DEF0000847MA - Schlagwerkzeug, insbesondere Drucklufthammer mit Stufenkolben - Google Patents

Schlagwerkzeug, insbesondere Drucklufthammer mit Stufenkolben

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DEF0000847MA
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DE
Germany
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air
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hammer
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Expired
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English (en)
Inventor
Leo Keßler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Frankfurter Maschinenbau AG
Original Assignee
Frankfurter Maschinenbau AG
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Description

Bei Drucklufthämmern, deren Arbeitskolben als Stufenkolben ausgebildet ist, muß bekanntlich der zwischen Kolben und Werkzeugschaft gelegene Raum entlüftet werden, um beim Schlaghub des Kolbens in diesem Raum keine Kompressionswirkung hervorzurufen, durch die die Leistung des Hammers wesentlich beeinträchtigt würde. Man verbindet zu diesem Zweck den genannten Raum in der Regel durch eine oder mehrere Bohrungen mit der Atmosphäre, so daß die beim Schlaghub des Kolbens von diesem verdrängte Luft ungehindert ins Freie entweichen kann.
Eine derartige Entlüftungsanordnung weist indessen zwangsläufig den Nachteil auf, daß beim Kolbenrückhub wieder die entsprechende Luftmenge in das Hammerinnere eingesaugt wird, was insbesondere dann unerwünscht ist, wenn die Außenluft stark mit Verunreinigungen durchsetzt ist. So läßt es sich beispielsweise bei Abbauhämmern, die unter Tage, und zwar an Stellen mit sehr großer Staubentwicklung, eingesetzt sind, nicht vermeiden, daß beim Rückgang des Kolbens mit Schmutz, Kohlenstaub u. dgl. feinen Teilchen beladene Luft in das Innere des Hammers gelangt. Die Verunreinigungen setzen sich an der Zylinderwandung sowie am Kolben fest, wo sie sich mit dem Schmieröl vermischen und so zu einem frühzeitigen Verschleiß sowie zu einer nicht unerheblichen
Leistungsminderung führen. Ein Abdecken der Luftkanäle durch Siebe oder Filter ändert an diesem Sachverhalt nichts, da die in der Luft enthaltenen Teilchen so klein sind, daß sie auf diese Weise nicht zurückgehalten werden können.
Gemäß der Erfindung wird diesem Mangel der bekannten Druckausgleichbohrungen bei mit Stufenkolben arbeitenden Drucklufthämmern dadurch in überraschend einfacher und wirkungsvoller Weise begegnet, daß der zwischen dem Kolben und dem Werkzeugschaft gelegene Raum gegen die Atmosphäre abgeschlossen und über seine konstruktiv bedingten Abmessungen hinaus vergrößert ist. Durch eine derartige Gestaltung wird die infolge des Fehlens der nach außen führenden Luftkanäle beim Schlaghub eintretende Kompression der Luft in dem erweiterten Raum aufgefangen und dabei derart abgeschwächt, daß sie sich in völlig unschädlichen und den praktischen Betrieb in keiner Weise behindernden Grenzen hält. Die Schlagleistung kann somit als Folge der nur ganz geringfügigen Luftverdichtung fast ungehindert und in vollem Umfang zur Auswirkung kommen. Wesentlich ist jedoch dabei, daß jegliche Verunreinigung der eingeschlossenen Luftmenge mit ihren nachteiligen Folgen für eine einwandfreie Wirkungsweise des Hammers ausgeschlossen ist, da der Außenluft der Zutritt zum Innenraum des Hammers infolge des Wegfalles der bisher üblichen Ausgleichsbohrungen gänzlich unterbunden ist.
