DEP0009899MA - - Google Patents

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DEP0009899MA
DEP0009899MA DEP0009899MA DE P0009899M A DEP0009899M A DE P0009899MA DE P0009899M A DEP0009899M A DE P0009899MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. Juni 1953 Bekanntgemacht am 13. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft photographische Filme mit einem neuartigen Substrat. Insbesondere betrifft sie photographische Filme mit einem hydrophoben Träger, einem aus einer Mischung eines in Lösungsmitteln löslichen Polyesters und einem organischen Polyisocyanat oder einem organischen Polyisothiocyanat bestehenden Substrat und mindestens einer wasserdurchlässigen Kolloidschicht. Die Erfindung umfaßt auch die Verfahren zur Herstellung dieser Filme.
■ Gemäß der Erfindung werden neue Methoden zur Verankerung wasserdurchlässiger, kolloidaler Silbersalzemulsionen auf hydrophoben Trägern geschaffen, wobei die üblichen in der Phototechnik verwendeten Apparate zum Aufbringen von Überzügen verwendet werden können. Die erfindungsgemäßen Methoden sind dabei einfach und doch wirksam und ergeben eine feste Verankerung einer kolloidalen Silbersalzemulsion auf einem hydrophoben Trägerfilm, und zwar sowohl im nassen: als auch im trockenen Zustand. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Erzielung einer festen Verankerung auf Trägerfilmen aus PoIyäthylenterephthalsäureester.
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Es wurde gefunden, daß eine kolloidale Silbersalzemulsionsschicht fest auf einem hydrophoben orientierbaren Polyester-Trägerfüm verankert werden kann, wenn man zuerst auf die Oberfläche oder die Oberilächen des Trägerfihns eine Lösung einer Mischung von J. einem I1OlVeStCr eines Glycols und Terephthalsäure mit einem Molekulargewicht über 5 000, welcher mindestens l/., Gewichtsprozent in Trichloräthylen löslich ist, und von 2. einem organischen Polyisocyanat oder einem organischen Polyisothiocyanat einschließlich von Diisocyanatdimeren aufbringt. Die zweite Komponente kann 1 bis 50 Gewichtsprozent der in der Oberzugslösung enthaltenen festen Stoffe ausmachen.
»5 Die Mischung aus dem Polyester und dem Polyisocyanat oder Pulvisothu.'cyanat kann auf die orientierbare Polyestergrundlage aus einer etwa 1J2- bis 25- oder mehr gewichtsprozentigen Lösung in einem geeigneten nicht reagierenden Lösungsmittel, z. B.
ao einem chlorierten Kohlenwasserstoff, aufgebracht werden. Die Lösungsmittel sollen flüchtig sein. Bevorzugte Lösungsmittel sind Methylenchlorid, Trichloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff usw. Nachdem die Schicht getrocknet ist, wird ein dünnes Substrat eines wasserdurchlässigen Kolloids und dann eine wasserdurchlässige kolloidale Silbersalzemulsionsschicht aufgebracht. Obwohl die Aufbringung des wasserdurchlässigen Kolloidsubstrats zweckmäßig ist, kann es jedoch gegebenenfalls auch weggelassen werden, da eine kolloidale Silbersalzemulsionsschicht allein schon fest an der aus der Mischung des Polyesters mit dem Polyisocyanat oder Polyisothiocyanat beistehenden Schicht haftet. Das wasserdurchlässige Kolloid kann Gelatine, Polyvinylalkohol, ein partiell hydrolysiertes Polyvinylacetat oder -chloracetat, ein Polyvinylacetat oder ein Cellulosederivat sein, wobei sämtliche genannten Verbindungen einen hydrophilen Charakter haben.
