DE960324C - Verfahren zur Herstellung eines als Zusatz zu Pflanzenschutzmitteln geeigneten Farbtraegers - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines als Zusatz zu Pflanzenschutzmitteln geeigneten FarbtraegersInfo
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- DE960324C DE960324C DEG11452A DEG0011452A DE960324C DE 960324 C DE960324 C DE 960324C DE G11452 A DEG11452 A DE G11452A DE G0011452 A DEG0011452 A DE G0011452A DE 960324 C DE960324 C DE 960324C
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N25/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
- A01N25/08—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing solids as carriers or diluents
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Description
AUSGEGEBEN AM 21. MÄRZ 1957
G 11452 IVa/4^1
geeigneten Farbträgers
Auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes werden zur Verhütung und Bekämpfung von Schädlingen
tierischer und pflanzlicher Art die verschiedenartigsten Wirkstoffe verwendet und in Form einer
Lösung, Aufschlämmung oder auch eines Staubes auf die zu schützenden Pflanzen gebracht. Im
erweiterten Sinne werden auch Mittel verwendet, die eine Heilwirkung bezwecken, andere die ausschließlich
zur Unkrautvertilgung dienen.
Der Wunsch, die gleichmäßige Verteilung des Wirkstoffes auf der Pflanze kontrollieren zu können,
besonders dann, wenn die Maßnahme des Pflanzenschutzes durch Hilfskräfte durchgeführt
oder die Arbeiten vergeben werden, führte zu der Suche nach einem Farbkörper, der als Zusatz zum
Wirkstoff verwendet werden kann. Von einem solchen Fafbkörper erwartet man neben der Erfüllung
naheliegender Bedingungen, daß er wasserunlöslich ist und auf der Pflanze gut haftet, also vom Regen
weder aufgelöst noch abgespült wird. Da das ao Schutzmittel größtenteils durch Düsen gepreßt
wird, ist eine kristalline oder schmirgelnde Form des Farbkörpers unerwünscht. Bevorzugt wird auch
im Hinblick auf geringe Sedimentationsneigung eine der kolloidalen Verteilung nahekommende Beschaffenheit.
Schließlich soll der Farbzusatz die Schädlingsbekämpfung nicht merklich verteuern.
Es zeigte sich, daß aus den bei der Herstellung von Tonerde aus Bauxit auf alkalischem Wege
anfallenden eisenoxydreichen1 Rückständen, Rotschlamm genannt, ein Pigment gewonnen werden
kann, das diesen hohen Anforderungen gerecht wird.
Es ist bereits bekannt, den Rotschlamm auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes als Trägerstoff für an-
zuwendende Wirkstoffe einzusetzen. Ferner wurde die Verwendung von Rotschlamm für die Herstellung
von Pigmentfarben erwähnt. Der Rotschlamm hat sich jedoch bisher als Pigment im Pflanzenschutz wegen mangelnder Feinheit und
Weichheit nicht durchsetzen können. Ein Vermählen des Rotschlammes führte nicht zum Ziel,
da sowohl beim trockenen als auch be'im nassen Vermählen trotz längerer Mahlzeiten sich die
scharfkantigen und harten Teilchen der Zerkleinerung teilweise entziehen.
Diese Nachteile konnten nun dadurch behoben werden, daß die feinsten und weichsten Teile des
Rotschlammes entweder auf nassem Wege durch einen Schlämmprozeß oder nach dem Trocknen und
Mahlen durch einen Sichtprozeß abgetrennt wurden. Überraschenderweise ergab sich dabei, daß diese
feinen und weichen Anteile des Rotschlammes eine bedeutend größere Färbkraft und eine deutlich
größere Haftfestigkeit aufweisen, als der Rotschlamm im ursprünglichen Zustand, so daß bereits
ι bis 2% der Paste bzw. 0,5 bis 1% des trockenen
Pulvers als Zusatz zur Spritzbrühe ausreichen, um eine gleichmäßige Markierung 'der damit behandelten
Pfllanzenteile zu gewährleisten. Ferner ist bei Einsatz dieses Pigmentes der Spritzdüsenverschleiß
minimal und ein Verstopfen der Düsen ausgeschlossen.
Der Rotschlamm wird nach dem Waschen mit Wasser einem Schlämmprozeß unterworfen. Die
etwa 250 g Feinanteile pro Liter enthaltende Sus-' pension wird auf 2100 g pro Liter eingedickt.
1 des eingedickten Materials (pH = 12,4) werden mit 16 1 Schwefelsäure (6o°/oig) versetzt,
wobei der pH-Wert auf 7,2 sinkt. Nach viertägigem Rühren wird abfiltriert.
Die erhaltene Paste kann der Spritzbrühe usw. in einer Menge von etwa 2 bis 5% beigemischt
werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines als Zusatz zu Pflanzenschutzmitteln geeigneten Farbträgers
aus den bei der Tonerdeherstellung durch alkalischen Aufschluß des Bauxits anfallenden
eisenoxydreichen Rückständen (Rotschlamm), dadurch gekennzeichnet, daß die feinsten und weichsten Teile des Rotschlamms
entweder auf nassem Wege durch einen Schlämmprozeß oder nach dem Trocknen und
Mahlen durch einen Sichtprozeß abgetrennt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die durch den Schlämmprozeß erhaltene Suspension der Feinanteile eingedickt,
mit Säure auf den gewünschten. pH-Wert eingestellt und durch Filtration in eine wasserhaltige
Paste übergeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 005 614.
Französische Patentschrift Nr. 1 005 614.
(609 843 3.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG11452A DE960324C (de) | 1953-04-09 | 1953-04-09 | Verfahren zur Herstellung eines als Zusatz zu Pflanzenschutzmitteln geeigneten Farbtraegers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG11452A DE960324C (de) | 1953-04-09 | 1953-04-09 | Verfahren zur Herstellung eines als Zusatz zu Pflanzenschutzmitteln geeigneten Farbtraegers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE960324C true DE960324C (de) | 1957-03-21 |
Family
ID=7119588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG11452A Expired DE960324C (de) | 1953-04-09 | 1953-04-09 | Verfahren zur Herstellung eines als Zusatz zu Pflanzenschutzmitteln geeigneten Farbtraegers |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE960324C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1005614A (fr) * | 1947-08-25 | 1952-04-15 | Gebru Der Giulini G M B H | Agents de lutte contre les êtres nuisibles, ou pour la protection des plantes |
-
1953
- 1953-04-09 DE DEG11452A patent/DE960324C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1005614A (fr) * | 1947-08-25 | 1952-04-15 | Gebru Der Giulini G M B H | Agents de lutte contre les êtres nuisibles, ou pour la protection des plantes |
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