DE99697C - - Google Patents

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DE99697C
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das neue Sicherheitsventil ist ein doppeltes, welches sich sowohl nach innen als auch nach aufsen hin öffnen läfst. Es kann für Feder- und Hebelbelastung Anwendung finden und zu jeder Zeit leicht gelüftet Werden.
Das Ventilgehäuse besteht aus drei einfachen Gufskörpern, die durch Schraubenbolzen und Muttern mit einander verbunden sind. Das Ventil a (Fig. 1), hier tellerförmig gestaltet, bewegt sich in einem nach innen hin öffnenden Ventilkörper b, welcher in dem Ventilgehäuse bezw. einem Messingfutter geführt wird. Der Ventilkörper b ist mit vier Dampfzuleitungskanälen und einem Bügel c versehen, in den eine Stange d fest eingeschraubt ist. An dem anderen Ende dieser Stange ist eine starke Metallmembran m befestigt, welche dampfdicht zwischen den beiden unteren Stücken des Ventilgehäuses liegt. Unter der Membran ist eine Spiralfeder h angebracht, welche als eine doppelte vorgesehen ist, um ihre Länge zu beschränken.
Bezeichnet man den Durchmesser der Metallmembran, als Kolben gedacht, mit G, und mit iy den Durchmesser des Ventils a, mit χ die Breite des ringförmigen Streifens vom Ventilkörper b, der einseitigen Dampfdruck erhält, so ist der Durchmesser:
G = 2 (y + x).
Bei dieser Wahl des Durchmessers übt der Dampfdruck an dem Gesammtkörper, welcher aus Membran, Stange und Ventilkörper b gebildet wird, eine resultirende Kraft nach unten aus, welche gleich ist der nach oben auf das Ventil α wirkenden Kraft. Wenn also bei der Dampfspannung Null die Feder h durch die Belastung des Ventils α so beansprucht' ist, dafs sie das Ventil b noch mit einer zur Abdichtung erforderlichen, ganz geringen Kraft gegen den Ventilsitz zu drücken vermag, so bleibt diese Wirkung der Feder h auf" das Ventil unverändert bestehen, während die Dampfspannung von Null auf die normale Höhe steigt, weil während dieses Wachsens der Dampfspannung die von der Ventilbelastung herrührende Belastung der Feder h sich stets um denselben Betrag vermindert, um den die aus der Dampfspannung sich ergebende Belastung der Feder h gleichzeitig zunimmt.
Um die Entfernung der Membran und der Sitzfläche des sich nach innen öffnenden Ventils b einstellen zu können, ist die Stange d getheilt und durch eine genügend lange Mutter verbunden, welche mit Rechts- und Linksgewinde versehen ist. Diese Einstellvorrichtung bezweckt gleichzeitig, dafs die Membran einen constanten wirksamen Durchmesser erhalten kann, d. h. dafs man die Membranstellung so regeln kann, um eine Wölbung nach oben oder unten und somit ihre Eigenspannung zu verhülen.
Eine nach aufsen heraustretende Einstellvorrichtung der Feder /?, welche in der Zeichnung zwischen zwei tellerförmigen Schalen · liegend gedacht ist, wird in der Weise erreicht, dafs eine durch den Boden des Ventilgehäuses führende Schraube gegen den unteren Teller drückt. Diese Schraube wird von einem Schutzkasten umgeben, welcher in einem Scharnier beweglich ist und mit einer Plombe amtlich verschlossen werden kann. In dem
Boden des untersten Theiles des Ventilgehäuses kann eine feine Durchbohrung angebracht werden, um durch Dampfaustreten beobachten zu können, ob eine Beschädigung der Membran eingetreten ist. Um solche Bohrung nicht zupfropfen zu können, ist dieselbe unter dem Schutzkasten vorzusehen.
Die Wirkung der Neuerung ist die, dafs das unzulässig überlastete Ventil schon früher abbläst, d. h. schon bevor die Druckspannung erreicht ist, welche es bei richtiger Belastung zum Abblasen bringt. Ersichtlicherweise wird durch einen Zusatz zur Belastung, da die Feder die gesammte Belastung aufnimmt, auch der Gegendruck auf diese Feder um dasselbe Mafs erhöht. Sollte das Ventil durch Festbinden des Ventilhebels gewissermafsen verkeilt werden, so wird, sobald die Normalspannung im Kessel erreicht ist, der Dampfdruck das Ventil b durch Herunterdrücken der Membran lüften.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Sicherheitsventil, dadurch gekennzeichnet, dafs der Ventilsitz (b) für das Hauptventil (a) selbst als ein nach dem Inneren des Ventilgehäuses sich öffnendes Ventil ausgebildet und mit einer durch Feder belasteten Membran oder einem solchen Kolben fm) derart verbunden ist, dafs es bei normal belastetem Hauptventil (a) durch den auf die Membran wirkenden Dampfdruck nicht früher als das Hauptventil selbst geöffnet wird, dagegen bei Ueberbelastung des letzteren sich öffnet und den Dampf abblasen läfst, bevor noch die zulässige Höchstspannung des Dampfes erreicht ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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