Polyester, welche zur Verwendung in den Mischungen für die Herstellung der Zwischenschicht geeignet und in Trichloräthylen genügend löslich sind, können durch Kondensation einer Mischung von 1. einem Polymethylenglyeol mit 2 bis :o Methylengruppen und 2. einem Polyäthylenglycol mit 1 bis 5 Oxyäthylenradikalen mit Terephthalsäure oder einem Säiirechlorid oder -broinid derselben oder einem Diester der Terephthalsäure mit einem Alkanol mit ι bis 6 Kohlenstoffatomen erhalten werden. Die Menge des Polyäthylenglycols in der Polymethylene
glycol-Polyäthylengiycol-Mischung kann 20 bis 100 und vorzugsweise 25 bis 75 Molprozent betragen.
Weitere geeignete Polyester werden durch Kondensation eines Polymethylenglycols mit zwei bis zehn Methylengruppen mit einer Mischung von 1. Terephthalsäure oder einem Säurcchlorid oder -bromidoder einem Diester derselben mit einem Alkanol mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und 2. einer gesättigten aliphatischen Dicarbonsäure mit 4 bis 16 Kohlenstoffatomen oder einem Säurechlorid oder -bromid oder einem Diester derselben mit einem Alkanol mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen erhalten. Bevorzugte aliphatisch e Dicarbonsäuren sind: Adipinsäure, Sebacinsäure und Acelainsäure sowie deren Säurechloride und -bromide und ihre Dimethyl- und Diäthylester. Die Polyesterbildung kann auf die im vorstehenden Absatz beschriebene Weise vor .sich gehen.
Bei der beschriebenen Polyestergruppe soll das Polymethylenglyeol im Überschuß vorhanden sein und die Terephthalsäure mindestens 25 % der Gesamtsäuren ausmachen. Die aliphatische Dicarbonsäure kann 10 bis 75 0J0 der Gesamtsäure betragen. Außer diesen beiden Verbindungen können noch 1 bis 25 °/0 einer anderen Dicarbonsäure zugegen sein, welche durch Kondensation einen Polyester bilden kann. Zu diesen letztgenannten Dicarbonsäuren gehören unter anderem Dibenzoesäure, Phthalsäure, Isophthalsäure und deren Dimethyl- und Diäthylester.
Viele bekannte organische Polyisocyanate und Polyisothiocyanate können für das erfindungsgemäße Verfahren verwendet werden. Diese Verbindungen enthalten zwei oder mehr — N=C= Y-Gruppen, wobei Y Sauerstoff oder Schwefel bedeutet. Die leichter zugänglichen Verbindungen enthalten 2N=C=Z-Gruppen, wobei Z ein Chalkogen mit einem Atomgewicht unter 33 ist. Obwohl die Verbindungen, bei welchen ein Kohlenwasserstoffradikal an den — N=C= Y-Gruppen sitzt, bevorzugt werden, können auch die Diisocyanatdimeren, welche ein Uretidindion oder einen 1,3-Oxazetidenring enthalten, verwendet werden.
Obwohl die Erfindung auf jeden kalt streckbaren, orientierbaren Polyester einschließlich der aus den USA.-Patentschriften 2216736 und 2071250 beschriebenen Anwendung finden kann, ist sie doch besonders für einen hydrophoben Trägerfilm geeignet, der aus einem hochschmelzenden, schwerlöslichen, in der Regel mikrokristallinen, kalt streckbaren, linearen, hochpolymeren Ester von Terephthalsäure mit GIycolen der Reihe HO(CH2)MOH besteht, wobei η eine ganze Zahl zwischen 2 und 10 ist. Diese Verbindüngen sind aus der USA.-Patentschrift 2 465 319 bekannt.
Es kann jedes übliche Verfahren zur Aufbringung der aus der Mischung des lösungsmittellöslichen Polyesters und dem Polyisocyanat oder Polyisothiocyanat bestehenden Schicht auf die Oberfläche des Trägerfilms angewendet werden. Die Schicht kann z. B. aus einem Trichter aufgebracht oder aufgestrichen werden, wobei die Oberfläche des Films unter einer Rolle durchläuft und mit der Oberfläche der Flüssigkeit in Berührung kommt, sie kann auch aufgewalzt, aufgesprüht od. dgl. werden. Dabei können Streichleisten usw. zur Entfernung von überschüssiger Flüssigkeit dienen. Nachdem die Zwischenschicht auf eine oder beide Oberflächen des Filmstreifens aufgebracht worden ist, wird sie durch Erhitzen auf 500 oder weniger bis 1500 oder höher getrocknet. Während des Trocknens kann ein Luftstrom über die beschichtete Fläche geleitet werden.
