch Verlöten mit Hilfe einer im Zahn eingebrannten, ringförmigen Metalleinlage 15 oder durch
Aufschieben und Anlöten eines Ringchens 17 innerhalb der Ausnehmung 3» schliesslich auch durch Andrücken einer Verdickung
am Stift 14 geschehen. Verschiedenartige Formen für die Konsole Io sind aus den Draufsichten der Abb. 9 ersichtlich« In schwalbenschwan2förmiger
Gestalt trägt auch sie noch zusätzlich zur guten Verankerung bei. Des weiteren kann die verankernde Wirkung
des Stiftes 14 noch dadurch erhöht werden, dass man, wie Abb. 8
zeigt, einen Draht«, oder Blechbügel 18, der aus der Ausnehmung heraus- und in die Platte hineinragt, auf den Stift 14 auffädelt«
Zum gleichen Zweck kann hinter dem Stift 14 ein Anker 19 (Abb. 11) hindurchgeschoben werden, der mit seinen Enden in die Plattenmasse
greift. Auf diese Weise dient der Stift 14 noch als Träger weiterer Zahnverankerungsmittel 18 und 19«.
Wie das dritte und vierte Ausführungsbeispiel zeigen, kann der Metallstift 14 auch wJlgreeht durch die Ausnehmung 3 hindurchgeführt
werden und zu diesem Zweck in Löchern 16 der seitlichen Begrenzungswände 6 stecken,,
Claims (5)
- Pat entansprücheι1β Künstlicher Zahn aus keramischen oder mineralischen Massen, aus Kunststoff oder Metallen» dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der Rückseite'des Zahnes eine muldenförmige Aussparung (3) mit is entsprechende® ¥erm- gestalteten Wandungen (5, 6, lo) befindet, die durch einen oder mehrere in die Wandungen eingelassene Metallstifte (14) miteinander verbunden sind«
- 2. Künstlicher Zahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die muldenförmige Ausnehmung (3) gegen den Zahnhals zu offen ist und die seitlichen Wandungen (6, 6) abgesetzt sind, wodurch eine Querrille (8) gebildet wird, die allein oder mit dem Metallstift (14) die Zahnverankerung zusätzlich zur Ausnehmung (3) übernimmt*
- 3. Künstlicher Zahn nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die muldenförmige Ausnehmung (3) bzw. deren Wandungen (5j6,lo) sowie die Querrille (8) Unterschnitte oder Hinterschneidungen (7) aufweisen.
- 4. Künstlicher Zahn nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Stifte(l4) welche die Wandungen (5,6, lo) der muldenförmigen Ausnehmung (3) miteinander verbinden, mit einer Verdickung, einem Ring (15,17), Draht oder Blechstreifen (18, 19) in zur festlegung des Stiftes (14) und/oder zur zusätzlichen Verankerung des Zahnes geeigneter Gestalt ausgerüstet oder verbunden sind β
- 5. Künstlicher Zahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Zahnhals zu gelegene Wand (lo) der Ausnehmung (3) schwalbenschwanzförmige G-estalt besitzt (Abb. 9)* Pforzheim, den 9« März 1948-
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