DEP0001891DA - Kraftantriebsvorrichtung, insbesondere für Nähmaschinen - Google Patents

Kraftantriebsvorrichtung, insbesondere für Nähmaschinen

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DEP0001891DA
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DE
Germany
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drive device
power drive
coupling
clutch
motor
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Elber
Otto Mohn
Karl Friedrich Müller
Original Assignee
Industrie-Werke Karlsruhe AG, Karlsruhe
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft eine Kraftantriebs-Vorrichtung, insbesondere für Hochleistung-Nähmaschinen, sowie ähnliche schnellaufende Kleinmaschinen.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art, welche Konus-Reibkupplungen und Schwungmassen enthalten, haben den Nachteil, daß sie besonderer Mittel zur Herstellung des Fluchtens von Motor- und Kupplungswelle bedürfen und trotzdem einem ungewöhnlich hohen Verschleiß ausgesetzt sind. Als weiterer Nachteil ist das große Gewicht und ein außerordentlicher Werkstoffaufwand zu bezeichnen. Sodann erschwert der ungewöhnliche Raumbedarf der bekannten Vorrichtungen die pendelnde Aufhängung unterhalb der Nähtischplatte. Ferner bedürfen diese bekannten Konus-Reibkupplungen eines starken Kupplungsdruckes, was besonders im modernen Akkordbetrieb sich sehr nachteilig auf die Leistung auswirkt. Alle diese Nachteile werden durch den Erfindungsgegenstand beseitigt. Dieser besteht in einer Vereinigung von Merkmalen, welche in ihrer Zusammenwirkung eine einwandfreie, jeden Ansprüchen gerecht werdende Kupplungswirkung ergeben.
Das wichtigste Merkmal ist ein pendelnd aufgehängtes Mittelteil als Träger eines an der einen Seite befestigten Motors mit verhältnismäßig großer Schwungmasse und einer an der Gegenseite angebrachten mehrgliedrigen Lamellen-Kupplung.
Hierdurch wird ein einwandfreies kraftschlüssiges Eingreifen der Kupplung erzielt wie es das häufige, schlagartige Aus- und Einkuppeln einer modernen, mit hoher Drehzahl laufenden Nähmaschine erfordert. Beispielsweise muß beim Nähen von Hemdkragen der gekuppelte Teil der Vorrichtung einige tausend Male täglich nach augenblicklichem Abbremsen und Stillstand sofort wieder auf volle Drehzahl gebracht werden. Diese Bedingung wird durch den vorliegenden Erfindungsgegenstand erfüllt. Durch die pendelnde Aufhängung wird ein ruhiger erschütterungsfreier Lauf erreicht, der durch Verwendung eines endlosen Riemens unterstützt wird. Die pendelnde Aufhängung der Vorrichtung hat nicht nur den Vorteil der Erzielung konstanter Riemenspannung, sondern dient auch dem Ausgleich der bei den verschiedenen Nähmaschinen wechselnden Abstände zwischen Antriebsvorrichtung und der Antriebsscheibe der Nähmaschine. Durch wesentliche Vergrösserung des Durchmessers der Schwungscheibe im Antriebsteil der Vorrichtung über den Durchmesser des Motors hinaus wird das vielfache Arbeitsvermögen gegenüber den üblichen Bauarten erzielt auf Grund der bekannten Tatsache, daß die Schwungwirkung im Quadrat der Umfangsgeschwindigkeit wächst. Hierdurch wird beim Einkuppeln ein schlagartiges Anlaufen der angetriebenen Hochleistungs-Nähmaschinen erreicht. (Die Drehzahl des Motors fällt nicht ab).
Mit Rücksicht auf die Massenträgheit der gekoppelten Teile bei schlagartigem Ein- und Auskuppeln werden dieselben möglichst leicht ausgeführt und zwecks Ersparnis an Werkstoff sind auch die übrigen Teile der Vorrichtung so leicht wie möglich gehalten. Beispielsweise wird das Motorgehäuse, sowie das topfartige Kupplungsgehäuse aus Blech im Tiefziehverfahren spanlos gefertigt. Auch die Antriebsscheibe, die Befestigungsplatte und Lager der pendelnden Aufhängung sind spanlos hergestellt. Zweckmässigerweise wird das Kupplungsgehäuse als Lagerträger für die Kupplungswelle und zur Führung des Kupplungshebels verwendet. Ferner wird das an sich zylindrische Motorgehäuse um die Motorgehäusebolzen nach innen herumgeführt derart, daß dadurch das Statorpaket seine Führung erhält und an diesen Stellen mit radial verlaufenden Schlitzen für das Einsetzen der Stator-Halteringe versehen ist. Die in den Kupplungsritzeln befestigten Lamellenringe sind so bemessen, daß nach dem Ausstanzen des äußeren und inneren Lamellenringes aus einer Blechscheibe der Blechabfall für die Stator-Halteringe weiter verwendet werden kann.