Die Erfindimg wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein. Teile und Prozente sind in Gewicht angegeben.
Beispiel I
Ein Polyester wurde durch Erhitzen von Terephthalsäuredimethylester mit einem stöchiometrischen Über-
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schuß von Diäthylenglycol auf 170 bis 2200 in Anwesenheit von 0,03 Gewichtsprozent Bleioxyd, bezogen auf den Terephthalsäuredimethylester, hergestellt. Die Erhitzung dauerte so lange, bis sich kein Methanol mehr entwickelte. Dann wurde die Temperatur auf 250 bis 2800 gesteigert und der Druck auf 0,1 bis 0,5 mm Hg erniedrigt. Mit fortschreitender Polymerisation entwickelte sich Diäthylenglycol. Der erhaltene Polyester war nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur klar, weich und biegsam und besaß eine wahre Viskosität von 0,64 in einer Mischung von 40 Volumteilen Phenol und 60 Volumteilen Tetrachloräthan.
Eine 4°/0ige Lösung des so erhaltenen Polyesters in Methylenchlorid, welcher 25 Gewichtsprozent Methylen-bis-(4"phenyl-isocyanat) (bezogen auf den Polyester), zugesetzt wurden, wurde dann auf ein Stück eines. 0,1 mm dicken, biaxial gestreckten Polyäthylenterephthalsäureesterfilms aufgetragen. Nach dem Trocknen wurde eine Gelatineschicht auf die PoIyester-Diisocyanat-Fläche aus der folgenden Dispersion aufgebracht:
Gelatine 1 %
Essigsäure 4%
Methanol 40 %
Aceton 55%.
Der Film wurde 5 Minuten bei ioo° getrocknet und mit einer Gelatine-Silberbrornidjodid-Emulsion überzogen, welche 4,9% eines Gemisches aus 98,44% Silberbromid und 1,56% Silberjodid enthielt. Das Halogensilber war in Gelatine dispergiert (6,2 Gewichtsprozent der gesamten Emulsion). Nach dem Trocknen war die Haftfestigkeit der Emulsionsschicht auf dem Trägerfilm gut.
Der diese GelatinerHälogensilber-Schicht tragende Film wurde 5 Minuten bei 2i° C in der folgenden Lösung entwickelt:
40
N-methyl-p-aminophenolsulfat ... 5,0 g
Hydrochinon 31,4 g
Natriumsulfit 151,0 g
Kaliumcarbonat 104,3 g
Natriumhydroxyd 6,6 g
Kaliumbromid 11,7 g
Wasser bis auf 4 1.
Der entwickelte Film wurde darin 5 Minuten in Wasser gespült und dann 10 Minuten bei 21° C in ein Fixierbad der folgenden Zusammensetzung getaucht: . - :
Natriumthiosulfat 350 g
Natriumsulüt 15 g
Natriumacetat 18 g
Kalium-aluminiumsulfat 32 g
Zitronensäure 8 g
Wasser bis auf 1 1.
Der Film wurde schließlich noch 10 Minuten in Wasser gewaschen, worauf er eine gute Naß- und Trockenhaftfestigkeit besaß.
Beispiel II '
Ein photographischer Film wurde hergestellt, belichtet und behandelt wie im Beispiel I, nur mit der Ausnahme, daß an Stelle des Polyesters von Beispiel I ein Polyester verwendet wurde, den man durch Reaktion äquimolarer Mengen von Terephthalsäuredimethylester und Adipinsäure mit Äthylenglycol erhielt.
