DE871981C - Schaedlingsbekaempfung mit Hilfe eines als Traeger wirkenden Nebels oder Rauches - Google Patents

Schaedlingsbekaempfung mit Hilfe eines als Traeger wirkenden Nebels oder Rauches

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DE871981C
DE871981C DEF2940D DEF0002940D DE871981C DE 871981 C DE871981 C DE 871981C DE F2940 D DEF2940 D DE F2940D DE F0002940 D DEF0002940 D DE F0002940D DE 871981 C DE871981 C DE 871981C
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DEF2940D
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Heinz Dr-Ing Jonas
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing liquids as carriers, diluents or solvents
    • A01N25/04Dispersions, emulsions, suspoemulsions, suspension concentrates or gels
    • A01N25/06Aerosols

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Description

Es ist bekannt, daß man Nebel oder Rauch als . Träger von Schädlingsbekämpfungsmitteln benutzen kann. Man hat die Giftstoffe dabei als solche in flüssiger Form oder in Lösung in den Trägernebel eingestäubt, so daß sie auf den nebel- oder rauchbildenden festen Teilchen niedergeschlagen und von diesen mitgenommen werden. Als Träger hat man hierzu vorzugsweise einen Nebel oder Rauch benutzt, der durch Einwirkung von Ammoniak auf ίο verdampftes.Silicium-, Titan- oder Zinntetrachlorid, gegebenenfalls unter Zusatz von Nebelsäure, entsteht. Nach einem anderen Verfahren hat manFluorsulfonsäure in Schwefeltrioxyd gelöst und diese Mischung in üblicher Weise zu einem sauren Nebel verarbeitet. Die hierbei entstehende Fluorverbindung diente als Schädlingsbekämpfungsmittel. Diese bekannten Verfahren weisen aber verschiedene Nachteile auf. So ist das erstgenannte Verfahren umständlich, da zwei besondere Geräte, eines zur Nebelerzeugung, eines zur Eindüsung der Flüssigkeit, benötigt werden, bei dem letztgenannten Verfahren entsteht ein saurer Nebel, der pflanzenschädigend, wirken kann.
Erfindungsgemäß werden Schädlinge mit Hilfe eines als Träger wirkenden neutralen Nebels oder Rauches bekämpft, der aus Ammoniak oder einem Amin einerseits und einer damit, gegebenenfalls unter Mitwirkung von Feuchtigkeit, einen Nebel
oder Rauch bildenden Komponente andererseits gebildet ist. Der Wirkstoff wird gemäß der Erfindung unter Beachtung der günstigsten. Löslichkeit und Verträglichkeit in der einen, gegebenenfalls auch in beiden Nebel- bzw. Rauchkomponenten. gelöst, worauf die Komponenten dann zusammen oder die eine mit Hilfe der anderen verdüst werden. In manchen Fällen ist für die Umsetzung- der Nebel oder Rauch bildenden Komponenten1 die Anwesen-ίο heit von Wasser erforderlich. Vielfach ist hierfür bereits die Luftfeuchtigkeit ausreichend'. Man· kann aber auch Wasser gleichzeitig mit den Komponenten verdüsen oder auch Wasser den. Komponenten vorher zusetzen.
