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Verfahren zum Legen und Wiederaufnehmen der Teile eines Parkettfußbodens
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Legen und Wiederaufnehmen der Teile
eines Parkettfußbodens, die mittels Stifte oder ähnlicher kleinköpfiger Nägel an
einem Unterboden befestigt werden.
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Die verhältnismäßige Kostspieligkeit von Parkettfußböden hat trotz
der großen Vorteile und Bequemlichkeiten derartiger Fußböden zur Folge, @daß sie
nur in luxuriös ausgestatteten Gebäuden angewendet werden können.
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Die übliche Legeart von Parkettfußböden besteht darin, daß, gegebenenfalls
auf einem Zwischenboden, ein Parkettfußboden aus kleinen Brettchen zusammengesetzt
wird, welche auf einen bestehenden Unterboden geleimt oder genagelt werden. Hierdurch
bildet der Parkettfußboden mit dem Gehäuse ein Ganzes und kann daher nicht mehr
entfernt werden, zumal er nicht nur beschädigt wird, wenn er aufgebrochen wird,
sondern außerdem in eine nicht besonders brauchbare Menge Brettchen zerfällt. Auch
beim Abbrechen von Gebäuden müssen die verhältnismäßig kostspieligen Fußböden, und
wenn sie auch noch von guter Beschaffenheit sind, dem Abbruchunternehmen zufallen.
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Für Mieter von Häusern und Gebäuden ist es deswegen vielfach zu teuer,
Parkettfußböden legen zu lassen.
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Deshalb ist schon vorgeschlagen worden, die Tafeln ohne Nagelung oder
Verschraubung mit Hilfe besonderer Anheftbleche auf dem Blindboden zu befestigen.
Dieses Verfahren bezieht sich aber auf Fußböden mit besonders vorbereiteten Tafeln
und ist nicht für Verwendung bei den üblichen Tafeln geeignet. Außerdem können Schwierigkeiten
dadurch entstehen, daß die Tafeln nur an einer Seite mit einem Anheftblech versehen
werden können, wodurch der Fußboden leicht ungleich werden kann.
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Im Maschinenbau und auch zum Nageln von Brettern sind ferner auch
Schablonen verwendet worden, um die Anbringung von Löchern bzw. Nägeln in einer
bestimmten Entfernung voneinander zu ermöglichen. Diese Schablonen wurden aber niemals
verwendet zum Wiederauffinden der Löcher bzw. Nägel.
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Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren zur Herstellung
eines Parkettfußbodens, welcher leicht und ohne Beschädigung aufgenommen und im
Bedarfsfall an der gleichen Stelle oder an einer anderen wieder gelegt werden kann.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß beim Legen des Parkettfußbodens
sie Stellen für die Stifte in einem gleichbleibenden Muster durch eine mit Löchern
versehene Matrize oder Schablone angeordnet werden und daß die Matrize oder Schablone
beim Wiederaufnehmen der Bodenteile in die gleiche Stellung wie beim Legen der Bodenteile
auf diese gelegt wird, um die Nagelstellen wiederzufinden und die Teile durch Eintreiben
der
Nägel in den Unterboden mit Hilfe eines durch die Löcher der
Matrize oder Schablone geführten Schlageisens abzuheften.
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Das Legen und Wiederaufnehmen eines Parkettfußbodens nach den bisher
bekamteil, Verfahren ist sehr kostspielig, da die zelnen Teile klein sind und infolgedessen
diU: Anzahl der einzuschlagenden Stifte sehr groß wird. Das Legen und Wiederaufnehmen
wird infolgedessen sehr vereinfacht, wenn der Fußboden aus größeren Einheiten hergestellt
werden kann. Die Erfinderin macht dies, indem sie eine Art Fliesen von .f5 X 45
cm benutzt. Diese Fliesen bestehen aus kleineren Stäben, welche aneinandergeleimt
sind, wie es z. B. die F ig. i der Erfindung zeigt. Einige normale Parkettstäbe
i sind aneinandergeleimt und zusammen all eine leinene Unterlage gekittet. An den
Kanten befinden sich Nuten zur Aufnahme von Federn an den angrenzenden Teilen. Die
Nuten können auch zuin Aufnehmen der Federseiten der entsprechenden Elemente dienen.
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Das Legen eines Parkettfußbodens gemäß der Erfindung erfolgt dadurch,
daß eine Anzahl Elemente, wie sie beispielsweise in Fig. i abgebildet sind, zusammengelegt
und an dem Unterbodeli mittels Spiker oder Nägel befestigt werden, für welche die
Stellen im voraus bestimmt oder jedenfalls festgesetzt sind, so daß ein Mall oder
eine Matrize mit entsprechenden Löchern gemacht werden kann. Solch ein Mall ist
beispielsweise in Fig. 2 dargestellt. Dieses 1-Iall kann auch für das Legen selbst
benutzt werden.
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Das neue Verfahren ermöglicht, leicht einzuschlagende Stifte zii verwenden
und diese in bequemer Weise wiederzufinden. Infolge der Kleinköpfigkeit der Stifte
können diese auch leicht entfernt werden, indem man sie von oben her mittels eines
Schlageisens, das durch die Löcher in der Schablone gesteckt wird, in die Unterschicht
drückt. Hierdurch wird die Beschädigung der Fliesen auf ein Minimum beschränkt.
Eine weitere Vereinfachung kann dadurch erzielt werden, daß die Nagelstelleli mit
Hilfe cler Schablone vorgezeichnet oder vorgebohrt werden. Das richtige Eintreiben
dünner 'Nägel oder Stifte ist nämlich ziemlich schwieg, insbesondere da die Parkettstäbe
meistens 2üs hartem und zähem Holz bestellen. Diese Arbeit wird nun durch das Vorbohren
oder Vorzeichnen wesentlich vereinfacht, so daß die Gefahr eines Beschädigens der
Parkettstäbe infolge Krummschlagens von Stiften verringert wird.
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Es können verschiedene Änderungen vorgenomilien werden, ohne von dem
Wesen der Erfindung abzuweichen. :.Namentlich können die den Fußboden bildenden
Parkettelemente in jeder anderen Weise zusammengesetzt sein oder z. B. nur aus einem
Brettehen bestellen. Die Federn für die wechselseitige Verbilidung können hölzerne
oder metallene Federn sein. Im letzteren Fall werden sie vorzugsweise aus rostfreiem
Metall hergestellt. Die Brettchen können auch an anderen als leinenen Unterlagen
befestigt sein.