DEH0017643MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. September 1953 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die in der Industrie verwendeten Wasserhochbehälter sind im allgemeinen im Nebenanschluß
zu den Rohrleitungssystemen geschaltet. Sie haben einmal die Aufgabe, als Druckausgleich für das
Wasserrohrnetz zu wirken und das andere Mal bei Stromstörungen, die zum Ausfall der Pumpen führen,
ihren Wasserinhalt an das Wassernetz abzugeben und so kurzzeitige Störungen zu überbrücken.
In den Behältern steht das unreine Betriebswasser verhältnismäßig ruhig, so daß die im Wasser befindlichen
Schwebeteilchen sich unten im Behälter absetzen und allmählich eine mehr oder weniger
hohe Schlammschicht bilden. Fällt nun die Netzwasserversorgung aus, z. B. durch eine Stromstörung,
dann ergießt sich der Behälterinhalt in das Rohrleitungsnetz, wobei große Mengen Schlamm
mitgerissen werden, die zu Verstopfungen im ganzen Rohrnetz führen. Im übrigen müssen die Wasserhochbehälter
periodisch gereinigt und dabei die angesammelten Schlammengen vielfach von Hand
entfernt werden. Hier besteht dann stets die Gefahr, daß bei etwaigem Ausfall der Pumpen die
Wasserversorgung aussetzt.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Einrichtung, die diese Übelstände beseitigt. Sie besteht
im wesentlichen aus einer am Boden des Behälters angeordneten Ringrohrleitung, auf deren unterem
Umfang sich eine Vielzahl von Abflußöffnungen
509 699/98
H 17643 V/85d
befindet, die schräg und etwa im Winkel von 450
zur Horizontalen . angeordnet sind. Die Rohrringleitung ist über einen Stutzen und eine Falleitung
mit dem Schmutzwasserkanalsystem verbunden. Vor einem in der Falleitung befindlichen Regelschieber
sitzt ein Anschluß, durch den bei geschlossenem Schieber Preßluft in die Falleitung
eingeführt werden kann. Für runde bzw. kugelige Behälter ist die am Boden angebrachte Entschlammungsleitung
vorzugsweise kreisringförmig ausgebildet.
Der in der Entschlammungsleitung befindliche Schieber ist etwas geöffnet, so daß die Sinkstoffe
über die in der Ringrohrleitung befindlichen Abfiußöffnungen fortlaufend in das Fall- und Entschlammungsrohr
eintreten und durch den Schmutzwasserkanal abgeführt werden können. Zweckmäßig wird der in der Entschlammungsleitung angeordnete
Schieber von Zeit zu Zeit voll geöffnet, damit die sich gegebenenfalls in den Löchern oder in der
Ringrohrleitung festsetzenden Schlammteilchen durch die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers
zur Ausspülung gelangen. Über den Preßluftanschluß ist es weiterhin möglich, bei geschlossenem
Entschlammungsschieber Preßluft durch die Entschlammungsleitung zu schicken und diese dadurch
freizublasen.
In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Einrichtung zum Entschlammen
von Wasserbehältern nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Längsschnitt durch den Wasserhochbehälter,
Fig. 2 die Rohrringleitung in Aufsicht und
Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1. Der in den Fig. 1 und 3 dargestellte Wasserbehälter
ι ist über die Leitung 2 mit Ventil 3 an das Wassernetz 4 angeschlossen. Aus -Sicherheitsgründen
ist er weiterhin mit einer Überlaufleitung 5 versehen, in die die Entleerungsleitung 6 mit Ventil
7 mündet. Nach der Erfindung befindet sich am Boden des Behälters 1 eine Rohrringleitung 8, die
über die Fall- oder Entschlammungsleitung 9, in der sich ein Regelschieber 10 befindet, mit dem Abwasserkanal
11 in Verbindung steht.
Die Rohrringleitung 8 ist auf ihrem unteren Umfang mit einer Vielzahl von Abflußöffnungen 12 ausgestattet,
die in den verschiedenen Kreisbogen- : stücken der ringförmigen Rohrleitung unterschiedliehe
Durchmesser aufweisen können und vorteil-
haft in einem Winkel von etiv-a 45° zur Horizontalen
geneigt angeordnet sind.
Durch das bei etwas geöffnetem Regelschieber 10 aus dem Hochbehälter ständig abfließende Wasser
werden die zum Behälterboden, absinkenden Schlammteilchen in die Abflußöffnungen 12 der
Ringrohrleitung 8 hereingezogen und über die Entschlammungsleitung 9 abgeführt. Die Öffnungen
lassen sich bequem durch über den Stutzen 13 in die Entschlammungsleitung eingeblasene Preßluft
reinigen. Es besteht nun nicht mehr die Gefahr, daß beim Einschalten des Wasserbehälters angesammelte
Schlammengen in das Rohrleitungssystem gerissen werden und dort durch Verstopfen Beschädigungen
oder Ausfälle an Hochof en-Blasformen, Heißwindschiebern/1Gasmaschinen-Zylindern
usw. hervorrufen. Außerdem erübrigen sich die bisher in kürzeren Zeitabständen erforderlichen
kostspieligen Reinigungsarbeiten in den Wasserbehältern, .
Claims (3)
- PATENTANSPKOcHE:ι. Einrichtung zum Entschlammen von Wasserhochbehältern, die im Nebenschluß zur Betriebswasserleitung liegen, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden des Wasserbehälters (1) eine Abschlammleitung (8) als geschlossene Ringleitung angeordnet ist mit vorzugsweise schräg abwärts gerichteten Abflußöffnungen (12), durch die über eine an die Ringleitung (8) angeschlossene Fall- und Entschlammungsleitung (9) ständig ein geringer Wasserabfluß erfolgt, der durch einen, ί in": der Fall- und Entschlammungsleitung (9) befindlichen Regelschieber (10) mengenmäßig einstellbar ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem in der Fall- und Entschlammungsleitung (9) befindlichen Regelschieber (10) ein absperrbarer Preßluftanschluß (13) vorgesehen ist, durcaJ den-zeitweilig Preßluft in die Falleitung (9) und die mit ihr verbundene Ringleitung (8) eingeführt werden kann.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Ringleitung (8) befindlichen Abflußöffnungen (12), vom Anschluß der Falleitung (9) ab, in Richtung auf die der Falleitung gegenüberliegende Stelle der Ringleitung (8) zu größer werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 509 699/98 3.56
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