DED0000008MA - Enthärtungs- und Einweichmittel. - Google Patents

Enthärtungs- und Einweichmittel.

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DED0000008MA
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Germany
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water
softening
soaking
soda
agents
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Franz Baumann
Rudolf Dipl.-Ing. Dietrich
Kurt Dr.-Ing. von Stoesser
Original Assignee
Dalli-Werke Mäurer & Wirtz. Stolberg. Rheinl.
Publication date

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Description

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Enthärtungs- und Einweichmittel, die aus wasserlöslichen Carbonaten und Silikaten, insbesondere Soda und Wasserglas bestehen.
Bekanntlich hat die aus Soda und Wasserglas zusammengesetzte Bleichsoda des Handels eine doppelte Aufgabe zu erfüllen. Einerseits dient sie zum Einweichen der Wäsche und andrerseits zum Enthärten des Wassers. Bei der Verwendung als Einweichmittel ist es erwünscht, der Bleichsoda schäumende Zusätze, wie z.B. synthetische Netz- oder Waschmittel, zuzusetzen, um ihre schmutzlösende Wirkung zu verbessern. Es ist nun aber bekannt, dass solche Zusätze das Enthärtungsvermögen sehr ungünstig beeinflussen. Bei der Untersuchung von verschiedenen synthetischen Waschmitteln und Netzmitteln wurde festgestellt, dass diese Stoffe durchwegs die Enthärtungsgeschwindigkeit der Bleichsoda vermindern und zu einer Erhöhung der im Endzustand der Enthärtung verbleibenden Resthärte des Wassers führen.
Wie gefunden wurde, lässt sich der schädliche Einfluss der erwähnten schäumenden Zusätze auf das Enthärtungsvermögen der Bleichsoda durch verhältnismässig kleine Zusätze an wasserlöslichen Orthophosphaten, insbesondere Alkaliorthophosphaten beseitigen. Hierfür sind vorzugsweise Di- und Trinatriumphosphate geeignet.
Erfindungsgemäss wird daher vorgeschlagen, auf der Grundlage von löslichen Karbonaten und Silikaten, wie z. B. Soda und Wasserglas, beruhenden Einweich- und Enthärtungsmitteln, die synthetische Netz- bzw. Waschmittel enthalten, oder an deren Verwendung sich der Gebrauch eines Netz- bzw. Waschmittels anschliessen soll, Di- und Trinatriumorthophosphate zuzusetzen. Die erforderlichen Zusätze belaufen sich auf etwa 1 - 6% und vorzugsweise kommen etwa 3% an Zusätzen zur Verwendung.
Mit besonderem Vorteil werden die erfindungsgemässen Enthärtungs- und Einweichmittel zur Enthärtung von Wasser bei nachfolgender Anwendung von Waschmitteln von synthetischer Natur benutzt. Die chemische Konstitution des betreffenden synthetischen Waschrohstoffs ist dabei ohne Belang und neben paraffinsulfonsauren Salzen können auch Fettalkoholsulfonate, Alkylbenzolsulfonate u.a.m. verwendet werden. Zur Enthärtung des Wassers bei nachfolgender Anwendung von Seife kommen die erfindungsgemässen Enthärtungs- und Einweichmittel zwar ebenfalls in Betracht, jedoch zeigen sie eine weniger günstige Wirkung, da sich die bei der Enthärtung in kolloidaler Form ausfallenden Kalk- und Magnesiumphosphate mit Seite teilweise wieder in Kalkseife umsetzen.
Es ist an sich bekannt, Alkaliphosphate, wie Ortho-, Pyro- und Metaphosphate, Waschmitteln zuzugeben. Sie wirken dabei verbessernd auf den Wascheffekt ein und verhindern eine Kalkinkrustierung der Fasern, da sie die Härtebildner des Wassers vor dem Aufheizen auf die Faser ausfällen oder sie durch Überführung in lösliche Komplexsalze beseitigen. Dagegen ist die erfindungsgemäss vorgeschlagene Verwendung von Phosphaten in Einweich- und Enthärtungsmitteln, die mit schäumenden Zusätzen wie synthetischen Wasch- oder Netzmitteln versehen werden sollen, zum Zweck den ungünstigen Einfluss dieser oberflächenaktiven Substanzen auf die Enthärtungsgeschwindigkeit zu beseitigen, völlig neu. Es war in keiner Weise vorauszusehen, dass man bei synthetischen Netz- bzw. Bleichmitteln enthaltender Bleichsoda durch Zusatz kleiner Mengen an Orthophosphaten eine erhebliche Verbesserung der Enthärtungswirkung erzielen kann.
Durch die im folgenden beschriebenen Vergleichsversuche soll die Überlegenheit der erfindungsgemässen Enthärtungs- und Einweichmittel gegenüber bisher üblichen Präparaten näher erläutert werden.
1) Eine Bleichsoda, die aus
17% Wasserglas,
45% calcinierter Soda und
38% Wasser
besteht, ergab sich mit einem Leitungswasser von 20° dH von 20° folgende Resthärte:
nach 15 Minuten 7,3° dH,
nach 30 Minuten 5,9° dH.
2) Bei einer Zusammensetzung
17% Wasserglas,
45% calcinierter Soda,
1% paraffinsulfonsaurem Natrium und
37% Wasser
lagen die Resthärten des Wassers wesentlich ungünstiger, nämlich:
nach 15 Minuten bei 8,3° dH,
nach 30 Minuten bei 7,1° dH.
3) Bei einer Zusammensetzung von
17% Wasserglas,
45% calcinierter Soda,
1% paraffinsulfonsaurem Natrium,
3% Di- bzw. Trinatriumphosphat und
34% Wasser ergaben sich folgende Resthärten:
Bei Zugabe von 3% Orthophosphat:
nach Dinatriumphosphat Trinatriumphosphat
15 Minuten 3.0° dH 2.4° dH
30 Minuten 2.8° dH 2.2° dH
Die Resthärte wird also durch einen dreiprozentigen Zusatz von Di- bzw. Trinatriumphosphat auf einen Betrag herabgesetzt, der niedriger liegt als bei Versuch 1.
Wird der Zusatz an Phosphaten auf 6% erhöht, so sinkt die Resthärte bei Anwendung von Dinatriumphosphat nach 15 bzw. 30 Minuten auf den Betrag von 2.7° dH und bei Anwendung von Trinatriumphosphat sogar auf den Wert Null.

Claims (2)

1.) Einweich- und Enthärtungsmittel, bestehend aus wasserlöslichen Carbonaten, Silikaten und synthetischen schäumenden Zusätzen, gekennzeichnet durch einen Zusatz an Di- oder Trinatriumphosphat.
2.) Einweich- und Enthärtungsmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zusatz von etwa 1 - 6% an Di- oder Trinatriumphosphat.

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