DEP0000638DA - Wurstfüllmaschine - Google Patents
WurstfüllmaschineInfo
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Description
!wurstfüllmaschine.
Es sind Wurstfüllmaschinen bekannt, deren Arbeitskolben durch einen von Drucköl getriebenen zweiten Kolben angetrieben
wird. Bei einer bekannten Bauart arbeitet die ölpumpe immer gegen einen von einem Überdruckventil begrenzten Überdruck. Bs
ist -jedoch auch bereits bekannt, eine Leerlauf stellung vorzusehen, bei der das Steuerventil eine Leerlauföffnung freigibt,
durch welche die Pumpe, unter Umgebung eines Überdruckventils unmittelbar auf die Saugseite fördert. Der Antriebsmotor wird
hierbei entlastet; das Überdruckventil braucht nur kurzzeitig zu arbeiten; alle Teile der hydraulischen Anlage werden geschont.
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen der letzteren Art. Gemäß der Erfindung besitzt der Kolben des Steuerventils
eine mittlere Ringnut, die zwei muschelförmige Ausnehmungen im Umfang des Kolbens miteinander verbindet. Mit dieser Bauart gelagnt
man in einfacher Weise zu vorteilhaften Betriebsmöglichkeiten. Zweckmäßig erhalten die Abströmöffnungen für Arbeitsöl
eine solche Lage zu der Leerlauföffnung und zweckmäßig erhalten die .Steuermuscheln solche Abmessungen, daß die Arbeitsöffnungen
- 1 a -
schon Drucköl erhalten, kurz bevor die Leerlauföffnung verschlossen wird, bzw. daß die Leerlauföffnung schon geöffnet
ist, bevor die Arbeitsöffnungen geschlossen sind.
In Weiterer Erfindung ist das Steuerventil mit einer üiinrichtung zum selbsttätigen Umschalten auf Leerlaufstellung nach
dem Zurückkehren des ölgetriebenen Kolbens in die Anfangstellung, ausgerüstet.
Weitere Merkmale von erfinderischer Bedeutung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der
Zeitimung und den Unteranspruchen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel.
Pig.1 ist ein Schnitt durch eine vereinfacht gezeichnete, erfindungsgemäß ausgebildete Wurstfüllmaschine.
Fig.2 ist ein Längsschnitt durch das Steuerventil in größerem Maßstäbe.
Fig.3 zeigt eine -Einzelheit.
In dem Maschinengehäuse 1 ist der Druckölzylinder 2 hängend befetigt, in dem der einen Hohlzylinder darstellende ölkolben
31 geführt ist unter Zwischenschaltung von Lichtungen bzw. Manschetten
4 und 5· Mit dem ölkolben 3 ist der Arbeitskolben 6 durch die Schraube 7 verbunden. Der Arbeitskolben 6 ist in dem
mit V'urstgut 'zu füllenden Arbeitszylinder 8 geführt, der mit einem abnehmbaren und durch eine Spindel 9 anpreiBbaren Deekel 1C
verschlossen ist und einen Füllstutzen 11 besitzt. Im Maschinengehäuse ist ferner der Motor 12 mit senkrecht stehender r/ eile
befestigt, der mit der Zahnradpumpe 13 zu einer baulichen Ein-Heit zusammengeflanscht ist. Das Gehäuse 1 bildet eine ölwanne
aus der die Pumpe über den korb 15 und die Leitung 16 das öl ansaugt. Das Drucköl gelangt durch die Leitung 17 in das Ventilgehäuse
18 des Steuerventils. Vom Steuerventil aus wird es entweder dur£h die Leitung 19 unter den Ölkolben oder, wenn sich dieser
in seiner höchsten Stellung befindet, über den ölkolben geleitet. Im Sockel aes Gehäuses ist die durchgehende Steuerwelle
2u gelagert, die durch einen Fußhebel 21 absatzweise in mehrere Schaltstellungen gedreht werden kann. Die Scheltstellungen sind
durch eine Übertotpunkt-Raste festgelegt. Diese besteht aus dem auf der v-elle 20 befestigten Rasthebel 22 mit den die drei Schalt
stellungen festlegenden Rasten 23, 24, 25, mit denen ein unter der ! irkung der .Feder 26 stehender Rastbolzen 27 zusammenwirkt.
lÄenn bei Drehung der '.\elle 20 der Scheitel eines der zwischen je zwei Rasten liegenden Zacken an dem doppelkeilförmig zulaufenden
Ende des Rastbolzens vorbeibewegt wird, reicht die Kraft der Feder 26 aus, um den Rastbolzen in die Rast, in die er einzutreten
beginnt, voll hineinzudrücken und die Sfeierwelle in die entsprechende Winkellage zu drehen, Auf die Steuerwelle 20 ist ein^
Arm 28 aufgeklemmt, der an dem im Ventilgehäuse 18 geführten kolben 29 des Steuerventils angreift.
