<Desc/Clms Page number 1>
Mehrschichtige Bodenbelagsplatte
Die Erfindung schafft eine Bodenbelagsplatte, die einen dünnen Trittbelag aus Kunststoff, wie PVC,
Gummi, Linoleum od. dgl. besitzt und in einfacher Weise auch auf nicht ausgeglichene Unterböden, wie nicht geglätteten Zementboden, abgetretenen Holzböden u. dgl., verlegt werden kann.
Das Aufbringen eines Trittbelages aus Kunststoff auf Fussböden, insbesondere Holzböden oder rauhen
Betonböden, erforderte bisher zeitraubende Vorarbeiten und fachmännisches Können, weil die Beläge nicht direkt auf die in Frage kommenden Böden sondern auf nur ganz glatte Oberflächen verlegt werden dürfen. So mussten bisher z. B. bei alten Holzböden zunächst, falls ein Belegen überhaupt noch zweckmä- ssig erschien, grosse Rillen ausgespant und allfällige Äste abgehobelt werden, wonach der Fachmann von ihm speziell zugeschnittene Hartfaserplatten am Boden festzuschrauben (auf zirka 30-40 cm je 1 Schrau- be), die Schraubenköpfe zu versenken und schliesslich den Bodenbelag auf die Hartfaserplatte zu kleben hatte.
Wenn nicht sorgfältig gearbeitet worden war, zeichneten sich unvermeidlich schon nach kurzer Zeit Schraubenköpfe am Trittbelag ab, womit Stellen eines verstärkten Verschleisses des Bodenbelages entstanden waren. Betonböden mussten bisher vor Auflage eines Trittbelages meist gleichmässig miteiner Spachtelmasse bestrichen werden, die mehrere Stunden trocknen gelassen werden mussten, bevor der Belag aufgebracht werden konnte.
Mit Hilfe von Bodenbelagsplatten gemäss der Erfindung wird das Auflegen eines Trittbelages in wesentlich einfacherer Weise und in wesentlich kürzerer Zeit ermöglicht. Eine erfindungsgemässe Bodenbelagsplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer verhältnismässig weichen Unterplatte und einer an dieser haftenden, den Trittbelag tragenden, harten Zwischenplatte besteht, wobei letztere dünner ist als die Unterplatte und die Zwischenplatte gegenüber der Unterplatte unter Freilassung einer der Befestigung der Unterplatte am Unterboden durch Nägeln oder Schrauben dienenden Zone versetzt angeordnet ist. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Zwischenplatten und Unterplatten von unterschiedlicher Grösse.
Erfindungsgemässe Platten können direkt, d. h. unter Wegfall jeglicher Vorarbeiten auf nicht ausgeglichene Böden, sei es Holz- oder Betonböden, aufgebracht werden, indem die einzelnen Bodenbelagsplatten aneinandergereiht mit ihren Unterplatten am Boden befestigt werden. Bei Betonböden wird dies durch Verkleben, bei Holzböden vorzugsweise mittels Nägel oder Schrauben bewerkstelligt.
Ist die Zwischenplatte gegenüber derunterplatte versetzt angeordnet, so ist damit erreicht, dass die Einführung von Nägeln oder Schrauben durch die freiliegenden Teile der Unterplatte besonders einfach ist und dass in eine Unterplatte eingeführte Nägel- oder Schraubenköpfe von der harten Mittelplatte der nächsten Bodenbelagsplatte abgedeckt werden, nicht bis zum Trittbelag durchdringen und diesen daher auch nicht beschädigen können. Der Nagel-oder Schraubenkopf lässt sich ohne weiteres in der relativ weichen Faserplatte ohne Vorarbeiten versenken.
Die weiche Unterplatte erlaubt selbst starke Unebenheiten des Unterbodens auszugleichen, ohne dass dazu Vorarbeiten grösseren Masses nötig sind. Sie kann eine weiche Faserplatte sein oder auch aus einem Schaumstoff, z. B. Polystyrolschaum bestehen und wirkt auch, was von grossem Vorteil ist, als Schallund Wärmedämmplatte. Die Zwischenplatte ist vorzugsweise eine Hartfaserplatte.
