DEC0010207MA - - Google Patents
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- DEC0010207MA DEC0010207MA DEC0010207MA DE C0010207M A DEC0010207M A DE C0010207MA DE C0010207M A DEC0010207M A DE C0010207MA
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 3. November 1954 Bekanntgemacht am 27. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung von haubenartigen
Polsterauflagen, z. B. für Sitz-, Liege- und Rückenpolster aus elastischen, porigen oder zelligen
Stoffen, vorzugsweise aus Kunststoffschaum.
Es sind bereits haubenartige Polsterauflagen aus Schaumgummi bekannt, die in beheizten, der
Polsterauflage entsprechenden Formen hergestellt werden. Diese Polsterauflagen werden dann auf
ίο eine dünne, feste Unterlage, z. B. Pappe, aufgeklebt,
die zur Druckverteilung und als Schutzplatte gegenüber dem Federkern dient. Die Herstellung
derartiger Polsterauflagen ist jedoch durch die Formen verhältnismäßig teuer und eine Übertragung
dieser Verarbeitungsweise auf Kunststoffschaum ist bisher nicht gelungen.
Die Erfindung beschreitet nun einen neuen Weg, wodurch auch die Verwendung von Kunststoffschaum
für haubenartige Polsterauflagen möglich ist. Der erfindungsgemäße Vorschlag geht dahin,
daß zwei oder mehrere Platten aus Kunststoffschaum od. dgl. aufeinandergelegt werden, worauf
die obere größere Platte haubenartig gebogen wird und deren abgebogenen Randteile an den seitlichen
Stirnflächen der unteren Platte oder Platten zur Anlage gebracht werden. Das Aufeinanderlegen der
Platten und das haubenartige Verformen der oberen Platte kann ohne Zuhilfenahme teurer Einrichtun-
509 577/251
C 10207 VII/56 a
gen von Maud geschehen. Ks ist vorteilhaft, die
Ecken dt-r olHTiMi I'latte mit segmentförmigen Aussparungen
zu versehen, die ein einwandfreies Abbiegen der Randteile aucli an den Ecken gewährleisten.
I );is Aneinaiideihafteii der einzelnen Platten
und aueli diesel' Kcken wird vorzugsweise durch
einen schnell bindenden Klebstoff erreicht.
!»ei der Herstellung derartiger Polsterauflagen
in größeren Stückzahlen bringt ein Klebrahmen
ίο wesentliche Arbeitserleichterung mit sich. l-".in derartiger
Klebrahmen besteht aus Sperrholz, Blech od. dgl., dessen Form die gewünschte Außeiikontur
der I Olstcraullage hat, wobei die Höhe des Klebrahineiis
sich nach der Dicke der Polsterauflage richtet. l!ei der l'*ertigung von I'olsterauflagen werden die mit Klebstoff eingestrichenen Platten aufeinandergelegt
und gemeinsam in den Klebrahmen hilleingedrückt, so daß die Randteile der oberen
I 'olsteraiiflagc umgebogen werden und zur Anlage
ao kommen. Während nun eier Klebstoff abbindet,
dient der Klebrahinen zur Fonnhaltung, wodurch ein Ablösen frischer Klebstellen besonders an den
Randlcilen vermieden wird.
Kitieii weiteren Vorteil bietet diese Ausbildung
der I'olsterauflagen im Sinn der Abfallverwertung.
Ks ist bekannt, daß sich bei der Herstellung von Kuiistslofl'scli.'miiiplatten od. dgl. eine schwartenartige
Außenhaut bildet. Diese Haut wird im allgemeinen entfernt und findet somit keine Verwendung.
l!ei der oben beschriebenen Ausbildung der I'olsterauflagen können jedoch diese schwartenartigi'ii
Oberflächen mil verwendet werden, indem man sie in an sich bekannter Weise aufeinanderklebt
oder dem Inneren der Polsterauflage zukehrt.
Außerdem kann die schwartenartige Oberfläche auch in an sich bekannter Weise als widerstandsfähige
Deckschicht gegenüber dem Polsterkern dienen.
I )er erfindungsgeniäße Vorschlag läßt auch eine
.(o Verstärkung der Polsteraufl;ige und eine zusätzliche
Abfallverwertung zu, indem zwischen der haubeiiarlig gebogenen I'olsterplatte und der oder
den darunter befindlichen geraden Polsterplatten eine Schicht aus krümcb oder schnitzeltörmigen
Abfällen aus elastischen, porigen oder zelligen Stollen eingebracht wird. Durch Kinsprühen der
Innenfläche der l'olsterplatten mit einem Haftmittel,
z. Ii. Klebstoff, wird dieses Füllmaterial gegen nachträgliche Verschiebung bei der Benutzung gesichert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß zwischen der haubenartig gebogenen
I'olsterplatte und der geraden Polsterplatte ein Profilstreifen angeordnet wird, der der Polsteroberfläche
eine wulstartige Randerhöhung verleiht. Solche Profilstreifen können auch zur Bildung von
Mittel- bzw. Trennwulsten bei Mehrfachsitzen dienen.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der
fio Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 ein Polster im Schnitt:
Fig. 2 und 3 zeigen verschiedene Polsterauflagen im Schnitt;
Fig. 1 ein Polster im Schnitt:
Fig. 2 und 3 zeigen verschiedene Polsterauflagen im Schnitt;
Fig. 4 zeigt einen Klebrahmen mit einer Polsterauflage im Schnitt.