Der Staierkolben 29 besitzt eine mittlere Ringnut 30 (Fig. 2) , die zwei muschelförmige Ausnehmungen 3I und 32 im Umfang des
Kolbens miteinander verbindet. Im Gehäuse 18 sind drei Ablauf-Öffnungen angebracht; die Leerlauföffnung 33» die mit der Ring-
nut 3^ zusammenwirkt, die Ablauföffnung 3^» die von der in Fig.2 rechten Stirnfläche des Steuerkolbens 29 gesteuert wird und die
Ablauföffnung 35» die von der in Fig. 2 linken Kolbenstirnfläche gesteuert ist. Durch die Kanäle 36 und 37 wird das Drucköl weitergeleitet,
und zwar durch den Kanal 36 unter den Ölkolben und durch den Kanal 37 über den Ölkolben. Durch den Stutzen 38 wird
das Drucköl dem Ventilgehäuse zugeführt. Ss gelangt zunächst in eine Kammer 39» die eine öffnung 40 zur Weiterleitung des Öles in die
Muschel 32 des Steuerkolbens 29 bzw. in dessen Hingnut ξ>0 besitzt.
Eine weitere öffnung 41 in der Wandung der Kammer 39 ist durch den Überdruckventilkolben 4-2 verschlossen, der durch eine zweckmäßig
einstellbare Ventilfeder 43 in der in Pig.2 gezeichneten Schließstellung gehalten wird. Venn der Druck in der Kammer 39 so
groß Vvird, daß die auf den Kolben 4-2 ausgeübte Kraft die Kraft der Feder 4-3 überwindet, so wird der Überdruckkolben 4-2 in Fig.2
nach rechts gedruckt, also geöffnet. Das öl gelangt dann in den Kanal 44, der in den Raum 45 in Fig.2 rechts vor aem Steuerkolben
mündet. Steht der Steuerkolben 29 in der in 2g.2 ausgezogen gezeichneten Stellung, so kann das 01 durch die öffnung y\
in den Vorratsbehälter bzw. auf die Saugseite abströmen. Der Kanal 44 besitzt eine Abzweigung 46, die der Kolben 42 verschließt,
sobald er die öffnung 41 freigibt. Aus der Abzweigung 46 führt eine Ablauföffnung 47 in den Ansaugraum. Das Überdruckventil ist
also mit dem Steuerventil in einem gemeinsamen Gehäuse zu einer Steuereinheit zusammengebaut. Diese Steuereinheit ist im Öl des
z.B. vom Maschinengehäuse gebildeten Ölvorratsbehälters untergebracht, aus dem die Pampe saugt.
Die Wirkungsweise ist folgende. Die in Fig.2 gezeichnete Stellung ist die Leerlaufstellung. Das Drucköl gelengt aus der Kammer
39 über die Öffnung 40 und die Ringnut 30 zu der Leerlauföffnurg 33. Wird der Steuerkolben 29 durch Druck auf den Fußhebel 21 in
Fig.2 nach links verschoben, so wird die Leerlauföffnung 33 allmählich verschlossen. Schon bevor sie ganz verschlossen ist,
gelangt die Muschel 31 mit der Abströmöffnung 36 in Verbindung,
so daß allmählich Druck unter den ölkolben gelangt. Schließlich wird die Leerlauföffnung 33 verschlossen und es gelangt ein immer
größerer Querschnitt der Muschel J1 unter den Kanal 36. Damit ist die Geschwindigkeit des Ölkolbens regelbar. Der Kolben arbeitet
um so schneller, je kleiner die !Drosselwirkung beim .Sinströmen des Öles in den Eanal^ 36 ist, je größer also der unter dieser Öffnung
befindliche Muschelquerschnitt ist. Wenn der Ölkolben in seiner obersten Stellung angekommen ist, so steigt der Öldruck in der
Kammer 39» das Überdruckventil mit dem Kolben 42 öffnet sich und das Öl strömt über den Kanal 44 durch die Öffnung 34 ab. Wenn
jetzt der Steuerkolben durch entsprechende Betätigung des Fußhebels 21 in die in Fig.2 rechte Endstellung gedrückt wird, so gelangt
das Öl über die Muschel 3I durch den Kanal 37 über den Ölkolben, der also zurückgezogen wird. Der größte Muschelquerschnitt
befindet sich an dem dem Kanal 37 zugewendeten JSnde der Muschel, so ä&L· die Rückbewegung mit großer Geschwindigkeit einsetzt. Das
vor der in Pig·.2 rechten Stirnfläche des Steuerkolbens 29 befindliche öl wird nach Schließen der öffnung 34 durch die Öffnung 47
weggedrückt. wenn der Ölkolben in seiner untersten Stellung angekommen
ist, steigt wieder der Druck in der Kammer 39 und der Kolben 42 des Überdruckventils wird zurückgedrückt, so daß er die
Abzweigung 46 mit der öffnung 47 verschließt. Das jetzt vor die rechte Stirnfläche des Kolbens 29 gelangende Drucköl drückt den
Kolben in Fig.2 nach links zurück. Wenn dabei die Ablauföffnung 34 und die Leerlauföffnung 33 geöffnet zu werden beginnen, hat
der Rastbolzen 27 den zwischen zwei benachbarten Rasten liegenden Zacken bereits überschritten, so daß er durch die Feder 26 voll
in die Rast eingedrückt wird. Dadurch wird die Welle 20 soweit yerschwenkt, daß über den Arm 28 der Kolben 29 voll in die in
Fig«2 gezeichnete Leerlauf stellung zurückgefüibrt wird.