Als· eine der Nebel·- oder Rauchkomponenten wurden bereits Ammoniak und Amine erwähnt. Von den Aminen kommen aliphatische, aromatische und heterocyclische primäre, sekundäre und· tertiäre in Frage. Als andere Nebel oder Rauch bildende Komponente seien beispielsweise genannt: Halogenwasserstoffe, wie Chlorwasserstoff, Fluorwasserstoff, sowohl in flüssiger Form als auch in wäßriger Lösung oder in Form der flüssigen Additionsverbindungen z.B. an Alkohole, Äther, Ketone; Halogensulfonsäuren, z.B. Chlorsulfonsäure; wasserstofffreie Halogen- und Halogensauerstoffverbindungen, wie Siliciumtetrachlorid, Titantetrachlorid, Zinntetrachlorid, . Phosphortrichlorid, Phosphoroxychlorid, Schwefeldichlorid, Thionylchlorid, SuIf urylchlorid, Schwef elchlorür; andere anorganische Säuren als die bereits oben genannten und deren Anhydride, z. B. Schwefelsäure oder Schwefeldioxyd; organische Säuren wie Ameisensäure, Essigsäure, organische Säurechloride u.a. Zur Durchführung des Verfahrens löst man den Wirkstoff, 'wie bereits erwähnt, unter Beachtung der günstigsten Löslichkeit und Verträglichkeit in dereinen oder in beidem Komponenten auf. Die Erzeugung des wirkstoffhaltigeni Nebels kann in verschiedener Weise erfolgen. Wenn man verflüssigte Nebelkomponenten anwendet, die bei gewöhnlichem Druck und. gewöhnlicher Temperatur gasförmig sind, kann' man bei der Verdüsung die der verflüssigten' Nebelkomponente bei dfer Arbeitstemperatur innewohnende Druckenergie ausnutzen. So kann man gegebenenfalls die Lösung eines Wirkstoffes in der einen Nebelkomponente lediglich mit Hilfe der anderen verflüssigten, unter normalen Bedingungen gasförmigen; Komponente verdüsen. Vielfach wird man aber so vorgehen, daß man die beiden Nebel- oder Rauchkomponenten, von denen mindestens eine den Wirkstoff gelöst enthält, durch zwei getrennte Düsen verdüst, unter eigenem Druck oder unter Zuhilfenahme zusätzlicher Druckenergie je nachdem, dann aber dafür sorgt, daß sich die beiden Sprühkegel so vollständig wie möglich mischen, damit eine möglichst schnelle und vollständige Umsetzung der Komponenten stattfinden kann. Dabei wird man die Anteile der verdüsten Komponenten so bemessen, daß der entstehende Nebel neutral1 ist; dies läßt sich ohne Schwierigkeiten erreichen. Gegebenenfalls wird noch eine dritte Düse verwendet, und zwar dann, wenn Wasser mitverdüsfc werden soll. Beim Zusammentreffen der beiden verdüsten Komponenten erfolgt eine heftige Reaktion, und es entsteht ein Nebel oder Rauch, der den Wirkstoff in äußerst feiner Verteilung enthält.
Als Schädlingsbekämpfungsmittel kommen sowohl solche mit insekticider als auch solche mit .fungicider Wirkung in Betracht.
Beispiel 1
300 ecm einer Lösung, die 20 g 1, i-Di-p-chlorphenyl-2,2,2-trichloräthan in iooccm SuIfurylchlorid enthält, wird in einem Raum von 300 cbm durch Ammoniak unter Druck verdüst, und zwar in einem solchen Verhältnis, daß die Reaktion auf angefeuchtetes pH-Papier schwach alkalisch (etwa 8 bis 9) ist. Es bildet sich ein dichter Nebel. Werden Raupen des Schwammspinners 1A Stunde diesem Nebel ausgesetzt, so werden etwa 80 %> davon so geschädigt, daß sie nicht mehr weiterfressen und eingehen. Bei Hstündiger Einwirkung ist dieAbtötung ioo°/oig. Gleichzeitig dem Nebel ausgesetzte Pflanzen, wie Apfelbäume oder Cinerarien, bleiben ungeschädigt, selbst wenn* sie sich stundenlang in dem Nebel befinden.
Beispiel 2
In einem Raum von 100 cbm Inhalt wird eine Lösung von 30g p-Dichlorbenzol in iooccm Siliciumtetrachlorid mit Ammoniak unter Druck verdüst. Die entstehenden, aus Ammonehlorid und Siliciumverbindungen bestehenden Nebelteilchen halten das p-Dichlorbenzol fest und lassen es allmählich in die Luft hinein verdunsten. Nach dem Absitzen des Nebels· sind die in dem Raum befindlichen Fliegen und Motten abgetötet.
