DEC0008629MA - - Google Patents

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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. Dezember 1953 Bekanmitgenracht am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In der deutschen Patentschrift 895 833 sind als LackrohstO'ff dienende Harzlösungen beschrieben, welche sich zur Herstellung von bei hohen Temperaturen einbrennbaren und sehr wärmebeständige Überzüge ergebenden Lacken eignen. Diese Harzlöisungen werden erhalten, indem man harzartige, mindestens zwei Äthylenoxydgruppem aufweisende Derivate eines mehrwertigen Phenols in Gegenwart eines Lösungsmittels mit mehrbasischen Carbonsäuren oder deren Anhydriden, deren Carboxylgruppen durch mindestens 2 C-Atome voneinander getrennt sind, und mit Dicyandiamid erhitzt.
Die so erhaltene Harzlösung kann noch mit einem verätherte Methylolgruppen enthaltenden Aldehydkondensationsprodukt von mit Formaldehyd härtbare Kondensate bildenden Stoffen unter Zufügung weiterer Mengen Dicyandiamid erhitzt werden. Ferner wurde in der USA.-Patentschrift 2 591 539 vorgeschlagen, Mischungen aus Äthylenoxydgruppen enthaltenden Harzen, Allkydharzen
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und Aminoplasten als Überzugsmittel zu verwenden.
Die aus solchen Harzlösungen auf Metallen durch Einbrennen erhaltenen Überzüge weisen wohl eine hohe Wärmebeständigkeit, gute mechanische und chemische Eigenschaften auf, neigen aber leicht zur sogenannten Haarriißbildung. Unter Haarrißbildung versteht man eine Anhäufung von mechanischen Spannungsrissen in einer Lacksohicht,
ίο welche entstehen, wenn der Lack mit Wasser oder organischen Lösungsmitteln, z. B. Alkohol, in Berührung kommt oder wenn der lackierte Gegenstand in feuchter Atmosphäre unter Zugbeanspruchung gebogen wird. Die Erscheinung der Haarrißbildung, die den meisten synthetischen Einbrennlacken, so1 insbesondere auch den sonst wertvollen Acetallaeken oder Polyvinylformalemaillen, anhaftet, kann den Isolationswiderstand eines WickelkÖTpers, z. B. einer Spule oder eines Rotors, sehr nachteilig beeinflussen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Harz-
lö'Süng, welche sich zur Erzeugung von bei hohen Temperaturen einbrennbaren, sehr wärmebestän-■ digen, haarriß freien Überzügen eignet, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Gemisch von A einer Lösung, welche durch Erhitzen eines harzartigen, mindestens zwei Äthylenoxydgruppen aufweisenden Derivates eines mehrwertigen Phenols, Dicyandiamid und einer mehrbasischen Carbonsäure, deren Carboxylgruppen durch mindestens 2 C-Atome voneinander getrennt sind, in Gegenwart eines Lösungsmittels erhalten wird, B einem freie O H-Gruppen aufweisenden Polyester aus einem mehrwertigen Alkohol und einer mehrbasischen Carbon-.
säure, deren Carboxylgruppen durch mindestens 2 C-Atome voneinander getrennt sind, und C einem Aldehydkondensatiomsprödukt eines mit'Formaldehyd härtbare Kondensate bildenden Stoffes enthält. Der HarzkÖTper gemäß A stellt ein Epoxydharzumwandlungsprodükt dar, in welchem keine Epoxydgruppen mehr nachweisbar sind.-'
Als Gemische von A, B und C im Sinne der Erfindung gelten auch erhitzte Gemische von A, B und C sowie Gemische, welche durch Erhitzen von zwei der genannten Komponenten in Gegenwart eines Lösungsmittels und Vermischen dieser Lösung mit der dritten Komponente erhältlich sind.
Die als Ausgangsstoffe verwendbaren, harzartigen, mindestens zwei Äthylenoxydgruppein aufweisenden Derivate eines mehrwertigen Phenols werdein in bekannter Weise durch Einwirkung von Epihalogenhydrinen oder Dihalogenhydrinen auf Phenole in alkalischem Medium erhalten.
Als Phenole kommen solche in Betracht, die mindestens zwei Oxygruppen enthalten. Besonders bewährt haben sich mehrwertige Phenole^, deren Phenolkerrie durch Kohlenstoffbrücken miteinander verbunden sind, z. B. 4, 4'-Dioxydiphenyldimethylmethan und ähnliche.
