DEP0008691MA - - Google Patents

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DEP0008691MA
DEP0008691MA DEP0008691MA DE P0008691M A DEP0008691M A DE P0008691MA DE P0008691M A DEP0008691M A DE P0008691MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. November 1952 Bekänntgemacht am 18. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Glasfarbengemisch, bestehend aus der eigentlichen Glasfarbe und einem Trägerstoff für dieselbe, und insbesondere auf1 solche Träger, die bei Raumtemperatur fest sind, jedoch bei einer Temperatur etwas oberhalb Raumtemperatur leicht schmelzen.
Glasfarben, welche aus anorganischen Pigmenten und feingemahlenem Glas bestehen, sind für die Verzierung von silikatischen (z: B. Glas, Porzellan usw.) imd metallenen Gegenständen seit langer Zeit bekannt gewesen. Lange Zeit hindurch wurden1 Glasfarben mit geeigneten Lösungsmitteln, Mitteln zur Einstellung der Viskosität und Dispersionsmitteln' gemischt, um "eine plastische Masse herzustellen, welche in dem gewünschten Muster auf den silikatischen oder metallenen Gegenstand aufgebracht wurde, indem die Masse durch eine Abdeckschablone hindurchgedrückt und aufgetragen wurde. Das aufgetragene Muster wurde dann durch Entfernen des Lösungsmittels verfestigt und gebrannt, um so die Glasfarbe auf den Gegenstand aufzuschmelzen. ' '
Dieses an sich bekannte Verfahren wurde zwar erfolgreich angewendet, konnte jedoch aus dem Grunde nur langsam durchgeführt werden, weil für das Entfernen der Lösungsmittel aus dem aufgetragenen Färb- muster erhebliche Zeit erforderlich war. Dieser Nachteil war besonders störend, wenn ein aus mehreren Farben bestehendes Muster dadurch auf den Gegen-
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stand aufgebracht werden sollte, daß die verschiedenen Farben nacheinander und räumlich übereinander im bestimmten Verhältnis zueinander aufgetragen wurden.
■ In neuerer Zeit wurde bereits ein Glasfarbenauftrag
dadurch hergestellt, daß Glasfarben mit einem Träger vermischt wurden, welcher bei Raumtemperatur fest ist, jedoch bei einer Temperatur etwas oberhalb der Raumtemperatur leicht schmilzt. Ein derartiger Auftrag wurde im geschmolzenen Zustand aufgetragen und
ίο durch Abkühlen unterhalb seines Schmelzpunktes verfestigt.
Gegenstand der Erfindung ist es nun, eine Glasfarbe mit einem Träger herzustellen, welcher sich bei Raumtemperatur sehr schnell verfestigt.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Träger für Glasfarben, welcher bei einer Temperatur von etwa 47 bis ioo° C schmilzt und sich schnell bei Raumtemperatur wieder verfestigt.
Weiterhin betrifft die Erfindung die Herstellung eines Glasfarbenauftrages, welcher mit erheblicher Schnelligkeit in aufeinanderfolgenden und übereinanderliegenden Schichten . mittels einer Abdeckschablone aufgetragen werden kann.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
Die obenerwähnten Erfindungsmerkmale können dadurch erreicht werden, daß ein Glasfarbenträger zur Anwendung kommt, welcher 20 bis 98 % Wachs oder wachsartigen Stoff oder eine Mischung aus Wachs und wachsartigem Stoff enthält und der einen Schmelzpunkt zwischen48,9 und ioo° C besitzt, 2 bis 15 °/0Äthylcellulose, 0 bis 55 % Harz oder Harzderivate und 0 bis 20% Lecithin oder phosphorisiertes Tallöl enthält. Eine Glasfarbe, welche als Pigment 5 bis 20 % anorganische Oxyde und entsprechend 95 oder 80% feingemahlene Glasfritte enthält, kann mit dem erwähnten Träger in einem Verhältnis von Glasfarbe zu Träger wie ι: 1 bis 4: 1 gemischt werden, um einen Glasfarbenauftrag zu erhalten, welcher bei einer Temperatür zwischen 47 und ioo° C auf einen keramischen oder metallenen Gegenstand durch eine Abdeckschablone hindurch angebracht werden kann. Dieser Glasfarbenauftrag verfestigt sich fast unmittelbar nach dem Wegnehmen der Abdeckschablone. Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Auftrages ist es daher möglich, eine Anzahl verschiedener Glasfarben in zeitlich schneller Folge übereinanderliegend auf einen Gegenstand aufzutragen, so daß ein verwickeltes Vielfarbenmuster hergestellt werden kann.
