DEP0003902BA - Verfahren zum Verlegen von Fußbodenplatten - Google Patents
Verfahren zum Verlegen von FußbodenplattenInfo
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Description
Hexmann Basler, München
B 3604 - .19. August 1949
Handelsübliche Faßbodenplatten,· insbesondere solche aus Holzfasermaterial, Kunstholz oder dergleichen, werden in der Regel
nicht völlig plan geliefert, sondern weisen-Verwerfungen verschiedenster Art auf. Selbst in den Fällen, wo es gelingt, die-Platten
plan zu erzeugen, treten während des Lagerns und beim Itanspost meistens Verwerfungen auf. Wo es gelingt, unter Anwendung
verschiedenartigster Hilfsmixtel diese Verwerfungen vor dem Verlegen zu beseitigen und die Platten wieder plan zu bekommen,
ergeben sich häufig bei" der Verlegung selbst wiederum, die gleichen Schwierigkeiten wie bei Platten mit Verwerfungen. Dies
ist vor allein^ darauf zurückzuführen, daß einerseits der Unter- oder Zwischenboden (Estrich, Beton usw.) niemals völlig eben
ist, andererseits die zur Verwendung gelangenden' Klebstoffe nicht ausreichen, um bei üblicher Beschwerung der Platten diese zum
dauerhaften Verband mit dem Unter- bzw. Zwischenboden zu bringen.
Biesen Nachteilen^ will die Erfindung dadurch begegnen, daß die Platten vor dem Verlegen einem Krummeffekt unterworfen werden
mit derartiger Tölbung der !Platten, daß^ die Unterseite der Platten auf dem Unter- oder' Zwischenboden mit ihren Ecken, gegebenenfalls
mit gegenüber lißgenden Kanten aufliegt, wobei während des Verlegens vorzugsweise in der Plattenmitte die Wölbung wieder
eingedrückt wird. Es sollen also,gemäß der Erfindung plane Fuß— bodenplatten und solche mit Verwerfungen" derart vorbehandelt
werden, daß eine Krümmung der Platten in vorgeschriebenem Umfang und in gewollter Eichtun c; erfolgt. Der erfindüngsgemäße Frummeffekftbesteht
darin, daß der Platte eine bogenförmige oder schalenförmige 7ölbung zuteil wird, wodurch die Platte entweder mit
zv/ei gegenüberliegenden Kanten oder aber mit ihren vier Ecken auf dem Unterboden aufliegt.
BIaIt 2
Man erzielt diesen Erummeffekt durch verschiedenartige Behandlung der Ober- und Unterseite, beispielsweise durch Anfeuchten.
Torzugsweise wird der Krummeffekt durch Erzeugung unterschied— licher Spannungen im oberen und unteren Plattenteil erzielt,
-wobei die Spannungen mittels Hygrometer und Eichkurve je nach dem zur Verwendung kommenden Plattenmaterial gesteuert werden
können. Bei der Trocknung entsteht dann die ge?/ünschte Spannung in der vorgesehenen Richtung.
\ —
Es ist zweckmäßig, /die dem Erummeffekt entgegengerichtete Iruokemwirkun^ durch Yerschrauben, Vernageln oder dergleichen der
Plcittenmitte auf den Unter- oder Zwischenboden- zu erzeugen, "^e nn auf die mal zwei gegenüber liegenden Kanten oder mit den vier
Ecken aufliegenden Platten möglichst in der Kitte ein Druc'r ausgeübt
wird, dann,-liegt die lutte sabt auf dem Unterboden bzw. auf den zwischen Platte und Unterboden eingebrachten Klebstoff auf.
Die satxe Auflage des Mittelpunkts hat zur Folge, daß nicht mehr nur zwei gegenüber liegende Eanten oder gar nur die vier Ecken
aufliegen, sondern daß vorn Mittelpunkt ausgehend eine Druckverteilung, erfolgt, auf der sämtliche vier Earixen und darüber
hinaus ein großer Teil der zwischen den Außenkanten und dem unxer Druck stehenden Mittelpunkt befindlichen Flachen satt aufliegt
und beim Trocknen des Klebstoffs in dieser Lage verbleibt.: Selbstverständlich kann man außer im Mittelpunkt bei größeren
Plattenflachen auch noch zwischen dem Mittelpunkt und den Außenkanten befindliche Punkte unter Druck setzen.
