DEM0024296MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. August 1954 Bekanntgemacht am 22. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein in einen Schreibtisch durch Vorziehen einer Platte, an deren Unterseite
ein Schubkastenteil angeordnet ist, unwandelbares Möbelstück.
Die bisher allgemein üblichen Schreibtische haben den Nachteil, daß sie, in einem Wohnraum
aufgestellt, den Charakter des Wohnzimmers stören und aus diesem Grunde besonders von Besitzern
von Kleinwohnungen nicht gern aufgestellt werden. Da aber ein Schreibtisch im allgemeinen in einer
Wohnung unentbehrlich ist, wird sehr oft der störende Eindruck in Kauf genommen.
Dieser Übelstand wurde bereits erkannt, und es sind daher Sohreibschränke bekanntgeworden, die
eine ausziehbare Schreibplatte und seitlich ausschwenkbare Schreibmaschinentische aufweisen, bei
denen unter der Schreibplatte in ihrer ganzen Breite und Tiefe eine Schublade angeordnet ist, die bei
Nichtbenötigung mit sämtlichem auf ihr befindlichem Arbeitsgerät in den Schreibschrank geschoben
werden kann. Im allgemeinen haben diese Schreibschränke den Nachteil, daß sie viel Platz,
vor allem in der Höhe, beanspruchen und auch in kleineren Zimmern deswegen ungern aufgestellt
werden. Weiterhin weisen sie den wesentlichen Nachteil auf, daß die Größe der Schreibfläche
verhältnismäßig stark begrenzt ist, da die Schreibfläche mit dem Schubfach in Verschluß lage innerhalb
des Schreibschirankes Platz finden muß. Ferner ist bei diesem Schreibschrank ein über der Platte
liegender Oberbau erforderlich, der den beim Vorziehen der Schreibplatte hinter dieser ent-
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stehenden Hohlraum abdeckt. Durch den Aufbau ist es ferner nicht möglich, dem Möbelstück den
Charakter eines niedrig gehaltenen modernen Wohnmöbels zu geben. Ferner ist die Verwendung
als Anrichte auch nicht möglich. Das Möbelstück ist zu hoch, um für diesen Zweck geeignet zu sein.
Da es oft erforderlich ist, Möbelstücke, wenn sie als Schreibtisch Verwendung finden, unter das
Fenster zu stellen, besteht weiterhin bei Schreibschränken ein Nachteil darin, daß dies wegen der
erforderlichen Höhe der Schreibschränke nicht möglich ist. Ein Teil des Möbelstückes würde über
die Fensterbank hinausragen und einen Teil des Fensters verdecken. Abgesehen davon, daß die
eigentliche Sahreibplatte in diesem Falle im dunkeln liegen würde. -
Bei dem Gegenstand der. Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß bei einer Kommode,
Anrichte od. dgl., die den oberen Abschluß
ao des Möbels bildende Platte vorzugsweise mit dem darunter befindlichen Schubkastenteil vorziehbar
ist und am hinteren Ende der Platte über die ganze Breite eine in dem Möbelinnenraum hängende, beim
Vorziehen der Platte in deren Ebene schwenkbare Platte angelenkt ist. Demzufolge ist es möglich,
das Ausgangsmöbelstück verhältnismäßig klein zu halten, da die Vergrößerung der Oberfläche über
ein Drittel der oberen Plattenfläche des Möbelstückes hinaus möglich ist, so daß auf jeden Fall
die Schreibfläche um ein Drittel größer ist, als es das Grundmöbelstück sonst zulassen würde. Dieser
Vorteil ist vor allem in den heute üblichen Neubauwohnungen mit sehr beschränktem Platz von großer
Wichtigkeit, da das Möbelstück selbst verhältnismäßig klein gehalten werden kann. Ferner ist es
von Vorteil, daß das Ausgangsmöbel normale Anrichtenhöhe aufweisen kann, da die obere Platte
gleichzeitig als Schreibplatte benutzt wird, und somit kann das in einen Schreibtisch umwandelbare
Möbelstück unter jedes Fenster gestellt werden. Eine weitere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes
besteht darin, daß an der Platte einerseits und dem Möbelgestell bzw. einem im Gestell angeordneten
Rahmen andererseits ein Hebelbeschlag angeordnet ist, der beim Vorziehen des Schubkastenteiles
mit der Platte die Klappe automatisch in- die Ebene der Platte schwenkt.
Nunmehr ist ein Möbelstück geschaffen, das mit einfachen und billigen Hilfsmitteln aus einer Anrichte
bzw. einer Kommode in einen bequemen Schreibtisch zu verwandeln ist, Da der gesamte
Schubkastenteil als Stützunterlage dient, ist die genügende Stabilität für einen Schreibtisch gewährleistet.
Wenn auch eventuell lediglich die die Oberfläche des Möbele bildende Platte zum Vorziehen
ausgebildet ist, genügt doch der Halt, den der ausgezogene Teil durch den in Führungen
od. dgl. gehaltene, noch im Rahmen der Kommode verbleibende Teil der Oberfläche erhält, vollkommen,
um eine einwandfreie Stützfläche zu bilden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel
des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es
zeigt . . . .
Fig. ι die Kommode in schaubildlicher Ansicht im ausgezogenen Zustand als Schreibtisch,
Fig. 2 einen Schnitt durch die Kommode mit der Platte im eingeschobenen Zustand,
Fig. 3 den gleichen Schnitt mit der Platte im ausgezogenen Zustand,
Fig. 4 einen Teilschnitt in deir Draufsicht.