Der Ausdruck »Wachs oder wachsartiger Stoff oder eine Mischung aus Wachs und wachsartigem Stoff mit einem Schmelzpunkt zwischen 47 und ioo° umfaßt beliebiges Wachs, wie z. B. Carnaubawachs, Walrat oder Bienenwachs oder auch Stoffe mit wachs-
5.5 artigen Eigenschaften, d. h. Stoffe mit einem Festigkeitszustand, welcher bei Raumtemperatur nicht klebrig, jedoch in dem obenerwähnten Temperaturbereich leicht schmelzbar ist. Als Beispiel für wachsartige Stoffe können Paraffin, feinkristallines Wachs,
60. Palmitinsäure, Stearinsäure und feste Seifen genannt werden. Das Wachs, oder der wachsartige Stoff oder die Mischung aus Wachs, und wachsartigem Stoff stellt vorzugsweise die Masse des Trägers dar und ist vorzugsweise in einem Bereich von 60 bis 85% vorhanden.
Die Äthylcellulose dient zur Erhöhung der Viskosität um die Eigenschaften hinsichtlich der Anbringung des Gemisches auf dem Gegenstand zu verbessern und als Härtungsmittel für den Träger zu wirken. Die Äthylcellulose muß in einer Menge von 2 bis 15 % des Trägerstoffes vorhanden sein und beträgt vorzugsweise zwischen 3 bis 10 °/0 desselben.
Das Harz oder Harzderivat im Träger dient dazu, dem Gemisch Härte zu verleihen, als Binder zu wirken, um das Glasfarbengemisch am Gegenstand anhaften zu lassen und fernerhin die Löslichkeit der Äthylcellulose im Wachs oder wachsartigen Stoff zu fördern. Obwohl das Harz kein wesentlicher Bestandteil des Trägers ist, soll zum Erreichen bester Bedingungen ein Gehalt von wenigstens 5 % und vorzugsweise zwischen 5 und 25 °/0 Harz oder Harzderivate vorhanden sein. Es können nicht modifiziertes Harz oder irgendein Harzderivat verwendet werden, z. B. zinkgehärtetes Harz, hydriertes Harz, Harzester oder Abietinsäureester, wie Methylabietat oder Polymere der Harzsäuren.
Die Anwendung von Lecithin oder phosphorisiertem Tallöl dient hauptsächlich als Mittel zur Beeinflussung der Dispersion, um die Auftragsdicke des Glasfarbengemisches an dem Gegenstand einzurichten. Obwohl Lecithin oder phosphorisiertes Tallöl keine wesentlichen Bestandteile darstellen, sollen für die Erzielung bester Ergebnisse diese Stoffe vorzugsweise im Bereich von 5 bis 10 Gewichtsprozent des Trägers vorhanden sein.
Die Glasfarben selbst für die Beimischung zum Träger für das Aufdrucken oder Auftragen durch eine Abdeckschablone hindurch sind an sich bekannt. Derartige Glasfarben bestehen allgemein aus 5 bis 20% anorganischer Oxyde als Pigment und entsprechend 95 bis 80% feinverteilter Glasteilchen. Für derartige Glasteilchen der Glasfarben wird üblicherweise Bleiborosilicatglas verwendet.
Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Glasfarbenträgers wird insbesondere erreicht, daß die Glasfarben auf den Gegenstand vor dem Brennen besonders schnell aufgebracht werden können. Mit dem erfindungsgemäßen Träger ist es möglich, in besonders vorteilhafter Weise die Glasfarben in dünnen, gleichförmigen Schichten aufzutragen, welche gebrannt werden können, ohne daß ein Zusammenlaufen der Farben eintritt. Die mit einem derartigen Träger versehenen Glasfarbengemische können als feste Kügelchen oder Teilchen versandt werden, welche, wenn sie geschmolzen sind, eine gleichbleibende Viskosität und Haftfestigkeit an dem zu bemusternden Gegenstand aufweisen.
