DEP0000375DA - Fahrzeugrad - Google Patents

Fahrzeugrad

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Publication number
DEP0000375DA
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DE
Germany
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vehicle wheel
bodies
vehicle
wheel according
roller
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Rolf Sick
Original Assignee
Sick, Rolf, Hamburg
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugrad für jegliche, durch Räder fortbewegte Art von Fahrzeugen und bezweckt, Räderfahrzeugen weitere Lenkmöglichkeiten zu verleihen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Fahrzeugrad vorgeschlagen, das sich erfindungsgemäß dadurch kennzeichnet, daß die Felge des Rades aus einzelnen Körpern besteht, die auf senkrecht zur Radachse des Fahrzeuges liegenden Achsen drehbar gelagert sind.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß die Körper des Rades einen eigenen steuerbaren Antrieb haben.
Die Erfindung sieht fernerhin vor, daß die Radachse des Fahrzeuges feststeht.
Weitere Kennzeichen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, den Patentansprüchen und der Zeichnung.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsformen beispielsweise schematisch dargestellt.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt eines Radbruchstückes mit drehbaren Körpern ohne Steuerantrieb.
Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht eines Radbruchstückes mit drehbaren Körpern mit Steuerantrieb;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 2,
Fig. 4 ist ein Schnitt nach den Linien IV-IV der Fig. 1 und 2 und
Fig. 5 ein Schnitt nach den Linien V-V der Fig. 1.
Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Teile.
Auf der in üblicher Weise lenkbaren Vorderachse 1 und feststehenden Hinterachse eines Fahrzeuges ist an den Achsenden je eine Scheibe 2 drehbar gelagert und durch einen Stellring 3 o.dgl. gegen Abfallen gesichert. Die Scheibe 2 trägt an ihrem Umfang Lager 4, in welchen auf Achsen 5 walzenförmige Körper 6 drehbar gelagert sind. Die Drehachsen 5 liegen senkrecht zur Achse 1 des Rades, so daß die walzenförmigen Körper sich in Pfeilrichtung der Fig. 4 um die Achsen 5 drehen können. Außen haben die walzenförmigen Körper 6 einen aufvulkanisierten Gummibelag 7. Die Lager 4 bestehen aus einem fest mit der Scheibe 2 zusammenhängenden Lagerunterteil 8 und einem durch Schrauben 9 mit diesem verbindbaren Lagerdeckel 10 (Fig. 5). In den Lagerdeckeln sind Walzen 11 gelagert, die um ein weniges über die äußere Fläche der Lagerdeckel ragen. Die Lager 4 und die walzenförmigen Körper 6, 7 sind gleichmäßig über den Umfang der Scheibe 2 verteilt, so daß die Felge sich aus einem durch die Lager 4 unterbrochenen Kranz von drehbaren Körpern 6, 7 zusammensetzt.
Die Räder können in üblicher Weise gefedert sein, was nicht weiter dargestellt ist.
Bei dieser Ausführungsform des Fahrzeugrades besteht außer der sonst üblichen Lenkung des Wagens infolge der verschwenkbaren Vorderachse die Möglichkeit, den stillstehenden Wagen, wenn die vier Räder des Wagens parallel zur Längsachse des Wagens stehen, seitwärts senkrecht zur Längsachse des Wagens zu verschieben.
In den Fig. 2 u. 3 haben die walzenförmigen Körper 6, 7 einen eigenen Antrieb. Zu diesem Zwecke sind vier Kegelradantriebe 12, 13, 14 vorgesehen, welche die Körper 6, 7 in Umlauf zu setzen vermögen. Hierzu ist auf der Achse 1 frei drehbar ein Kegelrad 15 (Fig. 3) angeordnet, welches mit den Kegelrädern 14 kämmt. Über eine nur schematisch angedeutete Kupplung 16 mit Einrückvorrichtung 17 steht das Kegelrad 15 mit einem auf der Achse 1 drehbar angeordneten Kegelrad 18 in Verbindung. Das Kegelrad 18 erhält über ein mit dem Antriebsmotor des Wagens (nicht weiter dargestellt) in Verbindung stehendes Kegelrad 19 seinen Antrieb. Die einzelnen Körper 6, 7 sind über Kardangelenke 20 miteinander verbunden, so daß allen diesen Körpern von den vier vorgesehenen Kegelradantrieben die Antriebimpulse gegeben werden.
Die Anordnung bei dieser Ausführungsform der Erfindung kann so getroffen sein, daß alle vier Räder in der beschriebenen Weise ausgebildet werden und ihre Walzen einen eigenen Antrieb erhalten. Dabei kann die Vorderachse des Wagens in üblicher Weise lenkbar sein und eine zusätzliche Lenkung und Steuerung des Wagens durch ein Inumlaufsetzen der Körper 6, 7 herbeigeführt werden.
Es kann aber auch nur die Vorderachse des Wagens mit Rädern gemäß Fig. 2-5 versehen sein, während die Hinterachse des Wagens Räder normaler Bauart erhält. Auch in diesem Falle bewirkt die nur an der Vorderachse vorgesehene Vorrichtung eine zusätzliche Lenkung des Fahrzeuges.
Es können weiterhin Räder gemäß der Ausbildung nach Fig. 2-5 auf den feststehenden Vorder- und Hinterachsen des Wagens angeordnet sein, so daß die Räder konstant parallel zur Längsrichtung des Wagens stehen.
In diesem Falle geschieht die Lenkung des fahrenden Wagens in der Weise, daß die Walzenkörper 6, 7 sämtlicher Räder in Umlauf gesetzt werden. Der Wagen bewegt sich dabei nach einer Resultierenden, die sich aus der Umfangsgeschwindigkeit des Rades in der Geradeausrichtung und der Umfangsgeschwindigkeit der Walzenkörper 6, 7 senkrecht zur Fahrzeuglängsachse ergibt.
In dem Falle der Anordnung der vorgeschlagenen Räder auf feststehenden Fahrzeugachsen, wie auch im Falle ihrer Anordnung auf schwenkbarer Vorder- und festehender Hinterachse läßt sich der stillstehende Wagen, indem alle vier parallel zur Längsachse des Wagens stehenden Räder gleichzeitig angetrieben werden, seitlich bewegen. Dieses Seitwärtsbewegen des Wagens ist u.a. dann von Vorteil, wenn einzelne Wagen aus einer dicht aufgeschlossenen Wagenkolonne herausbewegt werden sollen.
Durch gegenläufige Umdrehung der Walzenkörper (rechts und links) kann die Schleudergefahr bei Kraftwagen gemindert oder behoben werden. Die Walzenkörper wirken in diesem Fall, vor allem wenn sie zweckmäßig profiliert sind, wie bei 21 (Fig. 1) gezeigt, nach Art eienr Schiffsschraube oder Förderschnecke.
Während der Drehung der Walzenkörper werden die Profilrillen während der Fahrt durch Abstreifer 22 (Fig. 1) gereinigt.
Es kann ferner Vorsorge getroffen werden, daß die Walzenkörper 6, 7 auf der Hinterachse des Wagens in gegenläufigem Sinne zu den Walzenkörpern auf der Vorderachse umlaufen; dies ermöglicht ein Drehen des Fahrzeuges auf der Stelle.
Die vorgeschlagenen Räder eignen sich für alle Arten von Fahrzeugen, langsam fahrenden und auch schnell fahrenden, wie auch für Flugzeuge. Für diese liegt ein besonderer Vorteil darin, daß sie infolge der frei beweglichen walzenförmigen Körper 6, 7 bei Seitenwind landen können, ohne daß ein Fahrwerksbruch eintritt. Für Flugzeuge können die Räder mit einer Sperrvorrichtung ausgestattet werden, die für den Start des Flugzeuges eine Blockierung der Drehung der Walzenkörper ermöglicht, damit das Flugzeug nicht aus der Startbahn ausbricht.
Es kann auch auf jedem Achsenende ein Räderpaar der vorgeschlagenen Art angeordnet werden, wobei das eine Rad gegenüber dem anderen so versetzt ist, daß jeweils ein Walzenkörper beim Fahren und Umlaufen der Walzenkörper trägt.

