DEM0000862MA - Luftgekühlte Kolbenmaschine - Google Patents
Luftgekühlte KolbenmaschineInfo
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Description
Bei luftgekühlten Kolbenmaschinen, gleichviel ob es sich um Motoren oder Arbeitsmaschinen (Verdichter) handelt, pflegt man die Zylinder mit Kühlrippen zu versehen, um eine gute Aussenkühlung zu erhalten. Die im Zylinder laufenden Teile, insbesondere Kolben und Kolbenbolzenlager sowie auch die Zylinderinnenwand werden aber nicht immer in ausreichendem Maße gekühlt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird auch das Innere des Zylinders ausreichend gekühlt, und zwar dadurch, dass ein Kühlluftstrom unmittelbar in den unteren Teil des Zylinders bzw. in das Innere des Kolbens gerichtet wird. Das kann in verschiedener Weise erfolgen. So kann ein festes Zuführungsrohr in den unteren Teil des Zylinders so eingebaut werden, dass es den Kolben und den Zylinderunterteil ständig mit Kühlluft versorgt, wobei die Kühlluft entweder kontinuierlich oder auch periodisch eingeblasen wird. Eine andere, bevorzugte Möglichkeit besteht darin, die Kühlluft von der Seite her in den Zylinderunterteil einzublasen und die Luftkanäle vom Kolben, insbesondere von der Unterkante desselben steuern zu lassen. Es können auch im Kolben selbst Kühlluftkanäle eingearbeitet werden, durch welche die Kühlluft unmittelbar in das Innere des Kolbens gelangen kann.
Gemäss der weiteren Erfindung wird die Kühlluft aus einem Teilstrom des Kühlgebläses oder der Spülpumpe abgeleitet. Bei Maschinen, bei welchen das Kurbelgehäuse als Kurbelkastenluftpumpe dient, ergibt sich damit die Möglichkeit, das Kurbelgehäuse mit Luft auszufüllen, die auf den Druck der Kühlluft vorgespannt ist. Damit wird eine wesentlich bessere Füllung erzielt als beim Ansaugen der Frischluft aus der Atmosphäre.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die beiden Abbildungen zeigen verschiedene Stellungen des Kolbens.
Von einem Gebläse her wird durch die Verkleidung 1
Kühlluft an den Rippen 2 des Zylinders 3 vorbeigeblasen. In der Zylinderwandung befindet sich ein Luftkanal 4, der in den unteren Teil des Zylinders führt. An der gegenüber liegenden Seite ist ein entsprechender Abzugskanal 5 eingebaut. In dem Kolben 6 sind Schlitze 7 eingearbeitet, durch welche der Kühlluftstrom in das Innere des Kolbens, vorzugsweise auf das Kolbenbolzenlager zu strömt. Auf diese Weise wird eine energische Kühlung des Kolbeninnern und der Kolbenbolzenlager sowie auch der Zylinderinnenwand bewirkt. Nach Abb. 2 strömt die Kühlluft in der oberen Totlage des Kolbens unmittelbar in den Zylinder. Infolge der Gestaltung der Kanäle 4 und 5 ergibt sich eine Art Umkehrstrom für die Kühlluft, durch den eine alle heissen Stellen im Zylinderinnern erfassende Kühlung erreicht wird.
Sofern bei der Maschine das Kurbelgehäuse als Kurbelkastenluftpumpe dient, wird die Luft nicht mehr durch die Öffnung im Kurbelgehäuse eingesaugt, sondern es wird die durch den Kanal 4 tretende Kühlluft benutzt, durch welche der zusätzliche Vorteil entsteht, dass der Druck im Kurbelgehäuse höher ist als beim Ansaugen der Luft aus der Atmosphäre.
Claims (7)
1.) Luftgekühlte Kolbenmaschine (Motor oder Arbeitsmaschine), gekennzeichnet durch eine Luftkühlung der Innenseiten von Kolben und Zylinderunterteil.
2.) Luftgekühlte Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlluftstrom vom Kolben gesteuert wird.
3.) Luftgekühlte Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben mit seiner unteren Kante den Zuström- und den Abströmkanal für die Kühlluft steuert.
4.) Luftgekühlte Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Form der Kanalführung die Kühlluft auf das Innere des Kolbens, insbesondere auf den Kolbenbolzen und seiner Lager gerichtet wird.
5.) Luftgekühlte Kolbenmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet, durch eine Umkehrströmung der Kühlluft im Kolben.
6.) Luftgekühlte Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben Öffnungen oder Bohrungen aufweist, durch welche die Kühlluft in das Kolbeninnere eingeblasen wird.
7.) Luftgekühlte Kolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausbildung des Kurbelgehäuses als Kurbelkastenluftpumpe die Frischluft aus dem Kühlluftstrom entnommen wird.
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