Im Gemisch mit den genannten mehrkernigen Phenolen lassen sich auch solche mehrkamige Phenole verwenden, deren Phenolkerne durch Schwefel brücken miteinander verbunden sind, wie z. B. 4 4'-Dio'xydiphenylsulfon. .
Zur Herstellung der Athylenoxyddenivate können aber auch andere mehrwertige Phenole verwendet werden, beispielsweise Resorcin;, Hydrochinon, o, o'-Biphenol und ähnliche. Auch gewisse harzartige Phenol-Aldehyd-Kondensationisprodukte votn Typus der Novolake ergeben brauchbare Äthylenoxyddeirivate.
Als mehrbasische! Carbonsäuren und. Carbonsäureanhydride, welche bei der Herstellung der Lösungen, A oder der Polyester B verwendet werden können, kommen solche aliphatiische und cyclische Carbonsäuren oder Anhydride in Betracht, deren Carboxylgruppen durch mindestens 2 C-Atome voneinander getrennt sind, wie z. B. Maleinsäure, Bernsteinsäure, Adipinsäure, Citronensäure, Sebacinsäure, Phthalsäure, Maieinsäureanhydrid, Bernsteimsäureanhydriid,,; Phthalsäureanhydrid und ähnliche oder deren Gemische.
Als mehrwertige Alkohole, welche zur Herstellung der erfindungsgemäß verwendbaren Polyester B dienen, seien beispielsweise erwähnt: Glycerin, Pentaerythrit, Äthylenglykol, Trimethylolpropan oder ähnliche sowie deren Gemische. Diese Polyester können in an sich bekannter Weise durch Erhitzen der mehrwertigen Alkohole mit den mehrbasischen: Carbonsäuren erhalten werden. Dabei sind die Mengenverhältnisse so zu wählen, daß im Veresterungsprodukt noch freie OH-Gruppen vorhanden sind. Es ist zweckmäßig, die Veresterung so1 weit zu treiben, daß die Säurezahl des er- haltenen Polyesters möglichst gering ist.
Als Methylolgruppen enthaltende Aldehydkondensationsprodukte C von mit Formaldehyd härtbare Kondensate bildenden Stoffen, wie Harnstoff, Phenolen, Dicyandiamid oder mindestens zwei NH2-Gruppen aufweisenden, Aminotriazinen, z.B. Melamin,, Benzoguanamin od. dgl., sind die an sich bekannten, vorzugsweise verätherte Methylolgruppen enthaltenden Kondensate verwendbar, soweit sie zusammen mit den übrigen Komponenten homogene Harzlösungen bilden.
Als geeignete Lösungsmittel kommen z. B. Vertreter folgender Gruppen in Betracht: Alkohole, Ketone, Kohlenwasserstoffe, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Ester, Äther, Glykoläther, Phenole, die zweckmäßig in Form von Gemischen von mindestens zwei solcher Lösungsmittel verwendet werden. Dabei bleibt es dem Fachmann überlassen, hinsichtlich Siedepunkt und Verdunstungsgeschwindigkeit die jeweils beste Wahl zu treffen.
Zwecks Herstellung der erfindungsgemäßen Hairzlösungen wird eine Lösung des Umsetzungsproduktes A mit einem Polyester B und dem Aldehydkondensationsprodukt C, vorzugsweise in Anwesenheit eines weiteren Lösungsmittels, in belileibiger Reihenfolge vermischt. Mit einer solchen Mischung können nach dem Auftragen, z. B. auf eine metallische Unterlage, und Einbrennen - haarrißfreie Überzüge erhalten werden.
Vorzugsweise wird ein Polyester B mit einem Aldehydkondensationsprodukt C, gegebenenfalls
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unter Zusatz geeigneter Lösungsmittel, zunächst durch Erhitzen kondensiert, worauf der so erhaltene modifizierte Polyester mit der Lösung des Umsetzungsproduktes A vermischt und diese Mischung gegebenenfalls weiter erhitzt wird.
Dais zur Anwendung gelangende Mengenverhältnis zwischen, den Komponenten A, B und C kann innerhalb verhältnismäßig weiter Grenzen variiert werden, und hängt von der Auswahl der Komponenten ab. Für den Fachmann bildet es keine Schwierigkeiten, das für ihn geeignete Mengenverhältnis durch einfache Versuche zu ermitteln.
