DEP0006599DA - Mehrschichtiger Papiersack - Google Patents
Mehrschichtiger PapiersackInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf mehrschichtige Papiersäcke, welche insbesondere für die Grossverpackung von Lebensmitteln und Genussmitteln bestimmt und geeignet sind. Gegenstand der Erfindung ist ein dreischichtiger aus Papierbahnen von verschiedener Beschaffenheit zusammengearbeiteter Sack. Als Grundmaterial kommt vorzugsweise ein Rohpapier in Betracht, das vorzugsweise aus Kraftzellstoff besteht.
Als besonders geeignet für die Herstellung von Papiersäcken hat sich aus Ginsterfaser hergestellter Natron-Kraft-Zellstoff erwiesen, der aus reiner schmierig vermahlener Cellulose besteht. Gerade die Ginsterfaser besitzt, wie gefunden wurde, die Eigenschaft, infolge ihres Gehalts an Hemicellulose eine Faserbindung zu gewährleisten, die die Erzeugung von Rohpapier ohne besondere Zusätze, wie Chemikalien u.dgl., gestattet, das sich durch vorzügliche Eigenschaften, insbesondere grosse Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchungen, namentlich vorzügliche Festigkeitseigenschaften auszeichnet. Die Herstellung des Rohpapiers aus Ginsterfaserstoff kann in einfachster Weise derart erfolgen, dass das Fasergut im unbemesserten Holländer so schmierig vermahlen wird, dass seine Dichte ein Papier von hoher Reissfestigkeit ergibt.
Die Papierbahn des die Füllung aufnehmenden Innensacks besteht erfindungsgemäss aus neutralem maschinenglattem Rohpapier, das vorteilhaft aus Ginsterfasern gewonnen worden ist und frei ist von störenden Zusätzen, wie Chemikalien u.dgl. Mit Vorteil wird gekrepptes Rohpapier für den Innensack verwendet. Infolge der Kreppung kann beim Einfüllen, insbesondere Einblasen von pulverigem Gut, wie Mehl, Puderzucker u.dgl. die Luft sofort wieder entweichen, sodass Lufteinschlüsse, die zu Zerstörungen, gegebenenfalls zum Bersten oder Platzen des Sackes Veranlassung geben könnten, verhütet werden. Ein weiterer Vorzug der Kreppung besteht darin, dass der Innensack sich ausdehnen und infolgedessen Druckbeanspruchungen, z.B. durch Ausdehnung des Füllguts
ausgleichen kann.
Der den Innensack hermetisch umschliessende Zwischensack hat die Aufgabe, die Füllung zuverlässig gegen äussere Einflüsse, wie z.B. das Eindringen von Feuchtigkeit, Luft (Gasen), Bakterien usw. zu schützen, andererseits aber auch das Durchtreten von Inhaltsstoffen der Füllung oder daraus sich entwickelnden Stoffen nach aussen zu verhindern. Dementsprechend ist die für den Aufbau des Innensacks zu verwendende Papierbahn mit hierfür geeigneten Stoffen, wie z.B. Wachs oder Kunstharz oder Harz, gegebenenfalls mehreren derartiger Stoffe imprägniert oder überzogen. Durch die Imprägnierung kann zugleich auch die Widerstandsfähigkeit des Zwischensacks gegen mechanische Beanspruchung erhöht werden. Je nach Art des gewählten Imprägnierungsmittels bzw. Imprägniergemisches unter Durchführung des Imprägnierverfahrens kann man die Eigenschaft des Zwischensacks in gewünschter Weise beeinflussen. Man kann ihn z.B. wasserabweisend oder völlig wasserdicht oder gasdicht machen. Man kann ihm besonders gute Reissfestigkeit und hohe Widerstandsfähigkeit gegen Druck, z.B. Innendruck, der durch Volumenvergrösserung der Füllung z.B. infolge von Reibung, Warmlagerung oder Zersetzung des Füllguts entstehen kann, verleihen. Zu alldem wirkt der imprägnierte Zwischensack auch noch als Wärmeisolator. Die Imprägnierung der zum Aufbau des Zwischensacks dienenden Rohpapierbahn kann nach üblichen Methoden, z.B. mit Hilfe eines sog. Maschinentauchwerks erfolgen. Die Imprägnierung mit Wachs oder geeigneten Kunstharzen kann z.B. in der Weise durchgeführt werden, dass das von der Maschine kommende Rohpapier durch das Tauchwerk, d.i. eine Mulde, in der sich die Imprägniermasse bzw. Auftragmasse befindet, mit Hilfe einer Tauchwalze geführt wird. Die Warmhaltung bzw. Flüssigkeitshaltung der Imprägniermasse erfolgt dabei durch eine geeignete Heizvorrichtung, z.B. eine in dem Tauchwerk vorgesehene Heizschlange. Um dem Zwischensack die vorstehend erwähnten gewünschten Eigenschaften zu verleihen, kann man gegebenenfalls auch so vorgehen, dass man die zum Aufbau derselben dienende Rohpapierbahn mit geeigneten Überzügen versieht. Dies kann z.B. durch Aufkaschieren von Kunststoffolie mit gewünschten Eigenschaften geschehen.
