DEM0013447MA - - Google Patents

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DEM0013447MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22. März 1952 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Beim Herstellen von Ketten im Stumpfschweißverfahren bilden sich an den Schweißstellen der Kettenglieder durch das Stauchen der Gliedenden gegeneinander Wülste. Diese müssen wegen der einwandfreien Form des fertigen Kettengliedes, zur Beseitigung von Zunderstellen und weil sie Ansatzpunkte für Korrosionen bilden, beseitigt werden.
Das Entgraten von Kettengliedern wurde bereits durch Messer, insbesondere solchen mit einer den Gliedumfang angepaßten Schneide durchgeführt, wobei die Messer in der Gliedachse verschoben wurden. Auch zwei Messerpaare, deren Schneiden im Abstand des Durchmessers angebracht sind, in zueinander und zur Gliedachse senkrechten Richtungen nacheinander zum Einsatz gebracht, ergeben jedoch ein nicht vollständig entgratetes Kettenglied.
Weiterhin wurde ein spanabhebendes Bearbeiten der Schweißstelle in Richtung des Umfanges des Gratquerschnitts vorgenommen und sich hierfür eines Schleif Vorgangs bedient. Indessen war es auch hierbei nicht möglich, die Schweißwulst restlos zu entfernen, weil die Schleifscheiben einen Mindestdurchmesser aufweisen, der in der Regel den lichten Zwischenraum zwischen den Gliedschenkein wesentlich übersteigt. Diese Art der
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Bearbeitung hat den Nachteil, daß Schleifriefen entstehen, die Ansatzpunkte zu Korrosionen bilden und bei hochbelasteten Kettengliedern aus hochwertigen Werkstoffen Kerbwirkungen ergeben kön nen. Außerdem ist es bei wirtschaftlicher Durch-
*■ ■ führung des Schleifens nicht möglich, eine Oberfläche an der Schweißwulst zu erzielen, die den einwandfreien, geschlossenen Charakter zeigt, wie er an den übrigen Stellen eines Kettengliedes vor-
.10 handen ist.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß, ausgehend von einem bekannten Verfahren, bei dem ein sich über den äußeren Teil des Umfangs des Kettengliedes erstreckender Umfangsteil des Schweißwulstes in-Achsrichtung des Gliedschenkels abgeschnitten wird,-der stehengebliebene Rest nicht, wie vorstehend erw'ähnt, durch einen Schleifvorgang beseitigt wird, sondern daß der gesamte Rest abgeschält wird. .
Eine Vorrichtung zum Durchführen dieses Verfahrens kann dabei mit einem in Richtung der Gliedschenkelachse verschiebbaren Schneidmesser ausgestattet sein. Ein derartiges Messer ist, wie vorstehend erwähnt, bereits bekannt. Das bekannte
■25 Messer weist jedoch lediglich eine sich in Umfangsrichtung'des Kettengliedes über i8o° erstreckende Schneide auf und kann nach der Erfindung eine oder zwei weitere, im wesentlichen in Richtung einer Mantellinie des Kettengliedes verlaufende Schneiden erhalten. Verbindet man dieses Messer mit einer Bewegungsvorrichtung, durch welche es am, Ende seiner geradlinigen Bewegung um die Schenkelachse des Kettengliedes in der einen oder abwechselnd in beiden Umfangsrichtungen des Kettengliedes verschwenkbar ist, so läßt sich auf . diese besonders einfache Weise ein restloser Abschälvorgang nach der Erfindung durchführen. Das Schneidmesser kann nach der Erfindung durch Ersatz der in.Umfangsrichtung verlaufenden Schneide durch Schrägschneiden vereinfacht werden, insbesondere durch Anwendung zweier pfeilförmig zueinanderstehender, z. B. schraubenlinienförmig entgegengesetzt zueinander ansteigender Schneiden. Um den Schwenkweg zu verkürzen, kann es weiterhin zweckmäßig sein, den Umschließungswinkel der Umfangsschneide des Abgratmessers oder der entsprechenden Pfeilschrägschneiden über den halben Umfang zu erstrecken und die das Messer tragende Schwenkvorrichtung über wenig mehr als einen rechten Winkel zu verschwenken. Als Vorschub- und Schwenkvorrichtung sowie als Tragorgan für das Abgratmesser läßt sich mit Vorteil eine Spindel verwenden, die eine Umfangsnut aufweist. In diese kann ein kurvengesteuerter Gabelhebel für die Längsverschiebung mit. seinem gegabelten Ende eingreifen, während für die Schwenkbewegung ein . kurvengesteuertes, schwenkbares Zahnsegment vorgesehen werden kann, das ein Zahnrad antreibt, demgegenüber die Spindel gleitbar, jedoch unverdrehbar geführt ist..
