DEM0028052MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. August 1955 Bekaraitgeinacht am 6. September 1056
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Drehgriff, wie er insbesondere an lenkergesteuerten Kraftfahrzeugen
verwendet wird. Bei einer bestimmten Art dieser Drehgriffe sind eine mit einem Schraubenschlitz
versehene Drehgriffhülse und ein mit einem axial gerichteten Längsschlitz versehenes festes Rohr
vorgesehen, wobei die Drehgriffhülse auf dem festen Rohr verdrehbar ist und die Schlitze beider
Teile durchquert sind von einem am Ende eines Bowdenzüge befestigten Gleitstein und der Bowdenzug
zur Betätigung irgendwelcher Einstellungen am Kraftfahrzeug verwendet wird.
Um für die erforderliche Verstellbewegung an der Drehgriffhülse keinen allzugroßen Kraftaufwand
zu benötigen, mußte der Winkel zwischen dem achsparallelen Längsschlitz des Rohres und dem
Schrägschlitz der Drehgriffhülse mindestens 450 oder mehr betragen. Bei -diesem steilen Winkel ist
der mit einer bestimmten Winkeldrehung des Griffs erzielbare Hub am Bowdenzug entsprechend gering.
Durch die Erfindung ist eine Möglichkeit geschaffen worden, diesen Winkel bei gleichbleibender
erforderlicher Verstellkraft wesentlich herabzusetzen und damit auch bei gleichbleibendem
Drehwinkel den Hub des Bowdenzüge zu vergrößern. Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung vorgesehen,
daß der Schlitz im festen Rohr ebenfalls als Schraubenschlitz ausgebildet ist und mit seiner
Neigung derjenigen des anderen Schlitzes entgegengerichtet ist. Bei Versuchen hat sich ergeben, daß
bei wesentlich geringerem Kraftaufwand als bisher der gesamte Winkel zwischen diesen beiden
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Schlitzen auf 360 herabgesetzt werden konnte; bei gleichem Kraftaufwand läßt sich dieser Winkel
noch weiter verringern.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung schematisch dargestellt.
Darin zeigt
Fig. ι einen teilweise in Längsrichtung aufgeschnittenen
Drehgriff,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Mittelachse mit einer Schnittebene, die zu derjenigen nach
Fig. ι um 900 versetzt ist,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Handgriff längs der Schnittlinie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 eine Ansicht des festen Rohres,
Fig. 4 eine Ansicht des festen Rohres,
Fig. S eine Ansicht des inneren Teils der Drehgriffhülse,
Fig. 6 einen teilweise in Längsrichtung aufgeschnittenen Drehgriff in anderer Ausführungsform,
Fig. 7 einen Querschnitt hierzu längs der Schnittlinie 7-γ in Fig. 6.
■ Auf dem mit 11 bezeichneten Lenkerrohr ist die
dreischichtige Drehgriffhülse 12, 13, 14 in axialer
Richtung gehalten durch einen am Ende des Lenkerrohres 11 durch eine Schraube 15 gesicherten
Stopfen 16 einerseits und durch das mit nicht gezeichneten Haltemitteln auf das Lenkerrohr 11 aufgeklemmte
Lagerstück 17 für einen schwenkbaren Bedienungsgrifr 18 andererseits.
Die Drehgriffhülse (Fig. 5) besteht aus der inneren Hülse 12, die an ihrem Stirnende einen
zum Eingreifen in das Haltestück 17 bestimmten Absatz 121 und zwei mit gleicher Steigungsrichtung
eingeschnittene Schrägschlitze 122 und 123 aufweist. Über diese innere Hülse ist eine weitere
Metallhülse 13 geschoben, welche durch nicht gezeichnete Mittel fest mit der Hülse 12 verbunden
ist und die Durchbrechungen 122 und 123 nach außen hin abdeckt. Über die Hülse 13 ist eine
Gummimanschette 14 gezogen.
Im Bereich der Durchbrechungen 122 und 123
sind im gezeichneten Beispiel in das Lenkerrohr 11 mit gleicher Steigungsrichtung Schrägschlitze 112
und 113 eingeschnitten, die sich in Mittelstellung mit den Schlitzen 122 und 123 kreuzen und im
Verhältnis zu diesen eine entgegengesetzt gerichtete Steigung aufweisen. Die Schlitze beider Rohre 11
und 12 werden durchquert von einem Kulissenstein, der im beschriebenen Beispiel aus einem Block 19
besteht, in den an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen Schrauben 20 eingedreht sind, die mit der
zylindrischen Außenfläche des Schraubenkopfes Lauf ringen 21 und 22 als Lagerzapfen dienen. Der
Außendurchmesser dieser Lauf ringe 21 und 22 entspricht der Breite der Schlitze 112, 113 bzw.
122, 123. Die Ringe sollen ein möglichst leichtes Gleiten dieser Kulissensteinzapfen in den Schlitzen
gewährleisten. An dem Block 19 sind Verbindungselemente 23 zum Einspannen des Nippels 24 eines
Bowdenzugseils 25 vorgesehen.
