DEP0006799DA - Verfahren zur Erzielung einer guten Kontaktgabe im Wählervielfachfeld von Fernmelde- insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents

Verfahren zur Erzielung einer guten Kontaktgabe im Wählervielfachfeld von Fernmelde- insbesondere Fernsprechanlagen

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Publication number
DEP0006799DA
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arms
contact points
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Inventor
Konrad München Müller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

Um beim Überfahren der festen Kontaktstellen eines Wählervielfachfeldes durch die Schleifarme, insbesondere die Sprecharme der Wähler eine gute Kontaktgabe zu gewährleisten, hat man die festen Kontaktstellen des Wählervielfachs und die Sprecharme der Wähler mit einer Auflage aus reinem Edelmetall, z.B. Silber, versehen und die Sprecharme während der Wählereinstellung von den Gegenkontakten abgehoben, um die Abnützung des Edelmetallbelages zu vermeiden. Diese Lösung erfordert aber für das Abheben und Andrücken der Kontaktarme einen besonderen Aufwand, der erspart werden kann, wenn es gelingt, einen Schleifkontakt aus Edelmetall zu schaffen, der durch das Schleifen nicht oder nicht wesentlich abgenützt wird. Dies wird gemäss der Erfindung erreicht durch Schleifarme mit einer Auflage aus Silbergraphit, wobei durch den schmierenden Graphitzusatz die Abnützung sowohl des Schleifarmkontakts, als auch der Gegenkontakte mit Silberschicht genügend klein gehalten wird.
Zu einem Wählerschleifarm gehört bekanntlich eine grosse Anzahl (zwischen 50 - 100) fester Gegenkontakte in der Kontaktbank. Da es ziemlich kostspielig ist, alle diese Kontaktstellen in der üblichen Weise z.B. durch Auflöten oder Aufschweissen mit einer Edelmetallauflage zu versehen, wird gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung für die Erzeugung einer Silberschicht ein für diese besondere Aufgabe auf anderem Gebiet z.B. bei Kollektoren für Elektromotoren bereits bekanntes Verfahren, nämlich durch die im Betrieb erfolgende dauernde Reibung von Schleifbürsten aus Silber, Silbergraphit oder gesintertem Silber eine
Silberschicht auf dem unedlen Gegenkontakt zu erzeugen, angewendet.
Die Übertragung dieser an sich bekannten Massnahmen auf die Wählertechnik bietet erhebliche Vorteile, da sie einerseits in der Fertigung das Aufbringen von Silberauflagen auf einer grossen Anzahl von Gegenkontakten erspart, andererseits die Möglichkeit bietet, bei bereits im Betrieb befindlichen Anlagen durch Verwendung von Schleifarmen mit Silber- bzw. Silbergraphitauflage nachträglich und mit geringen Kosten hochwertige Kontaktgabe in den Wählern zu erzielen. Bei diesem Verfahren wird durch Beseitigung der Fremdschichten infolge der dauernden Reibung der Schleifarmkontakte aus Silber, bzw. Silbergraphit auf den unedlen Gegenkontakten eine gute metallische Verbindung der aufgeriebenen Silberteilchen mit dem unedlen Metall erzielt, wodurch die erwünschte gute Kontaktgabe zwischen den Schleifarmen und den Gegenkontakten erreicht wird.
Eine weitere, auf dem gleichen Prinzip beruhende Möglichkeit, einen guten Kontaktschluss zwischen Wählerarm und Gegenkontakt des Wählervielfachfeldes zu erreichen, ist folgende:
Man lässt die mit einer Silbergraphitauflage versehenen Schleifarme des Wählers auf den festen Kontaktstellen aus Messing schleifen, diese erhalten aber bereits vor der Inbetriebnahme, z.B. bei der Fertigung durch Reiben der Kontaktstellen mit Silbergraphitstücken oder mit umlaufenden Scheiben aus Silbergraphit oder gesintertem Silber eine ausreichende Silberschicht. Auch dieses Verfahren hat den Vorteil, dass es auf billige Weise möglich ist, eine grosse Anzahl von Gegenkontakten mit einer ausreichenden Silberschicht zu versehen.

Claims (3)

1. Verfahren zur Erzielung einer guten Kontaktgabe zwischen den Wählerarmen und den Gegenkontakten des Wählervielfachfeldes in Fernmelde- insbesondere Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einer Auflage aus Silber, Silberlegierung, gesintertem Silber oder Silbergraphit versehenen Schleifarme des Wählers auf den aus unedlem Metall (z.B. Messing) bestehenden, festen Kontaktstellen des Wählervielfachfeldes durch das schleifende Überfahren während des Betriebes eine Silberschicht bilden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherstellung einer guten Kontaktgabe bereits vom Augenblick der Inbetriebnahme des Wählers auf den festen, aus unedlem Metall (Messing) bestehenden Kontaktstellen vor Inbetriebnahme durch vorübergehendes Arbeiten des Wählers (Überfahren der Kontaktstellen durch die Wählerarme) eine geringe Silberschicht gebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zweckmässig die beschleunigte Herstellung der Silberschicht auf den festen Gegenkontakten vor der Inbetriebnahme des Wählers anstatt durch Überfahren des mit Silbergraphit versehenen Schleifarmes durch Reiben der Kontaktstellen mit Stücken oder umlaufenden Scheiben aus Silbergraphit oder gesintertem Silber vorgenommen wird.

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