DEP0000529MA - Verfahren zur Herstellung von Trockenformen und Kernen für Gießereizwecke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Trockenformen und Kernen für GießereizweckeInfo
- Publication number
- DEP0000529MA DEP0000529MA DEP0000529MA DE P0000529M A DEP0000529M A DE P0000529MA DE P0000529M A DEP0000529M A DE P0000529MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cores
- molds
- production
- sand
- excess
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Gegenstand der Patentanmeldung ... ist ein Verfahren zur Herstellung von Trockenformen und Kernen für Gießereizwecke aus einer Mischung von reinem ton- und wasserfreien Quarzsand mit organischen Bindemitteln, vornehmlich mit aushärtbaren Kunstharzen. Dieses Verfahren kennzeichnet sich dadurch, daß die Formen und Kerne zweistufig getrocknet werden, indem ihre Oberfläche rasch auf eine der Aushärtetemperatur des Bindemittels entsprechende Temperatur erhitzt wird und anschließend die Nachtrocknung des Restquerschnittes erfolgt. Bei der Herstellung der Formen und Kerne nach der Erfindung gemäß des Hauptpatents wird u.a. so vorgegangen, daß die Trockenformen und Kerne auf oder in vorab auf Aushärtungstemperatur des Kunstharzes erhitzte Metall-Modellplatten oder Metallkernkästen verformt und die Formen und Kerne nach Aushärtung ihrer Oberfläche anschließend bis zur Verfestigung ihres Restquerschnittes weiter erwärmt werden. Zur Verformung
der Formen und Kerne auf den Modellplatten läßt sich bekanntlich u.a. das in Gießereien durchweg angewandte Kernblaseverfahren gut verwenden. Das schnelle Erhärten des Bindemittels und damit das Entstehen der glatten und zum Gießen besonders geneigten Oberfläche der Formen und Kerne beruht im wesentlich auf der Eigenschaft der Kunstharze, bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen in den festen Zustand überzugehen, in dem dann der Sand selbst mit abgebunden und unter Bildung einer besonders glatten und dichten Oberfläche verfestigt wird.
Es hat sich nun gezeigt, daß es bei der Herstellung von Trockenformen und Kernen für Gießereizwecke in manchen Fällen nicht erforderlich ist, gemäß dem Verfahren nach dem Hauptpatent mit einer zweigestuften Trocknung und Verfestigung der mit dem aushärtungsfähigen Bindemittel versehenen Mischung von reinem ton- und wasserfreien Quarzsand zu arbeiten. Das gilt beispielsweise für die Herstellung von Formen dünnwandigen Querschnitts, d.h. sogenannten Formschalen, entsprechend bemessenen Voll- und insbesondere Hohlkernen. Für diese Zwecke wird nun erfindungsgemäß das Verfahren nach der Hauptanmeldung wie folgt weiter ausgebildet:
Wie beim Verfahren gemäß dem Hauptpatent wird das mit den organischen Bindemittel angemachte Sandgemisch beispielsweise mit Hilfe der bekannten Kernblasemaschinen im Überschuß auf Metall-Modellplatten oder in Kernbüchsen eingeblasen, die vorher auf die Aushärtetemperatur des Bindemittels gebracht worden sind. Nach kurzer Zeit härtet wiederum eine dünne Oberflächenschicht der Form oder des Kernes an, und zwar mit einer voll-
ständig glatten und glänzenden Fläche. Dabei hat man es mit der <Nicht lesbar> des Erhitzens in der Hand, die Stärke der Aushärtungsschicht auf die jeweiligen Bedürfnisse abzustimmen. Nachdem nun die Schicht in gewünschter Stärke ausgehärtet und abgebunden ist, wird die sich darüber befindliche, noch nicht abgebundene und mit dem organischen Bindemittel versetzte Sandmischung durch Saugzug entfernt. Dieser Teil der Mischung kann dann später ohne weiteres zur Herstellung neuer Formen und Kerne Verwendung finden.
