DEP0006541DA - Verfahren zur Herstellung von Xanthogensäuredisulfiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Xanthogensäuredisulfiden

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DEP0006541DA
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DE
Germany
Prior art keywords
production
xanthogenic acid
disulfides
xanthate
disulfide
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Wilhelm Dr. Klein
Philipp Dr. Orth
Heinz Dr. Wollthan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
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Description

Xanthogensäuredisulfide lassen sich z.B. in der Weise herstellen, dass man zunächst aus einem Alkalialkoholat und Schwefelkohlenstoff ein Xanthogenat herstellt, das nach der Aufarbeitung und Reinigung sodann in das entsprechende Xanthogensäuredisulfid übergeführt wird. Die hierbei eintretenden Umsetzungen lassen sich durch die folgenden Gleichungen wiedergeben:
R = ein Alkyl- oder Cycloalkylrest
Me = ein Alkalimetall
Als Nebenprodukte dieser Umsetzungen wurden u.a. Thionthiolcarbonate, Thioncarbonate, Carbonate, Sulfhydrate und Trithiocarbonate ermittelt. Zur Herstellung der Xanthogenate verwendete man in der Technik bisher vorzugsweise Kaliumhydroxyd, weil dieses erfahrungsgemäss reinere Xanthogenate und damit auch reinere Xanthogensäuredisulfide als das an sich wohlfeilere Natriumhydroxyd liefert. Man wendete ferner die Aetzkalien meist in wasserfreier Form an, weil bei Verwendung wässriger Alkalien leicht unerwünschte Nebenreaktionen eintreten können, doch bringt die Verwendung fester Aetzalkalien den Missstand mit sich, dass ausserordentlich schwer bearbeitbare Massen entstehen, zu deren Durchmischung grosse Kräfte erforderlich sind.
Es wurde nun gefunden, dass man überraschenderweise Xanthogensäuresulfide in vorzüglicher Ausbeute und grosser Reinheit durch Umsetzung von Alkalialkoholaten mit Schwefelkohlenstoff und Oxydation des entstandenen Xanthogenats erhalten kann, wenn man das durch Umsetzung der Alkoholate mit Schwefelkohlenstoff entstandene Xanthogenat in wässriger Lösung ohne es zu isolieren zum Disulfid oxydiert.
Zur Durchführung des Verfahrens geeignete Alkohole sind z.B. Methyl-, Aethyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Amyl-, Hexylalkohol, ferner Cyclohexanol, Cyclohexylmethylalkohol usw. Die Alkohole können primäre, sekundäre oder tertiäre sein. Die Alkalihydroxyde werden vorteilhaft in Form ihrer etwa 50% Aetzalkalie enthaltenden wässrigen Lösungen angewandt, doch kann man auch mit verdünnteren bzw. konzentrierteren Alkalilaugen arbeiten. Um eine leichtere Bearbeitung der zähflüssigen Masse zu ermöglichen, empfiehlt es sich, den Schwefelkohlenstoff in verdünnter Form anzu- wenden, z.B. in Verdünnung mit Petroläther, Benzolkohlenwasserstoffen, halogenierten Kohlenwasserstoffen, wie Tetrachlorkohlenstoff usw. Bei geeigneten Verdünnungen gelingt es so, die Umsetzung zum Xanthogenat sogar in Rührkesseln, statt wie üblich in Knetern, durchzuführen. Nach beendeter Umsetzung zum Xanthogenat verdünnt man erforderlichenfalls noch mit Wasser, wobei man das gegebenenfalls verwendete organische Verdünnungsmittel in geeigneter Weise, z.B. über einem Schneidekasten, abtrennt. Die wässrige Xanthogenatlösung wird sodann mit der erforderlichen Menge eines Oxydationsmittels, wie Wasserstoffsuperoxyd, Alkalipersulfat, Natriumhypochlorit usw., versetzt, worauf die Oxydation zum Xanthogensäuredisulfid erfolgt. Man trennt die in fester bzw. flüssiger Form ausgeschiedenen, wasserunlöslichen Disulfide von der Mutterlauge in geeigneter Weise ab, wäscht sodann neutral und gewinnt die Disulfide in vorzüglicher Reinheit und sehr guter Ausbeute. Die erhaltenen Xanthogensäuredisulfide können z.B. als Polymerisationsregler Verwendung finden.
Beispiel:
Man lässt im Rührkessel zu 150 kg n-Butanol 180 kg etwa 50%ige Natronlauge binnen 10 Minuten zufliessen und rührt 3 - 4 Stunden lang weiter. Man kühlt sodann den Ansatz auf 5 bis 10° ab, lässt eine Mischung aus 230 kg Schwefelkohlenstoff, 150 kg Benzol und 50 kg Toluol innerhalb von etwa 100 Minuten zulaufen, wobei die Temperatur nicht über 10° steigen darf, und rührt sodann noch über Nacht weiter. Darauf wird das gleiche Volumen Wasser zugesetzt, worauf nach dem Abziehen der Kohlenwasserstoffschicht die wässrige Schicht durch Zugabe von Eis auf etwa 10° abgekühlt wird. Man trägt 270 kg Natriumpersulfat unter Rühren und Aufrechterhaltung der Temperatur von 10° langsam ein. Das in vorzüglicher Ausbeute entstandene Dibutylxanthogensäuredisulfid scheidet sich als wasserunlösliches Oel ab, das nach der Abtrennung des Wassers noch mit Wasser ausgewaschen wird.
Verwendet man an Stelle von Butanol in vorstehendem Beispiel 92 kg Aethanol oder 64 kg Methanol, so entstehen die entsprechenden Diäthyl- bzw. Dimethylxantogensäuredisulfide.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Xanthogensäuredisulfiden durch Umsetzung von Alkalialkoholaten mit Schwefelkohlenstoff und Oxydation des entstandenen Xanthogenats, dadurch gekennzeichnet, dass man das durch Umsetzung von Alkoholaten mit Schwefelkohlenstoff entstandene Xanthogenat in wässriger Lösung, ohne es zu isolieren, zum Disulfid oxydiert.

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