DEP0007337DA - Stromlinie-Balanceruder - Google Patents
Stromlinie-BalanceruderInfo
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Description
Es sind Stromlinien-Balaceruder bekannt, die mittels geteilter Lager an einem festen Rudersteven gelagert sind und bei denen der den Rudersteven aufnehmende, auf der einen Seite des Ruders offene Hohlraum im Ruder durch eine Abdeckplatte verschlossen ist. Die beiden Lagerschalen der meist eine grössere Länge aufweisenden Lager (Längenausdehnung grösser als Durchmesser) sind dabei durch mehrere quer zur Längsrichtung des Lagers und senkrecht zur Mittellängsebene des Ruders verlaufende Schraubbolzen, z.B. deren sechs, miteinander verbunden. Jeder einzelne dieser Schraubbolzen muss dabei z.B. durch Schweisspunkte besonders gesichert werden. Die Abdeckplatte ist durch eine Vielzahl von kleinen Schrauben an dem Hauptteil des Ruders befestigt. Sowohl diese Schraubbolzen als auch die Schrauben der Abdeckplatte sind in Berührung mit dem Seewasser und neigen daher zum Festfressen, wodurch ihr Lösen erschwert wird. Da die Resultierende der auf das Ruder in gelegtem Zustand kommenden Kräfte nicht senkrecht zur Mittellängsebene desselben und zur Teilungsebene des Lagers wirkt, werden die Befestigungsbolzen ungünstig beansprucht. Man hat deshalb bisher die Kräfte, die den Lager-
deckel abzuheben bestrebt sind, und die Kräfte, die dadurch frei werden, dass die Aussenbelastung und die Stege auf der einen Seite des Ruders zur Herausnahme desselben aufgeschnitten sind und so zum Teil durch den Lagerdeckel übertragen werden, je durch zwei Bolzen weiter übertragen. Bei dieser Bauart ist ein Lösen des Ruders vom Rudersteven zur Erneuerung der Lagerflächen (z.B. Ersatz abgenutzter als Lagerflächen dienender Pockholzstäbe) oder zur Reparatur eine beschädigten Ruders äusserst umständlich und praktisch nur im Deck ausführbar. Da aber gerade bei Grundberührung usw. insbesondere in Auslandsgewässern es oft wichtig ist, sofort das Ruder nachzusehen bzw. mit Bordmitteln wieder instandzusetzen, fällt der vorstehende Mangel stark ins Gewicht und hat u.a. die Einführung dieser, sonst grosse Vorteile bietenden Ruderbauart in Schiffahrtskreisen verzögert.
Durch die Erfindung werden diese Nachteile beseitigt und es wird die Möglichkeit geschaffen, bei schwimmendem Schiff durch einen Taucher in kurzer Zeit ein solches Stromlinien-Balanceruder vom Rudersteven zu lösen und wieder anzubringen.
Erfindungsgemäss ist bei einem Stromlinien-Balanceruder, dass mittels teilbarer Lager an festem Rudersteven gelagert ist, die eine Lagerschale an der anderen durch 2 lotrechte, vorteilhaft völlig glatte Verbindungsbolzen befestigt, gegebenenfalls ausschwenkbar angelenkt.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Es stellt dar:
Fig. 1 eine Seitenansicht und teilweisen Schnitt des Unterteiles eines Stromlinien-Balanceruders nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II - II der Fig. 1,
Fig. 3 u. 4 je eine teilweise Aufsicht und einen teilweisen waagerechten Schnitt eines Lagers in zwei verschiedenen Ausführungsformen und in grösserem Masstab.
In der Zeichnung bedeuten A einen Rudersteven, 1 ein stromlinienförmiges, dem Rudersteven umgebendes Balanceruder, 2 im Innern des Ruders angeordnete, zur Versteifung dienende Stehbleche, 3 ist eine sich über die ganze Höhe des Ruders erstreckende Öffnung, die das Anbringen bzw. Abnehmen des Ruders ermöglicht. 4 ist ein mit diesen Stehblechen fest verbundener Lagerkörper, 5 ein loser Lagerdeckel.
Erfindungsgemäss ist der Lagerdeckel 5 mit dem Lagerkörper 4 durch zwei lotrechte, auf Abscherung beanspruchte Verbindungsbolzen 6, 7 verbunden. Hierfür sind die Lagerkörper und -Deckel mit entsprechenden Augen 8 bzw. 9 ausgerüstet. Die Bolzen 6 und 7 sind zweckmässig leicht konisch ausgebildet und vorteilhaft aus nicht rostendem Material hergestellt. Bei der in der Zeichnung dargestellten, besonders zweckmässigen Ausführungsform liegen die Verbindungsbolzen 6, 7, in der Ebene B - B, die in einer Entfernung a von der Mittellängsebene M - M nach der Seite der Öffnung 3 im Ruder angeordnet ist, wodurch der Zugang zu dem Bolzen im Innern dieser Öffnung erleichtert wird. Die Verbindungsbolzen werden durch ihre Schwerkraft in ihrer Lage gehalten, können aber auch durch einen einfachen Splint 10 oder eine leicht lösbare Sicherung, die auch unter Wasser leicht entfernbar ist, gesichert sein. Ein Kopf sichert den Bolzen gegen das Durch-
fallen desselben. Für das Lösen des Ruders sind zwei Möglichkeiten gegeben. Entweder es werden beide Bolzen 6 und 7 entfernt, was durch einen Taucher leicht möglich ist und nur kurze Zeit in Anspruch nimmt, oder die Anordnung ist so getroffen, dass nach Entfernung des einen Bolzens z.B. 7, der lose Lagerdeckel 5 um den anderen Bolzen 6 nach aussen geschwenkt werden kann.
