DE99861C - - Google Patents

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DE99861C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68CSADDLES; STIRRUPS
    • B68C1/00Saddling equipment for riding- or pack-animals
    • B68C1/02Saddles
    • B68C1/06Side saddles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Storing, Repeated Paying-Out, And Re-Storing Of Elongated Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
F PATENTSCHRIFT
KLASSE 6"3T" Sattlerei, Wagenbau und Fahrräder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. März 1898 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitsvorrichtung an Damensätteln und besteht aus einem selbstthätig sich lösenden Sattelknopf, b'ei welchem, wenn die Reiterin aus dem Sattel fällt, der Sattelknopf sofort von dem Sattel gelöst wird, so dafs er von demselben abfällt und dadurch kein Hindernifs oder unbeweglichen Vorsprung bildet, an welchem das Reitkleid sich verwickeln und somit ein Schleifen der gestürzten Reiterin eintreten könnte. Es ist bekannt, dafs bei Damensätteln der gewöhnlich feste Sattelknopf leicht eine Quelle grofser Gefahr werden kann, indem sich derselbe in der Kleidung verwickelt und dadurch leicht ein Schleifen der abgeworfenen Reiterin herbeiführen kann. Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf einen sich selbstthätig lösenden Sattelknopf, welcher sofort gelöst und frei beweglich von dem Sattel wird, während der Sattelknopf für gewöhnlich fest und sicher in seiner normalen Lage verbleibt und der Reiterin die nothwendige Stütze bietet.
Auf beiliegender Zeichnung ist die Erfindung zur Darstellung gebracht.
"Fig. ι ist ein Schnitt des Sattels mit der den Sattetknopf auslösenden Vorrichtung;
Fig. 2 zeigt einen Horizontalschnitt des selbstthätig lösbaren Sattelknopfes;
Fig. 3 ist eine Ansicht des zurückziehbaren Dübels;
Fig. 4 ist eine Ansicht der Rückseite desselben;
Fig. 5 ist eine Ansicht einer selbsttätigen Zurückziehvorrichtung·,
Fig. 6 zeigt eine Kuppelvorrichtung;
Fig. 7 bringt die Theile der Kuppelvorrichtung besonders zur Darstellung und zeigt in punktirten Linien eine abgeänderte Form der Zurückziehvorrichtung;
Fig. 8 zeigt in perspectivischer Ansicht den getheilten und durchbohrten Stöpsel für das eine Ende des Kanals, in welchem die Kuppelvorrichtung und Zurückziehvorrichtung untergebracht sind.
Fig. 9 ist ein Querschnitt des Kanals und des Stöpsels.
Auf dem Sattel 10 ist ein selbstthätig sich lösender Sattelknopf 11 angebracht, welcher eine beliebige Form haben kann. Der Fufs dieses Sattelknopfes ist mit einer runden Aushöhlung 12 versehen, von welcher mehrere Hohlräume 13 in radialer Richtung ausgehen, um die von Federn vorgetriebenen Bolzen 14 aufzunehmen, welche von einem zurückziehbaren Dübel 15 getragen werden, der nachgiebig in einer Aushöhlung 16 des Sattelbogens gelagert ist. Der für gewöhnlich vorstehende Theil des Dübels 15 ist an seiner Peripherie mit einer Reihe von radial angeordneten Kammern versehen, welche zur Aufnahme mehrerer radial angeordneter Bolzen 14 dienen, von denen jeder "einen Stiel 18 besitzt, der sich durch eine Oeffnung in der Hinterwand dieser Kammern erstreckt und so in eine centrale Oeffnung 19 des genannten Dübels eintreten kann, wenn die Bolzen zurückgezogen werden. Eine Feder 20 umgiebt jeden Bolzenstiel 18, welche sowohl gegen den Bolzen als auch gegen das Gehäuse anliegt, so dafs die
Bolzen für gewöhnlich in die Höhlungen 13 des Sattelknopfes eindringen. Die Vorderseite dieses Bolzens 14 ist abgerundet, wie gezeigt, so dafs die Bolzen beim Niederdrücken des Sattelknopfes 11 zurückweichen, bis die die Bolzen aufnehmenden Höhlungen 13 des Knopfes mit den äufseren Enden der Bolzen in Uebereinstimmung gebracht sind, worauf die Bolzen sofort in diese Höhlungen eintreten und so den Sattelknopf auf dem Sattel befestigen.