Die mechanischen und chemischen Eigenschaften der aus den erfmdunigsgemäßen Harzlösungen erhalteinen, haarrißfreiem Überzüge können noch durch Zufügung zusätzlicher filmbildender Lackrohstoffe, soweit diese mit der Harzlösung verträglich sind, den an die Überzüge gestellten Anforderungen weitgehend angepaßt werden. Als solche zusätzliche Laekrohstofte seien beispielsweise erwähnt: Polyvinylacetale, Polyamide. Es können auch Gemische solcher zusätzlicher Lackrohstoffe verwendet werden. So wird im allgemeinen bei Verwendung von härtbaren Harzen als zusätzliche Lackrohstoffe die Oberflächenhärtei der erhaltenen Überzüge erhöht, während ihre Dehnbarkeit erniedrigt wird. Polyvinylacetale erhöhen die Viskosität der Harziösung und verbessern in dar Regel die Lösungsmittelbeständigkeit und. die Abreibfestigkeit der erhaltenen Überzüge, während Polyamide: lediglich die Abreibfestigkeit erhöhen. Dabei ist aber darauf zu achten, daß in der Regel die Verwendung zusätzlicher Lackrohstoffe die Neigung zur Haarrißbildung begünstigen kann, sobald die Zumiischung gewisse Grenzen, überschreitet. Ferner können, die Lacklösungen auch färbende Substanzen, zweckmäßig solche, welche .bei den hohen Einbrenntemperaturen beständig sind, enthalten.
Metallsikkative, z. B. Bleisikkative in Form von Resinaten, Naphthenaten beschleunigen die Härtung und verbessern zudem die dielektrischen Eigenschaften der Überzüge. . i ■ .
Werden den erfindungsgemäßen Harzlösungen noch Polyisocyanate, deren Isocyanatgruppen in bekannter Weise, z. B. mit Phenolen, stabilisiert sind, sogenannte verkappte Isocyanate hinzugefügt, so können mit einer solchen Harziösung Überzüge erhalten werden, welche sich durch einen überraschend hohen spezifischen elektrischen. Widerstand und, auch bsi der Lagerung des lackierten Drahtes in feuchter Atmosphäre, durch überraschend geringe tg d-Werte auszeichnen.
Die erfindungsgemäßen Harzlösungen lassen sich in, üblicher Weise auf die Unterlagen aufbringen. So können sie z; B. auf den in der Industrie üblichen horizontalen oder vertikalen Drahtlackiermaschinen, wahlweise mit Filzabstreifern oder mit fliegenden Metalüabstreifer-n, verarbeitet werden.
Die Einbrenntemperatur soll dabei etwa 1300 bis 4500C ,betragen. ,
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern. Die Angaben in Teilen sind Gewichtsteile, die Angaben in Prozenten sind Gewichtsprozente. .
Für die in den, Beispielen beschriebene Herstellung der .erfindungsgemäßen Harzlösungen wurden die nachstehend erwähnten Produkte A und B verwendet, deren Herstellung in an sich bekannter Weise erfolgt.
Produkt A 1. 300 Teile eines in bekannter Weise aus ι Mol 4, 4'-Diiöixydiphenyl-dimethylmethan und etwa 1,6 Mol Epichlorhydrin in Gegenwart von wässeriger Natronlauge erhältlichen Polyglycidäthers wurden in 72 Teilen Methylcyclohexanol und 72 Teilen 2-Methyl-2,4-pentandiol bei 100 bis 1300 C gelöst. Die klare Lösung wurde bei dieser Temperatur mit 64 Teilen (0,44 Mod) Adipinsäure und 16 Teilen (0,2 Mol) Dicyandiamid versetzt und dann, während 1 Stunde gerührt. Infolge der exothermen Reaktion erhöht sich die Temperatur der Reaktionsmasse etwas. Die Lösung wurde nun nach Zugabe von 224 Teilen o-Cresol und. 96 Teilen o-Dichlorbienzol weitere 30 Minuten, bei etwa ioo° C gerührt, wobei etwa 840 Teile einer klaren, hoehviskosen und praktisch neutralen Harziösung erhalten werden.
