DEN0010987MA - - Google Patents

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DEN0010987MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Juli 1955 Bekanntgemacht am 8. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind Klotzbodenbeutel und mit entsprechenden Faltungen versehene Säcke aus Papier od. dgl. bekannt, die in ihrer Verschlußfaltumg am oberen oder unteren Ende eine Ventilöffnung enthalten, durch welche die Befüllung des Beutels erfolgen kann. Anschließend wird sodann die Ventilöffnung verschlossen und in geeigneter Weise verklebt. Dabei ist auch, schon vorgeschlagen, den Beutelmund parallel zu den Flacihseiten des Beutels flach zusammenzudrücken und ihn sodann zu einer Flaöhseite hin umzulegen. Die sich dabei ergebenden, über die Schmalseitenwände des Beutels hinausragenden etwa täschenförmigen Enden der Falten sollten nach unten hin bis zur Anlage an den schmalen Beutelseitenwandungen abgeknickt und so festgeklebt werden. Einmal hat ein derart verschlossenes Packstück ein wenig vorteilhaftes Aussehen, weil die aus einer mehrfachen Schichtung des Papiers bestehenden Taschen mehr oder minder stark auf den sonst glatten Seitenwänden aufliegen. Darüber hinaus sind Schwierigkeiten bei einer solchen Faltung zu erwarten, die darauf zurückzuführen sind, daß sich bei der Befüllung, falls diese nicht mit größter Sorgfalt durchgeführt wird, Teile des Füllgutes in den seitlich überstehenden Taschen ablagern können. Alsdann ist es aber nicht mehr ohne weiteres möglich, diese Taschen nach unten hin abzuknicken und sie so festzukleben. Sollte das aber doch noch ermöglicht werden, so tragen sie noch wesentlich stärker auf, als das weiter oben schon mit Rücksicht auf die mehrfache Schichtung des Papiers angegeben wurde.
609 706/111
N 10987 XII/81 c
Gemäß der Erfindung werden abweichend von den beschriebenen Ausführungen die über die Schmalseiteniwände des Beutels seitlich überstehenden Taschen des Beutelmuindes an in der Ebene der Schmalseitenwände liegenden Falzen in die Verschlußebene der Verpackung umgelegt. Dadurch wird zwar die Einfüllöffnung etwas schmaler. Eine solche Ventilöffnung kann aber bis nahezu zu einem kreisrunden Querschnitt geöffnet werden
ίο und besteht weder die Gefahr noch die Möglichkeit, daß sich an irgendeiner unerwünschten Stelle Teile des Füllgutes ablagern, die die spätere endgültige Herstellung des Verschlusses unmöglich machen oder wenigstens erschweren könnten.
Der eigentliche Verschluß des Beutels ward nach erfolgter Befüllung vorteilhaft dadurch erreicht, daß der über die Breitseite des Beutels hinausragende. Teil des Beutelmundes in eine Lage parallel zur oberen Flachseite zurückgeknickt und festgelegt ist. Das Festlegen kann durch eine aufgeklebte Ver.sehlußoblate erfolgen, die in ihrer Form und Größe zweckmäßig der Grundfläche des. Beutels entspricht. Alsdann ergibt sich eine Verpackung, die allseitig von vollkommen glatten
Flächen begrenzt ist. Ein ungewolltes Öffnen wird sich selbst bei einer rauhen Behandlung während des Transportes bei einer Stapelung oder einer sonstigen Handhabung nicht ergeben, weil praktisch die Einfüllöffnung durch die AbknAckung des Beutelmundes und das Aufkleben der Oblate doppelt gesichert ist.
~ In der ■ Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. ι den zunächst nur einseitig durch eine Klotzbodenfaltung verschlosisenen Beutel in Seitenansicht,
Fig. 2 den oben völlig geöffneten Beutel in perspektivischer Ansicht,
Fig. 3 bis 5 verschiedene Zwischenstadien bei der Herstellung des oberen Verschlusses mit Ventil Öffnung,
Fig. 6 einen schematischen senkrechten Querschnitt durch den Beutel mit einer Faltung am oberen Ende entsprechend Fig. 5',