G-runflsatzlich konnte die den Krummeffekt entgegengerichtete Druckeinwirkung durch Gewichte erfolgen. Es empfiehlt sich
indessen, die betreffenden Tunkte mit dem Unterboden zu verechrauben oder zu vernageln, '"obei sich das Vernageln besonders
einfajh gestalbet. Ins Nadeln bietet den zusatzlichen Vorteil, Unebenheiten des Unterbodens, die sich*, vor allem bei
Estrich niemals vermeiden lassen, auszuf illen, indem die ^\xB-bodenplatte
in die vorhandenen T;rertiefungen_praktisch hinein genagelt wird.
riatt 3
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung eines Vierkantnagels mit pyramidenstumpfartigem Eopf, wobei der Nagelschaft mit
vorzugsweise harpunenartigen "iiderhaken versehen ist. Solche aus gehärtetem Stahl bestehende Ankernägel lassen sich mühelos1
sogar in Beton eintreiben. 3eim Veirnageln-äluf Holz setzt sich das Holz nach dem Durchtreiben des Nagels hinter die
Widerhaken. Be im'Vernageln auf Beton'setzen sich Beton-krümel hinter die Tiderhaken und verankern damit den Nagel an den
beim Eintreiben des Nagels aufgerauhten Wandungen des Nagelloches. Es emphiehlt sich, den Nagel in die Platte zu versenken.
Das entstehende Loch braucht nicht, verkittet zu werden, ,sondern setzt sich alsbald mit Schleif staub und dergleichen zu.
Selbstverständlich.kann man auch runde Nagel verwenden, doch _ sind mehrkantige Nägel besser gegen Verdrehen gesichert..
^eitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus nachstehender Beschreibung der in der Zeichnung schematisch
dargestellten Ausführungsweise:
Pig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem aus
Fußbodenplatten zusammengesetzten Fußboden,
- Fig. 2 zeigt eine einzelne mit Erummeffekt versehene Fußbodenplatte,
Fig. 3 zeigt eine einzelne Fußbodenplatte mit Nagel- , schema, «-
Fig. 4 zeigt die Anordnung des Nagels im Querschnitt 'eines Fußbodenplattenteils und eines zugehörigen
Unterbcrdenteils,
Fig. 5 zeigt in schaubildlicher Ansicht einen Fußbodenplattenna-gel,
Fig. 6 zeigt das Vernageln einer Fußbodenplatte auf _ unebenem Uhterboden.
Eine Anzahl rechteckiger oder quadratischer Fußbodenplatten a sind auf einem Unterboden c zu verlegen. Die Platten a bestehen
aus Holzfasermaterial, aus Holzspänen, aus einem Gemisch
Blatt A
■beider, aus Kunststoff oder 4gi., vorzugsweise mit gehirteter Oberfläche. Der Unterboden c besteht im allgemeinen aus
Estrichibder Beton- es sind aber auch Zwischen- oder Blindböden aus Holz denkbar. Vor dem Verlegen erhalten die Platten gemäß
der Erfindung einen Krummeffekt der Art, daß die Platten entweder mit zwei gegenüber liegenden-Kanten b oder^mit den
vier gegenüber liegenden Ecken b' auf dem Unterboden bzw. auf der Klebst offschicht aufliegen. Die Platten werden mit
dem jeweils gewünschten Krummeffekt auf der Bauä-telle angeliefert, weil die genaue Steuerung des Krumme ff e let s von den
ursprünglichen Verwerfungen der Platten und von dem jeweiligen ■.Plattenmaterial abhängig ist und infolge dessen einer genauen
"Überwachung bedarf.
