DEP0001462BA - Zündkerze für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Zündkerze für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Zündkerze für Brennkraftmaschinen, die dazu bestimmt ist, eine richtige Zündung zu gewährleisten, wobei sie praktisch gegen die Schwankungen des Umgebungsdruckes unempfindlich und gemäß einem Kennzeichen der Erfindung so ausgebildet ist, daß der Zündfunke den dielektrischen Veränderungen des umgebenden Mittel entzogen ist.
Dieses Ergebnis wird erfindungsgemäß dadurch erhalten, daß der Zündfunke von enem Isolator "getragen" wird, d.h. an einem Isolator, der die Mittelelektrode bis auf eine kleine freie Spitze umgibt und auf dem die Masseelektroden aufliegen, entlangstreicht.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß ein in den Isolierstoff eingebetteter Ohm'scher Widerstand mit der Mittelelektrode in Reihe geschaltet ist, wobei der Wert dieses Widerstandes so gewählt ist, daß man die durch die magnetischen Dekremente des Zündfunkens bedingte Dämpfung erhält, und zwar unter Berücksichtigung des Schutzes gegen die Wellenbänder der elektrischen Störungen, insbesondere für den Fall der Kurzwellen, ohne den Wert zu erreichen, für den das Fliessen eines hinreichenden Zündstromes nicht mehr gewährleistet wäre.
Schliesslich haben andere Kennzeichen der erfindungsgemässen Zündkerze den Zweck, dieser folgende Vorteile zu verleihen: der Verschmutzung zu widerstehen, keine Selbstzündungen zu verursachen, Elektroden aufzuweisen, deren Abnutzung auf einen
Kleinstwert zurückgeführt ist, leicht in den Motorblock eingebaut werden zu können, und möglichst vollständig die elektromagnetischen Störstrahlungen zu verhindern.
Die Zeichnung stellt als Beispiele eine die Kennzeichen der Erfindung aufweisende Zündkerze dar.
Abb. 1 ist ein Längsschnitt der Kerze,
Abb. 2 eine Teilansicht, die in Seitenansicht die die Masseelektrode bildende Hülse zeigt.
Abb. 3 ist ein Schnitt einer Abdichtung vor ihrer Umbördelung für ihre Festlegung auf dem Körper der Kerze.
Die Kerze (Abb. 1) besteht aus einer Mittelelektrode 1 aus rostfreiem Metall, deren Kopf 2 entweder in den Isolator 3 eingeschraubt ist - wie dargestellt -, oder einfach durch eine Verdickung gebildet wird, die durch eine leichte Verstemmung in dem Isolator verankert werden kann. Dieser Kopf 2 steht in Berührung mit dem Zylinder 4 aus einem kohlenstoffhaltigen Werkstoff und zwar vorzugsweise aus dem unter dem Namen: "Givrit" (givrite) gekannten Werkstoff, welcher den Ohm'schen Widerstand darstellt, dessen Wert in Abhängigkeit von den Kenngrössen des Stromkreises und der Art der zu "entstörenden" Bänder bestimmt wird. In den oberen Teil des Isolators ist eine Klemme 5 aus Messing oder einem anderen geeigneten Metall eingeschraubt, wobei eine Kontaktfeder 6 zwischen dieser Klemme 5 und dem Widerstand 4 angeordnet sein kann. Eine Dichtungsscheibe aus einem bildsamen Werkstoff 7 wird zwischen dem Isolator 3 und dem an der Klemme 5 vorgesehenen Auflagebund 8 zusammengepreßt.
Der rohrförmige und doppelkonische Isolator 3 wird auf dem Sockel 9 durch die Stopfbuchse 10 blockiert, welche in den Isolator geschraubt ist und an ihrem oberen Teil Nuten 11 aufweist, die ihre Betätigung mittels eines geeigneten Werkzeugs zum Zwecke ihres Anzugs gestatten. Eine Dichtungsscheibe 12, z.B. aus Aluminium, Kupfer oder Messing, ist zwischen der Stopfbuchse 10 und dem Isolator eingeschaltet.