Statt eines Sastbolzens 27 können auch mehrere gleicher Art vorgesehen sein, um die Kraft mehrerer Federn für das selbsttätige
Erreichen und Festlegen der vollen Schaltstellungen ausnutzen zu können.
Claims (11)
1) Wurstfüllmaschine mit durch Öldruck betriebenem Kolben und einem Steuerventil, das wahlweise Abströmöffnungen für Arbeitsöl
oder eine Leerlauföffnung fiägibt, durch welche die Pumpe unter Umgehung eines Überdruckventils unmittelbar auf die Saugseite
fördert, gekennzeichnet durch einen Steuerkolben mit einer mittleren Ringnut, die zwei muschelförmige Ausnehmungen im Umfang des
Kolbens miteinander verbindet.
2) Maschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Lage der Abströmöffnunp;en für Arbeitsöl zu der Leerlauföffnung
und durch solche Abmessungen der Steuermuscheln, daß die Arbeitsöffnungen schon Drucköl erhalten, kurz bevor die Leerlauföffnung
verschlossen wird, bzw. daß die Leerlauföffnung schon geöffnet ist, bevor die Arbeitsöffnungen geschlossen sind.
*>) Maschine nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen
solchen Querschnittsverlauf der Steuermuscheln, daL bei geschlossener Leerlauföffnung eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung
der Kolbenbewegung durch Freigabe eines kleineren oder größeren Sinströmquerschnittes möglich ist.
4) Maschine nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum selbsttätigen Umschalten des
Steuerventils auf Leerlaufstellung nach dem Zurückkehren des ölgetriebenen Kolbens in die Anfangsstellung.
5) Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß für das selbsttätige Verstellen des Steuerventils ein hydraulischer Antrieb
des Steuerkolbens vorgesehen ist.
6) Maschine nach Anspruoh 5» dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische Antrieb des Steuerventils seinerseits vom Überdruckventil
gesteuert ist.
7) Maschine nach Anspruch 4-6, dadurcn gekennzeichnet, daß bei mit dem Steuerventil in einem gemeinsamen Gehäuse zu einer Steuereinheit
zusammengebautem Überdruckventil der Überdruckventilkol— ben so angeordnet und ausgebildet ist, daß er zu Beginn seiner
öffnungsbewefeung dem Drucköl den Weg vor die eine Stirnfläche des Steuerventilkolbens freigibt.
8) Maschine nach Anspruch 4-7, dadurch gekennzeichnet, dau eine Ai/bl auf Öffnung für vor der Stirnfläche des Steuerventilkolbens
befindliches Drucköl vorgesehen ist, die so angeordnet ist, daß sie vom Kolben des Überdruckventils verschlossen wird, bevor dieser
dem Drucköl den T*eg vor die Stirnfläche des Steuerventilkolbens freigibt»
9) Maschine nach Anspruch 1-8, dadurch gekennzeichnet, dais auüer einer mit der Ringnut des Steuerventilkolbens zusammenwirkenden
Le erlauf Öffnung noch je eine Ablauföffnung, die von den Stirn·*- enden des ßteuerkolbens gesteuert wird, nahe den beiden Enden
des SteuerZylinders vorgesehen ist,
10) Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dab das Steuerventil im öl des Vorratsbehälter
untergebracht ist, aus dem die -Pumpe saugt.
11) Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, ά&ύ eine mit der hydraulischen Steuereinrichtung
zusammenwirkende mechanische Übertotpunktraste vorgesehen ist, die den Steuerventilkolben in die volle Leerlaufstellung zurückbringt,
wenn die Bewegung nach dieser »Stellung hin hydraulisch eingeleitet wurde.
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