DEP0007897DA - Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb

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Publication number
DEP0007897DA
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DE
Germany
Prior art keywords
relay
circuit arrangement
arrangement according
connection
negative potential
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Kurt Berlin Mehlis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mix und Genest AG
Original Assignee
Mix und Genest AG
Publication date

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Description

In Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb tritt mitunter die Aufgabe auf, bestimmte Schaltvorgänge nur von hierzu berechtigten Anschlußstellen aus zu ermöglichen. Dies ist beispielsweise in Fernsprechnebenstellenanlagen der Fall, bei denen nur bevorzugte Anschlußstellen berechtigt sind, Amtsverbindungen herzustellen. Dabei kann die bevorzugte Anschlußstelle eine amtsberechtigte Nebenstelle oder ein einer Amtsleitung zugeordneter Rückfrageanschluss sein, über den Rückfrageverbindungen sowohl zu den Anschlußstellen der Nebenstellenanlage, als auch über eine zweite Amtsleitung zu anderen Amtsteilnehmern hergestellt werden können. Um nur hierzu berechtigten Anschlußstellen die bestimmten Schaltvorgänge zu ermöglichen, andere Anschlußstellen aber hiervon auszuschliessen, ist es bekannt, die Anschlußleitungen beider Arten von Anschlusstellen unterschiedlich auszubilden. Bei bekannten Anordnungen wird zu diesem Zweck zumeist ein besonderer Schaltarm der Vorwahleinrichtung benutzt, über den Schaltmittel gesteuert werden, die nur im Fall der Berechtigung der Anschlußstelle die gewünschten Schaltvorgänge ermöglichen. Bei anderen bekannten Anordnungen werden für die verschiedenen berechtigten Anschlußstellen unterschiedliche Zugänge für die von den Vorwahleinrichtungen erreichbaren Verbindungseinrichtungen zu Unterscheidungszwecken ausgenutzt, oder es werden die Anschlußstellen nach ihrer Berechtigung gruppiert und jeder Gruppe nur bestimmte Verbindungseinrichtungen zugänglich gemacht. Die Erfindung geht davon aus, dass dreiadrige Vorwahleinrichtungen vorgesehen sind, so dass ein besonderer Schaltarm zu Unterscheidungszwecken nicht zur Verfügung steht. Sie nimmt auch von einer Gruppierung der Anschlußstellen und der Anordnung mehrerer Zugänge zu den Verbindungseinrichtungen Abstand, weil sich dabei gewisse Schwierigkeiten bei späteren Änderungen der Anschlußstellen in Bezug auf ihre Berechtigung ergeben. Aufgabe der Erfindung ist es, die unterschiedliche Ausgestaltung der Anschlußleitungen verschieden berechtigter Anschlußstellen mit einem ganz geringen Aufwand an zusätzlichen Schaltmitteln durchzuführen und auch die von den Vorwahleinrichtungen erreichten Verbindungseinrichtungen in ihren wesentlichen Stromläufen unverändert zu lassen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass zur Durchführung bestimmter Schaltvorgänge in der Anschlußleitung hierzu berechtigter Anschlußstellen ein mit dem Ansprechen des Prüf- und Trennrelais beginnendes und durch die Abfallzeit des Anrufrelais begrenztes Steuerminuspotential selbsttätig an eine Sprechader angeschaltet wird, welches die belegte Verbindungseinrichtung in einer die Schaltvorgänge ermöglichenden Weise vorbereitet. Eine solche Anordnung benötigt zusätzlich in der Anschlußleitung der berechtigten Anschlußstellen nur einen Arbeitskontakt des Anrufrelais und in den von den Vorwählern erreichten Gruppenwählern ein Relais, dessen Anordnung und Funktion die Gruppenwähler nur unwesentlich ändert. Dieses Relais lässt sich zudem ohne weiteres für andere Schaltvorgänge ausnutzen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert.
Die Zeichnung zeigt links den Vorwähler VW einer amtsberechtigten Sprechstelle Nst, rechts einen Gruppenwähler GW. Über den Gruppenwähler, der auch von Vorwählern nicht amtsberechtigter Sprechstellen erreicht wird, können Haus- und Amtsverbindungen hergestellt werden. In dem gezeigten Beispiel sind die Amtsverbindungsleitungen an die erste Dekade des Gruppenwählers angeschlossen.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Hebt der Teilnehmer den Hörer der Sprechstelle ab, so spricht über Schleife das Relais R an, das in bekannter Weise den Vorwähler VW anlässt. Prüft dieser auf einen freien Gruppenwähler GW auf, so spricht im Prüfstromkreis das Prüf- und Trennrelais T des Vorwählers VW an, sperrt in üblicher Weise und schaltet die Sprechadern durch. Bevor hierdurch das verzögert abfallende Relais R seinen Anker freigibt, wird über
