DEM0014468MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Juni 1952 Bekanntgemaoht am 5. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft einen Aufzug mit zwischen einer festen und einer beweglichen Haltestelle heb-
und senkbarem Fahrkorb.
Es sind bereits Aufzugsanlagen bekannt, deren
Lastseile auf eine Spannvorrichtung am Wiridwerk einwirken, dergestalt, daß beim Spannen, oder
Entlasten der Seile in Abhängigkeit von der Stellung der beweglichen Haltestelle ein elektrischer
Schalter für den Windwerksmotor betätigt wird. An Stelle der Lastseile kann auch ein besonderes
Hilfsseil mit der Spannvorrichtung in Verbindung stehen. Bei dieser Anordnung kann die
von der Spannrolle betätigte Schaltvorrichtung nicht als Handsteuerungsorgan benutzt werden.
Weiter ist eine Aufzugsanlage zum Befahren der Scheibe von Scheibengasbehältern bekannt, bei der
vom Führer der Fahrkorb in jeder Lage innerhalb des Behälters angehalten bzw. umgesteuert werden
kann. Auch stellt der Fahrkorb in den beiden Endlagen selbsttätig ab. Für diese Aufzugsanlage wird
ein endloses, mit der elektrischen Schalteinrichtung für den Windwerksmotor in Wirkverbindung
stehendes Steuerseil verwendet, das von einem besonderen Gegengewicht gespannt gehalten wird.
Dieses Gegengewicht muß an der Außenseite des Gasbehälters geführt werden und erfordert infolge
der großen Fahrhöhe einen langen, schwer zugänglichen Schacht. Wird die Gegengewichtsbahn nicht
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verkleidet, dann ist das Steuerseil in. hohem Maße den Witterungseinflüssen ausgesetzt. Ein.weiterer
wesentlicher Nachteil ,.der bekannten Aufzugsanlage ist, daß der auf der Scheibe aufsitzende
,5 Fahrkorb-nicht; durch eine Eigenbewegung der
Scheibenbewegung nach oben, folgen, kann. Dadurch besteht die Gefahr, daß die Lastseile locker werden.
Die Nachteile dieser bekannten Aufzugsanlage
werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden,
ίο daß ein Steuerseil mit endlicher Länge verwendet
wird und das einsträngige, über eine mit der elektrischen Schalteinrichtung des Aufzugmotors zusammenwirkende
Spannrolle geführte Steuerseil mit seinem einen Ende an einem im Fahrkorb angeordneten.
Schalthebel angreift und mit Seinern anderen Ende an den gleichen. Bauteil des. Aufzugs
angeschlossen ist, wie die vom Fahrkorb abgewandten Enden der Lastseile. Das mit seinem einen
Ende an dem im Fahrkorb angeordneten Schalthebel angreifende Steuerseil ist mit dem anderen
Ende bei Trommelwindenaufzügen an die Seiltrommel
der Winde und bei Treibscheibenaufzügen an das Gegengewicht des Fahrkorbs angeschlossen.
Bei dem erfindungsgemäßen Aufzug folgt der ,25 Fahrkorb, im Gegensatz zu dem bekannten, selbstätig
durch die Kraft des Aufzugsmotors allen Scheibenbewegungen. Die Lastseile bleiben, daher
auch bei steigender Scheibe und zusätzlich durch eine vorgesehene Spanneinrichtung stets, gespannt.
Infolge der endlichen Länge des Steuerseiles ist für dieses ein besonderes Gegengewicht nicht erforderlich.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, ;und zwar-zeigt L ; ;..
Fig. ι den schematisierten Teil des Radialschnittes
durch einen Scheibengasbehälter mit' eingebautem Aufzug und dazugehöriger Trommelwinde,
Fig. 2 eine Aufzugsvorrichtung der in Fig. 1 dargestellten Art mit Fahrkorbgegengewicht und
Trommel- odör Treibscheibenwinde,. ■
Fig. 3 den Aufzug nach den Fig..:i Und 2 bei
abwärts gehendem Fahrkorb,
Fig. 4 den Aufzug nach Fig. 3 unmittelbar nach Aufsetzen des Fahrkorbes auf die Scheibe des Gasbehälters,
Fig. 4 den Aufzug nach Fig. 3 unmittelbar nach Aufsetzen des Fahrkorbes auf die Scheibe des Gasbehälters,
Fig. S den Aufzug nach Fig. 4 bei aufwärts steigender Scheibe.
Auf dem Dach a.. (Fig. 1) . des. Scheibengasbehälters
b sind die Aufzugswinde c, die elektrische .Schaltvorrichtung s und eine Spannrolle e für das
Steuerseil / befestigt. Im Scheibengasbehälter befindet sich die in senkrechter Richtung bewegbare
Scheibe g, deren Höhenlage von der unterhalb ihr gespeicherten Gasmenge abhängig ist. Die von der
Trommel k der Aufzugswinde c gehaltenen Lastseile
h tragen den Fahrkorb i. Das ebenfalls auf der Trommel k aufgewickelte Steuerseil f ist über . die
Spannrolle, e hinweggeführt. Bei Vorhandensein
'60 eines Fahrkorbgegengewichtes / (Fig. 2) kann, das
Steuerseil f direkt an diesem statt an, der Trommel k
befestigt sein. Das jeweils, freie Ende des Steuerseils
f geht durch einen noch näher zu erläuternden Steueranschlag p hindurch und -ist.. mit einem
Schalthebel m verbunden, der innerhalb des Fahrkorbes i gelagert ist.