Fig. 7 wiederum in perspektivischer Ansicht das Verschließen der Ventilöffnung und die Verschlußoblate,
Fig. 8 den fertig verschlossenen Beutel.
Der Beutel 10 ist im Grundriß rechteckig. Er weist zwei breitere Flachseiten 11 und zwei schmalere Seiten 12 auf. Am Boden ist er durch eine Faltung 13 verschlossen. Schon von der Herstellung des Bodenvenschlusses 13 her sind die beiden Schmalseiten 12 in ihrer Mitte mit senkrechten vormarkierten Falzlinien 14 versehen, die zum Innern des Beutels hin gerichtet sind.
Um am oberen Ende einen Verschluß mit Ventilöffnung zu erzielen, werden zunächst die Faltungen 15, 16, 17 und 18 hergestellt. Alsdann wird der Beutel in der in Fig. 2 skizzierten Weise aufgeweitet. Wenn anschließend die Falzungen 14 an den beiden Schmalseiten. 12 am oberen Ende, des Beutels nach außen durchgeknickt werden, können ohne weiteres die beiden Flachseiten 11 mit ihren oberen Teilen 19 in der durch die Pfeile 20 in Fig. 3 skizzierten Weise gegeneinandergedrückt werden. Dabei ergeben sich seitlich überstehende Taschen 21. Anschließend wird der über die Falzkanten 17 hinausragende Teil in der Pfeilrichtung 2.2 zur einen Flachseite 11 hin umgelegt. Die überstehenden Taschen 21 können dann ihrerseits in der Pfeilrichtung 23 in die Ebene des Beutelverschlusses umgebogen werden. Nunmehr ist an sich der Beutel fertig zur Befüllung. Er weist nämlich nach wie vor eine Einfüllöffinung 24 auf, die sich •zwischen den beiden aneinanderliegenden Teilen 19 befindet. ■ Diese Öffnung kann, wie schematisch Fig. 6 andeutet, mühelos so stark aufgeweitet werden, daß mit Hilfe eines Düsenrohres od. dgl. die einzufüllende Masse eingeblasen werden kann, wie durch den Pfeil 25 angedeutet ist.
Es bereitet keine Schwierigkeiten, den Beutel nach ■ erfolgter Befüllung so hermetisch zu verschließen, daß weder ein Verlust des Füllgutes noch eine unerwünschte Beeinflussung durch die Einwirkung der Atmosphäre erfolgen kann. Es genügt nämlich schon ein Umknicken des über die Seitenwand 11 hinausragenden Streifens 26 in der Pfeilrichtung 27, um den dichten Abschluß zu erreichen. Der Streifen 26 kann dann z.B. durch Verkleben seiner beiden Wandteile miteinander und mit der flachen Oberseite des Beutels in der Verschlußlage festgelegt werden. Dieser Verschluß läßt sich noch verbessern durch Aufkleben einer Oblate 28,. die gleichzeitig das Aussehen der Beuteloberseite verbessert.

Claims (3)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Klotzbodenbeutel mit Einfüllventil im Beutelmund, bei dem der parallel zu den Flach-Seiten des Beutels flach zusammengedrückte Beutelmund zu einer Flachseite umgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die über die Schmalseitenwand (12) des Beutels seitlich überstehenden Taschen (21) des Beutelmundes (19) an in der Ebene der Schmalseitenwand (12) liegenden Falzen in die Verschluß ebene der Verpackung umgelegt sind.
2. Klotzbodenbeutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der über die Breitseite (11) des Beutels hinausragende Teil (26) des Beutelmundes (19) zum Verschließen in eine Lage parallel zur oberen Flachseite zurückgeknickt und festgelegt ist.
3. Klotzbodenbeutel nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine die obere Flachseite des Beutels abdeckende aufgeklebte Verschlußoblate (28), die in ihrer Form und Größe der Grundfläche des Beutels entspricht.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentsichmften Nr. 2337892, 2678154.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 «09 706/111 10.56

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