-, Wi 2, Wi 1, r II, t I, a-Arm, p II, cI, H (I), +
das Relais H im Gruppenwähler GW erregt. Dieses bindet sich über
Relais A war bereits im Prüfstromkreis über Wicklung III erregt worden und hatte sich nach Ansprechen des Relais C über die Schleife der Sprechstelle gehalten. Der Steuerminusstromstoß über die a-Ader ist durch Vorschaltung der Widerstände Wi 1, Wi 2 so bemessen, dass das Relais H sicher anspricht, das Differenzrelais X, das nach Ansprechen des Belegungsrelais C angeschaltet wird, aber nicht wirksam wird, wenn der Stromstoss noch anhält. Das Relais H bereitet mit Kontakt h II den abgehenden Prüfstromkries vor und überbrückt den in diesem Betriebszustand d geöffneten Dekadenkontakt sk, der erst geschlossen wird, wenn der Wähler aus die Dekade 2-0 eingestellt ist.
Betätigte der Teilnehmer nunmehr die Erdungstaste, um eine Amtsver- bindung herzustellen, so spricht das Differenzrelais X an, das sich über
+, c II, x I, X (III), -
in einem Haltestromkreis legt und mit Kontakt xII die Erde von den Wicklungen II der Relais X und A abschaltet. Nach dem Loslassen der Taste fällt daher Relais A ab, das folgender Stromkreis für den Hebmagnet H schliesst
+, a II, w, V (I + II), c III, H, -
Der Wähler wird um einen Schritt gehoben und schaltet mit Kopfkontakt kI die Erde wieder an die Wicklung II des Relais A an, so dass dieses über Schleife erneut zum Ansprechen kommt. Der Hebmagnet und das mit ihm in Reihe angesprochene Relais V fallen ab, so dass nunmehr der Drehmagnet D eingeschaltet wird, über
+, p I, k II, v I, D, -
Der Kontakt d des Drehmagneten schaltet Relais V (III) ein, das mit seinem Kontakt v I den Stromkreis des Drehmagneten D auftrennt. Durch das Wechselspiel von Drehmagnet und Relais V dreht der Wähler schrittweise in die erste Dekade ein, bis er eine freie Amtsleitung findet.
In diesem Fall spricht das Prüfrelais P an über
-, P (I + II), a III, h II, c-Arm, ...., +
und unterbricht mit Kontakt p I die weitere Fortschaltung. Kontakt p IV sperrt, während die Kontakte p II, P III die Sprechadern durchschalten.
Würde der Teilnehmer, anstatt die Erdungstaste zu drücken, die Ziffer 1 wählen, so würde zwar ein Ansprechen des Relais X unterbleiben, aber trotzdem die Auswahl einer freien Amtsleitung erfolgen, da durch das einmalige Abfallen und Wiederansprechen von Relais A der Wähler ebenfalls um einen Schritt gehoben würde. Die weiteren Vorgänge sind dann die gleichen.
Wählt der Teilnehmer eine andere Ziffer als 1, um eine Hausverbindung herzustellen, so wird der Dekadenkontakt sk geschlossen, was jedoch ohne Bedeutung ist, weil der Prüfstromkreis durch Kontakt h II ohnehin vorbereitet ist.
Nimmt man nunmehr an, dass eine nicht amtsberechtigte Sprechstelle, die nicht mit einer Erdungstaste ausgerüstet ist, den Hörer abhebt, so wird der Vorwähler angelassen, der sich auf einen freien Gruppenwähler einstellt. Da in diesem Fall der Widerstand Wi 1 und der Kontakt r II nicht vorgesehen sind, kommt kein Steuerminusstromstoss über die a-Ader zustande, so dass auch Relais H nicht ansprechen kann.
Wählt der Teilnehmer daraufhin die Ziffer 1, um eine Amtsverbindung zu erlangen, so gelangt er nicht zum Ziel, weil das Prüfrelais P beim Eindrehen des Wählers in die erste Dekade nicht ansprechen kann, da der Prüfstromkreis am Kontakt h II offen ist. Der Wähler dreht daher durch und der Teilnehmer erhält in nicht näher gezeigter Weise ein Besetztzeichen.
Wählt der Teilnehmer dagegen eine andere Ziffer als 1, um eine Hausverbindung herzustellen, so wird der Dekadenkontakt sk geschlossen. Der Prüfstromkries ist somit vorbereitet und wird beim Aufprüfen auf eine freie Leistung geschlossen.
Die Erfindung lässt sich in Nebenstellenanlagen auch dort anwenden, wo eine Rückfrage über eine zweite Amtsleitung durch Wahl der Ziffer 1 ermöglicht werden soll. In diesem Fall ist dem Rückfrageanschluss jede Amtsleitung ein Vorwähler gemäss der Zeichnung zugeordnet, also ein Vorwähler, der nach dem Aufprüfen auf einen freien Gruppenwähler kurzzeitig einen Steuerminusstromstoss über die a-Ader sendet. Es spricht daher im Gruppenwähler Relais H an, das den Prüfstromkreis für die erste Dekade vorbereitet.
Wählt der rückfragende Teilnehmer die Ziffer 1, so erhält er eine freie Amtsverbindungsleitung, über die er mit einem anderen Amtsteilnehmer Rückfrage halten kann.