Die vorgenannten Zwecke der Erfindung können auch dadurch erreicht werden, daß ein Glasfarbenträger zur Anwendung kommt, welcher 30 bis 6o°/0 Stearinsäure, 2 bis 7 °/0 Stearylphosphat, 0,1 bis 10 °/0 Äthylcellulose, 15 bis 40 °/o hydriertes Harz und 10 bis 30 °/0 polymerisiertes Harzderivat mit einem Schmelzpunkt von 97,8 bis 102,8° C enthält, wobei das letztgenannte Harz durch Polymerisation, der ungesättigten Harzsäuren des Harzes, z. B. Pimar- und Abietin-
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säuren, hergestellt wird. Wünschenswert, aber nicht wesentlich, ist die Verwendung von 0,01 bis i,5°/0 phosphorisiertem Tallöl als Mittel zur Verminderung der Feuchtigkeitsaufnahme zusätzlich zu den obengenannten Bestandteilen.
Eine Glasfarbe mit 5 bis 20 % anorganischem Oxyd als Pigment und entsprechend 95 bis 80% feingemahlener Glasfritte kann mit dem genannten Träger in einem Verhältnis Glasfarbe zu Träger wie 1:1 bis 6 : ι gemischt werden, um einen Glasfarbenauftrag zu erhalten, welcher durch eine Abdeckschablone hindurch auf einen silikatischen oder metallenen Gegenstand bei einer Temperatur zwischen 47 und 100° C aufgetragen werden kann. Dieser Glasfarbenauftrag verfestigt sich fast sofort nach dem Abnehmen der Abdeckschablone. Durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Glasfarbengemisches i ist es möglich, eine Anzahl unterschiedlicher Glasfarben in schneller zeitlicher Aufeinanderfolge auf einen Gegenstand aufzutragen, so daß verwickelte Vielfarbenmuster hergestellt werden können.
Die Äthylcellulose wird als .Mittel zur Erhöhung der Viskosität verwendet, um die Auftrageigenschaften zu verbessern und als Härtungsmittel für den Träger zu dienen. Die Äthylcellulose muß in einer solchen Menge vorhanden sein, daß sie 0,1 bis 10 % des Trägerstoffes ausmacht. Die Äthylcellulose kann einen Äthoxylgehalt von 45 bis 55 % und eine Viskosität von 5 bis 500 cP aufweisen.
Das hydrierte Harz, das polymerisierte Harzderivat und die Stearinsäure bilden das Lösungsmittelsystem des vorliegenden- Trägerstoffes. Diese Stoffe wirken als der Binder für das Anhaften des Emails auf der Ware vor dem Schmelzen des Emails im Brennofen.
Das Stearylphosphat bedingt das Festwerden des Trägers und verhindert das Übergehen von Kohlenstoff aus dem Träger in das geschmolzene Email während des Brennens. Außerdem verhindert es das Laufen oder Fließen des Farbenauftrages während des ersten Teiles des Brennvorganges.
Das phosphorisierte Tallöl kann nach Wunsch im Gemisch verwendet werden, um als Mittel zur Beeinflussung der Dispersion zu dienen und derart die Auftragdicke der Glasfarbenmischung auf den Gegenstand mit zu regeln. Obwohl phosphorisiertes Tallöl kein wesentlicher Bestandteil ist, kann es in einer Menge von 0,01 bis 1,5 Gewichtsprozent des Trägers zur Anwendung kommen. Die für das Zumischen zu Trägern zum Drucken oder Auftragen durch eine Abdeckschablone hindurch verwendeten Glasfarben sind an sich bekannt. Sie bestehen im allgemeinen aus 5 bis 2o°/0 anorganischer Oxyde als Pigment und entsprechend 95 bis 8o°/0 fein verteilter Glasteilchen, wobei üblicherweise Bleiborosilikatglas für die Glasteilchen verwendet wird.