Eine besonders zweckmäßige Art der Ausführung des Verfahrens nach dieser Erfindung läßt sich bei der Verwendung von Fließbändern ermöglichen, auf denen die auf Aushärtetemperatur gebrachte Modellplatte nacheinander unter den Druckstutzen beispielsweise einer Kernblasemaschine und im Anschluß daran unter den Saugstutzen eines Absaugeventilators o.dgl., gebracht wird. Nach der Entfernung des Überschuß-Sandgemisches kann der zweite Trockengang, wie er nach dem Verfahren nach dem Hauptpatent notwendig ist, entfallen, was ganz besonders betriebliche und wirtschaftliche Vorteile bringt.
Wie bei der Herstellung von Formschalen kann man auch bei der Herstellung von Hohlkernen verfahren, wo man das überschüssige Sandgemisch aus der durch Oberflächenerhitzung des Kernes gebildeten Aushärtungshülse heraussaugt.
Claims (2)
1.) Verfahren zur Herstellung von Trockenformen und Kernen für Gießereizwecke aus einer Mischung von reinem ton- und wasserfreien Quarzsand mit organischen Bindemitteln durch Erhitzen der Oberfläche der Formen und Kerne zwecks Aushärtung nach Patent ... (Anmeldung P 516 VIa/31c), dadurch gekennzeichnet, daß auf entsprechend gestaltete und vorerhitzte Metall-Modellplatten, oder in entsprechend behandelte Metallkernkästen die mit dem aushärtungsfähigen Bindemittel angemachte Sandmischung im Überschuß auf- bzw. eingebracht wird und nach Aushärtung einer Formkruste gewollter Dicke der überschüssige Sand von der Metall-Modellplatte oder aus dem Metallkernkasten durch Absaugen entfernt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es auf einem Fließband zur Durchführung kommt.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE832934C (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessereiformen und Giessereikernen | |
| AT266364B (de) | Beschichtungsverfahren für Arbeitswände von Stranggußkokillen | |
| DEP0000529MA (de) | Verfahren zur Herstellung von Trockenformen und Kernen für Gießereizwecke | |
| EP1512472A3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formen oder Kernen | |
| DE832935C (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessereiformen oder Giessereikernen | |
| EP0143954B1 (de) | Verfahren zum Herstellen von Formteilen nach dem Coldbox-Verfahren sowie Formwerkzeug | |
| DE810174C (de) | Verfahren zum Herstellen von Formstoffschichten fuer Giessereiformen und Kerne | |
| DE760892C (de) | Verfahren zum Verfestigen der Oberflaechen von getrockneten Sandformen | |
| DEP0000516MA (de) | Verfahren zur Herstellung von Trockenformen und Kernen für Gießereizwecke | |
| DE2405432A1 (de) | Verfahren zur herstellung von formen und kernen fuer giessereizwecke | |
| DE826334C (de) | Verfahren zum Herstellen von Gussstuecken mit vorzugsweise Hinterschneidungen | |
| DE396692C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunst- und Werksteinen | |
| DE245148C (de) | ||
| EP0344225B1 (de) | Verfahren zur herstellung einer giessform | |
| DE816125C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formen, besonders Pressformen | |
| DE1608337B1 (de) | Bindemittel | |
| DE515376C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formlingen aus Kasein-Kunsthorn | |
| DE556133C (de) | Verfahren zum Formen plastischer keramischer Massen | |
| DE1926663A1 (de) | Bindemittelsystem fuer Formstoffe | |
| AT109991B (de) | Verfahren zur Vereinigung nicht kohärenter Stoffe bzw. Herstellung von Formlingen aus solchen. | |
| DE863896C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstharzformkoerpern | |
| DE355417C (de) | Verfahren zur Herstellung von Patrizen und Matrizen durch Guss | |
| DE383938C (de) | Kernmasse fuer Stahlformguss | |
| AT203722B (de) | Verfahren zur Herstellung von Polyamid- und Polyurethan-Formkörpern mit gleichmäßig feinkristallinem Gefüge und harten Oberflächen | |
| DE290948C (de) |