DEP0004073DA - Rüttelvorrichtung zur Herstellung von Teilen aus Beton o. dgl. - Google Patents
Rüttelvorrichtung zur Herstellung von Teilen aus Beton o. dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rüttelvorrichtung zur Herstellung von Teilen aus Beton o.dgl., also sowohl Rütteltische, auf welchen die Formkästen aufgespannt werden, als auch Oberflächenverdichter, die von oben auf die unter ihnen angeordneten Formen wirken. Bei allen diesen Rüttelvorrichtungen muß nun je nach der Art der Mischung des Betons o.dgl., d.h. also je nach Korngröße oder/und Feuchtigkeitsgehalt, oder verschiedener Größe und damit verschiedenen Gewicht des Formkastens auf Rütteltischen die Schwingbreite (Amplitude) und damit die Schlagkraft der Rüttelung bei gleichbleibender Frequenz veränderlich sein.
Für die Veränderung der Schwingbreite können verschiedene Mittel benutzt werden, z.B. kann der Hebelarm der Unwucht verstellbar ausgebildet werden. Praktische Bedeutung können jedoch nur solche Vorschläge gewinnen, bei denen die Veränderung ohne weiteres mit einem Handgriff durchgeführt werden kann, weil sie andernfalls unterbleibt. Deshalb schlägt die Erfindung vor, daß die Schwingbreite der Rüttelung durch Veränderbarkeit des Gewichtes der Unwucht verstellbar ist. Dabei kann man nämlich die Unwucht in mehrere, insbesondere zwei, Gewichte aufteilen, die gegeneinander verdrehbar sind. Die Momente der beiden Unwuchten sind zweckmäßig gleich, sodaß sie sich gegenseitig aufheben können, womit man die Schwingbreite der Rüttelung bis auf Null verstellen kann. Eine besonders einfache Ausführungsform ergibt sich, wenn das eine Gewicht auf einer zur Drehachse koaxialen Büchse angeordnet und außerhalb der Vorrichtungsverschalung gegenüber dem auf der Drehachse angeordneten anderen Gewicht verdrehbar ist und beide über eine Klauenkupplung miteinander verriegelbar sind. Die Verstellung ist anhand eienr Skala bestimmbar.
In Weiterbildung des Erfindungsgedankens wird vorgeschlagen, daß die Veränderung der Schwingbreite der Rüttelung während des Betriebes vorgenommen wird. Dadurch läßt sich die für die günstigste Rüttelwirkung jeweils geeignete richtige Schwingbreite besonders schnell genau einstellen, weil das Optimum an der Oberflächenbeschaffenheit der zu rüttelnden Formmasse bei kurzfristiger Veränderung dem Beobachtungsvermögen des Menschen besonders klar unterscheidbar wird.
Wenn die Schwingbreite der Rüttelung während des Betriebes bis auf Null verstellbar ist, so kann man insbesondere zur Erleichterung der Massenherstellung auf Rütteltischen an ihnen gehaltene aufklappbare Formträger verwenden, die man nach Fertigrüttelung bei Verstellung der Schwingbreite bis auf Null ohne Abschaltung des Rüttelantriebs und damit ohne Durchlaufen ungünstiger niederer Frequenzen und ohne Zeitverlust aufklappen kann, ohne Gefahr zu laufen, daß sich die fertig gerüttelte Form verläuft, sodaß man die Formteile anheben kann. Ferner kann man damit allgemein, sofern man eine Rüttelvorrichtung so betreibt, daß vor dem Ein- oder/und Ausschalten des Rüttelantriebes die Schwingbreite der Rüttelung auf Null verstellt wird, die Stromaufnahme für den Rüttelantrieb, die beim Einschalten des Antriebs am größten ist, wegen Wegfalls jeglicher Rüttelleistung hierbei erheblich herabsetzen und somit mit einem schwächeren Motor auskommen und beim Abschalten des Antriebs das Durchlaufen niederer, für die Verdichtung insbesondere die Oberflächenbeschaffenheit ungünstiger Frequenzen vermeiden. Das Verdrehen der geteilten Unwuchtgewichte gegeneinander während des Betriebes kann z.B. über ein Planetengetriebe von außen vorgenommen werden. Besonders einfach ist das Verdrehen über eine Kurve, z.B. ein steiles Gewinde, durch axiales Verstellen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind aus der zwei Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung zu ersehen. Es zeigen
Abb. 1 einen Längsschnitt,
Abb. 2 u. 3 einen Querschnitt mit zwei verschiedenen Lagen der Unwuchtgewichte,
Abb. 4 eine andere Ausführungsform für Verstellung nur in Ruhelage.
