DEN0008024MA - - Google Patents

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DEN0008024MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. November 1953 Bekanntgemacht am 21. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung
von Florwaren derjenigen Art, bei der der Flor nicht in einer gewebten Lage befestigt, sondern in einer fortlaufenden, nicht gewebten Grundschicht gebunden ist.
Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung' eines Flormaterials dieser Art bekannt, bei dem ein Faserflor oder eine Fadenschar in Zickzackart durch Einfügung zwischen feste Lamellen in ίο Windungen gelegt wird und die an der Einfügungsseite liegenden Krümmungsteile' in einer fortlaufenden Deck- oder Grundschicht gebunden werden, worauf die Krümmungsteile an der anderen Seite gewünschtenfalls geschnitten werden, um einzelne Florfäden zu erhalten. .
Dieses bekannte Verfahren bedient sich einer Einrichtung, die eine Reihe von festen, sich an einer Einfügungssitelle vorbeibewegenden Lamellen, eine Einrichtung zur Zuführung des Faserflors oder der Fäden zu der Einfügungsstelle, ein sich quer zur Bewegungsrichtung der Lamellenreihen hin- und herbewegendes Einfügungsglied und ein unmittelbar vor dem Einfügungsglied (in der Bewegungsrichtung der Lamellenreihe gesehen) angeordnetes
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Glied zum Zurückhalten der letzten eingefügten Windung zwischen den entsprechenden Lamellen wie auch eine Einrichtung zur Anbringung einer Decklage von erhärtendem Bindemittel an den Krümmungsteilen der Faserbahn oder der Fadenschar an der Einfügungsseite umfaßt. Die Lamellen oder Drähte können z. B. am Umfang einer umlaufenden Trommel befestigt und so an einer feststehenden Einfügungsstelle vorbeigeführt
ίο werden.
Das mit dieser Vorrichtung ausgeübte Verfahren hat den Nachteil, daß, wenn auch die letzte eingefügte Windung an ihrer Stelle zurückgehalten wird, dies bei den vorher eingebrachten Windungen nicht der Fall ist, besonders dann, wenn das Fasermaterial steif ist und bzw. oder ein Erzeugnis mit einem kurzen (niedrigen) Flor hergestellt wird. In diesem Falle springen nämlich alle oder ein Teil der gebildeten Windungen nach Passieren des Zurückhaltegliedes wieder aus den Lamellen heraus, so daß ein unvollkommenes Erzeugnis erhalten ■ wird. Selbst wenn das Deck- oder Bindematerial an den Windungen unmittelbar neben dem Zurückhalteglied angebracht werden könnte — was konstruktiv schwer zu verwirklichen ist —, kann das Herausspringen oder in gewissem Umfang das Verschieben der Windungen nicht verhindert werden, weil das Bindemittel nicht sofort erhärtet.
Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung in dieser Hinsicht, dadurch, daß einzelne lose Stäbe oder Streifen zusammen mit der Faserbahn oder der Fadenreihe zwischen die festen Lamellen eingefügt und dort in dem Zickzacksystem zeitweilig belassen werden. Dabei sollen die einzelnen zwischen die Lamellen eingeführten Stäbe· oder Streifen das Fasergut stramm zwischen den Lamellen halten und so das Herausspringen der Windungen verhindern.
Es ist zwar bereits ein Verfahren zur Herstellung eines Zickzackflormaterials bekannt, bei dem auch von einzelnen Materialstreifen Gebrauch gemacht wird, dabei dienen jedoch die einzelnen Streifen einem ganz: anderen Zweck, nämlich der Anordnung eines Zickzacksystems selbst, so daß sie eine ähnliche Funktion haben wie die fest angeordneten Lamellen bei dem erstbeschriebenen bekannten Verfahren. Im vorliegenden Falle dienen die Streifen zur besseren Fixierung· des Textilgutes zwischen dem mit fest angeordneten Lamellen arbeitenden Einfügungssystem.