Wenn bei der oben beschriebenen Herstellung von Produkt A 1 die 0,44 Mol Adipinsäure durch 0,44 Mol Sebacinsäure oder Bernsteinsäure ersetzt werden, so erhält man ITarzlösungen, welche ähnliche Eigenschaften wie Produkt A1 aufweisen. Sie können in den nachfolgenden Beispielen mit gleichem Erfolg an Stelle von. Produkt A1 verwendet werden.
Produkt A 2. Eine Lösung von 375 Teilen des bei der Herstellung von Produkt A 1 verwendeten Polyglycidyläthers in 180 Teilen Cyclohexanol wurde nach dem Zufügen von 88 Teilen Adipinsäure bei einer Temperatur von 100 bis 1300 C zunächst während etwa 30 Minuten und dann nach Zugabe von 22 Teilen Dicyandiamid weitere 40 Minuten gerührt. Infolge der exothermen Reaktion stieg dabei die Temperatur etwas an. Die erhaltene zähviskose Harziösung wurde weitere 45 Minuten und anschließend, nach Zugabe von 35 Teilen Äthyleniglykol-monoäthyläther, 100 Teilen O'-Dichlorbenzol und 280 Teilen Xylenol, eine weitere Stunde bei etwa 8o° C gerührt. Es wurden 1080 Teile einer klaren und hochviiskosen. Harzlösung erhalten. ,
Produkt B 1. In bekannter Weise wurden 511:0 Teile (etwa 35 Mol) Adipinsäure mit 3703 Teilen (etwa 40 Mol) Glycerin durch Erhitzen auf 200 bis 220° C verestert, bis die Säurezahl einen Wert von etwa 12 erreichte. Durch. Zufügen von Äthylenglykol-monoäthyläther zum so erhaltenen zähflüssigen Polyester wurde eine Lösung mit einem Trockengehalt von etwa 75 °/o hergestellt.
1520 Teile dieser Lösung des Polyesters wurden mit 1200 Teilen einer etwa 75 "/eigen butylalkoholischen Lösung eines mit Butanol verätherten Harnstoff - Formaldehyd - Kondensätionsproduktes nach Zugabe weiterer 560 Teile Butanol und 1800 Teile o-Kresol während, 2V2 Stunden auf etwa 120° C erhitzt. Die so erhaltene klare Lösung des
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modifizierten Polyesters besitzt einen Trockengehalt von etwa 40°/o.
Produkt B 2. Bei der Herstellung dieses Produktes wurde analog der vorstehend, beschriebenen Arbeitsweise für die Herstellung von Produkt B ι verfahren, aber mit dieim Unterschied, daß an Stelle des dort verwendeten, mit Butanol verätherten Harnstoff - Formaldehyd - Kondensationsproduktes' nun ein mit Butanol veräthertes Melamin-Formaldehyd-KondensationiSprodukt zur Modifizierung des Polyesters herangezogen wurde.
Produkt B 3. 152 Teile der bei deir Herstellung von Produkt B 1 verwendeten 75 °/aigen. Lösung des Polyesters wurden mit 168 Teilen einer 5o%igen Lösung eines härtbaren Kondensationsproduktes ans p-tert.-Butyl-phenol und Formaldehyd in Cyclohexanol und mit 180 Teilen o-Kresol während 2 Stunden auf 115 bis 1200C erhitzt. Die so· erhaltene klare, braungefärbte Lösung des modifizierten Polyesters besitzt einen Trockengehalt: von etwa 40%.
Produkt B 4. 118 Teile (1 Mol) Bernsteinsäure, 438 Teile (3 Mol) Adipinsäure wurden mit 424 Teilen (4,6 Mol) Glycerin bei 180 bis 2250 C Veras estert, bis die Säurezahl einen Wert von etwa 14 erreichte.
113 Teile des so erhaltenen zähflüssigen Polyesters wurden in 57 Teilen Butanol und 180 Teilen Xylenol gelöst. Nach dem Zufügen von 150 Teilen einer etwa 6o°/oigen butylalkoholischen Lösung eines Tetramethylol - benzoguanamin - butyläthers wurde die Mischung während 2 Stunden auf etwa 1150C erhitzt. Die so erhaltene klare Lösung des modifizierten Polyesters besitzt einen Trockengehalt von etwa 40%.