<Desc/Clms Page number 2>
Sind Zwischenplatte und Unterplatte unterschiedlicher Grösse, so werden bei Ineinanderschieben ein- zelner erfindungsgemässer Bodenbelagsplatten zwischen den Unterplatten Fugen gebildet, die ein Er- sticken des darunterliegenden Bodens verhindern. Wird nun noch der Trittbelag gegenüber der Mittelplat- te versetzt angeordnet, ergibt sich eine Versetzung aller Stossfugen und zusätzliche Verbindungen (Ver- klebungen) der Platten werden überflüssig.
Die Erfindung soll an Hand von Zeichnungen näher erläutert werden.
Fig. 1 stellt einen Querschnitt durch zwei erfindungsgemässe zusammengestellte Bodenbelagsplatten dar und ist ein Schnitt I-I durch den in Fig. 2 im Grundriss gezeigten Teil eines aus erfindungsgemässen
Platten bestehenden Belages.
Mit 3 ist der Trittbelag, mit 2 die harte Mittelplatte, mit 1 die weiche Unterplatte und mit 4 der- jenige Teil der Unterplatte bezeichnet, der infolge der Versetzung der Mittelplatte gegenüber der Un- terplatte freiliegt. In diesen Teil können Schrauben oder Nägel leicht eingeführt werden, wobei etwa sich umbiegende Nägel einfach in die weiche Platte eingeschlagen werden und Köpfe der Nägel oder
Schrauben nicht versenkt werden müssen.
Aus Fig. 1 kann man ersehen, dass die Unterplatte vorstehende Bodenunebenheiten ausgleicht. Mit 5 ist gezeigt, dass in den Platten Kanäle vorgesehen sein können ; so gebildete ausgefräste Kanäle dienen der Entlüftung. Wesentlicher für die Entlüftung wirken sich jedoch die ungleichen Grössen der einzelnen
Platten 1, 2 aus, die bei aneinanderstossenden Mittelplatten zwischen den Unterplatten eine Fugenbildung bedingen. Dadurch, dass die Mittelplatte mit Bezug auf die Unterplatte versetzt ist, ruht erstere auf der
Unterplatte der anschliessenden Tafel auf, was die Trittfestigkeit des Belages vergrössert. Wenn ausserdem noch die Trittplatte mit Bezug auf die Mittelplatte versetzt angeordnet ist, ergibt sieb ein Fugenlabyrinth. Dies hat den Vorteil, dass z. B.
Waschwasser durch einen mit erfindungsgemässen Platten versehenen Fussboden kaum oder nicht durchdringt. Ein Aufkleben der Überlappungsbereiche der Trittplatten ist nicht erforderlich, da die Fugen sich durch auf sie beim Gehen ausgeübten Druck durch Auswalzen schliessen, sofern der Trittbelag aus einem mässig plastischen Material, z. B. PVC besteht. Dieses Verhalten führt zu einem zusätzlich sicheren Fugenschluss.
Die Trittplatten können aus einem Mosaik aus kleineren Belagabfallzuschnitten bestehen. In der Zeichnung ist dies durch die waagrechte Teilung der Trittplatten angedeutet. Die geometrische Form der letzteren ist so gewählt, dass sie einen Nagelungsbereich 4 frei lässt, doch versteht es sich, dass dies nur ein Beispiel für zahlreiche Formgedanken ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrschichtige Bodenbelagsplatte mit einem dünnen Trittbelag aus Kunststoff wie PVC, Gummi, Linoleum od. dgl., und einer verhältnismässig weichen Unterplatte, dadurch gekennzeichnet, dass eine an dieser haftende, den Trittbelag tragende, harte Zwischenplatte vorgesehen ist, die dünner ist als die Unterplatte und dass die Zwischenplatte gegenüber der Unterplatte so versetzt angeordnet ist, dass eine der Befestigung der Unterplatte am Unterboden durch Nageln oder Schrauben dienende Zone unbedeckt bleibt.