Beispiel 3
Eine Lösung von 10 g 1, i-Di-p-chlorphenyl- 2, 2-dtchloräthan in 50 g Phosphortrichlorid wird mit Hilfe einer Düse vernebelt, durch deren Innenteil die Lösung unter ihrem eigenen, schwachen Gefälle austritt, und durch deren um den Innenteil herumliegenden Ringraum flüssiges Ammoniak unter seinem eigenen vollen Dampfdruck austritt. Die Zufuhr der Wirkstofflösung wird so eingestellt, daß der erhaltene Nebel schwach ammoniakalisch n0 reagiert. Der Nebel wird in einen Raum von 500 cbm eingeblasen, der von Fliegen stark befallen ist. Nach etwa 5 Minuten Einwirkungsdauer beginnen die Fliegen herabzufallen. Nach etwa einer Viertelstunde sind sämtliche Fliegen flugunfähig n5 und' sterben ab, auch wenn der Raum nach einer Viertelstunde gelüftet wird. Falls man den Raum bis zum Verschwinden, d.h. Absitzen des Nebels, verschlossen hält, kann man noch eine gewisse Nachwirkung feststellen, da die Oberflächen innerhalb des Versuchsraumes mit Wirkstoff bedeckt werden.
Beispiel 4
Aus einer fahrbaren, in geeigneter Weise zur Windrichtung bewegten Vorrichtung werden pro
Minute etwa 501 einer 30°/oigen Lösung von i, i-Di-p-chlorphenyl-2, 2, 2-trichloräthan in Sulfurylchlorid verdüst, und zwar mit Hilfe einer Wirbelstromdüse, aus der die Lösung unter 1 bis 2 atü mittels komprimierter Kohlensäure ausgepreßt wird. Unmittelbar neben dieser Düse ist eine zweite Wirbelstromdüse angebracht, aus der flüssiges Ammoniak in einer Menge von etwa 10 1 pro Minute unter seinem eigenen Dampfdruck derart austritt, daß
to sich die beiden Sprühkegel von Ammoniak und- Wirkstofflösung möglichst vollständig überschneiden. Es entsteht ein Nebel, bzw. Rauch, der den Wirkstoff in sehr feinverteilter Form enthält, so daß dieser von dem Nebel weit ins Gelände getragen wird. Der Ammoniakstrom ist so eingestellt, daß die Wolke neutral reagiert. Die der Nebelwolke länger als etwa 5 Minuten ausgesetzten Insekten und deren Larven, wie Raupen, Mücken usw., werden abgetötet. Darüber hinaus erreicht man eine sich über mehrere Tage erstreckende Nachwirkung auf neu zuziehende Insekten, die in der Ablagerung des Nebels zusammen mit dem Wirkstoff auf den Oberflächen des vernebelten Geländes begründet ist.
An Stelle des genannten Wirkstoffes kann man in gleicher Weise auch 1, i-Di-p-chlorphenyl-2, 2-dichloräthan verwenden.
Beispiel 5
Eine Lösung von 200 g Phenylchlormethylsulf on in 800 g Phosphortrichlorid wird aus einer Wirbelstromdüse versprüht und dazu aus einer zweiten Düse 1500 g gasförmiges Ammoniak geblasen. Es entsteht ein dichter Nebel, der den Wirkstoff in feiner Verteilung enthält. Wanzen usw., die dem Nebel eine Zeitlang ausgesetzt sind, gehen zugrunde.
Beispiel 6
Eine Lösung von 300 kg r, i-Dichlorphenyl-2,2-dichloräthan in 800 kg wasserfreiem flüssigem Chlorwasserstoff wird aus einer Wirbelstromdüse versprüht, dazu läßt man aus einer zweiten Düse 400 kg flüssiges Ammoniak strömen. Die entstehende Wolke von Salmiak, die den Wirkstoff in feinverteilter Form enthält, läßt man sich in einem Gelände von etwa 100 ha verteilen. Raupen, Fliegen usw. in diesem Gelände werden abgetötet, die Pflanzen werden nicht geschädigt.