Für das Nachstellen der Lager bei Verschleiss sind Zwischenlagen 11 vorgesehen, oder die Augen 8 und 9 haben Bohrungen, die sich nicht völlig decken, sodass durch die konischen Bolzen oder durch Keile ein Anzug möglich ist.
Die lotrechte Anordnung der Verbindungsbolzen gibt ferner die Möglichkeit zu folgender Weiterentwicklung:
Bei schwenkbarer Anordnung der Lagerdeckel 5 sind bei einer besonderen Ausführungsform die Bolzen der einen Seite der Lager, z.B. die Bolzen 7, mit einem im Ruder geführten lotrechten Gestänge verbunden, das bis in das Oberteil des Ruders geführt und hier mit einem Handgriff oder dergleichen versehen ist. Die Bolzen sind in diesem Teil zweckmässig etwas stärker konisch und unten abgerundet oder spitz. Bei dieser Bauart ist es ohne weiteres möglich, das Ruder bei schwimmendem Schiff ohne Taucher vom Steven zu lösen, und ein Taucher ist nur bei dem Wiederanbringen des Ruders für das Schliessen des Lagerdeckels des unteren Lagers nötig. Da das obere Lager insbesondere bei nicht voll beladenem Schiff von der Wasseroberfläche aus geschlossen werden kann und das untere Lager in diesem Fall auch nicht mehr tief unter Wasser liegt, so ist zum Schliessen desselben u.W. nicht einmal eine Taucherausrüstung erforderlich, da es sich nur um einen kurz-
zeitigen Handgriff handelt. Eine besondere Sicherung der Verbindungsbolzen ist bei dieser Bauart nicht nötig, da die Bolzen durch das schwere Gestänge an ihrem Platz gehalten werden.
Die Abdeckplatte 12 ist in diesem Fall als Schieber ausgebildet, der in Gleitführungen an dem Ruderhauptteil 2 gleitet und nach oben herausgezogen bzw. nach unten eingeschoben werden kann.
Die Öffnung 3 ist in bekannter Weise durch eine Abdeckplatte 12 abgeschlossen. Erfindungsgemäss ist diese Platte durch Wirbel oder Riegel 13 mit einigen starken Schrauben an der Beplattung des Ruders lösbar gehalten. Die Riegel sind im Gegensatz zu vielen kleinen Schrauben auch unter Wasser, z.B. durch Hammerschlag ohne weiteres lösbar, rosten dagegen andererseits unter der Einwirkung des Seewassers rasch etwas an, sodass sie nicht ungewollt sich in ihrer Lager verändern. Die Regel werden ebenfalls durch ihre Schwerkraft am Lösen verhindert.
Die erfindungsgemässe Lagerung des Ruders am Rudersteven ist geeignet, in jeder Weise die auftretenden Kräfte des Ruderdrucks auf den Rudersteven zu übertragen und dient gleichzeitig dazu, die durch die Öffnung 3 bewirkte Schwächung des Ruders auszugleichen. Dabei kann bei dieser Bauart die das Ruder schwächende Öffnung schmäler gehalten werden als bisher. Ausserdem können die Stehbleche, die das Lager mit dem übrigen Teil des Ruders verbinden, besser angeschweisst werden. Bei der Herstellung der Lagerhälften sind nur jeweils zwei Bohrungen für die Bolzen auszuführen, keine besonderen Passungen vorzunehmen und bei Anwendung konischer Bolzen zentrieren sich die Lagerteile beim Zusammenbau selbst
und ermöglichen sogar einen Anzug. Da keine festgefressenen Schrauben vorhanden sind, ist das Ruder leicht auch bei schwimmendem Schiff durch einen Taucher vom Rudersteven zu lösen und wieder anzubringen. Erfindungsgemäss werden durch die beiderseitig gleich ausgeführten Bolzen sowohl der Lagerdeckel gegen ein Abheben als auch der Ruderkörper gegen ein Aufbiegen gesichert. Die aufzunehmenden Kräfte werden auch beim Wechsel der Kraftrichtung stets durch die gleichen Querschnitte aufgenommen.
Claims (8)
1) Stromlinien-Balanceruder, das einen Rudersteven teilbar umschliesst und mit teilbaren Lagern am Rudersteven angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die die Teilung schliessenden Organe leicht lösbar und schliessbar sind.
2) Ruder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Lagerdeckel mit Lagerkörpern durch je zwei parallel zur Drehachse angeordnete Bolzen verbunden und gegebenenfalls ausschwenkbar sind.
3) Ruder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsbolzen der Lagerdeckel in einer Ebene (B - B) liegen, die in einiger Entfernung (a) von der Mittellängsebene (M - M) nach der Seite der Öffnung (3) im Ruder angeordnet ist.
4) Ruder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsbolzen (6, 7) leicht konisch sind.
5) Ruder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel, z.B. Keile oder konische Bolzen in sich nicht deckenden Öffnungen vorgesehen sind, die ein stärkeres Nachstellen des Lagers bei einer etwaigen Abnützung der Lagerflächen ermöglichen.
6) Ruder nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei ausschwenkbarem Lagerdeckel (5) die Bolzen (7) der Lager mit einem im Ruder geführten Gestänge versehen sind, das bis in den Oberteil des Ruders hochgeführt
und hier mit einem Handgriff o.dgl. ausgerüstet ist.
7) Ruder nach Anspruch 1 mit einer Abdeckplatte, welche die im Bereich des Ruderstevens angeordnete Öffnung im Ruder verschliesst, dadurch gekennzeichnet, dass diese Abdeckplatte mittels Wirbel oder weniger Riegel (13) gut zugänglich und leicht lösbar an der Beplattung des Ruders befestigt ist.
8) Ruder nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckplatte (12) als am Hauptruderteil (2) geführter Schieber ausgebildet ist.
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