DEP0002536DA - Manganhaltiges Düngemittel - Google Patents

Manganhaltiges Düngemittel

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DEP0002536DA
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Germany
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manganese
fertilizer
oxide
soluble
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Expired
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English (en)
Inventor
Hermann Dr. Oestrich Sutter (Rheingau)
Original Assignee
Rudolph Koepp & Co. Chemische Fabrik AG, Oestrich (Rheingau)
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Description

Es ist bekannt, dass auf manganarmen Böden, vor allem Moorböden, unter Umständen bei gewissen Kulturpflanzen Krankheiten auftreten, die auf den Mangel von Mangan zurückzuführen sind. Eine solche Krankheit ist z. B. die Dörrfleckenkrankheit des Hafers. Auch bei der Kartoffel können erhebliche Ernteausfälle durch Manganmangel hervorgerufen werden. Man kann diese Mangelerscheinungen dadurch zum Verschwinden bringen, dass man dem Boden Mangan in löslicher Form zuführt (sogenannte Spurenelementdüngung mit Mangan). Man verwendet hierfür lösliche Mangansalze, vor allem Mangansulfat.
Es wurde nun gefunden, dass man den gleichen Effekt, den lösliche Mangansalze hervorbringen, auch durch das Oxyd des zweiwertigen Mangans, das Manganoxydul, trotz dessen Wasserunlöslichkeit erzielen kann. Offenbar ist überraschenderweise die Löslichkeit des Oxyduls bei den im Boden herrschenden pH-Werten gross genug, um die erforderliche an sich minimale Mangankonzentration im Boden sicher zu stellen.
Dementsprechend ist das manganhaltige Düngemittel, das Gegenstand der Erfindung ist, dadurch gekennzeichnet, dass es als wesentlichen Bestandteil Manganoxydul enthält.
Die Herstellung des neuen Düngemittels ist wesentlich einfacher und wirtschaftlicher als die Herstellung der bisher verwendeten löslichen Mangansalze. Sie erfolgt beispielsweise dadurch, dass man Manganerze, in denen das Mangan zum grössten Teil in Form von Braunstein vorliegt, mit Kohle reduziert.
Das gemahlene nicht reduzierte Roherz selbst, in dem das Mangan in vierwertiger Form vorhanden ist, ergibt vollkommen unbefriedigende Effekte. Das reduzierte Erz hingegen, das das
Mangan in zweiwertiger Form enthält, kann ohne weiteres mit guten Effekten für die Düngung verwendet werden, wobei überraschenderweise zur Erzielung des gleichen Effektes keine grössere Menge (bezogen auf Mangan) erforderlich ist als bei Anwendung von Mangansulfat.
Statt das reduzierte Manganerz als solches für Düngezwecke zu verwenden, kann man auch das Manganoxydul von den übrigen Bestandteilen trennen und entweder in reiner Form oder auch im Gemisch mit anderen üblichen Düngemitteln anwenden. Vielfach ist es zweckmässig, dem Düngemittel, um das Inlösunggehen des Mangans im Boden zu beschleunigen, saure Stoffe zuzusetzen. Hierfür kommen in erster Linie feste Stoffe in Frage wie Alkali-bisulfate oder Oxalsäure. Man kann aber auch dem reduzierten Erz konzentrierte Schwefelsäure oder Phosphorsäure in Mengen von beispielsweise einem halben bis einem Aequivalent, bezogen auf das Mangan, in einem geeigneten Mischapparat zusetzen, wobei die Säure vom Erz chemisch gebunden wird, sodass man ein trocknes, streubares Produkt erhält.
Das erfindungsgemässe manganoxydulhaltige Düngemittel bietet den Vorteil, dass es im Vergleich zu Düngemitteln, die Mangan in Form ihrer löslichen Salze, beispielsweise als MnSO(sub)4, enthalten, billiger ist, da MnO ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Mangansulfat darstellt. Infolge seiner geringeren Löslichkeit bietet das Manganoxydul gegenüber den leicht löslichen Mangansalzen überdies den Vorteil, dass es vor Auswaschungen geschützt ist. Es verbleibt daher länger im Boden als die wasserlöslichen Mangansalze und steht den Pflanzen während der gesamten Zeit ihres Wachstums zur Verfügung. Hierbei werden überraschenderweise dieselben guten Ernteergebnisse erzielt wie bei der Verwendung des teueren Mangansulfats.
Es wurden vergleichende Düngeversuche durchgeführt, deren Ergebnisse in Tabelle 1 zusammengefasst worden sind.
Dem Volldünger wurden einerseits 200 mg Mangan als MnSO(sub)4, andererseits je 200 mg Manganoxydul bzw. gemahlenes Manganerz mit vierwertigem Mangan zugesetzt.
Die Versuche zeigen, dass man bei Verwendung eines manganoxydulhaltigen Düngemittels praktisch die gleichen guten Erträge erzielt wie bei der des Mangansulfalt enthaltenden Düngemittels. Hingegen ist ein starker Abfall des Ernteergebnisses bei Verwendung des gemahlenen Manganerzes ersichtlich.
Düngeversuche.

Claims (4)

1. Manganhaltiges Düngemittel, dadurch gekennzeichnet, dass es als wesentlichen Bestandteil Manganoxydul enthält.
2. Düngemittel nach Anspruch 1, bestehend aus Manganoxydul enthaltenden Erzen.
2. Düngemittel nach Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an sauren Stoffen.
4. Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln nach Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass man Manganerze, die das Mangan grösstenteils in Form von Braunstein enthalten, mit Kohle reduziert und gegebenenfalls dem Reduktionsprodukt saure Stoffe beimischt.

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