Beispiel III
Ein photographischer Film wurde wie im Beispiel I hergestellt, belichtet und behandelt, nur mit der Abänderung, daß an Stelle des Polyesters von Beispiel I ein Polyester verwendet wurde, den man durch Reaktion von Terephthalsäuredimethylester mit einer Mischung von 40 Molprozent Äthylenglycol und 60 Molprozent Diäthylenglycol erhielt. Die Naß- und Trockenhaftfestigkeit waren gut.
Beispiel IV Beispiel V Beispiel VI
Ein photographischer Film wurde wie im Beispiel I hergestellt, belichtet und behandelt, nur mit der Ausnahme, daß an Stelle des Polyesters von Beispiel I ein Polyester verwendet wurde, den man durch Reaktion äquimolarer Mengen von Terephthalsäuredimethylester und Sebacinsäure mit Äthylenglycol erhielt. Die Naß- und Trockenhaftfestigkeit waren ähnlich.
Ein photographischer Film wurde wie im Beispiel I hergestellt, belichtet und behandelt, nur mit der Abänderung, daß ein durch Reaktion von Terephthalsäuredimethylester, Dibenzoesäuredimethylester und Azelainsäure (40 : 20 : 40 Molprozent) mit Äthylenglycol erhaltener Polyester an Stelle des Polyesters von Beispiel I verwendet wurde. Die Naß- und Trockenhaftfestigkeit waren ähnlich.
Ein photographischer Film wurde wie im Beispiel I hergestellt, belichtet und behandelt, nur mit der Ausnahme, daß an Stelle des Polyesters von Beispiel I ein durch Reaktion von Terephthalsäuredimethylester, Isophthalsäuredimethylester und Sebacinsäure (50 : 25 : 25 Molprozent) mit Äthylenglycol erhaltener Polyester verwendet wurde. Die Ergebnisse waren ähnlich.
Beispiel VII
Das ganze Verfahren von Beispiel II wurde wiederholt, nur mit dem Unterschied, daß der Träger nicht biaxial gestreckt wurde. Die Naß- und Trockenhaftfestigkeit waren gut.
Beispiel VIII
Beispiel II wurde wiederholt, nur mit der Abänderung, daß auf den Trägerfilm keine Gelatinezwischenschicht, sondern die Gelatine-Halogensilber-Schicht unmittelbar auf den Träger aufgebracht
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wurde. Die Naß- und Trockenhaftfestigkeit waren ausreichend, jedoch nicht ganz so gut wie im Beispiel I.
Beispiel IX
5
Beispiel Il wurde wiederholt, nur mit der Ausnahme, daß an Stelle von Methylen-bis-(4-phenylisocyanat) Toluol-2, 4-diisocyanat verwendet wurde. Die Ergebnisse bezüglich der Haftfestigkeit waren ähnlich.
Beispiel X
Beispiel II wurde wiederholt, nur mit dem Unterschied, daß an Stelle von Methylen-bis-(4-phenylisocyanat) das Diniere von Toluol-2, 4-diisocyanat verwendet wurde. Die Ergebnisse bezüglich der Haftfestigkeit waren ähnlich.
