DEG0000616MA - Teerimprägnieröl - Google Patents

Teerimprägnieröl

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DEG0000616MA
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Germany
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tar
oil
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Expired
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English (en)
Inventor
Franz Dr. Bauerfeld
Eduard Dr. Moehrle
Friedrich Dr. Richter
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Gesellschaft fuer Teerverwertung mbH
Original Assignee
Gesellschaft fuer Teerverwertung mbH
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein aus Teer, insbesondere Steinkohlenteer, herstammendes, farbgebendes Imprägnieröl, z. B. für Holz.
Imprägnieröle, die aus Teer herstammen, sind seit langem bekannt und eignen sich im grossen und ganzen gut für die Imprägnierung von Holz, z. B. Pfosten, Brettern usw., um dieses Holz widerstandfähig gegen Schädlinge und Witterungseinflüsse zu machen.
Als Teeröl werden zu diesem Zweck üblicherweise Anthracenölfraktionen, z. B. im Siedebereich um 280-360°, verwendet, die höhere Phenole und höhere Basen enthalten, z. B. etwa 3-5% saure Öle und etwa 3% Basen. Die Imprägnieröle weisen bei einer allgemeinen guten Eignung einige Nachteile auf, insbesondere den, dass mit der Imprägnierung zusammen nicht ohne weiteres und in manchen Fällen gar nicht eine Farbgebung, z. B. Grünfärbung, des imprägnierten Holzes vorgenommen werden kann.
Es ist des öfteren versucht worden, derartige Imprägnieröle mit Farbstoffen oder Körperfarben zu versetzen und mit der Imprägnierung gleichzeitig eine Farbgebung zu verbinden. Zunächst ergibt sich dabei die Schwierigkeit, dass nur einige Färbungen überhaupt in Frage kommen, da die Auswahl unter den Farbstoffen bzw. Körperfarben erschwert ist und z. B. zu lichtunechten Farben gegriffen werden muss, und vor allem der Nachteil, dass der Imprägnierungsanstrich derart stark und schnell nachdunkelt, dass die Färbung des Holzes überdeckt wird. Bei der Verwendung von Körperfarben war die Verteilung und Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Verteilung in dem Imprägnieröl mit Schwierigkeiten verbunden, sodass in der Tat das Problem bisher zufriedenstellend nicht gelöst war.
Es wurde nun gefunden, dass das Problem der Schaffung eines aus Teer herstammenden Ölen, durch das sowohl eine gute haltbare Imprägnierung, als auch eine dauerhafte, nicht wesentlich durch Nachdunkeln überdeckte Farbgebung des imprägnierten Holzes herbeigeführt wird, wird durch ein mit Farbstopfen, insbesondere organischen Pigmentfarbstoffen, versetztes Steinkohlenteeröl eines niedrigeren Siedebereiches als Anthracenöl ohne wesentlichen Gehalt an höhersiedenen Fraktionen, insbesondere Anthracenöl. Z. B. kann mit Vorteil eine aus Anthracenöl gewonnene, im Bereich von 225-354° siedende Fraktion, die etwa 4,8% saure Öle und etwa 2,4% Basen und ein spezifisches Gewicht von 1,06 besitzt, oder z. B. auch ein Teeröl, das im Bereich von 220-280° siedet, verwendet werden.
Derartige Teerölfraktionen, die entweder die hochsiedenden Anteile überhaupt nicht oder nur in untergeordnetem Masse besitzen und die z. B. bis 340°C zur Hauptsache übergehen, und deren Siedebereich nicht wesentlich unter 220° beginnt, können nicht nur mit lichtechten Farbstoffen unschwer versetzt werden, sondern führen neben einer guten Imprägnierung noch eine dauerhafte Farbgebung, z. B. eine Gelbfärbung oder Grünfärbung oder auch Blaufärbung, herbei, ohne dass ein Nachdunkeln dieser Färbung des Holzes etwa überdecken würden.
Für die Imprägnierung ist wesentlich, dass ein gewisser Gehalt an sauren und basischen Anteilen in dem Öl vorliegt, was bei der üblichen Teeraufarbeitung bei diesen Ölen, deren Siedebeginn nicht wesentlich unter 220°C liegt und die keine wesentlichen Mengen von Fraktionen besitzen, in der Regel der Fall ist. Gegebenenfalls können saure bzw. basische Stoffe zugesetzt werden, was jedoch nur in Ausnahmefällen notwendig ist.
Ein solches Teeröl kann zugesetzt oder als Fraktion bei der Aufarbeitung des Teeres gewonnen werden.
Es wurde weiter gefunden, dass die Farbgebung nicht gestört, dagegen die Imprägnierung und die Dauerhaftigkeit der Färbung erhöht wird, wenn das Imprägnieröl gemäss der Erfindung Harzanteile besitzt, die durch Zusetzen einverleibt werden können. Gute Erfolge wurden mit geringen Mengen zugesetzter Cumaronharze erhalten. Die Teeröle dieser Art neigen an sich in gewissem Masse zu einem hier erwünschten Verharzen, das durch solche Zusätze unterstützt werden kann.
Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht das Imprägnieröl gemäss der Erfindung aus einer Emulsion des nach den obigen Prinzipien gewählten Öles mit dem gewünschten zugesetzten Farbstoff bzw. den Farbstoffen oder anderen Zusatzstoffen und
Wasser, sowie vorzugsweise einen Emulgator. Ausgezeichnet bewährt hat sich eine Emulsion aus 70-80 Teilen eines Teeröles ohne eines wesentlichen Gehalt an Fraktionen im Siedebereich des Anthracenöles, mit einem Siedebeginn über etwa 22o°C und etwa 3.5% sauren Ölen, sowie 3% Basen, dem ein Farbstoff, z. B. Hansa-Gelb und gegebenenfalls ein geringer Anteil Cumaronharz zugegeben war, mit 30-40% Wasser.
Wie erwähnt, eignen sich als Farbstoffe insbesondere organische Pigmentfarbstoffe, z. B. Helio-Echtrot, Heliogen-Blau oder Hansa-Gelb usw. bzw. Mischungen dieser Farbstoffe, z. B. die Herstellung einer grünen Färbung.
Die Färbungen des Holzes genügen den Anforderungen vollauf und haben sich bei längerer Lagerung gegenüber Licht- und Witterungseinflüssen als sehr beständig gezeigt, ohne dass ein wesentliches Nachdunkeln, das über das hinausgeht, das stets bei Färbungen, die der Witterung ausgesetzt sind, eintritt, beobachtet werden konnte.
Die Herstellung des Öles macht keine Schwierigkeiten, da derartige Fraktionen bei einer bestimmten Art der Aufarbeitung des Teeres anfallen, und da die Verteilung und stabile Aufrechterhaltung des gewählten Farbstoffes in dem Teeröl keine Schwierigkeiten macht. Auch die Emulgierung ist ohne weiteres mit den üblichen Mitteln unter Herstellung einer zufriedenstellend stabilen Emulsion zu bewerkstelligen.
Das Imprägnieren selbst, das durch Tauchen, Spritzen oder Streichen geschehen kann, macht, sowohl wenn das Öl als solches, als auch wenn nach einer bevorzugsten Ausführungsform eine Öl-Wasser-Emulsion verwendet wird, keine Schwierigkeiten, sondern geht leicht und zufriedenstellend vor sich.
Der Imprägnier-Effekt ist ausgezeichnet, und die Haltbarkeit des imprägnierten Holzes ist sehr gut, wobei als Vorteil die Vermeidung von Ausblühungen zu nennen ist, die bei den üblichen Teerimprägnierölen unter Umständen zu beachten sind.