Produkt B 5. 292 Teile (2 Mol) Adipinsäure, 118 Teile (1 Mol) Bernsteinsäure und 202 Teile (1 Mol) Sebacinsäure wurden mit 62 Teilen (1 Mol) Äthylenglykol und 368 Teilen (4 Mol) Glycerin bei 190 bis 2500 C verestert, bis die Säurezahl einen Wert von etwa 6 erreichte. Der so· erhaltene Polyester stellt ein klares zähflüssiges Harz dar.
228 Teile dieses Polyesters wurden in 60 Teilen Butanol und 60 Teilen Äthylenglykol-monoäthyläther gelöst und nach. Zugabe von 228 Teilen einer 75°/oigen butylalkoholischen Lösung eines mit Butylalkohol verätherten MelaminrFormaldehyd-Kondiensaitionsproduktes und 384 Teilen o-Kresol .während 2 Stunden unter Rühren auf etwa ioo° C erhitzt. Die so erhaltene Lösung des modifizierten Polyesters besitzt einen Trockengehalt von etwa. 40%.
Produkt B 6. 606 Teile (3 MoJ) Sebacinsäure und 148 Teile (1 Mol) Phthalsäureanhydrid wurden mit 460 Teilen (5 Mol) Glycerin bei 170 bis 255° C verestert, bis die Säurezahl einen Wert von etwa 8 erreichte.
113 Teile des so erhaltenen Polyesters wurden in 72 Teilen Butanol gelöst und nach Zugabe von 115 Teilen einer etwa 75°/aigen butylalkoholischen Lösung eines mit Butanol verätherten Melamin-Formaldehyd - Kondensationsproduktes während etwa 30 Minuten unter schwacher Erwärmung gerührt. Es wurde eine klare, leicht gelblichgefärbte Harzlösung mit einem Trockengehalt von 40% erhalten.
Produkt B 7. 584 Teile (4 Mol) Adipinsäure wurden mit 368 Teilen (4 -Mol) Glycerin und 95 Teilen (0,7 Mol) Pentaerythrit unter Erhitzen auf 200 bis 220° C verestert. Durch Zugabe von Äthylenglykol-monoäthyläther wurde eine Lösung mit einem Trockengehalt von 75% hergestellt.
304 Teile dieser Lösung des Polyesters wurden nach dem Zufügen von 112 Teilen Butanol, 360 Teilen Kresol und 224 Teilen einer 75 '/»igen butylalkoholisehen. Lösung eines mit Butanol .verätherteniMelamin-Formaldehyd-Kondensationsproduktes während. iV4 Stunden auf 100 bis 1200 C erhitzt. Die so erhaltene klare und mittelviskose Lösung des modifizierten Polyesters besitzt einen Trockengehalt von 40%.
Beispiel 1
Eine Mischung von 160 Teilen Produkt Ai, 105 Teilen, Produkt B 1 und 35 Teilen Äthylenglykol-monoäthyläther wird während 1 Stunde unter Rühren auf ioo° C erhitzt. Die SO' erhaltene Harzlösung besitzt einen Troekengehalt von 40% und kann mit üblichen, Lacklösungsmiitteln zu einem gebrauchsfertigen Lack verdünnt werden.
Durch Einbrennen eines solchen Lackes in mehreren Schichten * bei 300 bis 4500C z.B. auf Kupferdraht wird eine dehnbare, ausgezeichnet haftende Isolierung mit hohen dielektrischen Eigenschaften, erhalten, welche auch nach langem Erhitzen auf 1400 C keine Versprödung und im Kontakt mit Lösungsmitteln keine Haairrißbildung zeigt.
Beispiel 2
Eine Mischung von 180 Teilen Produkt A 2, 90 Teilen Produkt B 5 und 30 Teilen Äthylenglykolmonoäthyläther wird während 45 Minuten unter leichtem Erwärmen gerührt.
Die soi erhaltene Harzlöeung ergibt nach dem Verdünnen mit üblichen Lacklösungsmitteln und Einbrennen auf Kupferdraht eine sehr flexible, gut haftende und weitgehend, wärmebeständige Isolierung, welche im Kontakt mit Lösungsmitteln keine Haarrißbildung zeigt.·
B ei s ρ i e 1 3
Eine Mischung von 270 Teilen Produkt A 1, 135 Teilen Produkt B 6 und 45 Teilen Äth.ylenglykolmoncäthyläther wird während 45 Minuten unter Rühren, auf iio° C erhitzt. Die so erhaltene klare Harzlösung· besitzt einen Troekengehalt von etwa 40 %> und Viskosität von etwa. 12 000 cP.
