DEP0007328DA - Vordermäher - Google Patents
VordermäherInfo
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Description
Vordermäher mit vor der Antriebsmaschine angeordnetem Schneidwerk sind in zwei Ausführungen bekannt, nämlich mit Halterung und Antrieb des Schneidwerkes in dessen Mitte oder als Portalmäher mit Abstützung des Schneidwerkes an den beiden Enden und seitlichem Antrieb des Messers. Bei der erstgenannten Ausführung ist der Nachteil unvermeidlich, dass das gemähte Gut, z.B. Gras, sich vor dem den Antrieb des Messers enthaltenden, sowie die Verbindung mit einem Tragarm bildenden Kopf staut und dadurch die Wirksamkeit des Messers beeinträchtigt oder völlig stört, sodass der Mäher angehalten und das Schneidwerk besonders gereinigt werden muss. Dies ist insbesondere der Fall, wenn es sich um das Mähen von Gut handelt, das zum Verfilzen neigt, wie fettes Gras oder Klee.
Beim Portalmäher wird das gewünschte einseitige Ablegen des Getreides durch die seitliche Abstützung des Schneidwerkes an beiden Enden verhindert.
Durch die Erfindung werden diese Nachteile beseitigt und die bekannten Vorteile des Seitenmähers, die insbesondere
im ungehinderten Ablegen des Mähgutes bestehen, benutzt, ohne die Nachteile des Seitenmähers in Kauf zu nehmen, die in der Schwierigkeit des Mähens zwischen Hindernissen, z.B. Bäumen oder am Hang oder auf Buckelwiesen bestehen. Auch die Notwendigkeit, dass die Maschinenbreite an einem Feld zuerst von Hand abgemäht werden muss, fällt fort.
Das Wesentliche des Erfindungsgedankens liegt darin, dass ein Schneidwerk mit einseitiger Aufhängung und mit seitlichem Antrieb vor der Antriebsmaschine angeordnet ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung mit ihren Einzelheiten an einem Einachsschlepper beispielsweise veranschaulicht. Es stellt dar:
Fig. 1 eine Aufsicht auf einen Vordermäher nach der Erfindung,
Fig. 2 denselben in Seitenansicht,
Fig. 3 eine Vorderansicht des Vordermähers,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV - IV der Fig. 1.
In der Zeichnung bedeutet 1 den Körper eines Einachsschleppers, 2 seine Antriebsmaschine, 3 seine Lenksäule und 4 seine Antriebsräder.
Erfindungsgemäss ist ein Schneidwerk mit einseitiger Aufhängung und seitlichem Antrieb vor der Antriebsmaschine 2 angeordnet. Zu diesem Zweck ist ein Arm 6 mit zwei Verbindungsmitteln, z.B. zwei Hülsen 7 und 8 an seinen beiden Enden vorgesehen. Die Drehbewegung der Antriebsmaschine wird bei
einem Einachsschlepper über ein Gangschaltungsgetriebe nach hinten geleitet, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Für den Antrieb der vorne liegenden Mähvorrichtung wird die Drehbewegung über ein Getriebe z.B. Kegelradgetriebe 9, 10 mittels einer Welle 11, in die ein Kardangelenk 12 eingeschaltet ist, wieder nach vorn geleitet. Der Arm 6 ist um diese Welle 11 bzw. eine beliebige Umhüllung oder Lagerung derselben in Richtung der Pfeile A, B schwenkbar gelagert. Die Welle 11 bzw. ihre Lagerung wird durch einen Bügel 13 am Körper 1 des Einachsschleppers in ihrer Höhenlage einstellbar gehalten.
Die andere Hülse 8 dient zur schwenkbaren Lagerung des Schneidwerkes 5. Dazu ist im Innern dieser Hülse 8 eine weitere Hülse 14 drehbar angeordnet, an der ein Seitenschuh 15 des Schneidwerkes 5 befestigt ist. Die Verbindung mit dem Schneidwerk kann auf beliebige Weise bewirkt sein. Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel dient dazu ein Lappen 16 mit Nieten 17. Ein Flansch 18 stützt sich dabei gegen die Vorderkante der Hülse 8 ab und überträgt die auf das Schneidwerk beim Fortschreiten in Richtung des Pfeiles C einwirkenden Kräfte auf den Arm 6.