Beispiel 7
Eine Lösung von 20 g 1, i-Difluorphenyl-2,2,2-trichloräthan in 80 g technischem wasserfreiem Fluorwasserstoff wird mit gasförmigem Ammoniak verdüst. Die Nebelwolke entwickelt man in einem von Insekten, wie Mücken usw., befallenen Raum, der etwa 200 cbm Inhalt hat. Das Ungeziefer wird abgetötet.
Beispiel 8
Man löst in 200 g mit Chlorwasserstoff gesättigtem Äther 50 g Phenylchlormethylsulfon und verdüst die Lösung mit Ammoniak. Die entstehende Wolke vernichtet Wanzen, die sich etwa 1 Stunde darin aufhalten.
Beispiel 9
Eine Lösung von 300 g Nikotinbase in 700 g konzentrierter wäßriger Salzsäure wird mit Hilfe von Ammoniak verdüst. Die entstehende nikotinhaltige Salmiakwolke wird zur Vernichtung von Blattläusen an Pflanzen eingesetzt.
Beispiel 10
200 kg i, 8-Dichlor-3, 6-dinitrocarbazol, gelöst in 800 kg flüssigem Ammoniak, werden aus einer Wirbelstromdüse ausgepreßt. Dazu bläst man aus einer ähnlichen Düse etwa 1500 kg Sulfurylchlorid in Form eines Sprühkegels, der den ersten Sprühkegel möglichst vollständig deckt. Die entstehende Nebelwolke wird in Pflanzungen eingeblasen, die von Raupen befallen sind. Die Raupen werden abgetötet, und zwar ohne Schädigung des Pflanzenwuchses.
Beispiel 11
. Eine Lösung von 100 g Chlorphenylmethylsulfon in 400 g flüssigem Ammoniak verdüst man zusammen mit ι kg Ameisensäure in einem Raum von 200 cbm Inhalt, der mit Wanzen usw. befallen ist. Das Ungeziefer wird abgetötet.
Beisp iel 12
Eine Lösung von 200 g 1, i-Dichlorphenyl-2, 2-dichloräthan in 800 g Sulfurylchlorid wird mit Methylamin aus einer Vorrichtung nach Art einer Spritzpistole in einem Raum von 200 cbm Inhalt verdüst, so daß ein neutraler Nebel entsteht. In dem Raum befindliche Insekten, wie Fliegen usw., sind nach einer Viertelstunde Einwirkungsdauer tot.
Beispiel 13 loo
Aus einem Flugzeug werden minütlich etwa 10 1 einer Lösung von 20kg 1, i-Dichlorphenyl-2, 2-dichloräthan in 80 kg Phosphortrichlorid aus einer Wirbelstromdüse versprüht und in den Sprühkegel minütlich etwa 35 kg Diäthylamin flüssig eingeblasen. Es entsteht eine Nebelwolke, in deren Bereich Raupen, Fliegen usw. nach 5 Minuten Einwirkungsdauer abgetötet sind.
Beispiel 14 no
Eine Lösung von je 20 kg Rhodandinitrobenzol in je 80 kg Pyridin werden mit je 80 kg Schwefelsäure, wie in Beispiel 13 beschrieben, verarbeitet. Es entsteht ein dichter Nebel von Pyridinsulfat, der den Wirkstoff in feinverteilter Form enthält und zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten an Pflanzen eingesetzt wird.
Beispiel .15
Aus einem Flugzeug, das über einem Forst dahinfliegt, läßt man durch je eine Düse, derenbrausenartiges Mundstück mit Löchern von etwa 1 mm Durchmesser versehen sind, minütlich eine Lösung von 200 kg i, i-Dichlorphenyl-2, 2-dichloräthan in 800 kg Sulfurylchlorid und dazu aus einer zweiten Düse 1300 kg Trimethylamin laufen. Aus einer
dritten Düse läßt man· gleichzeitig minütlich 250 kg Wasser ausströmen. Durch geeignete Anordnung der Düsen vermischen- sich die einzelnen Sprühkegel und es· bildet sich ein dichter wirkstoffhaltiger Nebel, in dessen Bereich Raupen von Forstschädlingen usw. absterben. Die Wassermenge kann abei auch ebenso gut schon vor dem Verdüsen mit dem Trimethylamin vermischt werden.