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann so einfach ■ sein, daß es ohne weiteres möglich ist, das Abgratmesser und,seinen Bewegungsantrieb als gesondertes, Aufsatzgerät- zu einer Kettenschweiß-; maschine auszubilden und Herzustellen und auf diese Weise bereits vorhandene Kettenschweißmaschinen, die auf einen Abgratvorgang innerhalb der Maschine selbst nicht eingestellt sind, mit einem solchen Abgratgerät auszustatten und eine besondere Abgratmaschine Und einen Transportarbeitsgang zu ersparen.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand einiger Ausführungsbeispiele erläutert. Die Zeichnungen stellen dar in
Abb. ι die Anordnung in der Seitenansicht und in schematischer Darstellung, wobei das Abgratmesser sich in ausgefahrener Stellung befindet, . ■
Abb. 2 die, Anordnung, nachdem das Abgratmesser" seinen Vorschub beendet hat,
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie III-III der Abb. 2, . '
Abb. 4 den Schnitt nach Abb. 3, nachdem jedoch das Messer eine Rechtsdrehung um 900 vollführt hat,
Abb. 5 den Schnitt nach Abb. 3 und 4, nachdem das Messer die Linksdrehung um i8o° vollführt hat,
Abb. 6 den Schnitt nach Rückkehr des Messers in seine Ausgangslage, go
Abb. 7 die Ansicht einer Vorrichtung nach dei Erfindung zum Teil im Schnitt,
Abb. Steinen Schnitt nach Linie VIII-VIII der Abb. 7,
Abb. 9 einen Schnitt nach Linie IX-IX der Abb. 8,
Abb. 10 die Teilansicht eines Dreischneidenabgratmessers,
Abb. 11 die Teilansicht eines Vierschneidenabgratmessers,
Abb. 12 die Teilansicht eines Zweischneidenabgratmessers.
Auf einem Sattel 10 ist eine Kette 11 geführt. Zwei in Abb. 1 hintereinanderliegende Klemmbacken 12 halten das Kettenglied 13 hochkant in Horizontallage, so daß das Glied auf dem Sattel fest aufliegt und die Schweißwulst 14 freiliegt. Die. Klemmbacken haben Ausnehmungen, die dem Ende 15 des geschweißten Schenkels 16 des Gliedes entsprechen. Die Mittel zum Vorschieben der Kette. zum Betätigen der Klemmbacken und' zum Überwachen der freien Lage der Schweißwulst sind an sich bekannt und nicht dargestellt.
An einer Spindel 17 ist über einen Halter i8das Abgratmesser 19 befestigt, von dem in Abb. 1 die Umfangsschneide 20 und eine Seitenschneide 21 sichtbar .sind, während die andere Seitenschneide 22 verdeckt ist.
Beim Vorschub .des Abgratmessers 19 in die Stellung nach Abb. 2 wird der dem Umfangswinkel der Umfangsschneide 20 entsprechende Teil der Wulst 14 entfernt, so daß nur, wie Abb. 3 zeigt, der untere;. Teil 23 der Wulst 14 stehenbleibt. , In der Stellung nach Abb. 4 ist das Abgratmesser um einen. Winkel von ,90° verschwenkt, so daß. nur noch ein Viertel 24 der Wulst übrigbleibt..
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Nach dem Verschwenken des Abgratmessers um i8o° in die Stellung nach Abb. S ist die Wulst restlos entfernt. Das Abgratmesser kehrt in seine Ausgangslage nach Abb. 6 zurück. Die Spindel wird dann zurückgezogen und die Stellung gemäß Abb.' ι wieder eingenommen. '. .
Die Vorrichtung nach Abb. 7 ist ein Zusatzgerät zu einer üblichen Kettenschweißmaschine. Sie besteht aus einem Gehäuse 25, an das ein Motor 26 angeflanscht ist, der über einen Schneckentrieb 27, 28 eine Welle 29 in Drehung versetzt (Abb. 8). Ferner ist im Gehäuse ein Hebel 30 urn eine Achse 31 schwenkbar gelagert, der durch eine Rolle 32 ausgeschwenkt werden kann. Die Rolle 32 ist in einer Nut 33 einer Kurvenscheibe 34 geführt. Am Ende des Hebels 30 ist ein Zahnsegment 35 angeordnet, das mit einem Zahnrad 36 zusammenwirkt und die in Abb. 9 dargestellte Spindel 37 verdreht, deren Schaftteil 38 gegenüber dem Zahnrad 36 längs verschiebbar, aber nicht drehbar angeordnet ist. Ein Gabelhebel 39 ist um eine Achse 40 ebenfalls schwenkbar im Gehäuse gelagert und wird von der gleichen Welle 29 durch eine Kurvenscheibe 41 mit an ihrer Stirnseite vorgesehener Nut 42 verschwenkt. Dieser Hebel bewirkt über eine Gabel 43, die mit zwei Rollen 44 in eine entsprechende Nut 45 der Spindel 37 (Abb. 9) eingreift, ein Längsverschieben der Spindel 37. Die Spindel trägt an ihrem vorderen Ende 46 das Abgratmesser 47, das den Grat 48 am Kettenglied in der vorstehend beschriebenen Weise entfernt.