Beispiel XI
Eine 4°/oige Lösung des Polyesters von Beispiel II in Methylenchlorid, welche 25% Methylen-bis-(4-phenylisocyanat), bezogen auf den Polyester, enthielt, wurde auf den biaxial gestreckten Polyäthylentereplithalsäureesterlilm aufgebracht. Nach dem Trocknen wurde eine Schicht des aus der USA.-Patentschrift 2 5x3 190 bekannten gemischten m-(Benzoylacetainido - benzaldehyd - natrium - ο - sulfobenzaldehyd polyvinyl-acetals in folgendem Lösungsmittelgemisch aufgebracht:
Acetal 5 "/„
Methanol i6°/0
Wasser 790Zo-
Nach dein Trocknen bei 500 wurde die folgende Lösung aufgetragen:
Gemischtes m-(Benzoylacetamido)-benzaldehydnatrium-o-sulfobenz-
aldehyd-polyvinylacetal !.50Zo
Borsäure i,9°/0
Diisopropanolainin !.30Zo
Aceton 40,00Z0
95% Äthylalkohol 55-30Zo-
Der Film wurde bei 50" getrocknet und 2 Minuten auf 100" erhitzt. Dann wurde er mit einer Polyvinylacet al -Farbbildner- Silbersalz -Dispersion überzogen, welche 1,5 Gewichtsprozent eines Gemisches von etwa 1,3 °/o Silberjodid und 98,7 °/0 Silberbromid enthielt, das in dem polymeren Farbbildner (3,8 Gewichtsprozent der gesamten Emulsion) dispergiert war. Der Farbbildner ist aus der USA.-Patentschrift 2 513 190 bekannt. Nach dem Trocknen bei 240 C haftete die Emulsion gut auf dem Träger. Der Film wurde belichtet und in den folgenden Lösungen behandelt:
i. Entwickler (10 Minuten bei 20° C):
p-Aminodiäthylanilin-Iiydrochlorid 2,5 g
Natriumsuliit 10,0 g
Natriumcarbonat 46,8 g
Kaliumbromid 2,0 g
Wasser bis auf 1 1.
2. Wasserspülung 30 Sekunden.
3. Fixierbad 5 Minuten bei 200 C.
Natriumthiosulfat 240 g
Natriumsulfit 15 g
Natriumtetraborat 18 g
Eisessig 12 ecm
Kalium-aluminiumsulfat 20 g
Wasser bis auf 3 1.
4. Wasserspülung 5 Minuten.
5. Bleichen 5 Minuten bei 200 C.
Kaliumferricyanid 100 g
Borsäure 10 g
Natriumtetraborat 5 g
Wasser bis auf 1 1.
6. Wasserspülung 5 Minuten.
7. Fixierbad 5 Minuten bei 20° C.
Natriumthiosulfat 200 g
Wasser bis auf 1 1.
8. Wasserspülung 10 Minuten.
Die vorstehend erläuterte Erfindung ist nicht auf die in den Beispielen genannten Polyisothiocyanate oder Polyisocyanate beschränkt. Es sind viele ebensogut geeignete Verbindungen bekannt. Zu diesen gehören unter anderem Polymethylen-diisocyanate und -diisothiocyanate, z. B. Äthylen-diisocyanat, Trimethylen-diisocyanat, Dodecamethylen-diisocyanat, Hexamethylen-diisocyanat, Tetrametliylen - diisocyanat, Pentamethylen-diisocyanat, und die entsprechenden Diisothiocyanate, Alkylen-diisocyanate und -diisothiocyanate, z. B. Propylen-i, 2-diisocyanat, 2,3-Dimethyltetramethylen-diisocyanat und -diisothiocyanat, Butylen-i, 2-diisocyanat, Butylen-i, 3-diisothiocyanat und Butylen-i, 3-diisocyanat; Alkyliden-diisocyanate und -diisothiocyanate, z. B. Äthylidendiisocyanat (CH3CH(NCO)2) und Heptylidendiisothiocyanat (CH3(CHo)5CH(CNS)2); Cycloalkylen-diisocyanate und -diisothiocyanate z. B. i, 4-Diisocyanatocyclohexan, Cyclopentylen-i, 3-diisocyanat und Cyclohexylen-i, 2-diisothiocyanat; aromatische Polyisocyanate und Polyisothiocyanate, z. B. m-Phenylendiisothiocyanat, p-Phenylen-diisocyanat, p-Phenylen-diisothiocyanat, i-Methyl-phenylen-2,4-diisocyanat, Naphthylen-i, 4-diisocyanat, 0, o'-Toluoldiisocyanat, Diphenyl-4,4'-diisothiocyanat und -diisocyanat, Benzyl-i, 2,4-triisothiocyanat, 5-Nitroi, 3-phenylen-düsocyanat, Xylylen-i, 4-diisocyanat, 110· Xylylen-i, 3-diisocyanat, 4, 4'-Diphenylenmethan-diisocyanat, 4,4'-Diphenylenpropan-diisocyanat und Xylylen-i, 4-diisothiocyanat; aliphatisch-aromatische Diisocyanate und Diisothiocyanate, z. B. Phenyläthylen-diisocyanat (C5H6CH(NCO)CH2NCO); He- 115. teroatome enthaltende Diisocyanate und Diisothiocyanate, z. B.