Gemäß Fig. 1 befindet sich die Polstcrauflage aus elastischen, porigen oder zelligen Stoffen, vorzugsweise
Kunststoffschaum, zwischen dem Polsterkern ι und dem Polsterbezug 2. Diese Polsterauflage
wird ihrerseits gebildet von einer oberen 1 'latte 3 und einer unteren Platte 4. Hierbei ist die
obere !Matte 3 größer als die untere Platte 4 und um diese haubenartig gebogen. Diese Anordnung
kann sich auch wiederholen, d.h. es werden mehrere große und kleine Platten abwechselnd aufeinander
angeordnet, wobei die abgebogenen Randteile der großen Platten in der Länge gleichmäßig abschließen.
Andererseits können aber auch die Platten 3 und 4 aus mehreren Platten schichtartig
aufeinander angebracht sein. Weiterhin liegen gemaß Fig. 1 die abgebogeneu Randteile 5 der oberen
Platte 3 an den seitlichen Stirnflächen 6 der unteren Platte 4 an. Die abgebogenen Randteile 5 werden
vorzugsweise an den seitlichen Stirnflächen 6 angeklebt.
In der Atisführungsform nach Fig. 2 ist zwischen der haubenartig gebogenen Polsterplatte 3 und der
geraden Polsterplatte 4 eine Schicht 7 aus krümel- oder schnitzelförinigen Abfällen aus ebenfalls elastischen
Stoffen angebracht.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 wird durch einen Profilstreifen 8, der zwischen der
haubenartig gebogenen Polsterplatte 3 und der geraden Polsterplatte 4 eingebracht ist, eine wulstartige
Randerhöhung der Polsterfläche 9 erreicht.
Das Aufeinanderschichten und Formen der Platten, wie es aus Fig. 1 bis 3 ersichtlich ist, kann
ohne Hilfsvorrichtung von Hand durchgeführt werden. Es ist aber auch möglich, gemäß Fig. 4 einen
Klebrahmen 10 zum Formen der Polsterauflage zu benutzen. Hierbei werden die Platten aufcinandergeschichtet,
nachdem die Berührungsflächen mit einem Klebstoff bestrichen worden sind. Die so
vorbereitete Polsterauflage wird nun in den Klebrahmen 10 hineingedrückt, der auf einer geraden
Fläche 11, z. 15. einem Tisch, steht. Durch das Eindrücken
der Polsterauflage in den Klebrahmen 10 werden die Randteile 5 der Polsterplatte 3 umgebogen,
so daß sie an den mit Klebstoff bestrichenen seitlichen Stirnflächen 6 der Polsterplatte
4 zur Anlage kommen und auch ihre Ecken zusammenkleben. Nach dem Abbinden des Klebstoffes
wird die Polstcrauflage aus dem Rahmen entfernt.
Claims (6)
- Patentansprüche.·i. Verfahren zur Herstellung von zwischen Polsterbezug und Polsterkern einzufügenden haubenartigen Polsterauflagen aus elastischen, porigen oder zelligen Stoffen, vorzugsweise Kunststoffschaum, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Platten (3, 4) aus elastischem, porigem oder zelligem Stoff aufeinandergelegt werden, worauf die obere größere Platte hauben-577/251C 10207 VII/56 aartig gebogen wird und deren abgebogenen Randteile an den seitlichen Stirnflächen der unteren Platte oder Platten zur Anlage gebracht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der haubenartig gebogenen Polsterplatte (3) und der oder den darunter befindlichen geraden Polsterplatten (4) der Polsterauflage eine Schicht aus krümel- oder schnitzeiförmigen Abfällen (4) aus elastischen, porigen oder zelligen Stoffen eingebracht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der haubenartig gebogenen Polsterplatte (3) und der oder den darunter befindlichen geraden Polsterplatten (4) ein Profilstreifen (8) angeordnet wird, so daß eine wulstartige Randerhöhung der Polsterfläche (9) erreicht wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten so zusammengefügt werden, daß deren schwartenartige Oberflächen in an sich bekannter Weise im Innern des Polsters liegen.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die auf dem Federkern aufliegende Platte eine Schicht mit schwartenartiger Oberfläche verwendet wird, die in an sich bekannter Weise dem Polsterkern zugekehrt wird.
- 6. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen geschlossenen Rahmen (10) zur Verformung der Randteile (5) der oberen größeren Platte (3) der Polsterauflage. .Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 865 956, 454443.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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