Die Merkmale der Erfindung gehen aus nachstehender Beschreibung von zwei Ausführungsformen der Vorrichtung hervor, die in Fig. 1 und 2 der Zeichnung dargestellt sind.
In Fig. ι ist eine Reihe von Lamellen 1, die zur Bildung des gewundenen Zickzackflorsystetüs dienen, an einer unterbrochen umlaufenden, nur teilweise gezeigten Trommel 2 befestigt, die sich schrittweise in Pfeilrichtung bewegt und an' die über eine Führungsrolle 3 ein Faserflor oder eine Fadenschar 4 geführt wird.
Quer zur Bewegungsrichtung der Lamellenreihe ist in bekannter Weise ein Tisch 5 mit einer Führungsbahn 6 für ein flaches Einführungsglied 7 angeordnet, das von der Steuerwelle 8 um ein einstellbares Maß hin- und herbewegt wird.
Über dem Tisch 5 ist eine Vorratskammer 9 für darin aufeinandergestapelte Streifen bzw. flache Stäbe 10 angeordnet, deren unterster, da sich der offene Boden der Kammer bis unmittelbar über das Einfügungsglied 7 erstreckt, auf diesem ruht. Die Stärke des Vorderteils des Einfügungsgliedes ist im wesentlichen gleich derjenigen der Stäbe, so daß, wenn bei der Rückwärtsbewegung des Einfügungsgliedes sein Vorderteil unter der Kammer weggezogen wird, der Stapel um das Maß der Stärke eines Stabes sinkt, nur der. unterste Stab in den Weg des Einfügungsgliedes zu liegen kommt und durch dieses während dessen Vorwärtsbewegung vorwärts gestoßen wird, während die anderen Stäbe in der Kammer wieder auf dem Einfügungsglied ruhen.
Die Führungsrolle 3 zur Zuführung der Florbahn'oder Fadenschar 4 ist so gelagert, daß, wenn das Einfügungsglied bei seiner Vorwärtsbewegung einen Stab 10 vorstößt, dieser Stab einen Teil der Faserbahn über einer Lamelle zu einer Windung formt und zusammen mit dieser Windung in den Raum zwischen dieser und der nächsten La- melle eingefügt und darin belassen wird, wenn sich das Einfügungsglied zurückbewegt. So wird mit fortschreitender Drehung der Trommel und Hin- und Herbewegung des Ekifügungsgliedes das in der Zeichnung gezeigte Zickzacksystem gebildet mit zwischen den aufeinanderfolgenden Windungen liegenden Stäben.
Um einen bereits eingefügten Stab und die so geformte Windung während der Bildung der nächsten Windung, wobei ein Zug auf die vorhergehende Windung ausgeübt wird, an ihren Plätzen zurückzuhalten, ist in einer zweiten Führungsbahn des Tisches 5 unterhalb des Einführungsgliedes 7 ein flaches Sperrglied 11 gleitbar vorgesehen, das gleichfalls von der Steuerwelle 8 so gesteuert wird, wie es zur Ausführung seiner Funktion als Hemmglied erforderlich ist.
Das mit den darin befindlichen Stäben erhaltene gefaltete Fasersystem kann an einer anderen Stelle der Trommel fortlaufend von den Lamellen entfernt und in der bekannten Weise an beiden Seiten in oder an einer Deck- oder Grundschicht befestigt und nach oder während des Herausziehens der Stäbe quer geschnitten werden. Die Befestigung der äußeren Krümmungsteile, z. B. durch Einbettung in eine ununterbrochene Schicht eines erhärtenden Bindemittels, kann auch an einer unmittelbar auf die Einfügungsstelle folgenden Stelle erfolgen, so daß nach oder gleichzeitig mit der Entfernung des Florsystems von den Lamellen dieses nur noch an einer Seite befestigt zu werden braucht. .