SCNCH»0CHoNSC, SCNCH2CH2OCH2Ch2NSC und SCN(CH2)3-S-(CH2)3NSC; 1, 2, 3, 4-Tetraisocyanatobutan, Butan-i, 2, 2-triisocyanat, I-Isocya- 120· nato-4-isothiocyanatohexan und 2-ChIoIO-1,3-diisocyanatopropan. Mischungen von zwei oder mehreren dieser Verbindungen können ebenfalls verwendet werden. Diese Verbindungen sind reaktionsfähiger, wenn der damit überzogene Film auf eine erhöhte 125, Temperatur, z. B. 150°, erhitzt wird.
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Die bevorzugten Diisocyanate, Diisothiocyanate und Mischungen von Isocyanaten und Isothiocyanaten besitzen die allgemeine Formel ZCN—RNCZ, in welcher R ein zweiwertiges Kohlenwasserstoffradikal und Z ein Chalkogen mit einem Atomgewicht unter 33 bedeutet.
An Stelle der in den vorstehenden Beispielen beschriebenen kolloidalen Silbersalzemulsionen können auf die die Diisocyanatverbindungen enthaltende Schicht auch andere kolloidale Silbersalzemulsionsschichten und wasserdurchlässige kolloidale, keine lichtempfindlichen Silbersalze enthaltende Zwischenschichten aufgebracht werden. Weitere Kolloide, welche gemäß der Erfindung auf dem Trägerfilm ver-
ankert werden können, sind: Polyvinylalkohole und wasserlöslichePolyvinylalkoholderivateganz allgemein, z. B. partiell hydrolysierte Polyvinylacetate und gemischte Polyvinylchloridacetate, hydrolysierte Mischpolymerisate von Vinylacetat mit ungesättigten Verbindungen, z. B. Maleinsäureanhydrid, Acrylsäureester usw. Geeignete Kolloide der zuletzt erwähnten Art sind aus den USA.-Patentschriften 2 276 322, 2 276 323 und 2 397 866 bekannt. Noch andere Kolloide sind hydrophile, partiell substituierte PoIyvinylester und -acetale und die niedrigsubstituierten Celluloseester gesättigter aliphatischer Monocarbonsäuren mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und niedrigsubstituierte Celluloseäther, z. B. Methylcellulose, Äthylcellulose usw. Weitere natürliche Kolloide sind
unter anderem Kasein, Albumin, Gummiarabicum, Agar-Agar, Polyglycuronsäure usw., welche mit Hilfe der erfindungsgemäßen Substrate ebenfalls auf den Trägerfilmen verankert werden.
Auf Farbfilmen für die Mehrfarbenphotographie können drei verschieden sensibilisierte kolloidale Silbersalzemulsionsschichten übereinander aufgetragen werden, welche Farbbildner enthalten. Es können auch kolloidale Farbbildner als Bindemittel für das Halogensilber benutzt werden. Diese Schichten sollen so angeordnet und sensibilisiert sein, daß sie Licht von verschiedenen Farben des sichtbaren Spektrums aufnehmen. Die Farbbildner können z. B. so ausgewählt werden, daß sie gelbe, blaugrüne (Cyan) und magentafarbene Chinonimin- der Azomethinfarbstoffe
u. dgl. in den entsprechenden Schichten ergeben, wie dies in der Farbphotographie üblich und aus der USA.-Patentschrift 2 397 864 beispielsweise bekannt ist. Filterfarbstoffe können in einer oder mehreren der vorstehenden Farbbildnerschichten oder in einer getrennten Schicht anwesend sein, und zwar z. B. einer Polyvinylalkohol- oder einer gleichwertigen Schicht, welche ein Hydroxylpolymerisat besitzt. In der Regel wird ein gelber Filterfarbstoff in einer Schicht verwendet, welche sich über den beiden von der der Kamera zugekehrten Seite des Films am weitesten entfernten lichtempfindlichen Schichten befindet.
