DEO0000142MA - Verfahren zum Herstellen von Drehplattenkondensatoren mit Luft als Dielektrikum - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Drehplattenkondensatoren mit Luft als Dielektrikum

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DEO0000142MA
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Hans M. Helmbrechts Oberländer (Obfr.)
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Das Hauptpatent betrifft einen Drehplattenkondensator mit Luft als Dielektrikum, dessen metallische Ständerplatten unter Zwischenschaltung von vorzugsweise keramischen Isolierkörpern von einem Gehäuse getragen sind. Nach dem Hauptpatent ist das Ständerplattenpaket zwecks Vermeidung mechanischer Spannungen durch Lötung mit dem an Verbindungsstellen mit einem metallischen Überzug versehenen Isolierkörper verbunden.
Nach der vorliegenden Erfindung soll der Gegenstand des Hauptpatents durch ein Verfahren weiter ausgebildet werden, mit dessen Hilfe die Kondensatoren in größeren Serien so genau und gleichmäßig zusammengebaut werden können, daß jeder Kondensator mit den übrigen in gleicher Weise hergestellten Kondensatoren weitestgehend übereinstimmt. Diese genaue Übereinstimmung ist für viele Zwecke ein unbedingtes Erfordernis, z.B. beim Einbau derartiger Kondensatoren in eine Serie von Rundfunkempfangsgeräten mit festgelegter Abstimmskala.
Erfindungsgemäß erhalten die Platten des Statorpaketes unter Vermeidung von Formänderungen durch Justiervorrichtungen einen bestimmten, bei allen Kondensatoren gleicher Fertigung unveränderlichen Abstand in axialer und radialer Richtung von den Platten des Rotorpaketes, worauf sie spannungsfrei durch Verlöten mit an dem Gehäuse des Kondensators befestigten Isolierstücken verbunden und die Justiervorrichtungen alsdann entfernt werden.
Durch Festlegung des gegenseitigen Abstandes der Stator- und Rotorplatten zueinander sowohl in axialer als auch in radialer Richtung wird ein in jeder Hinsicht hochwertiger Kondensator erhalten, da die richtige Innehaltung der Anfangs- und Endkapazität sowie der gewünschte Verlauf der Kapazitätskurve nur bei genauer Festlegung der axialen und radialen Lage der Stator- und Rotorplatten gegeneinander möglich ist. Hierbei wird der axiale Abstand der Platten voneinander, z.B. durch kammartige Abstandshalter festgelegt. Damit allein kann diesen Forderungen jedoch nicht mit der genügenden Genauigkeit entsprochen werden, weil die Lage der Rotorplatten zu den Statorplatten dadurch noch nicht genau zueinander festgelegt ist. Erst druch die Anwendung von Justiervorrichtungen, die die gegenseitige Lage der Stator- und Rotorplatten sowohl in axialer als auch in radialer Richtung sichern, in Verbindung mit dem spannungsfreien Verlöten der Statorplatten an den mit dem Gehäuse befestigten Isolierstücken entsprechend dem Hauptpatent ist es überhaupt möglich, Drehplattenkondensatoren von höchster Genauigkeit in Massenfertigung, also sehr wirtschaftlich und preiswert herzustellen.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird vorteilhaft in der Weise ausgeführt, daß zur Distanzierung der Platten des Stator- sowie des Rotorplattenpaketes gegeneinander in axialer Richtung kammähnliche Abstandshalter zwischen die einzelnen Platten der ineinander gesteckten beiden Plattenpakete gebracht werden, während die Platten der beiden Plattensätze in radialer Richtung durch nadelförmige Führungsstifte distanziert werden, die die Platten mittels in diesen angebrachter Löcher in ihrer radialen Lage halten. Zweckmäßig werden in die Stator- und Rotorplatten vor dem Zusammenfügen der Plattenpakete Löcher angebracht, die in den Plattenpaketen genau aufeinander passen. Mittels dieser Löcher werden die Platten auf die nadelförmigen Führungsstifte aufgereiht und dadurch in radialer Richtung gegeneinander festgelegt.
Bei Benutzung dieser starren Abstandshalter, die die gegenseitige Lage der Stator- und Rotorplatten genau sicherstellen, weisen alle auf diese Weise zusammengebauten Kondensatoren sowohl hinsichtlich der Nachbarplatten als auch hinsichtlich der entfernter zueinander liegenden Platten stets die gleichen Abstände auf, so daß etwaige Fehler nicht summiert werden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung möge an einem Ausführungsbeispiel beschrieben werden.
Falls die Platten, wie im allgemeinen bei Drehkondensatoren üblich, aus Aluminium bestehen, sind die Statorplatten durch gewöhnlich aus Messing bestehende Seitenbleche sogenannte Rechen, zu Paketen zusammengefaßt, wobei sie in die Rechen eingestaucht sind, da sich Aluminium nicht löten läßt. Die Rotorplatten sind entweder in Naben aus Messing o.dgl. oder unmittelbar in die Welle eingestaucht. Die in den Platten des Stator- sowie des Rotorpaketes angebrachten Löcher passen dann in den zusammengesetzten Paketen haargenau aufeinander.
Zum Zusammenbau des Kondensators wird das Rotorpaket mit der Achse in das Kondensatorgehäuse eingebaut und in diesem gelagert. Dann werden die Platten des fertigen Statorpaketes zwischen die Rotorplatten geschoben. Hierauf werden die die Justiervorrichtung bildenden Kämme und Nadeln eingeführt, wodurch die Lage der beiden Pakete zueinander genau fixiert wird. Das Statorpaket wird jetzt mit dem Gehäuse über die z.B. durch einen Metallbelag lötbar gemachten Isolierstücke spannungsfrei durch Löten verbunden und die Justiervorrichtung dann entfernt.
Die Platten des Stator- und Rotorpaketes erhalten hierdurch die richtige und genaue Lage zueinander, und da der Stator mit dem Gehäuse über die Isolierstücke spannungsfrei durch Löten verbunden ist, und nicht durch Schrauben, wie es früher üblich war, tritt auch keine Änderung der Plattenpakete zueinander auf. Bei Mehrfachkondensatoren können alle Pakete auf die gleiche Nadel aufgereiht und dadurch alle gleichmäßig fixiert werden.
Wenn die Plattenpakete aus Messing oder einem anderen lötbaren Metall bestehen, können die Platten vor dem Zusammenfügen der Plattenpakete durch die aus
Kämmen und Nadeln bestehenden Justiervorrichtungen distanziert und dann durch Löten zu den entsprechenden Paketen fest zusammengefügt werden. Hierbei wird zweckmäßig dafür Sorge getragen, daß eine Fläche des Statorpaketes, z.B. die Oberseite der obersten Statorplatte, mit der benachbarten Platte des Rotorplattenpaketes, z.B. mit der Unterseite der obersten Platte des Rotorplattenpaketes, genau planparallel verläuft. Dieses Beispiel bezieht sich u.a. auf den Fall, daß das Rotorpaket in bekannter Weise eine Platte mehr als das Statorpaket hat, also auf beiden Seiten eine Rotorplatte außen liegt. Diese genaue Lagerung der einen Statorplatte zu der einen Rotorplatte kann z.B. durch Einfügen einer planparallelen Zwischenlage erreicht werden. Diese Zwischenlagen können mit den kammähnlichen Vorrichtungen vereinigt werden, um auf diese Weise einen besonders genauen Kondensatoraufbau zu erzielen. Nach dem Zusammenfügen der Stator- und Rotorpakete wird der weitere Zusammenbau des Kondensators in der vorbeschriebenen Weise durchgeführt.
Da die Plattenpakete beim Zusammenbau keinen Formänderungen unterworfen werden, genügen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Drehplattenkondensatoren den höchsten Ansprüchen. Das Verlöten des Statorpaketes mit den am Gehäuse befestigten Isolierstücken z.B. aus keramischen Werkstoff hat wegen der Vermeidung jeglicher mechanischer Spannungen noch den besonderen Vorteil, daß sich die Platten nach dem Entfernen der Justiervorrichtungen nicht verziehen können, was beim Zusammenschrauben oder -nieten leicht eintritt, und unerwünschte Änderungen der Kapazitätskurve hervorruft, welcher Nachteil bei dem Verfahren gemäß der Erfindung mit völliger Sicherheit vermieden ist.

