DEP0002328DA - Aufbereitung von Kohle oder sonstigen Mineralien auf Naßsetzmaschinen - Google Patents
Aufbereitung von Kohle oder sonstigen Mineralien auf NaßsetzmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung von Kohle, Erzen oder sonstigen Mineralien aus Naßsetzmaschinen. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, Leistung und Qualität der Setzarbeit durch die Form des Setz-Hubdiagrammes zu beeinflussen. Auf der beiliegenden Zeichnung sind mit a, b und c drei Hubdiagramme von Utsch, Baum und Radermacher wiedergegeben, wie sie in der Deutschen Patentschrift 91 027 / 1a 3 dargestellt sind. Allen diesen Versuchen liegt die bisherige theoretische Anschauung von der Gleichfälligkeit von Körnern in Wasser zugrunde, d.h. sie arbeiten mit den Vorstellungen des dynamischen Stromaufbereitungsvorganges, der nach der "Gleichfälligkeit", nicht aber nach dem spezifischen Gewicht trennt. Wie die praktische Erfahrung jedoch gezeigt hat, erfolgt der Aufbereitungsvorgang in Setzmaschinen in Wirklichkeit nach dem spezifischen Gewicht der Körner, also statisch. Dem Erfinder ist es gelungen, bie der Setzarbeit tatsächlich einen statischen Ausbereitungsprozess mathematisch und versuchsweise nachzuweisen ("Schichtungsprozess"). Man kann nämlich jede Schüttung spezifisch verschieden schwerer Körnchen als ein erstarrtes Schwerflüssigkeitssystem auffassen, worin die spezifisch leichten Körnchen die Schwerflüssigkeit bilden. In dieser gleichsam "grobkörnigen und festen Schwerflüssigkeit" sind die spezifisch schweren Körnchen eingebettet und haben das Bestreben, zu Boden zu sinken, wenn der Erstarrungszustand durch Auflockerung auf irgendeine Art beseitigt wird.
In Verfolgung dieser Gedankengänge wurde festgestellt, daß es von Bedeutung ist, wenn der aufgelockerte Zustand des Setzgutes so lange als möglich beibehalten wird, bis sich der erwähnte Schichtungsprozess innerhalb des Setzgutes ausgewirkt hat.
Die Erfindung besteht demzufolge darin, daß zwischen dem Aufströmen und dem Rückströmen der über dem Setzsieb befindlichen Setzflüssigkeit eine Pause eingeschaltet ist, in der das angehobene Setzgut absinken und sich dabei schichten kann und die Rückbewegung der Setzflüssigkeit erst beginnt, wenn das in der Flüssigkeit angehobene und schwebende Setzgut sich im wesentlichen geschichtet hat.
Den Unterschied des neuen Setzprinzips von der bisherigen Arbeitsweise zeigt die Kurve d, derzufolge der Flüssigkeitsspiegel im Setzraum nach Erreichen seines höchsten Standes so lange gehalten wird, bis die Schichtung nach dem spezifischen Gewicht im wesentlichen beendet ist. Der absinkende Wasserstrom durchströmt also ein in der Schichtung nach dem spezifischen Gewicht viel weiter fortgeschrittenes Setzbett im Gegensatz zu der bisherigen Arbeitsweise, bei der das sich schichtende Setzgut mit nach unten gezogen und vorzeitig auf dem Setzbett festgepresst wird.
Bei einer erfindungsgemäss ausgebildeten und betriebenen Setzmaschine gelingt es, den Setzvorgang mit nur einem Bruchteil der bisherigen Anzahl von Setzhüben durchzuführen. Es ergibt sich also bei dem neuen Setzverfahren eine erhebliche Leistungssteigerung.
Die Setzflüssigkeit kann Wasser oder eine Aufschlämmung feinster Feststoffe im Wasser (Trübe) sein.
Claims (1)
- Verfahren zur Aufbereitung von Kohle oder sonstigen Mineralien auf Naßsetzmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Aufströmen und dem Rückströmen der über dem Setzsieb befindlichen Setzflüssigkeit eine Pause eingeschaltet wird, in der das angehobene Setzgut absinken und sich dabei schichten kann, und daß die Rückbewegung der Setzflüssigkeit erst beginnt, wenn das in der Flüssigkeit angehobene und schwebende Setzgut sich im wesentlichen geschichtet hat.
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