Die Zwischenschichten gemäß der Erfindung können sowohl in Schwarzweißfilmen als auch in Farbfilmen für Kinematographie und übliche Photographie, für Porträtfilme, zur Aufnahme von Dokumenten für lithographische, industrielle und medizinische Röntgenfilme usw. Verwendung finden.
Ein Vorteil der Erfindung liegt in der Schaffung eines einfachen und wirtschaftlichen Verfahrens zum Aufbringen von Substraten auf Trägerfilme. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Zwischenschichten gemäß der Erfindung eine gute und ausreichende Verankerung zwischen dem Träger und einer kolloidalen Halogensilber-Emulsionsschicht bewirken. Dieser Vorteil ist besonders bei Filmen mit einer Polyäthylenterephthalsäureestergrundlage wichtig. Ein weiterer Vorteil liegt in der gleich guten Verankerung sowohl bei Aufbringung der Mischung auf einen orientierten als auf einen nicht orientierten Film. Weitere Vorteile ergeben sich aus der vorstehenden Beschreibung. Die Erfindung kann weitere Abänderungen erfahren, ohne daß dadurch ihr Rahmen verlassen wird.

Claims (12)

Patentansprüche:
1. Photographischer Film, gekennzeichnet durch einen hydrophoben, molekular orientierbaren Polyester-Trägerfilm, welcher auf mindestens einer Seite ein Substrat, bestehend aus einer Mischung eines mindestens zu 1Z2 Gewichtsprozent in Trichloräthylen löslichen Polyesters aus einem Glycol und Terephthalsäure mit einem Molekulargewicht über 5000 und einem organischen Polyisocyanat oder organischen Polyisothiocyanat sowie eine wasserdurchlässige Kolloidschicht trägt.
2. Film nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine wasserdurchlässige Kolloidschicht auf dem Substrat und eine wasserdurchlässige kolloidale Silbersalzemulsionsschicht auf der Kolloidschicht.
3. Film nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerfilm aus Polyäthylenterephthalsäureester besteht.
4. Film nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das im Substrat enthaltene organische Polyisocyanat ein Polymethylenisocyanat mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen ist.
5. Film nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das im Substrat enthaltene organische Polyisocyanat ein Diisocyanat eines aromatischen Kohlenwasserstoffs ist.
6. Film nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das im Substrat vorhandene Diisocyanat Methylen-bis-(4-phenylisocyanat) ist.
7. Film nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das im Substrat vorhandene Diisocyanat Toluol-2, 4-Diisocyanat ist.
8. Film nach einem der vorhergehenden An-Sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserdurchlässige Kolloidschicht eine Gelatine-Halogensilber-Emulsionsschicht ist.
9. Photographischer Film nach einem der Ansprüche ι bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich über dem Substrat eine Gelatineschicht und über dieser eine Gelatine - Halogensilber - Emulsions schicht befindet.
10. Verfahren zur Herstellung photographischer Filme gemäß den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß man auf eine oder mehrere
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Flächen eines hydrophoben orientierbaren PoIyesler-Trägerlilms eine schiclitbildende Mischung aufbringt, weicht; aus einem zu mindestens J/„ (iewiehtsprozent in Trichlorethylen löslichen Polyester aus einem (ilycol und Terephthalsäure mit einem Molekulargewicht über 5000 und einem organischen Polyisocyanat oder Polyisothiocyanat besteh), worauf man die erhaltene Schicht trocknet und mit einer wasserdurehlässigen Kolloidschicht überzieht.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung bei 50 bis 1500 durchgeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das wasserdurchlässige Kolloid lichtempfindliche Silbersalze enthält.
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