An der Hinterseite jedes Bolzens 14 ist ein Seil 21 befestigt, welches aus dem Gehäuse 17 durch eine Oeffnung und durch die Oeffnung 19 zu einer Durchbohrung 22 in der Achse des Dübels geführt wird. In dieser Durchbohrung 22 vereinigen sich die verschiedenen Seile 21 und sind mit zwei stärkeren Seilen 23 verbunden, welche nach aufsen durch einen Kanal 24 geführt werden, mit welchem die zur Aufnahme des Dübels dienende Kammer 16 in Verbindung steht. Irgend eine geeignete Führung 25 kann für die Seile 23 \'orgesehen sein.
Der zurückziehbare Dübel 15 kann von mehreren Spiralfedern 26 oder anderen elastischen Vorrichtungen getragen werden, und der Dübel kann hierbei mit Aushöhlungen 27 \rersehen sein, um die genannten elastischen Träger . aufzunehmen. Eine Seite des zurückziehbaren Dübels 15 trägt einen Vorsprung 28, welcher in eine Führung 29 eingreift, um das Drehen des Dübels um seine Achse zu verhindern und besonders als Anschlag für die Begrenzung der Aufsenbewegung des Dübels aus dem Hohlraum, in welchem derselbe sich befindet, zu dienen. Der Dübel 15 kann mit einer Aussparung 30 versehen sein, um die Hauptzurückziehungsseile 23 zu spreizen, wenn der Dübel und die an demselben befestigten Bolzen 14 nach innen gezogen sind und der lösbare Sattelknopf ausgelöst ist.
Um selbstthätig einen Zug auf die Hauptzurückziehungsseile 23 auszuüben, um die Bolzen 14 und den Dübel 15 mit dem Sattelknopf ι ι aufser Eingriff zu bringen, ist ein in dem Kanal 24 liegender selbsttätiger Zugmechanismus vorgesehen, welcher mit einem Knopf an dem Anzüge der Reiterin verbunden wird und selbstthätig gelöst wird, sobald der Sattelknopf ausgelöst wird. Dieser Zugmechanismus besteht aus einem getheilten Stöpsel 31, der in dem offenen Ende des Kanals 24 steckt und Durchbohrungen 32 besitzt, in welchen die Hauptzurückziehungsseile 23 befestigt sind. Die beiden Hälften des Stöpsels 31 sind mit halbkreisförmigen Rinnen versehen, welche eine centrale Bohrung 33 bilden und sich nach aufsen erweitern. Durch diese Bohrung ist ein lockeres Seil 34 gesteckt. Das eine Ende dieses Seiles 34 hat eine Oese 35, welche an einem Knopf an dem Anzüge der Reiterin befestigt werden kann. Das andere Ende des Seiles 34 ist mit einer Kugel verbunden, welche gewöhnlich in einer Höhlung 37 liegt, welche von zwei gelenkig mit einander verbundenen Schalen 38 gebildet ist, die in dem Kanal 24 hin- und hergleiten können, so dafs sie für gewöhnlich um die Kugel zusammengehalten werden. Eine von diesen Schalen 38 ist mit Durchbohrungen 39 für die Hauptzurückziehungsseile 23 versehen. An ihrer inneren Seite sind die beiden Schalen 38 drehbar mit einem gleitenden Block 40 verbunden, welcher ebenfalls innerhalb des Kanals 24 frei beweglich ist. Der untere Theil dieses Blockes ist mit Durchbohrungen 41 versehen, durch welche die Hauptzurückziehungsseile 23 geführt sind, so dafs sich derselbe längs denselben bewegen kann. Eine der Seiten des Blockes 40 besitzt doppelte Neigungen, so dafs derselbe nach der Seite der Schalen hin geneigte Flächen besitzt, wodurch die Schalen 38 sich frei öffnen und die Kugel loslassen können, sobald die Schalen aus dem Kanal herausgezogen sind. Zwischen den Schalen 38 ist eine Feder 43 angeordnet, um ein schnelles OefFnen der Schalen und Freigeben der Kugel 36 zu bewirken , sobald die Schalen aus dem Kanal herausgetreten sind. In dem Gleitblock 40 ist ein federnder Bolzen 44 angebracht, welcher gewöhnlich gegen die Wand des Kanals gedrückt wird. Sobald die Schalen 38 und der Block 40 genügend weit nach aufsen gezogen sind, um den Stöpsel 31 herauszuwerfen, und die Kugel 36 sowie das an derselben befestigte Seil 34 losgelassen sind, wird der Bolzen 44 durch die Feder 45 in den Schlitz 46 getrieben, welcher nahe an dem Ende des Kanals 24 vorgesehen ist. Auf diese Weise wird der Block 40 verhindert, aus dem Kanal gezogen zu werden, und ebenso kann derselbe durch die Zurückziehvorrichtung, welche jetzt beschrieben werden soll , nicht nach innen gezogen werden. Sobald der Stöpsel 31 nach aufsen gezogen wird, zieht derselbe die Hauptzurückziehungsseile an und zieht dadurch die Bolzen 14 zurück und ebenso den Dübel 15, so dafs der Sattelknopf 11 sofort losgelassen und freigegeben wird, sobald die Reiterin abgeworfen wird.