Es wurde festgestellt, daß man, wenn man mit der zur Herstellung des Isolators benutzten Kaolinmasse etwa 10 bis 15% Asbest innig mischt und stärker brennt, einen Isolierstoff erhält, der bei den hohen Benutzungstemperaturen eine sehr grosse dielektrische Festigkeit besitzt. Die oben als Beisp8iel beschriebene Kerze enthält einen Isolierstoff mit 12% Asbestpulver, der eine dielektrische Festigkeit von 35 kV bei 600°C besitzt. Dieser Isolierstoff kann auch unabhängig von seinem Asbestgehalt aus Aluminiumoxyd, Korund, Steatit, geschmolzenem Quarz, Glimmer oder einem beliebigen anderen geeigneten isolierenden Werkstoff bestehen.
Dieser Isolator sitzt auf dem oberen Teil einer Hülse 13 auf, welche vorzugsweise aus Nickel besteht. Der mittlere Teil dieser Hülse umgibt den Isolator und ihr unterer Teil verengt sich bei 14, um die ringförmige Masseelektrode zu bilden. Der Funke springt von selbst kreisringförmig über, indem er an dem unteren Teil des Isolators entlangstreicht, welcher die Zündschale bildet. Die Abb. 2 zeigt insbesondere die in der Stirnwand der Hülse 13 angebrachten Längsschlitze 15.
Die Einbaudichtung 16 besteht in bekannter Weise aus einem bildsamen Werkstoff 17, z.B. Asbest, der in einer Fassung aus Kupfer, Messing, Aluminium oder einem anderen Metall angeordnet ist. Die Fassung weist eine Hülse oder einen zylindrischen Flansch 18 (Abb. 3) auf, der durch Umbördelung in eine an dem Sockel 9 vorgesehene Nut 19 eingedrückt wird. Auf diese Weise bildet die Dichtung mit der Kerze im Augenblick des Einbaus ein Stück. Sie kann übrigens von der Kerze getrennt werden, wenn man dies wünscht, z.B. während des Ausbaus, und zwar mit Hilfe eines einfachen, mit der Spitze eines Schraubenziehers oder mit einem anderen Werkzeug ausgeübten Druckes.
Die die Masseelektrode bildende Hülse 13 erhält ihre elektrische Verbindung durch den Sockel. Diese Anordnung verhindert insbesondere die Bildung von inneren Ablagerungen
von Kohlenstoffteilchen, die glühende Punkte schaffen, die Selbstzündung hervorrufen können. Außerdem besitzt sie den Vorteil, ein thermisches Gleichgewicht zwischen den beiden Elektroden zu schaffen, so daß die Zersetzung durch den Transport im Lichtbogen ausgeglichen oder auf die beiden Elektroden verteilt wird, wodurch ihre Abnutzung auf einen Kleinstwert beschränkt wird. Ausserdem wird das Anlassen der Brennkraftmaschine im kalten Zustand stark erleichtert.
Es sei schliesslich noch bemerkt, daß die erfindungsgemässe Kerze einen richtigen Zylinderkondensator darstellt, dessen Beläge folgendermassen gebildet sind: der Innenbelag durch die Aussenfläche der Mittelelektrode 1, das Dielektrikum durch den Isolator 3 und das Gaskissen zwischen der Aussenfläche des Isolators 3 und der Innenfläche der Hülse 13 und schließlich der Aussenbelag durch die Innenfläche der Hülse 13. Dieser Kondensator vervollständigt den oben erwähnten Störschutz.
Claims (5)
1. Zündkerze für Brennkraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelelektrode aus einem Isolator eine kurzes Stück herausragt und im Abstand von einer als Masseelektrode dienenden Hülse umgeben ist, die auf diesem Isolator so aufliegt, daß der Zündfunke an dem Isolator entlangstreicht.
2. Zündkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein in dem Isolator (3) eingesetzter, als Ohm'scher Widerstand dienender Zylinder (4) mit der Mittelelektrode (1) in Reihe geschaltet ist.
3. Zündkerze nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine innere Hülse (13) aus rostfreiem Metall, deren oberer Teil eine konische Erweiterung aufweist, mit der die Hülse zwischen dem Sockel (9) und dem Isolator (3) festgeklemmt wird, während ihr unterer Teil die Masseelektrode darstellt.
4. Zündkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtung zwischen dem Sockel (9) der Kerze und dem Zylinderkopf der Brennkraftmaschine durch eine Einbaudichtung (16) erfolgt, die mit einem zylindrischen Flansch (18) versehen ist, der in eine an dem Sockel (9) der Kerze angebrachte Nut (19) umgebördelt werden kann.
5. Zündkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Herstellung des Isolators benutzte Masse einen Anteil von etwa 10 bis 15% Asbest enthält.
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