Der erfindungsgemäße Glasfarbenträger dient insbesondere zur Erhöhung der Auftragsgeschwindigkeit der Glasfarben auf den jeweiligen Gegenstand vor dem Brennen desselben. Durch die Anwendung dieses . Trägers wird der Vorteil erreicht, daß die Glasfarben in dünnen, gleichmäßigen Schichten aufgetragen werden können, ohne daß beim Brennen derselben ein Zusammenlaufen der Farben auftritt. Das mit dem erfindungsgemäßen Träger versehene Gläsfarbengemisch kann als feste Kügelchen oder Teilchen vefsandt werden, welche, wenn sie geschmolzen werden, auf dem zu verzierenden Gegenstand mit gleichbleibender Viskosität haften.
Die nachfolgend angegebenen Beispiele dienen zur ins einzelne gehenden Erläuterung bevorzugter Glasfarbenträger gemäß der Erfindung. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, daß die in den Beispielen angegebenen besonderen Einzelheiten keineswegs als Beschränkung des Erfindungsgedankens aufzufassen sind. .
Beispiel I
42,6 Teile Paraffin (Schmelzpunkt 51,7 bis 54,4° C), ' 6,39 Teile Äthylcellulose (185 cP, Äthoxylgehalt 48,5 bis 50,0 0I0) und 42,5 Teile hydriertes Harz werden zusammen bei einer Temperatur zwischen 100 und 1500 C bis zur Homogenität erhitzt. Dann werden 8,51 Teile des Polymers der ungesättigten isomeren Harzsäuren in die geschmolzene Masse bei gleicher Temperatur zugerührt, bis die einzelnen Bestandteile vollkommen gelöst sind. Die Masse wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt und stellt einen Träger dar, welcher bei einer Temperatur zwischen 100 und 1500 C mit einer Glasfarbe im Verhältnis von 1 Teil Trägermasse zu 1 bis 4 Teilen Glasfarbe vermischt, werden kann, um ein Gemisch herzustellen, welches bei einer Temperatur zwischen 48,9 und ioo° C durch eine Abdeckschablone hindurch aufgetragen werden kann und sich bei Raumtemperatur verfestigt.
Beispiel II
17,85 Teile Stearinsäure, 35,71 Teile Paraffin (Schmelzpunkt 51,7 bis 54,4° C), 3,57 Teile Äthylcellulose (185 cP, Äthoxylgehalt 48,5 bis 50%) und 17,86 Teile feinkristallines Wachs (Schmelzpunkt 87,8 bis 90,6° C) werden zusammen bei einer Temperatur zwischen 100 und 150° C bis zur Homogenität erhitzt. Während die entstandene Masse auf dieser Temperatur gehalten wird, werden 17,86 Teile Carnaubawachs, das bei 86 bis 900 C erstarrt, eingerührt und das Erhitzen weitergeführt, bis die Masse wiederum homogen ist. Anschließend werden 7,15 Teile Lecithin bei dauerndem Umrühren und gleichbleibender Temperatur zugegeben. Die schnell homogen werdende Masse kann dann abkühlen und stellt einen Träger no für eine Glasfarbe gemäß Beispiel I dar.
Beispiel III
. 27,78 Teile Stearinsäure, 55,56 Teile Spermacetwachs und 5,55 Teile Äthylcellulose (185 cP, Äthoxylgehalt 48,5 bis 50%) werden gemeinsam bei einer Temperatur zwischen 100 und 1500 C erhitzt, bis die Masse homogen ist. Bei gleichbleibender Temperatur werden dann 11,11 Teile Lecithin in die Masse zugerührt. Die schnell homogen werdende Masse kann dann auf Raumtemperatur abkühlen und stellt einen Träger für eine Glasfarbe gemäß Beispiel I dar.