In einem Gestell einer Kommode, Anrichte 1 od. dgl., das beliebig ausgebildet sein kann, befinden
sich unter der die Oberfläche des Möbels bildenden Platte 2, mit dieser eine Einheit bildend, drei
Schubkästen 3, 4 und 5. Dieser gesamte Block ist rechts und links im Gestell auf Leisten gelagert.
An der ganzen Länge der rückwärtigen Kante der Platte 2 ist eine Klappe 6 angelenkt. Rechts und
links vom Schubkasten 4 befinden sich Beschlagstücke 7, die einerseits an einem zum unteren Teil
der Kommode gehörenden Rahmen 8 befestigt sind und andererseits mit der Platte. 2 gelenkig verbunden
sind. Das am Rahmen 8 fest angeordnete Beschlagstück 7 trägt eine bei eingeschobener Platte
etwa senkrecht nach oben gerichtete Stütze 9, die mit ihrem oberen Ende mit einem Schwenkhebel 10
gelenkig verbunden ist, der wiederum an seinem anderen Ende eine Rolle 11 trägt. Der Schwenkhebel
10 beschreibt beim Vorziehen der Platte 2 mit dem die Rolle 11 tragenden Ende einen Bogen
um die Anlenkstelle 12 an der Stütze 9. Über einen Zughebel 13 und einen an der Platten befestigten
Beschlag 14, an dem er drehbar gelagert ist, ist der Schwenkhebel 10 mit der Platte 2 verbunden. Beim
Vorziehen der Platte 2, mit oder ohne Schubkästenteil ist gleichgültig, zieht der Zughebel 13 den
Schwenkhebel 10 in einem Bogen herum. Die Rolle 11 berührt dabei die Klappe 6 und schwenkt diese
in die horizontale Lage.
■Unter dem Schubkasten 4 ist· eine Fallklappe 15
angeordnet, die beim Vorziehen des Schubkastenteiles über eine Leiste 16, die am Rahmen 8 des
Gestelles vorgesehen ist, gezogen wird und sich nach Überschreiten der Leiste gegen diese abstützt.
Die Fallklappe 15 liegt in dieser Stellung auf dem Rahmen 8 auf und arretiert somit den vorgezogenen
Schubkastenteil mit Platte in ihrer Stellung. Soll der Schubkastenteil zurückgeschoben werden, wird
lediglich die Fallklappe 15 über die Leiste 16 gehoben
und der Schubkastenteil mit der Platte zurückgeschoben. Der Zughebel 13 schwenkt den
Schwenkhebel 10 mit der Rolle 11 wieder in die
Ausgangslage (Fig. 2) zurück, so daß die Klappe 6 durch ihr Eigengewicht in ihre ursprüngliche Lage
zurückfallen kann.
Selbstverständlich ist es möglich, auch andere Arretierungsmittel zu wählen bzw. das Beschlagstück 7 andersartig auszubilden, um dieHorizontallage
der Klappe 6 zu bewirken. Das dargestellte Ausführungsbeispiel weist jedoch durch seine Einfachheit
und Billigkeit in der Konstruktion sehr viel Vorteile auf, da keinerlei unnötige Handgriffe
erforderlich sind, um die Umwandlung vornehmen zu können.
Abgesehen von der betriebssicheren Konstruktion weist aber das Vorziehen des gesamten Schub-
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kastenteiles auch sehr viel Formschönheit auf, so
d'aß die Kommode oder Anrichte in der umgewandelten Form als Schreibtisch sich gut in den Raum
einfügt.
Claims (4)
1. In einen Schreibtisch, durch Vorziehen
einer Platte, an deren Unterseite ein Schubkastenteil angeordnet ist, umwandelbares Möbelstück,
dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Kommode, Anrichte (i) od. dgl. die den oberen
• ' Abschluß des Möbels bildende Platte (2) vorzugsweise
mit dem darunter befindlichen S chubkastenteil (3, 4, 5) vorziehbar ist und am hinteren
Ende der Platte (2) über die ganze Breite eine in den Möbelinnenraum hängende, beim
Vorziehen der Platte (2) in deren Ebene schwenkbare Klappe (6) angelenkt ist.
2. Möbelstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Platte (2) einerseits und dem Möbelstück bzw. einem im Gestell angeordneten Rahmen (8) andererseits, ein
Hebelbeschlag angeordnet ist, der beim Vorziehen des Schubkastenteiles (3, 4, 5) mit der
Platte (2) die Klappe (6) automatisch in die Ebene der Platte (2) schwenkt.
3. Möbelstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Rahmen (8) über ein
Beschlagstück (7) eine bei eingeschobener Platte etwa senkrecht nach oben gerichtete Stütze (9)
angeordnet ist, an deren freiem oberem Ende ein Schwenkhebel (10) drehbar in der Schwenkstelle
(12) befestigt ist, dessen entgegengesetztes Ende eine Rolle (11) aufweist und mit einem
mit der Platte (2) verbundenen Zughebel (13) gelenkig verbunden ist.
4. Möbelstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß vorzugsweise der mittlere Schubkasten (4) unter seinem Boden mit einer
Fallklappe (15) versehen ist, die sich in vorgezogener Stellung des Schubkastenteiles und
der Platte arretierend an einer Leiste (16)
od. dgl. des Möbelgestelles abstützt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 859794.
Deutsche Patentschrift Nr. 859794.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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