Für die Lamellen der Reibkupplung hat sich als Werkstoff ein Kunstharz-Preßstoff mit Textileinlage unter Beimengung von Kupfer als ganz besonders widerstandsfähig erwiesen.
An einem Ausführungsbeispiel ist der Motor, der Mittelteil und die Kupplung in Abb. 1 im Längsschnitt dargestellt. Abb. 2 zeigt die pendelnde Aufhängung in Vorderansicht und Abb. 3 als Seitenansicht.
Am Mittelteil 1 der Kraftantriebs-Vorrichtung ist an der einen Seite der Motor 2 mit seinem Gehäuse 3 und dem Lagerschild 22 mit Gehäuseschrauben 25 befestigt. Das Gehäuse 3 ist an den Stellen 24 um die Gehäuseschrauben 25 herumgeführt, trägt die
Stator-Blechpackung 21 und ist mit Schlitzen zur Aufnahme der Stator-Halteringe 26 versehen. Die Motorwelle 20 ist im Lagerschild 22 und im Mittelteil 1 gelagert. Auf der Motorwelle 20 im Mittelteil 1 ist die Luftschraube 38 angeordnet und am freien über das Mittelteil hinausragende Ende trägt die Motorwelle die Schwungscheibe 23 mit dem Antriebsteil 12 der Kupplungslamellen des Antriebs 5.
An der entgegengesetzten Seite des Mittelteils 1 ist das aus Tiefziehblech gefertigte Kupplungsgehäuse 4 befestigt, in dessen zylindrischen Ansatz 17 die Kupplungswelle 18 gelagert ist. Diese ist mit ihrem anderen Ende in der Motorwelle 20 geführt.
Mit der Kupplungswelle 18 fest verbunden sind die Kupplungslamellen des Antriebs 6, sowie die Bremsscheibe 16 und die Kupplungsmuffe 7. In diese greifen die an der Kupplungsgabel 8 befestigten Laufrollen 9 ein.
Die Kupplungsgabel 8 geht in den Bremshebel 10 über, der am Lagerbock 39 drehbar gelagert ist. Am Bremshebel 10 ist die einstellbare Druckschraube 13 angeordnet, welche beim Entkuppeln durch Einwirkung der Bremsfeder 11 den Bremsbacken 14 gegen die Bremsscheibe 16 drückt. Die am freien Ende des Kupplungshebels 10 eingehängte Kette 15 führt zum Kupplungs-Fußtritt. Die Riemenscheibe 37 des Antriebs ist am freien Ende der Kupplungswelle 18 befestigt.
Der Mittelteil 1 besitzt einen Pendelarm 28, dessen Ende als Nabe 29 ausgebildet ist. Diese Nabe ist auf dem Bolzen 30 befestigt, der in den Lagern 31 der Befestigungsplatte 36 drehbar gelagert ist und gegen achsiale Verschiebung durch Sprengringe 32 gesichert wird. Die Nabe 29 hat einen Ansatz 33, in welchem eine Stellschraube 34 sich gegen den Anschlag 35 stützt.
Wirkungsweise:
Durch Niederdrücken des an der Kette 15 befestigten Fußtrittes wird der Kupplungshebel 10 und die an demselben angeordnete Druckschraube 13 nach unten gezogen. Hierdurch wird der Bremsbacken 14 von der Bremsscheibe 16 gelöst und gleichzeitig wird durch die an der Kupplungsgabel 8 befestigten Laufrollen 9 die Kupplungsmuffe 7 mitsamt der Bremsscheibe 16, den Kupplungslamellen des Antriebs 5 und des Abtriebs 6 gegen die Schwungscheibe 23, entgegen der Federkraft der Feder 11 gedrückt und damit ist die Kupplung eingeschaltet.
Geschieht das Niederdrücken des Fußtittes rasch, so erfolgt ein schlagartiges Kuppeln auf volle Umdrehungszahl, während bei allmählichen Niederdrücken die Kupplungslamellen nur teilweise kuppeln, d.h. sie rutschen, wodurch eine beliebige geringere Drehzahl des gekuppelten Teiles erreicht wird.
Beim Entkuppeln, als beim Loslassen des an der Kette 15 befestigten Fußtrittes, werden durch die Federkraft der Feder 11 die Kupplungslamellen des Abtriebs 6 und die Bremsscheibe 16 von den Kupplungslamellen des Antriebs 5 und der Schwungscheibe 23 gelöst. Gleichzeitig wird die Kupplungsmuffe 7 zurückgedrückt und durch die an der Kupplungsgabel 8 befestigten Laufrollen 9 der Bremshebel 10 hochgehoben. Hierbei wird durch die Druckschraube 13 der Bremsbacken 14 gegen die Bremsscheibe 16 gedrückt und damit der gekuppelte Teil stillgelegt.
Geschieht das Loslassen des Fußtrittes rasch, so erfolgt ein schlagartiges Abstoppen der Kupplung, während bei allmählichem Loslassen des Fußtrittes die Kupplungslamellen nur teilweise entkuppelt werden d.h. sie rutschen, wodurch eine beliebige geringere Drehzahl des gekuppelten Teiles erreicht wird.
Ein etwaiges Strecken des Antriebsriemens wird durch Nachstellen mittels Stellschraube 34 ohne weiteres ausgeglichen.