Beispiel IV
17,9 Teile Stearinsäure, 3,6 Teile Äthylcellulose (185 cP, Äthoxylgehalt 48,5 bis 50%) und 35,6 Teile
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feinkristallines Wachs (Schmelzpunkt 87,8 bis: 90,6° ■■ G) werden gemeinsam bei einer Temperatur zwischen 100 und 1500 C erhitzt, bis die Masse homogen ist. Dann werden bei gleichbleibender Temperatur 35,6 Teile Carnaubawachs, das bei 86 bis -90° C erstarrt und 7,3 Teile < Lecithin zugerührt. Die schnell homogen werdende Masse wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt und; kann als Träger für eine Glasfarbe gemäß BeispielT- verwendet werden. : ·■ >:>..-:■■
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:·■■ .·.■ ■:■■:.■■ Beispiel V ■ ■■ ■■■-■■>. '■
27,78 Teile Stearinsäure und 5,56 Teile Äthylcellulose (185 cP, Äthoxylgehalt 48,5 bis 5o°/0) werden gemeinsam bei einer Temperatur zwischen 100 und 150° C erhitzt, bis die Masse homogen ist: 55,55 Teile Carnaubawachs, das bei 86 bis 90° C erstarrt, und 11,11 Teile Lecithin werden dann zugefügt und die Masse bei gleichbleibender Temperatur gerührt, bis sie wiederum homogen ist. Die Mischung wird· dann auf Raumtemperatur abgekühlt und ^ kann als Träger für eine Glasfarbe gemäß Beispiel I verwendet werden.
Beispiel VI . >
■ · ■■■:■. ·· : ■ ,.- ■·■·,;■■
-15,13 Teile Stearinsäure, 15,13 Teile Spermacetwachs, 15,13 Teile Paraffin (Schmelzpunkt 51,7 bis 54,4° C) 3,11 Teile Äthylcellulose (185 cP, Äthoxylgehalt 48,5 bis 500I0) und 15,13 Teile hydriertes Harz werden bei einer Temperatur zwischen 100 und 150° C zusammen erhitzt, bei gleichbleibender Temperatur gerührt, bis die Masse homogen ist. Bei gleichbleibender Temperatur der Masse werden dann 15,13 Teile feinkristallines Wachs (Schmelzpunkt 87,8 bis 90,60C), 15,13 Teile Carnaubawachs, das bei 86 bis 900C erstarrt, und 6,11 Teile Lecithin zugefügt, während die Masse bis zur Homogenität gerührt wird. Die Masse wird dann auf Raumtemperatur abgekühlt und kann als Träger für eine Glasfarbe gemäß Beispiel I verwendet werden.
Beispiel VII
hydriertes Harz : 27,1 Teile
polymerisiertes Harzderivat 20,1 -
Stearinsäure 47,3 -
Äthylcellulose 0,5 -
Erhitzen und Umrühren dieser Bestandteile zusammen bei 120 bis 1300 C
bis zur Homogenität, dann zufügen
^0 Stearylphosphat 5,0 -
Gesamt.... 100,0 Teile
. Die Masse wird bei der angegebenen Temperatur bis zur. Homogenität gerührt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Die entstandene Masse stellt einen Träger dar, der bei einer Temperatur zwischen 47 und ioo° C mit einer Glasfarbe im Verhältnis von ι Teil dieser Masse zu 3 bis 5 Teilen Glasfarbe vermischt werden kann, um ein Gemisch zu erzeugen, welches durch eine Abdeckschablone hindurch bei einer Temperatur zwischen 47 und ioo° C aufgetragen werden kann und bei Raumtemperatur fest wird.
-. ■ ■■■· ■ -Beispiel VIII ■■■;; . ■. ■ .
hydriertes Harz ...........; 26,9 Teile
polymerisiertes Harzderivat ...,..-..,, 19,9 -
Stearinsäure .·.·.··< · · · ·'■ 46,7 ,. -,..