Unter Anwendung einer üblichen, Drahtlackiermaschine mit fliegenden Abstreifern läßt sich diese Harzlösung zum Lackieren von Kupferdraht verwenden. Nach dem Einbrennen zeigt der Überzug dieselben Eigenschaften, wie die mit der Harzlösung gemäß Beispiel 2 erhaltene Isolierung.
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Werden in obigem Beispiel an Stelle von 135 Teilen Produkt B 6 135 Teile Produkt B 4 verwendet, so* zeigt die mit dieser' Harzlösung erhaltene' Isolierung die gleichen Eigenschaften.
B e i s ρ i e 1 4
Eine Lösung aus 400 Teilen Produkt Al, 45 Teilen des für die Herstellung von Produkt B 4 verwendeten, eine Säurezahl von etwa 14 aufweisenden Polyesters und 71 Teilen Äthylenglykolmomoäthy lather wird während 10 Minuten bei Raumtemperatur mit einer Lösung verrührt, welche 32 Teile eines härtbaren Phenol-Formaldehyd-Kondensataoosproduktes, 80 Teile Xylol, 16 Teile Cyclohexanol und 96 Teile o-Kresol enthält. Die eirhfliltene Harzlösung wird hierauf filtriert.
Mit diesem Lack werden nach dem Einbrennen auf metallischen Unterlagen Überzüge erhalten, welche von Haarriß en. frei bleiben.
Beispiel 5
Eine Mischung aus 320 Teilen Produkt A 1 und einer .Lösung, bestehend aus 210 Teilen'Produkt B 3 und 70 Teilen Äthylenglykol-monoäthlyläther, wird während 1 Stunde bei ioo° C gerührt. Die so erhaltene klare Harzlösung, die einen schwach sauren Charakter aufweist, besitzt einen Trockengehalt, von etwa 40% und eine Viskosität von etwa 5000 cP.
Nach diem .Verdünnen mit üblichen Lacklösungs.-mitteln und nach dem Einbrennen wird ein flexibler, isolierender Überzug erhalten, welcher in Berührung mit Lösungsmitteln, keine Haarrißbildung zeigt.
Beispiele
Eine Mischung aus 200 Teilen Produkt A 1, 90 Teilen, Produkt B 2 und einer Lösung, bestehend aus. 5 Teilen eines härtbaren Kresol-Formaldiehyd-Kondensationsproduktes, 3 Teilen Cyclohexanol und 2 Teilen Xylol, wird nach Zugabe von, 80 Taillen Äthylenglykol-monoäthyläther während 30 Minuten unter Rühren auf ioo° C erhitzt. Es entsteht eine klare Harzlösung, welche mit üblichen Lacklösungsmitteln zu einem gebrauchsfertigen Lack verdünnt werden kann.
Durch Einbrennen eines solchen Lackes entsteht ein dehnbarer, gut haftender, wärmebeständiger rötlicher Überzug, der in Berührung mit Lösungsmitteln von Haarrissen frei bleibt.
Wenn in obigem Beispiel Produkt A 1 durch eine gleiche Menge Produkt A 2 ersetzt wird und/oder wenn an Stelle von Produkt B 2 eine gleiche Menge des Produktes B 4 verwendet wird, so zeigen die mit solchen Harzlösungen erhaltenen, isolierenden Überzüge praktisch dieselben Eigenschaften.
Bed spiel 7
Eine Mischung aus 200 Teilen der gemäß Beispiel ι erhaltenen, etwa 40°/oigen Harzlösung und einer Lösung, enthaltend 6 Teile eines hochviskosen Polyvinylfoirmals, 5 Teile eines härtbaren, Kresol-Formaldehyd-Koindensationsproduktes und 180 Teile Kresol, wird bei Ra.umtempera.tuir während 10 Minuten gerührt, wobei eine klare, mittel viskose Harzlösung erhalten wird.
Nach dem Einbrennen dieses Lackes auf Draht wird ein, hochelastischer, glänzender Überzug erhalten, welcher in Berührung mit Lösungsmitteln von Haarrissen frei bleibt und ein© erhöhte Abreibfestigkeit, verglichen mit einem aus einer Harzlösung gemäß Beispiel 1 erhaltenen Überzug, aufweist.