Das den Antrieb nach vorn umleitende Getriebe 9, 10 ist in einem an den Körper des Einachsschleppers ansetzbaren Gehäuse 19 untergebracht, das an der Stelle des Kardangelenkes 12 ein Gelenk 20, 21 für die schwenkbare Lagerung einer die Welle 11 lagernden Hülse 22 bildet. Dadurch ist eine Einstellbarkeit des Schneidwerkes in Richtung der Pfeile D, E gesichert. Für den Antrieb des Messers 23 des Schneidwerkes 5
ist am Vorderende der Welle 11 ein Exzenter oder eine Kurbel 24, beispielsweise mit Gegengewicht 25, vorgesehen, die mittels einer Schubstange 26 auf eine Schwinge 27 wirkt. Diese ist in der Hülse 14 bei 28 gelagert und ihr Vorderarm 29 ist über ein Gelenk 30 mit dem Messer 23 des Schneidwerkes 5 verbunden. Zur Verbindung des anderen Endes der Schwinge 27 mit der Schubstange 26 dient ein Kugelgelenk 31. Dadurch kann das Schneidwerk 5 durch Verschwenken in Richtung der Pfeile F und G sich dem Gelände anpassen und für den Nichtgebrauchsfall in Richtung des Pfeiles H hochgeschwenkt werden.
32 ist ein Schwadbrett und erfindungsgemäss sind alle wesentlichen Antriebsteile für das Messer wie die Schwinge 27 und das Gelenk 30 hinter diesem Schwadbrett angeordnet.
Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel ist die Welle 11 und die sie lagernde Hülse 22 in der Mittellängsebene I-I angeordnet, selbstverständlich können diese Teile aber auch etwas ausserhalb dieser Mittellängsebene liegen.
Das Schneidwerk erstreckt sich bei dem Vordermäher nach der Erfindung vor der Antriebsmaschine vorteilhaft so, dass es auf der Antriebsseite mindestens sich über den halben Radabstand und nach der anderen Seite von der Mittellängsebene aus ungefähr um den doppelten Betrag erstreckt.
Die Bauart nach der Erfindung gestattet aber auch die Umwandlung dieses Vordermähers in einen Seitenmäher. Dazu ist es nur erforderlich, den Tragarm 6 um die Hülse 22 um 180° zu verschwenken. Das Schneidwerk und seine Teile behalten
dabei ihre gegenseitige Lage, nur sind diese Teile ungefähr um die Breite des Radabstandes nach der anderen Seite verlagert.
Die Erfindung ist natürlich nicht auf einen Einachsschlepper beschränkt, sondern die vorliegende Bauart kann auch bei einem anderen, eine Antriebsmaschine tragenden Fahrzeug Verwendung finden, wo der Antrieb für das Messer von der Antriebsmaschine abgeleitet werden kann.
Claims (6)
1) Vordermäher, insbesondere Einachsschlepper mit Vorderschneidwerk, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schneidwerk (5) mit einseitiger Aufhängung und seitlichem Antrieb vor der Antriebsmaschine (2) angeordnet ist.
2) Vordermäher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerk (5) an einem Tragarm (6) so angebracht ist, dass es mit diesem um eine zwischen den Rädern (4) des Vordermähers, zweckmässig in der Mittellängsebene (I-I) desselben liegende Achse pendeln kann.
3) Vordermäher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerk (5) von der Mittellängsebene (I-I) aus sich mit ungefähr einem Drittel seiner Länge nach der Antriebsseite und mit ungefähr zwei Dritteln der Länge nach der anderen Seite erstreckt.
4) Vordermäher nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerk (5) an dem Tragarm (6) mittels einer Hülse (14) schwenkbar gelagert ist, in welcher bekannte Antriebselemente die Drehbewegung der Antriebswelle in einer hin- und hergehende Bewegung umwandeln.
5) Vordermäher nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsschwinge (27) für das Messer (23) über ein eine Verschwenkung des Schneidwerkes (5) gestattendes Gelenk, z.B. Kugelgelenk (31) mit einer Schubstange (26) verbunden ist, die die Drehbewegung der Maschinenwelle (11) in eine hin-
und hergehende Bewegung umsetzt.
6) Vordermäher nach Anspruch 4 oder 5 mit Schwadbrett, dadurch gekennzeichnet, dass alle wesentlichen Antriebsteile für das Messer (23) z.B. die Antriebsschwinge (27) und deren Verbindungsstelle (30) mit dem Messer (23) hinter dem Schwadbrett (32) angeordnet sind.
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