Äthylcellulose. '. , 0,5 . -
. Erhitzen und Umrühren dieser. Bestandteile zusammen bei 120 bis .130° C bis
zur Homogenität, dann zufügen
Stearylphosphat, 5,0, -
phosphorisiertes Tallöl................. 1,0 - -
Gesamt:.. ■.-. ...■:... 100,0 Teile
·. Die Masse wird bei der oben angegebenen Temperatur bis zur Homogenität erhitzt. Dann läßt man sie abkühlen und erhält einen Träger für eine Glasfarbe gemäß Beispiel VII. ; ■.·.■.■■·■· ■-■, ■
.-■ Die vorstehend beschriebenen Träger besitzen einen Schmelzpunkt gut oberhalb Raumtemperatur und können in geschmolzenem Zustand bei einer Temperatur zwischen 45 ■ und: ioo° C verwendet werden. Eine Glasfarbe mit etwa 10 °/0 anorganischem Pigment und etwa 90.% Glasfritte kann in einem Verhältnis von ι: ι bis 4 :: 1 Glasfarbe zu Träger vermischt werden und das derart entstandene Glasfarbengemisch auf einen zu verzierenden Gegenstand durch eine Abdeckschablone hindurch mittels eines Auftragverfahrens beispielsweise unter Verwendung ■ eines Gummispachtels od. dgl. bei einer Temperatur zwischen dem Schmelzpunkt des Trägers und etwa ioo° C aufgetragen werden. Eine weitere aus etwa 10% anorganischem Pigment und etwa 90% Glasfritte bestehende Glasfarbe kann in einem Verhältnis von 1:1 bis 6:1 Glasfarbe zu Träger vermischt werden' und das entstehende Glasfarbengemisch auf einen zu verzierenden Gegenstand durch eine Abdeckschablone hindurch mittels eines Auftragverfahrens, wie oben angegeben, aufgetragen werden. In jedem Fall verfestigt sich das Glasfarbengemisch fast sofort nach der Aufbringung auf die Oberfläche des Gegenstandes und bildet einen harten, nicht klebrigen Auftrag oder Überzug, der auf dem Gegenstand eingebrannt werden kann, um die Glasfarbe zu schmelzen und hierdurch ein festhaftendes Glasfarbenmuster herzustellen. Falls gewünscht kann auch eine Vielzahl von' Glasfarben in jeder gewünschten Zuordnung übereinanderliegend vor dem Brennvorgang aufgetragen werden.
Die in der Beschreibung und den nachfolgenden Ansprüchen bezüglich Teilen, Verhältnissen und Prozenten gemachten Angaben stellen, falls nicht ausdrücklich anders vermerkt, Gewichtsangaben dar.
Es soll nochmals darauf hingewiesen werden, daß vielfache Änderungen und Abwandlungen der oben angegebenen Einzelheiten möglich sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen, so daß die Erfindung nicht auf die angeführten Einzelheiten beschränkt ist.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    ■ ■■.-ι. Glasfarbengemisch, dadurch gekennzeichnet,
    . daß.eine Glasfarbe und ein Trägerstoff für die Glasfarbe derart zusammengesetzt sind, daß das
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    Gemisch bei Raumtemperatur fest ist, bei Temperaturen zwischen 45 bis 1000C fließen und bei Raumtemperatur wieder fest werden kann, wobei der Träger für die Glasfarbe 20 bis 98% eines Stoffes aus der Gruppe Wachs, wachsartigen Stoffen und Mischungen aus Wachs und wachs*- artigen Stoffen mit einem Schmelzpunkt zwischen 48,9 und ioo° C, 2 bis 15 °/0 Äthylcellulose, ο bis 55 °/0 eines Stoffes aus der Gruppe Harz und Harzderivaten und ο bis 20% eines Stoffes aus der Gruppe Lecithin und phosphorisiertem Tallöl enthält.
  2. 2. Glasfarbengemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasfarbenträger 60 bis 85 °/0 eines Stoffes aus der Gruppe Wachs, wachsartigen Stoffen und Mischungen aus Wachs und wachsartigen Stoffen, 3 bis 10% Äthylcellulose, 5 bis 25 % eines Stoffes aus der Gruppe Harz und Harzderivaten und 5 bis 10 °/0 eines Stoffes aus der Gruppe Lecithin ,und phosphorisiertem Tallöl enthält.
  3. 3. Glasfarbengemisch aus Glasfarbe und Träger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mengenverhältnis Glasfarbe zu Träger ι: ι bis 4 : 1 beträgt.
  4. 4. Glasfarbengemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger für die Glasfarbe 30 bis 6o°/0 Stearinsäure, 15 bis 40% hydriertes Harz, 10 bis 30% polymerisiertes Harzderivat, 0,1 bis 10% Äthylcellulose und 2 bis 7% Stearylphosphat enthält.
  5. 5. Glasfarbengemisch aus Glasfarbe und Träger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mengenverhältnis Glasfarbe zu Träger 1: 1 bis
    6: ι beträgt. . ·
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 714 454.
    © «9 658/183 10.SS

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