Beispiel 8
120 Teile der gemäß Beispiel 1 erhaltenen Harzlösung, 150 Teile Kresol und eine Lösung, bestehend auf 83 Teilen Kresol, 12 Teilen. Polyvinyl formal und 5 Teilen eines härtbaren Kresol Formaldehyd - Kondensationsproduktes, werden unter Rühren miteinander zu einer klaren Lösung vermischt und mit 12 Teilen eines in 18 Teilen Äthylenglykol-monoäthyläther-acetates. gelösten, stabilisierten Polyisocyanates, hergestellt durch Addition von 3 Mol Toluylendiisocyanat an 1 Mol Hexantriol, verrührt.
Die Lösung besitzt einen Trockengehalt von, etwa 20% und kann mit Hilfe einer Drahtlackiermaschine mit Filzabstreifern zur Lackierung von Drähten verwendet werden. Nach dem. Einbrennen wird ein in, Berührung mit Lösungsmitteln von Haarrissen frei bleibender Überzug mit großer Obeirflächienhärte erhalten, welcher sich durch seine besonders guten dielektrischen Eigenschaften, auch in feuchter Atmosphäre, auszeichnet. So zeigt ein in feuchter Atmosphäre gelagerter Überzug einen erheblich besseren tg <5-Wert, verglichen mit demjenigen eines unter gleichen Bedingungen geprüften, Überzuges aus einer nach Beispiel 1 erhaltenen Harzlösung.
Beispiel 9
180 Teile einer nach Beispiel 1 erhaltenen Harzlöis.ung werden mit 320 Teilen einer Lösung, bestehend aus 300 Teilen Kresol, 12 Teilen eines Polyhexamethyleni-adipamids (Nylon), 3 Teilen eines härtbaren Kresol-Formaldehydt-Kondensationsproduktes, 3,5 Teilen Cyclohexanol und 1,5 Teilen, Bleinaphthenat, vermischt. Die Mischung besitzt einen Trockengehalt von etwa i8°/o.
Durch Einbrennen dieser Harzlösung auf Kupferdraht wird ein mattglänzender Überzug erhalten, welcher in Berührung mit Lösungsmitteln von Haarrissen frei bleibt, gute Wickelfestigkeit und Abreibfestigkeit aufweist.
Beispiel 10
Gleiche Teile der nach Beispiel 6 und 8 erhaltenen Harzlösung werden innig vermischt.
Der mit: dieser Harzlösung nach dem Einbrennen auf Kupferdraht erhaltene isolierende Überzug besitzt sehr gute Oberflächenhärte, guten Glanz
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und bleibt in Berührung mit Lösungsmitteln frei von Haarrissen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Sehr wärmebeständiger und haarrißfrei trocknender Einbrennlack, bestehend aus einem Gemisch1 von A einer Lösung, welche durch Erhitzen eines harzartigen, mindestens zwei Äthylenoxydgruppen aufweisenden Derivates eineis mehrwertigen Phenols, Dicyandiamid und einer mehrbasischen Carbonsäure oder deren Anhydrid, deren Carboxylgruppen durch mindestens 2 C-Atome voneinander getrennt sind, in Gegenwart eines Lösungsmittels erhalten ist, B einem freie O H-Gruppeni aufweisenden Polyester aus einem mehrwertigen Alkohol und einer mehrbasischen Carbonsäure oder deren Anhydrid,, deren Carboxylgruppen durch mindestens 2 C-Atome voneinander getrennt sind, und C einem Aldehydkondensationsprodukt eines mit Formaldehyd härtbare Kondensate bildenden Stoffes.
    . 2. Einbrennlack gemäß Anspruch i, bestehend aus einem erhitzten Gemisch der Komponenten, A, B und C.
    3. Einbrennlack gemäß Anspruch 1, worin das Gemisch aus einer, der 3 Komponenten und dem in Gegenwart eines Lösungsmittels erhitzten Gemisch der beiden andern Komponenten besteht.
    4. Einbrennlack gemäß Anspruch 1 bis, 3, dadurch gekennzeichnet, daß er eine weitere filmbiildende Komponente enthält.
    5. Einbrennlack gemäß Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß er ein stabilisier-•tes Polyisocyanat: enthält.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    USA.-Patentschrift Nr. 2 591 539.

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