Bei einem Verdrehen der Drehgriffhülse 12, 13, 14
aus der in Fig. 1 gezeigten Endstellung in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1 wird der Gleitstein 19 bis 23
unter gleichzeitigem Verdrehen gegen das Ende des Lenkerrohrs hin verschoben und zieht dabei das
Bowdenseil 25 mit sich. Die bei den bisherigen Ausführungen nicht auftretende Verdrehung des
Kulissensteins kann ohne weiteres in Kauf genommen werden.
Selbstverständlich kann die geschilderte Anordnung ohne Verlassen des Bereichs der Erfindung
auch noch zum Beispiel in der Richtung abgewandelt. Averden, daß die Lenkstange selbst keine Schlitze
trägt, sondern' für die Aufnahme der festen Schlitze ein besonderer mit dem Lenkerrohr zu verbindender
Körper vorgesehen ist.
Das in Fig. 6 und 7 für diesen Fall gezeichnete Beispiel läßt das Lenkerrohr 11 mit dem darauf
auf geklemmten Lagerstück 17 für den schwenkbaren Bedienungsgriff 18 erkennen. Das Rohr 11 weist
in diesem Fall jedoch keine Führungsschlitze auf. Statt dessen ist in das Ende des Lenkerrohrs 11
ein Paßstück 47 eingesetzt und mit Hilfe der das Lenkerrohr 11 durchquerenden Schraube 48 gehalten.
Dieses Paßstück ragt mit einer Verlängerung aus dem Ende des Lenkerrohrs 11 heraus und weist
eine zylindrische Führung 471 für einen zylindrischen Kulissenstein 51 auf. In die Zylinderführung
471 sind die Schrägschlitze.472 und 473 eingeschnitten, in welche die inneren Laufringe 41
der in ähnlicher Weise wie im Falle der Fig. 1 bis 6 mit Laufringen ausgerüsteten Kulissenführung
eingreifen. Im vorliegenden Fall sitzen die Laufringe 41 und auch die äußeren Laufringe 42
auf dem mit einem Zwischenbund versehenen Kopf 40 der in den Kulissenstein 51 eingeschraubten
Schrauben.
Die äußeren Laufringe 42 greifen in Schrägschlitze 122 und 123 von entsprechender Breite ein,
die analog zu Fig. 1 bis 6 in die Drehhülse 12 eingearbeitet sind. Diese Schrägschlitze 112 und 113
haben entgegengesetzte Steigungsrichtung wie die Schrägschlitze 472 und 473.
Über die Drehhülse 12 ist wieder mit nicht gezeichneten
Befestigungsmitteln eine die Schlitze abdeckende Metallhülse 13 fest aufgezogen, und
diese ist von der Gummimanschette 14 des Handgriffs umhüllt. Mit Hilfe der Schraube 15, die in
Umfangsschlitzen der Hülsen 12 und 13 mit ihrem Kopf gleitet und die mit ihrem Schaft in den
Lenker eingeschraubt ist, sind die Hülsen 12 und 13 in Achsrichtung gesichert, jedoch in Drehrichtung
im erforderlichen Umfang beweglich.
Das Bowdenzugseil, das von der gegen eine Durchlaßschraube 49 abgestützten Bowdenzughülle X15
26 umgeben ist, durchdringt diese Schraube 49 und damit den Körper 47 in Achsrichtung und ist mit
Hilfe eines Nippels 44 und einer Holzschraube 50
zentrisch am Kulissenstein 51 festgespannt.
Wenn durch die die Manschette 14 des Handgriffs umfassende Hand die Hülsen 12 und 13 verdreht
werden, so wird infolge des gleichzeitigen Eingreifens der Laufringe 41 und 42 in die Schrägschlitze
471 und 472 des am Lenkerrohr festen Teiles 47 einerseits und in die Schrägschlitze 122,
123 der drehbaren. Hülse 12 andererseits der
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Kulissenstein 51 in Längsrichtung in der Zylinderführung
471 verschoben und dadurch der Bowdenzug über das Seil 25 betätigt.
Es ist fernerhin auch ohne weiteres möglich, die geschilderte Einrichtung für einen Doppelzug auszugestalten.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Drehgriff, insbesondere für lenkergesteuerte Kraftfahrzeuge, zur Verstellung eines Bowdenzüge od. dgl. mit einem einen Schraubenschlitz der Drehgriffhülse einerseits und einen Längsschlitz des festen Rohres andererseits durchquerenden, am Ende des Bowdenzüge befestigten· Kulissenstein, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (112, 113) am festen Rohr (11) ebenfalls als Schraubenschlitz ausgebildet und mit seiner Steigung derjenigen des anderen Schlitzes (122, 123) entgegengerichtet ist.
- 2. Drehgriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägschlitze (472, 473) des festen Rohres in einem am Ende des ungeschlitzten Lenkerrohres (11) befestigten besonderen Rohrfortsatz (471) vorgesehen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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