Zur Erleichterung des Greifens der Stäbe zu deren Herausziehen kann die Kammer 9 schließlich in einer Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene hin- und herbewegt werden, so daß die nacheinander eingefügten Stäbe abwechselnd aus der einen
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und der anderen Seite des Zickzackflorsystems heraustreten, so daß der Abstand zwischen den an der gleichen Seite aufeinanderfolgenden Stäben doppelt so groß wird. Wenn ein Fasersystem hergestellt wird, in dem 'die Fasern nur an einer Seite gebunden sind und das daher nicht quer zu den Fasern geschnitten wird, können die Stäbe io in bekannter Weise mit einer Messerklinge oder anderen scharfen Kante zum Schneiden der Windüngen beim Herausziehen der Stäbe ausgerüstet sein.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Lamellen ι in ähnlicher Weise wie in Fig. ι an einer umlaufenden Trommel vorgesehen, die sich
i'5 in der Pfeilrichtung bewegt. Wieder wird, wie in Fig. i,, die Faserbahn oder Fadenschar 4 mittels ■ einer Führungsrolle 3, der Einfügungsstelle zugeführt, die einen gleitenden Tisch 5 mit einer Führungsbahn für den das Einfügungsglied bildenden Schieber 7 umfaßt. Dieser Schieber 7 wird durch eine nicht dargestellte Einrichtung gegenüber der Trommel 2 hin- und herbewegt, so daß bei jedem Schritt der Trommel 2 eine Windung gebildet und zwischen zwei benachbarten Lamellen 1 eingefügt wird.
Unterhalb des Schiebers 7 befindet sich ein anderer, in dem Tisch 5 geführter Schieber 8, der auch, und zwar parallel zu dem Schieber 7, hin- und herbewegt wird. Der Schieber 8 geht über das Oberende eines Kanals (Vorratskastens) 10 hinweg, in dem sich ein Stapel von einzelnen losen Streifen 11 befindet, die durch eine Druckfeder 12 aufwärts gedrückt werden. Bei jedem Hüb des Schiebers 8, wenn dieser über die rechte Seite des Kanals 10 hinaus zurückgezogen wird, wird der oberste Streifen 11 in die Bahn des Schiebers 8 gedrückt und bei dessen Rückkehrhub durch diesen vorwärts mitgenommen und in die Windung unter der gerade durch den Schieber 7 geformten Windung eingeführt.
Die so eingefügten Streifen 11 bleiben in den Windungen des gefalteten Gutes zwischen den Lamellen i, biis die Windungen an 'einer oder beiden Seiten durch die Deckschicht gebunden sind, wie es zu Fig. ι beschrieben ist. Erst danach werden sie herausgezogen, wobei sie die fertige Florware zurücklassen.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von nicht gewebten Florbahnen, bei dem ein Faserflor oder eine Fadenschar im Zickzack durch Einfügung zwischen festen Lamellen in Windungen gelegt wird und die an einer oder an beiden Seiten liegenden Krümmungsteile in einer fortlaufenden Grundschicht befestigt werden, dadurch gekennzeichnet, daß in die Windungen der Florbahn oder Fadenschar zwischen benachbarten Lamellen einzelne Stäbe oder Streifen eingefügt werden, die vorübergehend in dem Zickzacksystem belassen und erst nach der ein- oder beiderseitigen Befestigung der Windungen in der fortlaufenden Grundschicht entfernt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungen der Bahn selbst durch die einzelnen Stäbe oder Streifen geformt werden, die dabei zwischen benachbarten Lamellen mittels eines Einfügungsgliedes (7) eingeführt werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus einer Reihe fest angeordneter, sich an einer Einfügungsstelle unterbrochen vorbeibewegender Lamellen und einer Einrichtung zur Zuführung einer Faserbahn oder Fadenschaar zu der Einfügungssteile, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zur aufeinanderfolgenden Förderung einzelner Stäbe oder Streifen in die Bahn eines Einfügungsgliedes, das quer zur Bewegungsrichtung der Lamellenreihe hin- und herbewegbar ist und wobei die einzelnen Stäbe in die Windungen der Faserbahn zwischen den entsprechenden Lamellen eindrückbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, gekenn-
. zeichnet durch ein hin- und herbewegbares Einfügungsglied, das einen Streifen oder Stab zuführt.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 660 575.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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