DE980C - Parket-Fufsboden-Konstruktion - Google Patents

Parket-Fufsboden-Konstruktion

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DE980C
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Description

1877.
Klasse 37.
THEODOR HUSUNG in BERLIN. Parquet-Fursboden-Construction.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1877 ab.
Die jetzt allgemein und ausschliefslich angewendeten Parquetfufsböden sind aus Tafeln von verschiedener Gröfse, die einzeln auf Nuth und Feder aneinandergelegt und auf einen Blindboden genagelt werden, zusammengesetzt.
Fig. ι zeigt die alte Construction in der Oberansicht; Fig. 2 einen Schnitt A-B; Fig. 3 eine einzelne Platte in der Unteransicht; Fig. 4 einen Schnitt C-D; Fig. 5 zeigt eine Oberansicht der verbesserten Construction; Fig. 6 einen Schnitt E-F; Fig. 7 eine Oberansicht verkleinert; Fig. 8 einen Schnitt G-H.
Diese Tafeln bestehen aus einer ca. 26 mm starken, aus Fichten- oder Tannenholz verleimten Platte α, welche oben mit dem gemusterten, eichenen Parquet-Fournier beleimt ist. Zum Schutz gegen Verziehen sind diese Platten a auf den beiden Hirnseiten mit Leisten c versehen (s. Blatt I, Fig. 1, 2, 3, 4).
Beim Legen der auf diese Weise hergestellten Platten wird wie folgt verfahren: . Zuerst wird das Zimmer mit einem sog. Blindboden b wie gewöhnlich gedielt; hierauf wird . in die Mitte der Stube die erste Platte α gelegt und festgenagelt, hierauf je an den vier Seiten eine gleiche auf Nuth und Feder gegengeschoben . und angenagelt etc., bis zuletzt mit den Randverzierungen der Abschlufs gemacht wird.
Es erfordert diese Arbeit jedoch erstens eine grofse Gewandtheit, . um. den Boden eben zu legen, und zweitens ist dieselbe sehr anstrengend.
Trotz Auswahl des trockensten Holzes leiden sämmtliche nach diesem System construirten Parquet-Fufsböden nach einiger Zeit an ganz bedeutenden Uebelständen und Mängeln, die häufig der schlechten Arbeit zugeschrieben werden, jedoch nur allein Folgen der falschen Construction der Platten α und ihrer Befestigungsweise sind.
Man bemerkt bald nach dem Legen der Tafeln ein Welligwerden der ganzen Fache infolge der gröfseren Ausdehnung der Tannenoder Fichtenholz-Platten a, bei feuchtem Wetter, und der zu geringen Widerstandsfähigkeit der Stirnleisten c. Es entstehen sehr häufig Risse zwischen den einzelnen Platten, dieselben werden locker auf dem Blindboden b und geben beim Darauftreten einen unangenehmen knarrenden Ton, so dafs trotz der nicht abzustreitenden Vorzüge der Parquetfufsböden, die vielen Reparaturkosten und die theuere Anschaffung einer gröfseren Verbreitung derselben sehr hinderlich sind.
Das einzige Mittel, verleimte Tafeln von verschiedenen Holzarten und verschiedener Ausdehnung gegen das Verziehen (hohl oder bauchig) zu schützen, ist nach Versuchen des Erfinders, die gröfsere Kraft der einen Seite durch eine entsprechende Kraft zu paralysiren.
Es ist bei Parquettafeln fast immer die Seite des weichen Holzes (die untere), welche sich am meisten zieht, und stellt der Erfinder breite Platten, gleich Dielen her, welche dem Verziehen nicht ausgesetzt sind und eben so leicht zu legen sind, wie gewöhnliche Dielen.
Die Herstellung dieser Platten (Blatt II, Fig. 5, 6, 7 und 8) ist folgende:
Zuerst wird eine Platte i aus Fichten- oder Tannen-Brettern zusammengeleimt, und zwar f von so langen Brettern, als die Entfernung von Wand zu Wand des zu dielenden Raumes beträgt.
Diese Platte i wird nun mit dem Parquet-Fournier y in dem gewünschten Muster beleimt.
Nach dem Leimen mufs diese so vorgerichtete Platte 8 . bis 10 Tage in einer Temperatur von -f- 18 bis 20° R. trocknen, wobei sie sich bauchig oder hohl verzieht, und zwar mufs das Trocknen so lange fortgesetzt werden, bis das Holz in Ruhe gekommen ist, d. h. bis kein merkbares Verziehen mehr stattfindet.
Hierauf wird die Platte i mit Gewalt zwischen Spannrahmen mit Keilen gerade gebogen und gleichzeitig werden die Leisten w darunter geleimt.
Diese Leisten w halten jetzt die ganze Platte eben, und mufs nach eingehenden Versuchen des Erfinders die Summe der Oberflächen sämmtlicher unter die Platte i geleimten Leisten w gleich der halben Fläche der Platte i sein; es ist deshalb gleichgültig, breite und wenige Leisten w, oder schmale und viele, anzuwenden.
Diese Tafeln i können in der Werkstätte auf Nuth und Feder zusammengepafst werden und stellen sich pro Quadratmeter 3 bis 4 Mark billiger als der jetzt übliche Parquetfufsböden.
Das Verlegen der Platten i geschieht, entgegengesetzt dem eingangs beschriebenen Verfahren, wie beim gewöhnlichen Dielen.

Claims (1)

  1. ■ ■ 7 <">' €:
    Ein Blindboden wird nicht mehr angewendet, sondern die Platten i direct auf die Balkenlage angenagelt.
    Es ist somit als besonderer Vortheil bei dieser verbesserten Parquetfufsboden-Construction »eine grofse Sicherheit gegen Verziehen des Fufsbodens« hervorzuheben.
    Das Legen desselben geschieht in kürzester Zeit (3 bis 4 Stunden), selbst von ungeübten Arbeitern, da der ganze Fufsboden in der Werkstätte fertig zusammengefügt werden kann, und die einzelnen Platten i nur wie beim gewöhnlichen Dielen zwischen die Wände zu passen sind.
    Patent-Anspruch: Die auf Blatt II, Fig 5, 6, 7 und 8 dargestellte verbesserte Parquetfufsboden-Construction, und zwar: Die Anwendung von Leisten w unter, der grofsen Platte i, deren Flächensumme gleich der halben Fläche der Platte i sein mufs und die Hinweglassung des Blindbodens.
    In der Hauptsache und zum Zweck wie beschrieben.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE980DA 1877-09-19 1877-09-19 Parket-Fufsboden-Konstruktion Expired - Lifetime DE980C (de)

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