Die von dem Steuerseil / umschlungene. Spannrolle
e betätigt je nachdem, ob das Steuerseil erschlafft oder gespannt wird, einen elektrischen
Schalter ί (Fig. 1 bis 5), der in den Stromkreis des
Aufzugswindenmotors gelegt ist und durch seine jeweilige Stellung die Auf- oder Abwärtsbewegung
des Fahrkorbes i vermittelt. Der Schalthebel m des Fahrkorbes i ist auf jeweils eine von drei Stellungen ■
einstellbar, nämlich auf »Abwärts«, »Halt« und »Aufwärts«.
Die Einstellvorrichtung für das Steuerseil im Fahrkorb ist so ausgeführt, daß vermittels eines
einrastenden Schalthebels f»;,.od, dgl. das Steuerseil
/ aus der Mittelstellung (»Halt«) um ein bestimmtes Maß ausgelassen (Fig. 2) oder eingeholt
(Fig. 3) werden kann, was die entsprechende Bewegung,. der\ vorerwähnten Spannrolle e zur Folge
hat, die dann die Auffahrt (Fig. 2) oder die^
Abwärtsfahrt (Fig. 3) einschaltet. Bei Rückführung des Hebels m in Mittelstellung hält der Aufzug an
(Fig. 1). Da die Rasten 0 für den Schalthebel m nur
einseitig in Richtung des durch die Spannrolle? e hervorgerufenen Zuges zu wirken brauchen, kann
die selbsttätige Abstellung der Auffahrt (Fig. 2) in der oberen Station, η durch den bereits vorerwähnten
dort angebrachten festen Anschlag p erfolgen, der den Schalthebel m in die Mittelstellung
(»Halt«-Stellung) zurückschiebt.
Die Abstellung in der unteren Station r (Fig. 4), also auf der in ihrer Höhenlage dauernd veränderlichen.
Scheibe g, erfolgt ..ebenfalls./automatisch, da
die Winde c nach dem Landen, des Fahrkorbes zuerst noch weiterläuft und Seil nachläßt. Während
die Lastseile h auf Fahrkorbseite durch Federn q oder ähnliche Einrichtungen stramm gehalten
werden (Fig. 1 bis 5), geschieht dies bei dem Steuerseil f durch die Spannrolle e,. die sich dabei
hebt und lin »Halt«-Stellung die' Winde abstellt.
Weiteres. Nachlassen der Seile durch Steigen der Behälterscheibe g· läßt die Spannrolle e sich heben
und, die »Auffahrt« einschalten (Fig. 5), ein Absinken der Behälterscheibe bewirkt dagegen Wiedereinschalten
der Abwärtsfahrt, wodurch, weil ja der Fahrkorb i noch auf der Station steht, nur eine
Rückführung der Spannrolle e in ihre Mittelstellung und das Anhalten der Maschine veranlaßt
wird (Fig. 4). .
Der Fahrkorb i wird also automatisch allen Scheibenbewegungen folgen, ohne sich von der
Scheibenstation r abzuheben, solange der Schalthebel m auf der »Ab«-Stellung belassen wird.
Schlaffseilbildung tritt auch dann nicht ein, wenn der Hebel m auf »Halt« gestellt wird. Der Fahrkorb
macht dann allerdings nur noch die Scheibenbewegungen nach oben mit.
-. Mit der geschilderten Steuereinrichtung ist es also möglich, sowohl die willkürlichen als auch die
automatischen Schaltvorgänge bei' solchen Aufzügen durchzuführen, deren Hubhöhe der jeweiligen
Höhenlage der unteren Station angepaßt werden
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muß. Sie kann auch bei anderen Fördereinrichtungen angewendet werden, wo die Anordnung
elektrischer Steuergeräte im Fahrkorb nicht möglich ist.
Claims (5)
1. Aufzug mit zwischen einer festen und einer beweglichen Haltestelle heb- und senkbarem
Fahrkorb, der von einem oder mehreren Lastseilei) getragen wird und ein Steuerseil aufweist,
das mit der elektrischen Schalteinrichtung für den Windwerksmotor in Wirkverbindüng steht,
dadurch gekennzeichnet, daß das einsträngige, über eine mit der elektrischen Schalteinrichtung
(s) des Aufzugmotors zusammenwirkende Spannrolle (e) geführte Steuerseil (f) mit
seinem einen Ende an einem im Fahrkorb (i) angeordneten Schalthebel (w) angreift und mit
seinem anderen Ende an den gleichen Bauteil -des Aufzuges angeschlossen äst, wie die vom
Fahrkorb abgewandten Enden der Lastseile.
2. Aufzug nach Anspruch 1, der als Trommel-■windenaufzug
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das mit seinem einen Ende an dem im Fahrkorb («) angeordneten Schalthebel
(m) angreifende Steuerseil (/) mit dem anderen Ende an die Seiltrommel (k) der Winde (c)
angeschlossen ist.
3. Aufzug nach Anspruch 1, der als Treibscheibenaufzug
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das mit seinem einen Ende an dem im Fahrkorb (i) angeordneten Schalthebel
(m) angreifende Steuerseil (f) mit dem anderen
■ Ende an das Gegengewicht (/) des Fahrkorbes (i) angeschlossen ist.
4. Aufzug nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalthebel (m)
in den Bewegungszuständen {Auf, Ab, Halt) des Fahrkorbes (i) entsprechende Lagen einstellbar
ist.
5. Aufzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufsetzen des Fahrkorbes (i)
auf der unteren Stationsplattform (r) die Lastseile (h) durch Federn (q) od. dgl. in Spannung
gehalten werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 626 400.
Deutsche Patentschrift Nr. 626 400.
Hierzu ι Blaitt Zeichnungen
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