DEP0009274DA - Strangpresse, z. B. Kabelmantelpresse - Google Patents
Strangpresse, z. B. KabelmantelpresseInfo
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Description
Beim Verpressen von Aluminium auf Strangpressen ist es häufig zu beobachten, dass der in den Aufnehmer eingesetzte Aluminiumblock mit den aus Stahl bestehenden Presswerkzeugen, nämlich dem Presstempel, der Matrize und dem Dorn, verschweisst. Diese Erscheinung, die auch bei anderen mit Eisen verschweissbaren Metallen, wie z. B. bei Zink, vorkommen kann, tritt besonders stark auf, wenn zur Herstellung grösserer Längen mehrere Blöcke rasch nacheinander verpresst werden. Dabei haben die Presswerkzeuge, die sich jedesmal beim Pressvorgang stark erhitzen, in den kurzen Arbeitspausen nicht genügend Zeit, abzukühlen und die Temperaturen steigen an den gefährdeten Stellen auf die Schweisstemperatur und darüber. Insbesondere sind dadurch die Bestrebungen, aus Aluminium auf der Kabelmantelpresse möglichst dünne Kabelmäntel herzustellen, sehr behindert, weil hierbei das Pressmaterial stärker verformt wird und infolgedessen die Temperaturen besonders hoch ansteigen. Mann konnte sich bisher in solchen Fällen nur dadurch helfen, dass man beim Pressen grösserer Längen, wie z.B. von langen Aluminiumprofilen oder -Rohren und beim Ummanteln elektrischer Kabel mit Aluminium, längere Arbeitspausen einlegt, um die Presswerkzeuge hinreichend abkühlen zu lassen.
Nach der Erfindung wird das lästige Verschweissen des Pressmetall mit dem Stahl der Presswerkzeuge vermieden und damit die Leistung der Pressen durch Abkürzen der Arbeitspausen gesteigert. Die Erfindung besteht darin, dass beim Pressen von Aluminium und ähnlichen Metallen, die die Neigung haben, mit dem Stahl der Presswerkzeuge zu verschweissen, die Presswerkzeuge an den mit dem Pressmetall in Berührung kommenden Flächen mit Einsätzen aus gegen Hitze und Druck beständigem, durch das Pressmetall nicht angreifbarem keramischem Stoff versehen sind. Geeignet sind hierfür z. B. Einsätze aus Steatit, einem bei hoher Temperatur gebrannten keramischen Stoff von grosser Dichte und hoher Druck- und Hitzebeständigkeit. Diese Einsätze halten das Pressmetall von den metallischen Presswerkzeugen fern, so dass ein Verschweissen nicht mehr eintreten kann. Die geringe Biege- und Sonderfestigkeit der keramischen Werkstoffe muss bei der Formgebung und Anordnung der Einsätze berücksichtigt werden. Es kommt hierbei darauf an, dass die auf die keramischen Teile einwirkenden Kräfte von metallenen Tragteilen der Presswerkzeuge aufgefangen werden, damit in den keramischen Teilen keine Biege- und Scherbeanspruchungen auftreten.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungsformen von Presswerkzeugen mit keramischen Einsätzen nach der Erfindung im Schnitt.
Abb. 1 stellt einen Presstempel dar. Es bezeichnen 1 den Stempel, 2 den aufgeschraubten Stahlhalter und 3 den keramischen Einsatz. Der Presstempel ist hier für die Herstellung von Hohlprofilen zur Führung der Dornstange durchbohrt.
Abb. 2 zeigt eine Pressmatrize
und Abb. 3 einen Pressdorn. Es bezeichnen dabei 4 und 6 die Metallteile, 5 und 7 die keramischen Einsätze.
Claims (2)
1.) Stangenpresse Aluminium und ähnliche Metalle, die die Neigung haben, mit dem Stahl der Presswerkzeuge zu verschweissen, insbesondere Kabelmantelpresse, dadurch gekennzeichnet, dass die Presswerkzeuge, wie Presstempel, Matrize und Dorn, an den mit dem Pressmetall in Berührung kommenden Flächen mit Einsätzen aus gegen Hitze und Druck beständigem, durch das Pressmetall nicht angreifbarem keramischem Stoff, wie z.B. Steatit, versehen sind.
2.) Strangpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die keramischen Einsätze derart geformt und abgestützt sind, dass sie nicht auf Biegung beansprucht werden.
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