Claims (7)

1) Teerimprägnieröl mit farbgebenden Zusätzen, bestehend aus Teerölbestandteilen, z. B. einer Teerölfraktion, mit einem Siedebeginn von nicht wesentlich unter 220° und einem verhältnismässig niedrig liegenden Siedeschluss, vorzugsweise bis 340° zur Hauptsache übergehend, und ohn e Anteile von Fraktionen im Siedebereich des Anthracenöls, mit einem Gehalt an sauren und basischen Bestandteilen.
2) Teerimprägnieröl gemäss Anspruch 1), gekennzeichnet durch eine Steinkohlenteeröl-Fraktion mit einem Siedebereich von etwa 225-354° und sauren Ölen im Bereich von 3-5% und Basen im Bereich von 3%.
3) Teerimprägnieröl gemäss Anspruch 1), gekennzeichnet durch eine zwischen 220 und 380° siedende Steinkohlenteeröl-Fraktion mit einem Gehalt an sauren Ölen im Bereich von 3-5% und mit einem Gehalt an Basen in einem Bereich von etwa 3%.
4) Teerimprägnieröl gemäss Anspr. 1) - 3), gekennzeichnet durch einen gehalt n Harzen, insbesondere filzbildenden Harzen, z. B. Cumaronharz.
5) Teerimprägnieröl gemäss Anspruch 1) - 4), gekennzeichnet durch einen Gehalt an organischen Pigmentfarbstoffen, z. B. Hansa-Gelb, Helio-Echtrot, Heliogen-Blau.
6) Teerimprägnieröl gemäss Anspruch 1) - 5), dadurch gekennzeichnet, dass das Teeröl sich in Emulsion mit Wasser befindet.
7) Teerimprägnieröl gemäss Anspruch 6), gekennzeichnet durch ein verhältnis 70-60% des Teeröls mit zugegebenen Farbstoff und gegebenenfalls anderer Zusatzstoffe und 30-40% Wasser, sowie ein Emulgator.

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