Claims (6)

1) Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen mit Wählerbetrieb, insbesondere Fernsprechnebenstellenanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung bestimmter Schaltvorgänge (z.B. Herstellung von Amtsverbindungen oder Rückfrageverbindungen über eine zweite Amtsleitung) in der Anschlußleitung hierzu berechtigter Anschlußstellen ein mit dem Ansprechen des Prüf- und Trennrelais (T) beginnendes und durch die Abfallzeit des Anrufrelais (R) begrenztes Steuerminuspotential selbsttätig an eine Sprechader (a-Ader) angeschaltet wird, welches die belegte Verbindungseinrichtung (GW) in einer die Schaltvorgänge ermöglichenden Weise vorbereitet.
2) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Steuerminuspotential ein Relais (H) erregt wird, welches den abgehenden Prüfstromkreis vorbereitet.
3) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais (H) an die Sprechadern der von den Vorwählern (VW) erreichbaren Verbindungseinrichtungen angeschaltet ist und von dem in Abhängigkeit vom Stromstoßempfangsrelais (A) verzögert entsprechenden Belegungsrelais (C) der Verbindungseinrichtung von den Sprechadern abgetrennt wird.
4) Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais (H) über eine Haltewicklung (III) in Abhängigkeit vom Belegungsrelais (C) erregt gehalten wird.
5) Schaltungsanordnung nach Anspruch 2-4, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais (H) den im abgehenden Prüfstromkreis angeordneten, mit Ausnahme der Amtsdekade in allen Dekaden der Verbindungseinrichtung (GW) geschlossenen Sammelkontakt (sk) überbrückt.
6) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerminuspotential z.B. durch Vorschalten von Widerständen (Wi 1, Wi 2) so bemessen ist, dass einerseits das Relais (H) mit Sicherheit anspricht, andererseits aber ein nach Ansprechen des Belegungsrelais (C) an die Sprechadern angeschaltetes Differenzrelais (X) nicht wirksam wird.

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