Von einem Motor wird über einen Keilriemen 1, Riemenscheibe 2 die Hohlwelle 3 und damit das Rohr 4 mit dem einen Unwuchtgewicht 5 angetrieben. Mit dem Rohr 4 ist eine Hohlwelle 6 verbunden. Diese greift mit einen steilen Innengewinde 7 in ein entsprechendes Gegengewinde der in den Hohlwellen 6 und 3 angeordneten Welle 8 mit dem anderen Unwuchtgewicht 9 ein. Die Welle 8 ist über Axial-Wälzlager 10, Hülse 11, Schraubspindel 12 mit der Handkurbel 13 in ihrer axialen Lage gegenüber der Hohlwelle 4 verstellbar und mittels der Gegenmutter 14 festlegbar.
Durch die axiale an Hand der Skala 15 kontrollierbare Verstellung lassen sich die beiden Gewichte 5 und 9 aus der in Abb. 1 dargestellten gleichen Winkellage mit der stärksten Schwingbreite über eine in Abb. 3 dargestellte Zwischenstellung in die in Abb. 2 dargestellte Nullage gegenseitig verdrehen, wobei die Momente beider Unwuchtteile gleich sind.
In Abb. 4 sitzt koaxial zu der von dem Keilriemen 1 über Riemenscheibe 2 angetriebenen, das eine Gewicht 9 tragenden Welle 8, die Büchse 3 mit dem anderen Gewicht 5. Ein von der Welle 8 mitdrehbares Handrad 13 ist entgegen der Kraft einer Feder 18 axial verschiebbar, sodaß seine Kupplungszähne 17 aus den entsprechenden Zähnen der Büchse 3 herausziehbar sind, wobei dann durch Drehen des Handrades 13 das Gewicht 9 gegenüber dem Gewicht 5 verstellbar ist. Die Büchse 3 wird dabei durch Festhalten der Scheibe 3' am Mitdrehen gehindert, wofür die Verschalung 19 eine Öffnung 20 besitzt.
Claims (6)
1) Rüttelvorrichtung zur Herstellung von Teilen aus Beton o.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingbreite der Rüttelung durch Veränderbarkeit des Gewichts der Unwucht verstellbar ist, indem z.B. das Gewicht der Unwucht geteilt ist und das Verstellen durch Drehen der geteilten Gewichte (5, 9) erfolgt.
2) Rüttelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Gewicht (5) auf einer zur Drehachse (8) koaxialen Büchse (3) angeordnet und außerhalb der Vorrichtungsverschalung (19) gegenüber dem auf der Drehachse (8) angeordneten anderen Gewicht (9) verdrehbar ist und beide über eine Klauenkupplung (17) miteinander verriegelbar sind.
3) Rüttelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung an Hand einer Skala (15) bestimmbar ist.
4) Rüttelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Momente der beiden Unwuchten (5, 9) gleich sind, sodaß die Schwingbreite der Rüttelung bis auf Null verstellbar ist.
5) Rüttelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Veränderung während des Betriebes verstellbar ist, indem z.B. das Verdrehen über eine Kurve, z.B. ein steiles Gewinde (7), durch axiales Verstellen erfolgt.
6) Verfahren zum Betrieb einer Rüttelvorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Ein- oder/und Ausschalten des Rüttelantriebes die Schwingbreite der Rüttelung auf Null verstellt wird.
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