AT200849B - Verfahren zur Herstellung von Kupferspritzmitteln als Schädlingsbekämpfungsmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kupferspritzmitteln als Schädlingsbekämpfungsmittel

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AT200849B
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  Verfahren zur Herstellung von Kupferspritzmitteln als   Schädlingsbekämpfungsmittel   
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 kung und die fungizide Wirkung entscheidend.
Es wurden auch schon Polyvinylalkohollösungen als Lösungsvermittler zur Herstellung desinfizierender und zur Schädlingsbekämpfung geeigneter Mittel angewendet, um den mit ihm zugleich verwendeten Metalloxyden die Form äusserst fein verteilter Kolloide zu geben. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Kupferpräparaten, die gegenüber den standardisierten Präparaten mit   50fJ/o   Cu nur einen Gehalt an etwa   25-35%   Cu aufweisen und die gleiche bzw. bessere Wirkung entfalten, als die vorher genannten Produkte, ohne dass hiefür wesentlich höhere Produktionskosten entstehen oder aussergewöhnliche technische Massnahmen erforderlich sind. 



   Es wurde gefunden, dass man zu Kupferpräparaten mit ausgezeichneter Haft- und Pilzwirkung gelangt, wenn man die Mischung aus etwa 
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 verseiftem Polyvinylacetat mit einem Anteil von 80 bis   900/0   freien OH-Gruppen, Rest Inertmaterial, mittels schnellaufender Stiftmühlen mehrmals hintereinander mahlt. Hiebei ist es zweckmässig, mit höchstzulässiger Umdrehungszahl, z. B. bei 350 mm Mahlscheibendurchmesser mit etwa 9000 Umdr/min und einem Durchsatz von etwa 50 bis 250 kg/h zu mahlen. Für andere Mühlen gilt Entsprechendes. 



   Selbstverständlich ergeben sich noch weitere, nicht in den nachfolgenden Beispielen erfasste Kombinationsmöglichkeiten, indem man z. B. die mehrmalige Mahlung auf gegenläufigen Mühlen vornimmt oder durch Wahl entsprechender Stifte und engerer Bestiftung eine optimale Teilchenfeinheit erzielt. Es ist ferner möglich, Haft- und Netzmittel in den einzelnen Fällen vor dem Trocknen, d. h. also in feuchtem Zustand, zuzusetzen. 



   Ausserdem hat es sich als zweckmässig erwiesen, bei der Herstellung des Kupferoxychlorids Schutzkolloide, z. B. Gummi-arabicum Dextrin oder Knochenleim zuzusetzen, um die nach den verschiedenen Herstellungsverfahren entstehenden kleinsten Primärteilchen zu erhalten. Derartige Produkte ergeben bei der mehrmaligen Mahlung eine grosse Menge an Feinstteilchen, die eine ausgezeichnete Schwebefähig- 

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 keit des Präparates bewirken. 



   Die erhaltenen Produkte weisen gegenüber vergleichbaren Kupferoxychloridpräparaten mit   50%   Cu-Gehalt eine überlegene Wirkung auf. 



   Überraschenderweise wurde festgestellt, dass selbst ein Präparat, das durch Versprühtrocknung hergestellt wurde und unter dem Mikroskop einen hohen Anteil an Feinstteilchen unter   5,   aufweist, nach zweimaliger Mahlung mit 
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 konzentration jeweils ohne Haftmittelzusatz hinsichtlich Haft- und Fungizidwirkung entsprach. Dabei ist eine Zunahme an Feinstteilchen nicht ohne weiteres feststellbar. Offenbar entstehen durch die Mahlung in den Teilchen Zentren, die eine bessere Haftwirkung hervorrufen. 



   Dieser Effekt wird noch erheblich gesteigert durch die angegebenen Beistoffe. Ein Präparat in der erfindungsgemässen Zusammensetzung zeigte nach Behandlung in der im Beispiel beschriebenen Weise bei   35%   Cu-Gehalt eine deutlich überlegene Wirkung gegenüber den handelsüblichen   50'vorigen   Cu-Präparaten mit Zusatz eines Haftmittels. 



   Für die Praxis bedeutet das : 1. eine wesentlich grössere Sicherheit hinsicht- lich Pflanzenschädigung, die bei Verwen- dung von Cu-Präparaten bisher nie ganz aus- geschaltet werden konnte ; 2. eine Verbilligung, die besonders im Hinblick auf den immer grösseren Mangel an Arbeits- kräften in der Landwirtschaft bedeutungs- voll ist ; 3. Einsparung an Kupfer, was aus volkswirt- schaftlichen Gründen eine nicht unerhebliche
Rolle spielt. 



     Beispiel l :   60 kg Kupferoxychlorid, hergestellt z. B. durch Oxydation einer wässerigen Lösung von Kupfer-I-chlorid mittels Luft, Filtration und Versprühtrocknung der nach Waschung des Filterkuchens erneut hergestellten wässerigen Suspension,   20 kg   Zellpechpulver, 5 kg teilweise 
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 gut gemischt und zweimal auf einer Stiftmühle von 350 mm Mahlscheibendurchmesser mit 9000 Umdr/min gemahlen. Der Durchsatz beträgt etwa 200 kg/h. 
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 OH-Gruppen versetzt und etwa 2 Stunden gerührt. Nach Zusatz von 33 kg Zellpechpulver oder einer entsprechenden Menge Sulfitzelluloseablauge wird im Versprühtrockner zur Trockne verdampft. Anschliessend wird durch Zumischung von Schlämmkreide auf   60%   Kupferoxychloridgehalt eingestellt und wie in Beispiel 1 gemahlen. 



     Beispiel 3 :   Kupferoxychlorid, erhalten durch Trocknen des feuchten Filterkuchens, auf einem Trockenband oder Walzentrockner, wird auf einer schnellaufenden Stiftmühle vorgemahlen, wobei eine Mühle mit gegenläufigen Mahlscheiben und nichtzylindrischen Stiften benutzt wird. Das vorgemahlene Produkt wird wie unter Beispiel   1   mit den entsprechenden Zuschlägen gemischt und anschliessend in der beschriebenen Weise zweimal auf schnellaufenden Stiftmühlen gemahlen. 
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