Claims (9)

1.) Kraftantriebs-Vorrichtung insbesondere für Nähmaschinen, gekennzeichnet durch ein pendelnd aufgehängtes Mittelteil (1) als Träger eines an der einen Seite angebrachten Motors (2) mit verhältnismäßig großer Schwungmasse (23) und einer an der Gegenseite angebrachten mehrgliedrigen Lamellen-Reibkupplung (5, 6).
2.) Kraftantriebs-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungswelle (18) in der Motorwelle (20) gelagert ist.
3.) Kraftantriebs-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil (1) des Antriebs mit seinem Pendelarm (28) auf einen Bolzen (30) sitzt, der in seinen Lagern (31) drehbar ist.
4.) Kraftantriebs-Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Pendelarmes (28) durch einen nachstellbaren Anschlag (34, 35) begrenzt wird.
5.) Kraftantriebs-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Motorgehäuse (3), sowie das topfartige Kupplungsgehäuse (4), die Antriebsscheibe (37) und die Lager (31) nebst Befestigungsplatte (36) aus Blech im Tiefziehverfahren spanlos gefertigt sind.
6.) Kraftantriebs-Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kupplungsgehäuse (4) als Lagerträger für die Kupplungswelle (18) und zur Führung des Kupplungshebels (10) dient.
7.) Kraftantriebs-Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das an sich zylindrische Motorgehäuse (3) um die Motorgehäusebolzen (25) nach innen herumgeführt ist, derart, daß das Statorpeket 21 seine Führung erhält und an diesen Stellen radial verlaufende Schlitze hat zum Einsetzen der Stator-Halteringe (26).
8.) Kraftantriebs-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Kupplungsritzeln befestigten Lamellenringe (5, 6) so bemessen sind, daß nach dem Ausstanzen des äußeren und inneren Lamellenringes aus einer Blechscheibe der Blechabfall für die Stator-Halteringe (26) weiter verwendet werden kann.
9.) Kraftantriebs-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen der Reibkupplung aus Kunstharz-Preßstoff mit Textileinlagen und Beimengung von Kupfer hergestellt sind.

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