Ein Messer 49 gemäß Abb. 10, das über eine Schraube 50 an dem entsprechend ausgebildeten Ende 51 der Spindel befestigt ist, umschließt den Umfang 52 des Kettengliedes 53 und weist eine Schneide 54 in Umfangsrichtung und zwei Schneiden 55 in Richtung der Mantellinien des Kettengliedes auf, von denen die vordere sichtbar ist. Abb. 10 a zeigt bei vergrößerter Darstellung der Schneidkanten eine verkleinerte Aufsicht auf ein derartiges Messer.
Abb. 11 läßt ein anderes mit vier Schneiden ausgestattetes Messer erkennen, bei dem die entsprechenden Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind wie in Abb. 10, wobei indessen die Schneide 54 ersetzt ist durch zwei pfeilförmig zueinanderstehende Schneiden 56, von denen die vordere sichtbar ist und die schraubenlinienförmig um den Gliedmantel verlaufen. Die Schneiden 56 treffen sich in einer Spitze 57. Die entlang der Mantellinien des Kettengliedes verlaufenden Schneiden 55 schließen sich unmittelbar an die Schneiden 56 an, wie Abb. 11 a erkennen läßt.
Bei der Ausführungsform eines weiteren Abgratmessers nach Abb. 12 und 12 a sind die Schneiden 55 fortgelassen, so daß lediglich die pfeilförmigen Schneiden 56 nach Abb. 11 und 11 a Verwendung finden. Bei dieser Ausführungsform wird im ersten Arbeitsgang, der ein Längsvorschub des Abgratmessers in Gliedschenkelrichtung ist, nur ein verhältnismäßig geringfügiger Teil der Wulst 48 entfernt und diese gewissermaßen nur gebrochen, während erst durch das Verschwenken des. Abgratmessers die weitaus größten Anteile der Wulst entfernt werden. . ■ ■ , ·■■ ■ '■■
Jede der gezeigten Messerarten hat ihren besonderen Vorteil. Die Ausführung nach Abb. 10 ergibt eine gleichmäßige Belastung aller dreier ., Schneiden, wobei indessen das Abschälen beim Vorschub des Abgratmessers die Vorrichtung stoßweise belastet.
- Bei der Ausführung nach Abb. 11 wird der Stoß abgefangen und der Antriebsmechanismus geschont, wofür jedoch die Verwendung von vier Schneiden erforderlich ist. 75;
Bei der Ausführung nach Abb. 12 und 12 a ergibt sich ein besonderes, einfaches Messer mit lediglich zwei Schneiden, die dementsprechend stärker bemessen werden. Außerdem ist bei dieser Ausführung zu berücksichtigen, daß beim Verschwenken des Messers, nicht wie bei den anderen Ausführungen, ausschließlich in der Schwenkrichtung auftretende Zerspanungskräfte auftreten, sondern daß diese gleichzeitig auch in Vorschubrichtung wirken. .

Claims (5)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Entfernen der Schweißwulst bei einem Kettenglied von rundem Querschnitt, wobei ein über den äußeren Teil des Umfanges des Kettengliedes sich erstreckender Umfangsteil der Schweißwulst in Achsrichtung des Gliedschenkels abgeschnitten und der hierbei stehengebliebene Rest in Umfangsrichtung spanabhebend bearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der gesamte Rest abgeschält wird.
2. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem in Richtung der Gliedschenkelachse verschiebbaren Schneidmesser, das eine sich in Umfangsrichtung des Kettengliedes über i8o° erstreckende Schneide aufweist, gekennzeichnet durch eine oder zwei weitere, im wesentlichen in Richtung einer Mantellinie des Kettengliedes verlaufende Schneiden sowie durch eine Bewegungsvorrichtung, durch die das Schneidmesser um die Schenkelachse des Kettengliedes in der einen oder in beiden Umfangsrichtungen des Kettengliedes verschwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsschneide des Abgratmessers von zwei pfeilförmig zueinanderstehenden, z. B. schraubenlinienförmig entgegengesetzt zueinander ansteigenden Schneiden gebildet ist (Abb. 11, 11 a, 12, 12a).
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß für das Verschieben einer das Abgratmesser tragenden Spindel ein kurvengesteuerter, senkrecht zur Spindelachse schwenkbarer, in eine Umfangsnut der Spindel eingreifender Gabelhebel und für deren Schwenken ein kurvengesteuertes, parallel zur Spindelachse schwenkbares Zahnsegment mit einem
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Zahnrad, demgegenüber die Spindel verschiebbar ist, vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie als gesondertes Aufsatzgerät zu einer Kettenschweißmaschine ausgebildet ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 843 049;
USA.-Patentschriften Nr. 2288494, 2358197; Schimpke-Horn: Prakt. Handbuch der ges. Schweißtechnik, Berlin, 1945, II. Band, S. 45.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

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