DEP0000518MA - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von zum Vernebeln in geschlossenen Räumen geeigneten Schädlingsbekämpfungsmitteln - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von zum Vernebeln in geschlossenen Räumen geeigneten SchädlingsbekämpfungsmittelnInfo
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Description
Um an Stelle der bisherigen Spritz- und Stäubemittel in der Schädlingsbekämpfung Nebel von Schädlingsbekämpfungsmitteln einsetzen zu können, hat man versucht, durch Beimischung von sogenannten Heizgemischen zu den Wirkstoffen und durch Abbrennen derselben, Aerosole herzustellen. Es hat sich aber gezeigt, dass z.T. die Zersetzungstemperaturen der Wirkstoffe bei diesem Verfahren weit überschritten werden und nur ein äußerst langsamer Abbrand erzielt werden kann, sodass diese Verfahren sich nicht in der Landwirtschaft einführen konnten.
Die vorliegende Erfindung verwendet nur zum Vernebeln von Schädlingsbekämpfungsmitteln aller Art (vornehmlich Chlorkohlenwasserstoffverbindungen) neben den Heizgemischen, die zweckmäßigerweise aus Kaliumchlorat (30%) und gemahlenem Pech oder Harzen (20%) unter Zusatz von etwas Naphtalin bestehen, ein Treibgemisch, das beim Abbrand eines indifferenten Gases erzeugt, z.B. CO(sub)2, wodurch die Wirkstoffe äußerst schnell unter Druck aus der Brandzone getrieben werden, und fast ohne Verlust zur Wirkung gelangen können. Die Treibgemische bestehen z.B. aus feinem Holzmehl, das mit einer gesättigten Lösung von KNO(sub)3 behandelt und langsam luftgetrocknet wurde. Eine Beimischung von etwa 40% dieser Masse erzeugt schlagartig große Mengen CO(sub)2, die für die Druckerzeugung ausgenutzt werden. Bekannte Schädlingsbekämpfungsmittel, das Heiz- und Treibgemisch werden erfindungsgemäß in einer homogenen Masse verarbeitet, die nach Zündung eine starke Gasentwicklung ermöglicht!
Um die Treibkraft voll ausnutzen zu können, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, gut verschließbare Vorrichtungen zu verwenden, entsprechend der beiligenden Skizze. Die Vorrichtung A hat zwei seitlich angesetzte Rohre, aus denen der Nebel in einem kräftigen Strom entweicht, Vorrichtung B hat dagegen nur ein Auslassrohr im Deckel (a) und ist für die Behandlung von Bäumen usw. gedacht. Die fertige Wirkstoffpackung (C) einschließlich Heiz- und Treibgemisch ist mit einer Zündschnur versehen. Sie wird in die Kessel der Vorrichtungen A und B eingefüllt, wobei die Zündschnur aus den Löchern (1) herausgeführt wird. Die Grundplatten der Vorrichtungen weisen nur in ihrer Bodenplatte je 4 Löcher auf, (siehe Aufsicht c) mit denen sie auf die Nocken des Schlittens (D) gesetzt werden können. Nach Zündung mit einem Streichholz oder mit einer Zigarette setzt die Nebelwirkung ein. Die Vorrichtungen gemäß der erfindung sind so klein gehalten, dass sie vermittels des Schlittens (D) bequem durch Ackerfurchen,
z.B. durch ein Kartoffelfeld, zu ziehen sind. Dabei wird der Nebel unterhalb der Blätter abgeblasen, wodurch Wettereinflüsse weitgehendst ausgeschaltet werden und eine erhöhte Wirksamkeit erzielt wird. Eine Füllung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist so berechnet, dass ein Landstreifen von 15 m Breite und 100 m Länge in einem Gang von etwa 3 Min. behandelt werden kann. Um zu verhindern, dass Pflanzen durch den Schlitten oder den Nebeltopf beim Arbeiten zu Schaden kommen, werden durch einen Überwurf, der sich auf die Auslassrohre legt, alle Pflanzenteile abgehalten und vorbeigeleitet, wodurch derartige Störungen vermieden werden. Nach dem Abbrand können nach Entleerung der Vorrichtungen durch einfaches Ausschütten sofort neue Füllungen eingesetzt werden. Zum Gebrauch derartiger Verfahren in Treibhäusern, Gewächshäusern, Glasbeeten, Ställen usw. und in geschlossenen Räumen dient der kleine Handapparat (E). An dem Handgriff (b) ist ein Metallkesselchen (a) befestigt, das durch einen Schraubdeckel, in dem das Auslassrohr (c) eingelassen ist, verschlossen wird. Für diesen Apparat wird die chemische Masse als Pulver verwendet. Das Kesselchen wird ganz oder teilweise gefüllt, wieder verschlossen und eine beigegebene Zündschnur wird durch das Auslassrohr eingeführt, durch das die Zündung erfolgt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht somit aus kleineren fahrbaren, dicht verschließbaren Kesseln oder als Handgeräte ausgebildeten Kesseln, die mit Auslassrohren zum Entweichen der Gasgemische und Öffnungen für die Zündschnur versehen wird.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von zum Vernebeln in geschlossenen Räumen geeigneten Schädlingsbekämpfungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass bekannte Heizgemische, etwa aus Kaliumchlorat und Harzen, mit Treibgemischen, die zweckmäßigerweise aus Holzmehl, das mit konzentrierter KNO(sub)3-Lösung behandelt wurde, bestehen und bekannten Schädlingsbekämpfungsmitteln, z.B. Chlorkohlenwasserstoffen, zu einer homogenen Masse verarbeitet werden, sodass nach Zündung der masse eine starke Gasentwicklung zum Austreiben der Wirkstoffe erzeugt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus kleineren fahrbaren, dicht verschließbaren Kesseln oder als Handgeräte ausgebildeten Kesseln, die mit Auslassrohren zum Entweichen der Gasgemische und Öffnungen für die Zündschnur versehen ist.
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