Claims (10)

1) Fahrzeugrad, dadurch gekennzeichnet, daß die Felge des Rades aus einzelnen Körpern (6, 7) besteht, die aus senkrecht zur Radachse des Fahrzeuges liegenden Achsen drehbar gelagert sind.
2) Fahrzeugrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Körper (6, 7) des Rades einen eigenen steuerbaren Antrieb haben.
3) Fahrzeugrad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Räder auf den feststehenden Fahrzeugachsen angeordnet sind.
4) Fahrzeugrad nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenkörper (6, 7) ihren Antrieb von dem Fahrzeugmotor erhalten und über ein kuppelbares Übersetzungsgetriebe mit diesem in Verbindung stehen.
5) Fahrzeugrad nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenkörper (6, 7) einen eigenen Antriebsmotor haben.
6) Fahrzeugrad nach Anspruch 2-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenkörper (6, 7) eines Räderpaares auf der Vorder- oder Hinterachse oder auch auf beiden Achsen im gegenläufigen Sinne in Umlauf versetzt werden können.
7) Fahrzeugrad nach Anspruch 2-6, dadurch gekennzeichnet, daß nur bestimmte Walzenkörper (6, 7) angetrieben werden, während die übrigen Walzenkörper mit diesen über Kardangelenke und untereinander durch Kardangelenke verbunden sind.
8) Fahrzeugrad nach Anspruch 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß es aus mehreren Kränzen von Walzenkörpern (6, 7) besteht, die gegeneinander versetzt sind.
9) Fahrzeugrad nach Anspruch 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß die im Felgenkranz des Rades vorhandenen feststehenden Teile an ihrer Lauffläche mit rollenden Körpern versehen sind, z.B. eingelagerten drehbaren Walzen.
10) Fahrzeugrad nach Anspruch 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenkörper durch Rillen (21) o.dgl. profiliert und in diese greifende Abstreifer (22) vorgesehen sind.

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