Auch die zum Aufbau des Aussensacks dienende Roh-
papierbahn wird so vorbereitet, dass der Aussensack den Beanspruchungen, denen er üblicherweise unterworfen ist, vollauf genügt; er muss insbesondere gute Festigkeitseigenschaften mit Feuchtigkeitsbeständigkeit vereinbaren. Diese Zwecke können durch Imprägnierung bzw. Überziehen der Papierbahn mit billigeren wasserabweisenden Stoffen, wie z.B. Calciumalginat, Aluminiumacetat oder Kunststoffdispersionen erreicht werden. Durch diese Imprägnierung kann man die Poren des Aussensacks derart füllen und verschliessen, dass der Sack feuchtigkeitsbeständig ist und unerwünschtes Eindringen der Atmosphärilien verhütet. Je nach Wahl der Imprägnierungsmittel bzw. Imprägniergemische, Durchführung des Imprägniervorgangs usw. kann man der Papierbahn bzw. dem Aussensack noch andere wertvolle Eigenschaften z.B. mit bezug auf Festigkeit (Reissfestigkeit), Zähigkeit, Weichheit, Griffigkeit bzw. verleihen. Auch hier kann man gegebenenfalls die Eigenschaften der angewendeten Rohpapierbahn durch Aufbringen geeigneter Deckschichten, z.B. durch Kaschieren mit Kunststoffolie, vorzugsweise Kunstharzfolie mit passenden Eigenschaften verbessern.
Die Hauptaufgabe erfüllt bei dem Erfindungsgegenstand der mittlere Sack, der einerseits das Eindringen von Feuchtigkeit von Luft oder anderen Gasen in den Innensack und von hier aus in das Füllgut verhindert, während er andererseits die auf den Innensack wirkenden Beanspruchungen, wie Druck u.dgl. übernimmt und hierdurch den Innensack verstärkt und schützt. Der Innensack erfüllt die Aufgabe, schädliche Beeinflussung des Füllguts durch Abgabe von Chemikalien oder Geruchs- oder Geschmacksstoffen an dieses zu verhüten, ein glattes Einfüllen, insbesondere Einblasen des Füllguts unter störungsfreiem Abgang gleichzeitig eingeführter Luft zu gewährleisten und Druckbeanspruchungen, z.B. infolge Volumenvergrösserung des Füllguts infolge der Kreppung nachgeben zu können. Der Aussensack erfüllt die Aufgabe, das Eindringen von Feuchtigkeit, von Luft und anderen Gasen nach Möglichkeit zu verhüten und hierdurch einen Teil der Aufgabe des Zwischensacks zu übernehmen und den beim Füllen, Transportieren und Lagern einwirkenden mechanischen Beanspruchungen standzuhalten. Bei Verletzung des Aussensacks ist der imprägnierte Zwischensack in der Lage, die Aufgabe des Aussensacks weitgehend zu übernehmen und insbesondere die Füllung gegen ungünstige Einflüsse, wie Feuchtigkeit, Atmosphärilien usw. zu schützen.
Die Säcke gemäss Erfindung sind in erster Linie für die Grossverpackung von Lebensmittel und Genussmitteln bestimmt; sie eignen sich aber auch für andere Zwecke, wie z.B. für die Verpackung von Chemikalien u.dgl. Der Papiersack gemäss Erfindung bietet eine Reihe von Vorteilen. Das verpackte Gut ist gegen das Eindringen von Feuchtigkeit, Gasen, z.B. von Luft, Sauerstoff, insbesondere auch übel riechenden Gasen, Bakterien usw. auch bei längerer Lagerung zuverlässig geschützt, wodurch das Gut vor Verderb oder Verschlechterung seiner Eigenschaften bewahrt wird. Störungen beim Einfüllen, insbesondere Einblasen und Schäden durch Zerreissen oder Platzen der Säcke sind praktisch ausgeschlossen.
Claims (6)
1.) Mehrschichtiger aus drei Lagen bestehender Papiersack, dadurch gekennzeichnet, dass der Innensack aus maschinenglattem Rohpapier besteht, das frei ist von störenden Inhaltsstoffen, wie Chemikalien u.dgl., und vorteilhaft gekreppt ist und der ebenfalls aus Rohpapier bestehende Zwischensack und Aussensack durch Imprägnierung oder Aufbringen von Schutzschichten verstärkt und verdichtet, insbesondere wasserabweisend oder wasserfest gemacht ist.
2.) Papiersack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der den Innensack hermetisch umschliessende Zwischensack aus Rohpapier besteht, das mit einer Imprägnierung oder einem Auftrag von wasserabweisenden Stoffen, wie Wachs, Harz, Kunstharz oder derartigen Stoffgemischen imprägniert oder überzogen, gegebenenfalls mit einer Kaschierung versehen ist.
3.) Papiersack nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussensack aus Rohpapier besteht, das mit wasserabweisenden Stoffen, wie Calciumalginat, Aluminiumacetat, Kunststoffdispersionen oder Gemischen von Stoffen der genannten Art imprägniert oder überzogen, gegebenenfalls mit einer wasserabweisenden Kaschierung versehen ist.
4.) Papiersack nach Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Aufbau des Sackes dienenden Papierbahnen aus vorzugsweise aus Ginsterfasern hergestelltem Natron-Kraft-Zellstoff bestehen.
5.) Papiersack nach Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Aufbau des Sackes dienenden Papierbahnen aus Ginsterfaserstoff gewonnen sind, der z.B. im unbemesserten Holländer so schmierig vermahlen ist, dass seine Dichte ein Papier von hoher Reissfestigkeit ergibt.
6.) Papiersack nach Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass der Innensack aus neutralem maschinenglattem, vorzugsweise gekrepptem Rohpapier besteht, das aus Ginsterfaserstoff gemäss Anspruch 5 ohne Chemikalienzusatz gewonnen worden ist.
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