An sich ist es bei Drucklufthämmern mit von unten beaufschlagten Arbeitskolben bereits bekannt, den zwischen Kolben und Werkzeugschaft befindlichen Raum gegenüber der Außenluft abzudichten. Indessen liegen dabei die Verhältnisse insofern anders, als bei den bekannten Ausführungen der fragliche Raum Arbeitsraum ist und dementsprechend zur Ermöglichung der Hin- und Herbewegung des Kolbens ohnedies keine Verbindung mit der Atmosphäre besitzen darf. Der bei der Verwendung von Stufenkolben sich ergebende Übelstand des Einsaugens von verschmutzter Luft tritt infolgedessen bei diesen Kolben nicht auf, so daß die erfindungsgemäße Ausgestaltung insofern keinerlei Berührungspunkte mit dem hinsichtlich seiner Kompressionswirkung genau bemessenen Raum bei Hämmern mit von unten voll beaufschlagten Arbeitskolben besitzt.
An Stelle einer Raumvergrößerung kann mit gleich vorteilhafter Wirkung auch eine Bauform gewählt werden, bei der von dem eigentlichen, im wesentlichen normal großen Hauptraum Nebenräume abzweigen, die zweckmäßig in Gestalt eines oder mehrerer, vorzugsweise um die Längsmittelachse des Hammers verteilt angeordneter Luftauffangkanäle ausgebildet werden. Beim Schlaghub des Kolbens wird die Kompressionsluft in diese Kanäle gedrückt, wodurch ebenfalls erreicht wird, daß fast keine Verringerung der Arbeitsleistung eintritt.
Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung an Hand eines schematisch wiedergegebenen Ausführungsbeispieles bei einem im Teilschnitt dargestellten Drucklufthammer.
In dem Zylinder 1 eines Drucklufthammers üblicher Form und Wirkungsweise bewegt sich der Stufenkolben 2. Auf das Zylinderende 3 ist die Haltekappe 4 aufgeschraubt, die den Bund 5 des eigentlichen Arbeitswerkzeuges 6 umgreift und auf diese Weise das mit seinem Einsteckschaft 7 in einer Dichtung 8 geführte Werkzeug gegen Herausfallen sichert.
Der Raum 9 zwischen dem Kolben 2 und dem Einsteckschaft 7 ist entgegen der bisher üblichen Ausbildung gegen die Atmosphäre abgeschlossen. Um eine nachteilige Wirkung der infolgedessen beim Schlaghub des Kolbens auftretenden Kompression der eingeschlossenen Luft weitgehend auszuschalten, ist der Raum 9 in seinen Abmessungen derart groß gehalten, daß er als Luftaufnahmeraum dient. Die Luft erfährt infolgedessen eine nur sehr geringfügige Verdichtung, die sich nicht schädlich auswirkt und insbesondere keine merkliche Leistungsminderung zur Folge hat. Durch den Wegfall jeglicher Verbindung mit der Atmosphäre kann keine mit Verunreinigungen oder sonstigen unerwünschten Beimengungen versetzte Außenluft in das Hammerinnere gelangen, so daß auch insoweit ein ungestörter und zuverlässiger Betrieb gewährleistet ist.
Die Erfindung läßt sich sinngemäß nicht nur bei Druckluftwerkzeugen jeglicher Art, sondern auch bei allen auf andere Weise, beispielsweise elektrisch, angetriebenen Schlagwerkzeugen verwirklichen, bei denen bisher eine Entlüftungsbohrung vorhanden sein mußte, um die bei der Kolbenbewegung verdrängte Luft abströmen zu lassen. Die sonstige Form und Wirkungsweise der Geräte ist dabei durchaus beliebig und richtet sich in der Regel ausschließlich nach den im Einzelfall vorliegenden besonderen Verhältnissen. Wesentlich ist, daß der zwischen Kolben und Arbeitswerkzeug gelegene Raum zwecks Verhinderung des Zutritts von verunreinigter Luft in das Geräteinnere gegen die Atmosphäre abgeschlossen und durch Vergrößerung seiner Abmessungen zu einem Luftaufnahmeraum gestaltet ist.

Claims (2)

1) Schlagwerkzeug, insbesondere Drucklufthammer mit Stufenkolben, dadurch gekennzeichnet, daß der Raum (9) zwischen dem unteren Kolbenteil (2) und dem Werkzeugschaft (7) gegen die Atmosphäre abgeschlossen und so groß ausgeführt ist, daß er nicht als Luftkissen wirkt.
2) Schlagwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Raum (9) zwischen unterem Kolbenteil und Werkzeugschaft zwecks Raumvergrößerung eine oder mehrere, vorzugsweise um die Längsmittelachse des Hammers verteilt angeordnete Luftauffangkanäle angeschlossen sind.

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