DEP0000926DA - Verfahren zur Herstellung eines Nahrungsmittels aus Molke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Nahrungsmittels aus Molke

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DEP0000926DA
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whey
food
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gelatinizing
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Original Assignee
Weingand, Christine
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Schutzgesuch voe.
Christine leingand
Bomlitz bei Walsrode
Verfahren zur Herstellung eines lahrungsmittela
aus Molke
Die bei der Käsebereitung anfallende Make wird bis Jetzt nur zu einem geringen Teil der menschlichen Ernährung zugeführt« Der grössere Teil wird als Viehfutter verwendet und beträchtliche Mengen gehen auch in die Abwässer und rufen dort unliebsame Störungen hervor»
Im Durchschnitt enthält die Molke 4$ Milchzucker, Q/ofi Ei— weiss und 09öf> anorganische Salze sowie daneben eine Reihe von sehr wertvollen Vitaminen.. Die anorganischen Salze sind dabei nicht nur qualitativ t sondern auch quantitativ so zusammengesetzt, dass sie den Bedarf des Menschen an anorganischer Substanz vollkommen decken, und das in der Molke enthaltene Biweiss stellt anderseits infolge seiner chemischen und physikalischen Beschaffenheit eine für die menschliche Ernährung sehr günstige Form dare
Der am einfachsten erscheinende Weg zur Gewinnung dieser Stoffe aus der Molke, der in der vollständigen Verdampfung des in der Molke enthaltenen Wassers besteht, ist zu kostspielig, da zur Erlangung von 1 kg Festsubstanz nahezu 20 1 Wasser verdampft werden müssen * Auch hat man bei den in den letzten Jahren angewendeten Verfahren meist nur den Milchzucker oder das Eiweiss gewonnen, während die anorganischen Substanzen verloren gingen« Die geringe Konzentration an Festsubstanz und die Unwirtschaftlichkeit der Freilegung dieser Substanz durch Eindampfen der Molke sind die Hauptgründe für die bisher so anbedeutend gebliebene Verwertung der Molke für die menschliche Ernährung* Die grossen Milchmengen jedochj die zu Käse verarbeitet werden
und beispielsweise in Deutschland jährlich einige Milliarden Liter betragen» lassen ein Verfahren erwünscht erscheinens das die Festsubstanz der dabei anfallenden Molke in einfacher Weise und mit geringen Durchführungskosten nutzbar zu machen gestattet <S>
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass man die Molke durch Gelatinierungsraittel in den Gelzustand bringt und dadurch samt ihren festen Bestandteilen in eine streichfähige Masse überführt« Auf diese Art wird aus der bei der Msebereitung sich ergebenden Molke, ohne dass sie einem kostspieligen und langwierigen Eindampfen zur Trockne unterworfen zu werden braucht, ein Erzeugnis gewonnen, das nicht nur die wertvollen Anteile der Molke wie Milchzucker, Biweiss, anorganische Salze und Vitamine unverändert und vollständig enthält und daher hohe Nährkraft besitzt sondern auch eine sofortige Verwendung als Nahrungsmittel auf Grund der ihm verliehenen Konsistenz ermöglicht, indem es ohne weiteres als Auftrag auf Brot verzehrt oder als Grundlage für Tunken benutzt oder sonstwie als Paste oder Gelee dem Genuss zugeführt werden kann«, Die Herstellung dieses hochwertigen Nahrungsmittels erfolgt in einfachem und billigem sowie schnellem Verfahrens da die Zugabe der Gelatinierungsmittel keine übermässigen Kosten verursacht und rasch wirksam ist und die Verdampfung von Molkewasser ganz in Fortfall kommen oder zum Mindesten auf ein geringes wirtschaftlich und technisch nicht störendes Mass herabgesetzt werden kann*
Das erfindungsgemäss aus Molke gewonnene Nahrungsmittel zeichnet sich auch durch leichte Verdaulichkeit und hohe Bekömmlichkeit für den menschlichen Organismus aus und ist daher auch für JTranke ausserordentlich zuträglich^ Infolge seiner
gelartigen Konsistenz kann es auch ohne Schwierigkeit verschickt und in den Handel gebracht sowie bequem verkauft werden« Falls seine längere Lägerfähigkeit erforderlich ist, braucht man ihm nur ein Konservierungsmittel wie z. B, Hatriumbenzoat oder Hexamethylentetramin oder Benzoesäure oder ein Gemisch dieser Stoffe bei der Herstellung zuzufügen, und ebenso kann man ihm zur Erzielung einer gewünschten Färbung natürliche oder künstliche Farbstoffe beimengen. Zur Herbeiführung einer bestimmten Geschmackswirkung oder zur Geschmacksverbesserung kann man dem Gemisch aus Molke und Gelatiniermittel entsprechende natürliche oder künstliche Geschmacksstoffe wie Z8 Β« Vanille* Fruchtaromen, Fruchtsäfte* Honigessenz oder Gewürze z. B. Kochsalz, Pfeffer, Paprika oder gepulverte Gewürzkräuter wie ζ. B„ Petersilie, Majoran, Thymian? Basilikum, liebstöckl zusetzen«
Als Gelatinierungsmittel verwendet man vorteilhafter Weise Stoffe mit hoher Eigenviskosität, die schon in geringen Mengen ein genügend festes Gel ergeben und rasch wirksam sind9 Auch wird man zur Gelatinierung vorzugsweise KolMde, die selber Nährwert haben, wie insbesondere Eiweiss, Gelatine, Quell— stärke, Pektin, Inulin oder ^elluloseäther wählen« Man kann von süsser oder sauerer Molke ausgehen und im Bedarfsfalle die sauere Molke vor der Zugabe des G-elatinierungsmittels mit einem üfeutralisierungsmittel z« B9 Soda oder latriumbikarbonat behandeln. Mit gutem Erfolg lässt sich auch die bei der Butterbereitung anfallende Magermilch verwenden®
Im Einzelnen kann man zur Herstellung von süssem Brotaufstrich so verfahren, dass man der von der Käsebereitung angefallenen süssen Molke ausser dem Gelatinierungsmittel und einem etwa erforderlichen GeschmacksVerbesserungsmittel noch
soviel Zucker oder Sirup zufügt, dass SiejKonzentration zur Konservierung ausreichte Zur Gewinnung von Tunkengrundlagen oder nicht süssen Brotaufstrichen wird man als Ausgangsstoff nicht süsse so&flern saure Molice verwenden, der man nach der Neutralisier mag Hefe und das gewünschte gepulverte Gewürzkraut sowie die notwendige Kochsalzmenge zusetzte Das ganze Gemenge von süsser oder saurer Milchend Zutaten wird zur innigen Vermischung seiner Bestandteile aufgekocht. Man kann auch ein Dickungsmittel ZoB, Weizen- oder Maisgries der Molke zugeben? die damit einige Minuten vor der Zufügung von Gewürzen und Hefe aufgekocht wird s
Beispieles
le 100 Liter süsse Molke werden mit 2,5 kg Pektin und 20 kg Zucker unter kräftigem Rühren aufgekocht. Hierauf werden 100 g Vanille und eine entsprechende Menge eines gelben Farbstoffes sowie 100 g Benzoesäure zugesetzt und das Ganze v^ird noch einmal bis zum Kochen erhitzte Nach dem Erkalten stellt dieses Gemisch eine wohlschmeckende leicht streichfähige gelb gefärbte Hasse dar, die einen Kaloriengehalt von etwa 110 auf 100 g besitzt*
2* 100 Liter aus der Sauermilehkäserei anfallende Molke werden mit soviel Natriumkarbonat versetzt, dass sie gegen Lakmus eben neutral reagieren. Darauf wird im Vakuum auf die Hälfte des Volumens eingeengt« Dann löst man in der Molke 10 kg karamelisierten Zucker auf, trägt langsam lsb kg Celluloseäther, wie er unter dem Kamenßondin im Handel ist» ein und kocht die ganze Mischung kurz auf, Schliesslich setzt man noch 50g Hexamethylentetramin als Konservierungsmittel zu* Das so erhaltene nahrungsmittel ist eine hochwertige Aufstrichmasse mit einem Kalorienwert von 120 auf 100g*
3* 150 Liter sauere Molke werden rait Iatriumbikarbonat neutralisiert und auf 100 liter eingeengte Hierauf rührt man 15 kg Y/eizen- oder Maisstärke in die Molke ein und hält das Gemisch etwa 10 Minuten auf Kochtemperatur„ lunmehr setzt man 5 kg Hefe zu und kocht nochmals kurz auf * Schliesslich werden bOO g fein gepulvertes Basilikum und 120 g Benzoesäure sowie ftOOg Kochsais zugemischt. Die sich ergebende wohiseherneckende Aufstrichmasse, die sich auch als Tunkengrundlage verwenden lässt j hat einen Kaloriengehalt von 110 auf 100 ge