Claims (3)

1) Verfahren zum Herstellen von Drehkondensatoren, deren Statorplatten mit dem Gehäuse mittels isolierender Zwischenstücke spannungsfrei durch Verlöten verbunden sind, nach Patent 747 480, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten des Statorpaketes unter Vermeidung von Formänderungen durch Justiervorrichtungen einen bestimmten, bei allen Kondensatoren gleicher Fertigung unveränderlichen Abstand in axialer und in radialer Richtung von den Platten des Rotorpaketes erhalten und hierauf spannungsfrei durch Verlöten mit an dem Gehäuse des Kondensators befestigten Isolierstücken verbunden werden, worauf die Justiervorrichtungen entfernt werden.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten des Stator- und Rotorpaketes gegeneinander in axialer Richtung durch kammähnliche Abstandshalter und in radialer Richtung durch nadelförmige Führungsstifte distanziert werden, welch letztere die Platten mittels in diesen angebrachter Löcher in ihrer radialen Lage halten.
3) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Stator- und Rotorplatten vor deren Zusammensetzen zu Plattenpaketen Löcher angebracht werden, die in den Plattenpaketen genau aufeinanderpassen und mittels welcher die Platten auf die nadelförmigen Führungsstifte aufgereiht und dadurch in radialer Richtung gegeneinander festgelegt werden.

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