Beisp i el 16
Eine Lösung van 300 g Tricalciumarsenat in.700 g konzentrierter Salpetersäure wird mit einer Spritzpistole, die mit gasförmigem Ammoniak gespeist wird, verdüst. Es bildet sich eine dichte Wolke, die da$ Calciumarsenat in feiner Verteilung enthält. Auf Kartoffelpflanzen, die vom Kartoffelkäfer befallen sind und der Wolke ausgesetzt werden, sterben die Schädlinge durch die unmittelbare Einwirkung des Giftstoffes ab. Auch durch nachträgliehe Aufnahme des Wirkstoffes, der "als Belag auf den Pflanzen1 abgesetzt "ist, werden, neu hinzuziehende Schädlinge abgetötet. Die Pflanzen werden durch die Wolke nicht geschädigt.
Selbstverständlich läßt sich an Stelle von Calciumarsenat auch Calciumnitrat und Arsensäure, in Salpetersäure gelöst, einsetzen.
Beispiel 17
Eine Lösung von 20 kg Phenylchlormethylsulfon in 80 kg flüssigem Schwef eldioxyd wird gleichzeitig mit" etwa 40kg flüssigem Ammoniak aus je einer Wirbelströmdüse unter dem eigenen Druck der Flüssigkeiten ausgepreßt. Bei der Vermischung der beiden Sprühkegel bildet sich ein dichter Nebel, durch den Ungeziefer, wie Wanzen usw., abgetötet
werden. Mit dem gleichen Erfolg läßt sich auch das p-Chlorphenylchlormethylsulfon verwenden.
Beis'piel 18
Eine Lösung von 20 g Nikotinbase in 100 g 50°/oiger Schwefelsäure wird mit Ammoniak aus einer Spritzpistole verdüst. Die sich bildende nikotinhaltige Wolke tötet Blattläuse auf Pflanzen ab.
Beispiel 19
In 800 g Acetylchlorid werden 200 g 1, i-Dichlor-2,2-di-(p-chlorphenyl)-äthan gelöst und zu der Lösung etwa 100 g Kohlensäure gepreßt, Man läßt die Lösung dann unter ihrem eigenen Druck aus einem geeigneten Gefäß durch eine Wirbelstromdüse austreten und bläs-t in den entstandenen- Sprühkegel gasförmiges oder flüssiges Ammoniak ein, so daß ein neutraler Nebel entsteht. Diesem ausgesetzte Fliegern usw. sterben nach einer Einwirkungsdauer von ιOi Minuten ab.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Bekämpfung von Schädlingen durch Verteilung von Schädlingsbekämpfungsmitteln mit Hilfe eines als Träger wirkenden neutralen Nebels oder Rauches, der aus Ammoniak oder einem Arnim und einer damit, gegebenenfalls unter Mitwirkung von Feuchtigkeit, den Nebel oder Rauch bildenden Komponente gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß man die Wirkstoffe in einer der zur Erzeugung des Rauches oder Nebels erforderlichen Komponenten, gegebenenfalls auch in beiden, löst und die Komponenten zusammen oder die eine mit Hilfe der anderen verdüst.
    I 5812 3.
DEF2940D 1944-10-29 1944-10-29 Schaedlingsbekaempfung mit Hilfe eines als Traeger wirkenden Nebels oder Rauches Expired DE871981C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0313414A1 (de) * 1987-10-23 1989-04-26 Abelardo Antonio Portas Verfahren und Apparat zur Erzeugung eines insektiziden und/oder fungiziden Nebels

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0313414A1 (de) * 1987-10-23 1989-04-26 Abelardo Antonio Portas Verfahren und Apparat zur Erzeugung eines insektiziden und/oder fungiziden Nebels

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