Claims (1)

  1. Ansprüche
    1* Verfahren zur Herstellung eines Nahrungsmittels aus Molke zur Verwendung als Brotaufstrich, Tunkengrundlage oder in ähnlicher Form, dadurch gekennzeichnet, dass man Molke durch Zusatz von Gelatinierungsmitteln in den Gelzustand überführt und dadurch samt ihren festen Bestandteilen in eine streichfähige Masse verwandelt«,
    2* Verfahren nach Anspruch I9 dadurch gekennzeichnet, dass man Kolloide, die selbst Nahrungsmittel sind.» zur Gelatinierung der Molke verwendet«,
    3* Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Biweiss, Gelatine9 Stärke, Pektin, Celluloseether oder oder Inulin als Gelatinierungsmittel benutzt«
    4© Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Gemisch aus Molke und Gelatinierungsmittel Geschmacksstoffe oder Gewürze oder Verdickungsmittel oder Farbstoffe oder gleichzeitig mehrere dieser Zusätze beifügt«
    5e Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis ^9 dadurch gekennzeichnet, dass man saure Molke vor der üeberführung in den Gelzustand mit einem Eeutralisierungsmittel "behandelt«
    6» Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis b? dadurch gekennzeichnet, dass man den Wassergehalt der Molke vor der Zugabe des Gelatinierungsmittels verringerte
    Im Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemisch aus Molke und Zutaten einem Aufkochvorgang unterwirft,»

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