In Figur 1 ist die links vorn befindliche Platte a dargestellt, wie sie auf den gegenüber liegenden Kanten b aufliegt. Die sich
nach rechts anschließende Platte a ist bereits fertig verlegt. Die vorher vorhanden gewesene bogenförmige Yfölbung ist mit - -"
strichpunktierten Linien angedeutet. In Figur 2 ist eine Platte a1 erkennbar mix gg-arfiger Wölbung, so daß die Platte
auf den vier Ecken b' gewissermaßen wie auf Fißen ruht, bis gemäß der weiteren Erfindung der dem Krummeffekt entgegengesetzte
Brück durcn Eintreiben eines Nagels d ausgeübt und damit die entstandene Wölbung wieder eingedrückt wird. Figur
3 zeigt in vergrößertem-Maßstab eine der in. Figur 1 verlegten Platten a, wobei wiederum strichpunktiert die ursprüngliche
Wölbung angedeutet ist. In der Mitte ist ein Nagel d eingetrieben worden. Der-Mittelpunkt liegt infolgedessen satt auf
dem Untexboden bzw. auf der Klebst offschicht auf, was zur Folge hat, daß samtliche viei at^T^änten ebenfalls infolge
der entstehenden Druckverteilung satt auf die Klebstoff schicht aufgepreßt werden und in dieser Lage .verbleiben, ohne daß
besondere Beschwerungs^ewichte benötigt werden. Da ein beträchtlicher Teil der im allgemeinen zur Anwendung gelangenden
bitumenhaltigen Klebstoffe nichi nur mehrere Tage, sondern mehrere kochen zum völligen Aushärten benötigt, ist es von
besonderer Bedeutung, daß die durch Vernageln erzielte, dem Krummeffekt entgegen gerichtete Druckeinwirkung eine s
nicht nachlassende ist.
Blatt 5
•*7ie Figur 3 weiter ernennen laßt, entstehen- dur^h das Vernageln des xlattenmittelpunkts vier Plattenfelder 1, 2,3 "und 4,
die düi ii gestrichelte Linien voneinander getrennt sind. Bei großer räumlicher Ausdehnung der einzelnen Fußbodenplatten
empfiehlt- es siclis den Ilittelpunkt dfer entstehenden Plattenfelder
ebenfalls mittels eines Nagels d unter entsprechenden Druck zu.setzen. Der Hagel d besitzt'einen pyramidenstumpfarti»
gen Fopf d"', wobei die Höhe des Pyramid en stumpfes etwa 50 bis 75^ der jeweiligen Ilattenstärke entsprechen sollte, ehe_der
Pyramiden stumpf - in den schlankeii iTagelschaft übergeht. Der Nagelschaft
selbst läuft·-in eine feine ,Spitze aus, die mit harpunenartigen Widerhaken e versehen ist. Der nadela,rtige Schaft
ermöglicht es,- den Nagel auch bei Unterböden aus Beton zu verwenden, während die Widerhaken e dafür sorgen, daß der Nagel
ohne locker zu v/erden in seiner Endlage verharrt. Der keilförmige Anzug des pyramid en stumpfart ige1 η Eopfes d sorgt dafür,
daß die erforderliche Druckeinwirkung auf die Platte a zustande kommt. Der Nagel d wird in der Plaste a versenkt angeordnet,
und zwar zweckmäßig um 2^ bis 50$ der Plattenstarke. Die länge einex Basiskante des Nagelkopfes d1 sollte zwischen 40 und 60<?o
der Plattenstärke liegen. '--
S—BB-Tgfr' —SB5-J— axä-w Die Gesamtlänge des Nagels sollte
etwa das 6- bis 10-fache der Plattenstarke sein.
Yenn der Unter- oder Zwischenboden c Unebenheiten aufweist, beispielsweise eine Vertiefung f, dann kann man das erfindungsgemäße
Verfahren dazu benutzen, um mittels des Nagels d den betreffenden Teil der Platte a sozusagen in die Vertiefung
f hinein zu ziehen, damit zwischen Plattenunterseite und Unterbodenoberfläche keinerlei Hohlraum bleibt, der dazur führen
würde, daß der Bodenbelag federnde Stellen aufweisen könnte. In Figur 6 ist diese Ausführungsform schematisch veranschau-"
licht.
I/E3/E Patentansprüche
Claims (1)
- ΙΙΙ&ύ&βΙιβιιMtas©G si® Vsvte.TSiSite ü,@r Satte ai'ä I.kren(b) "fees-;·o alt' il^as Ißlssa, {hq ) »ates? Mfr«'latar- -cyder Bwisök-s^bsdei'i {§)attor SügÄ" (0 Ia -dar Ä@tt@ (®ϊ ®s #^» 36f'. MUi 50 # Amt'Tf ^ torJf tatfsbge* sm&h Ä«$i*eÄ f ö-Wit 6# )3 ci3F aattsaKtä5?ke liegt
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