Der Gleitblock 40 ist mit einer Zurückziehvorrichtung 47 versehen, welche aus einem an dem Block befestigten Seil und einer federnden Rolle 48 besteht, welche in dem Kanal 24 befestigt ist, oder aber die Zurückziehvorrichtung kann auch durch eine einfache Spiralfeder gebildet werden, wie in Fig. 7 durch punktirte Linien angegeben ist.
Um die Theile der selbstthätigen Zurückziehvorrichtung zu verbinden, wird die Kugel zwischen die Schalen 38 gelegt, während der
Block 40 durch den Eingriff seines Bolzens 44 in den Schlitz 46 festgestellt ist; indem man nun auf eine Feder 49 drückt, treibt ein an derselben vorgesehener Vorsprung den Bolzen 44 aus dem Schlitz 46 heraus und die Zurückziehvorrichtung zieht die mit einander verbundenen Schalen 38 und Block 40 in den Kanal. Der getheilte Stöpsel 31 kann jetzt wieder in das Ende des Kanals gesteckt werden. Nachdem der Sattelknopf 11 durch die Bolzen 14 befestigt ist, kann die Reiterin wieder aufsteigen und das Seil 34 in geeigneter Weise an ihrem Anzüge befestigen.
Das Seil 34 mufs eine genügende Länge besitzen, so dafs es die Schalen 38 nicht eher gegen den Stöpsel 31 zieht, als bis die Reiterin stürzt. Die Kugel 36 wird losgelassen, sobald der Stöpsel 31 herausgeworfen ist, und der Block 40 wird selbsttätig am Ende des Kanals 24 zurückgehalten, um später den Mechanismus wieder zum Gebrauch fertig zu machen. Man kann die Schalen 38 auch mit Rollen 51 versehen, um ihre Bewegung in dem Kanal zu erleichtern.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein beim Stürzen der Reiterin sich selbstthätig lösender Sattelknopf an Damensätteln, dadurch gekennzeichnet, dafs eine am Kleide der Reiterin befestigte Schnur (34) beim Sturze den am Sattel (10) durch bewegliche Riegel (14) gehaltenen Sattelknopf (11) auslöst, zum Zwecke, ein Verwickeln der Kleider am Sattelknopf und Schleifen der Reiterin zn verhindern.
    Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher am Ende der Schnur (34) eine von zwei gelenkig verbundenen, in einem Kanal (24) des Sattels verschiebbaren Schalen (38) gehaltene Kugel (36) befestigt ist, welche beim Sturze der Reiterin den Schalenkörper (38) mitnimmt und mit demselben einen am Ende des Kanals sitzenden, mit den beweglichen Riegeln (14) verbundenen Pflock (31) aus dem Kanal derartig hinausschiebt, dafs die Riegel (14) und der Dübel (15) zurückgezogen werden, wobei die Schalen (38), nachdem dieselben den Kanal (24) verlassen haben, die Kugel (30) freigeben.
    Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, bei welcher in dem Kanal (24) ein mit den Schalenkörpern (38) gelenkig verbundener und durch einen federnden Stift (44) in seiner jeweiligen Stellung festgehaltener Block (40) angeordnet ist, welcher bei der Verschiebung der Schalenkörper (38), von diesem mitgenommen und dabei eine in einer Trommel (48) angeordnete Feder spannend, am Ende des Kanals mittelst des Stiftes (44) festgestellt wird, so dafs nach Einfügung der Kugel (36) in die Schalenkörper (38) diese nach Auslösung des Stiftes (44) durch die Zurückziehvorrichtung (47, 48) in den Kanal zurückgeführt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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